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Vorkommen von Ptoma╨Зnen bei niederen Thierarten.

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Vorkonimen von PtomaYnen bei niederen Thierarten.
Problem ; die von der Industrie versuchten Lijsungen sind kostspielig
oder unvollstandig. Verf. stellte in dieser Richtung folgende Versuche an:
1) Ein mit Staub von flussiger Schwefelsaure beladener Luftstrom
streicht durch ein auf einem Ofen liegendes Rohr, das mit Stucken
von Chlornatrium gefiillt ist. So lange nun das Rohr kalt bleibt,
liefert es ein Dampfgemenge von Schwefelsaure und Salzsaure. Wird
es jedoch bis zu 350° erhitzt, so erhalt man nur noch Dampf der
letzteren Saure, ohne Spuren der ersteren. Durch die Hitze hat die
Schwefelsaure Gasform angenommen und sich auf das Chlornatrium
niedergeschlagen.
2) Man leitet Salzsauregas in einen kalten Luftstrom, der durch
eine vertikale Sade von Bimsstein streicht, der durch einen continuirlichen Wasserstrahl benetzt wird. Salzsauredampfe treten aus dem
Apparate. Umgiebt man die Sade mit einem Cylinder, durch den
man Wasserdampf von looo circuliren lasst, und leitet zu gleicher
Zeit einen Dampfstrahl in den Luftstrom, so ist die Absorption der
Saure eine solch vollstindige, dass die austretende Luft 3 Stunden
lang durch eine Silbernitratlijsung streichen kann, ohne dieselbe
zu triiben.
3) Staub von Ammoniumcarbonat streicht mit Luft in ein kleines
Thurmchen , das mit Kokesstucken gefulit ist , die mit verdunnter
Schwefelsaure angefeuchtet werden ; ein Theil des Alkalis wird hierbei
nach aussen entfuhrt. Erhijht man die Temperatur auf etwa looo,
so ist die Absorption vollstandig und fast augenblicklich.
Verf. spricht seine Verwunderung daruber aus, dass man bis
jetzt noch nicht an die so einfache Anwendung von Warme bei der
Absorption der Dampfe fluchtiger Kijrper dachte; er glaubt die Ursache davon in einer Ideenverwirrung zu sehen: man glaubt die
Absorption dieser Diimpfe mit der Condensation der Dampfe in den
Destillationsapparaten gleichstellen zu mussen und suchte sie wie
jene durch Abkiihluug zu erlangen. fJourna1 de P h m a c i e et de Chimie.
Serie 5.' Tome l
T
.pag. 139. Ac. d. So. .94, 1137, 1882.1 C. Xt-.
Vorkommen von Ptoma'inen bei niederen Thierarten.
Gautier sprach die Ansicht aus, dass die Ptomdne von einer Zerlegung eiweisshaltiger KBrper herriihren. Er suchte sie in den
Secretionsproducten gewisser Thiere, den Tragern besonderer Drusen
auf und constatirte ihre Anwesenheit im Gifte der Reptilien. Ebenso
fand er in normalem menschlichem Speichel einen besonders fur
Vijgel sehr giftigen Stoff, der sie in tiefe Betiubung versetzt. Derselbe besteht hauptsachlich aus einem Alkalo'id von der Natur der
CadaverplkaloYde.
Schlagdenha u f f e n suchte nun, indem er sich auf die von
Gautier erlangten Resultate stutzte, die PtomqTne bei den Thieren
der niedersten Stufe zu entdecken ; er benutzte bei diesen Versuchen
Schwach. alkal. Wasser als AuflGsungsmittel v. Jod - u. Bromkalium.
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Austern und gewijhnliche Muscheln. Diese Thiere wurden von ihren
Schalen und dem griissten Theil ihres Gewebes befreit und nur die
Centralorgane Magen und Leber mit Sand zusammen verrieben, den
man vorher rnit Saure ausgewaschen und gegliiht hatte. Die Mischung
wurde auf dem Dampfbade getrocknet und in einem continuirlichen
Verdrangungsapparate mit Aether in der Warme behandelt. Die zur
Extractconsistenz verdunstete Aetherliisung enthielt eine betrachtliche
Menge Pett, das mit Chlorophyll gemengt war, dessen Gegenwart
sich leicht rnit Clem Spectroscop oder concentrirter Salzsaure nachweisen liess. Das atherische Extract wurde durch Wasser ohne
Saurezusatz erschbpft ; die erhaltene passend eingedampfte wasserige
LGsung zeigte den bekannten Reagentien gegeniiber ganz das Verhalten der Cadaveralkalolde. Auch wirkten subcutane Injectionen
bei Frsschen betiiubend , ohne jedoch den Tod herbeizufuhren.
Schlagdenhauffen schliesst aus seinen Versuchen , dass die Mollusken
Verbindungen enthalten , die den Pflanzenalkalolden analog sind. Ihr
Ursprung diirfte nach seiner Ansicht schwerlich der Zerlegung von
eiweisshdtigen Stoffen der Gewebe zuzuschreiben sein , weil nichts
dies endgiiltig beweist; vielleicht kbnne man ihn auf e k e Umformung der Nahrungsmittel zuriickfuhren. Es wiire wohl von Interesse
zu untersuchen, ob die Erzeugung der PtomaPne bei diesen Thieren
unter gewissen physiologischen Bedingungen eine griissere ist als
linter anderen oder vielmehr, ob die giftige Wirkung dieser Producte
im Sommer eine s t i k e r e wie im Winter ist. Verf. beabsichtigt
Versuche iiber die Frage anzustellen, ob der Genuss von Austern
und Muscheln in gewissen Jahreszeiten gefahrlich ist. (JourBaJ de
Pharmacie et de Chimie. Serie 5. Tome 6. pag. 126. Jowm. de Pharm.
d 'Alsace-Lorraine./
C. Kr.
Ueber die Verwendung eines schwach alkalischeii
Wassers als Auflbsungsmittel bei dem Eingeben von Jod
iind Bromkalium stellte Dr. G. S e g u i n vergleichende Versuche
-
an: 1) mit einer Lbsung dieser Salze in reinem Wasser; 2) indem
er die Lbsung 20 bis 30 Miuuten nach der Mahlzeit nehmen liess,
wenn der Magen mit Nahrungsmitteln angefullt ist und 3) mit den
in einem alkalischen Wasser gelbsten Sdzen. Unter den Vortheilen,
welche Verf. bei der Anwendung dieses alkalischen Wassers, z. B. des
natiirlichen oder kiinstlichen Wassers von Vichy, findet , besteht der
erste darin, den durch das Jod- oder Bromsalz auf die Magenschleimhaut ausgeiibten Reiz miiglichst zu vermindern und der zweite darin,
dass der unangenehme Geschmack dieser Salze weniger fiihlbar ist.
Ebenso ist Natriumsalicylat leicht auf diese Weise einzugeben j
sein Geschmack ist vollsttindig verborgen und seine Absorption
erfolgt vie1 vollkommener und schneller. ( J o m a l de Pharmacie et de
Chimie. Serie 5. Tome 6. pag. 125. Archives of medeoine et Useion
mbdicale.)
C. hi..
10*
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