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Vorlesungen Uber pharmazeutische Chemie und Arzneimittelsynthese fUr Studierende und Apotheker von Prof. Dr. Walter HUckel Universitt TUbingen zwei Bnde

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Bd. 287.159
1954, Nr. 3
Buchbesprechungen
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In Wirklichkeit schrieb icht) von dem Antagonismus zwischen der Verbreitung der
beiden Stoffgruppen:
,,Er geht n i c h t s ) so weit, daB sie sich gegenseitig vollig ausschlieBen."
Ich vertrat also - entgegen dem mir fiilschlicherweise Zugeschriebenen - die Ansicht,
daD iitherischee (21 und Saponine gleichzeitig vorkommen konnen.
2)
3)
Pharmae. Zentralhalle Deutschland 72, 417 (1931).
Jetat von mir hervorgehoben.
BUCHBESPRECHUNGEN
Vorlesungen iiber pharmazeutische Chernie und Arzneimittelsynthese fur Studierende
und Apotheker von Prof. Dr. Wulter Huckel, Universitiit Tubingen, zwei Biinde.
Erster Band: Anorganischer Teil: XI, 406 Seiten iind 5 Abb. Stuttgart 1953: Verlag
Ferdinand Enke. Geh. DM 42,- ; Ganzleinen DM 45,-.
Wenn der Autor, der als Verfasser chemischer Lehrbucher von hohem Range bekannt
ist, als Frucht seiner pharmazeutischen Lehrtiitigkeit den anorgankchen Teil einer
pharmazeutisehen Chemie herausgibt, so wird man mit besonderer Erwartung das Buch
znr Hand nehmen.
Laut Vorrede ist das Werk aus den Vorlesungen des Verfassers hervorgegangen. Es
beginnt mit einer sehr lesenswerteri geschichtlichen Entwicklung der Pharmazie und
schlieBt mit einer Betrachtung der Bedeutung der Pharmazie in der Jetztzeit. Hier
SOU eine Bemerkung am Schlul dieses Kapitels festgehalten werden, die jedem Lehrer
der Pharmazie aus dem Herzen geaprochen ist, daB niimlich die Aufgabe des Apothekers
in der Versorgung des Publikums mit zuverliissigen Arzneimitteln nicht erschopft ist,
sondern daI3 er dessen bewult sein muB, daD er in seinem Bereiche der naturwissenschaftliche Sachverstiindige ist und dieser daraus entspringenden vielfiiltigen Verpflichtung kraft seiner akademischen Bildung stets nachkommen sollte.
In diesem Buche jedoch wird im wesentlichen die Hauptaufgabe der Pharmazeuten,
sich mit den Gegenstiinden der Arzneibucher vertraut zu machen, angestrebt.
I m emten Kapitel, dem destillierten Wasser, zeigt sich, da13 das Arzneibuch erneuerungsbediirftig ist, und auch in diesem Werke wird ein sehr aktuelles Problem, ein pymgenfreies Wasser fur Injektionszwecke zu erhalten, nicht beriicksichtigt. Auch auf das Vorhandensein von Kupferspuren, die die Ubertragung des Luftsauerstoffes auf empfindliche
Substanzen bewirken, ist hier nieht eingegangen.
In der Anordnung dea weiteren Inhaltes ist - und das halte ich f u r durchaus zweckmiiBig - nicht ausschlieBlich das periodische System maBgebend gewesen. DaB die
qualitative und quantitative Analyse besondere Beachtung findet, ist den Aufgaben
des Apothekers entsprechend, angebracht, und daB wiederum die MaBanalyse im Vordergrund steht, selbstverstiindlich. Gerade die Neutralisationsanalysen erfordern ein besonderes Eingehen auf die Grundlagen dieser Methoden, die in recht ansprechender und
klarer Form dargestellt werden. I n gleicher Weise finden auch die Anschauungen iiber
den Aufbau der Komplexverbindungen a n vielen Stellen eine gebiihrende Beachtung.
In hoherem MaBe, als man es bei anderen Lehrbuchern der pharmazeutischen Chemie
gewohnt ist, werden die medizinischen Anwendungen der Arzneimittel und ihrer Kombinationen, ihre Indikationen und die Dosierung besprochen, und einem allgemeinen
Wunsche des Standes damit entsprochen. Man kann des Eindruckea sich nicht erwehren,
daB mit den Gegenstilnden des Arzneibuches, wie das auch das bekannte ,,Organon von
Munek" sagt, eine vielseitige und zweckmaBige Therapie getrieban werden kann.
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Buchbesprechungen
Archiv der
Pharinazie
Indessen bin ich der Auffassung, daS die technischen Verfahren eingehender hatten
besproohen werden konnen, da aus ihnen die Verunreinigungen stammen, auf die gepriiftwerden mufi. Ich will dafiir das Beispiel des Kaliumkarbonata anfiihren, bei dem der
Verfasser das Vorhandensein voii Arsen auf das Leblanc-Verfahren zuriickfiihrt. Diese
Verunreinigung hat vorzeiten AnlaD zu Vergiftungen groBeren AusmaRes gegeben -das Karbonat wird im Haushalt zur Kuchenbiickerei benutzt und stammte aus der Verarbeitung von WollschweiBwassern von Schafen, die mit Arsenikalien beliandelt waren.
Auch die Priifung auf Ameisensiiure ist noch berechtigt, weil das Karbonat nach den1
noch heute gebrauchlichen Forniiatverfahren dargestellt wird.
Von Druckfehlern, dio in dem Buche sonst selten sind, darf auf folgenden hingcwicsen
werdeu: Die 11/10 KBr0,-Losung sol1 2,7837 g (nicht das zehnfache) enthaltsn.
Das Werk hat die Erwartungen, die man hegen durfte, in vollem MaRe erfiillt.
Es ist vom didaktischen Standpunkte aus meisterhaft geschrieben und auf jeder Seite
?I. Br7tchhn "sen
anregend.
Anleitung zur Erkennung und Priifung der Arzneimittel des Deutschen Arzneibuches,
zugleich ein Leitfaden fur Apothekenvisitatoren von M . Biechele. 17. Auflage, bearbeitet
von H . Kaiser. 625 Seiten und 17 Abb. Berlin, Gottingen, Heidelberg 1953: Springer
Verlag. Ganzleinen DM 32,50.
Beim Erscheinen der 17. Auflage dieses wichtigen Werkes wird man sich die Frage
stellen, ob die Notwendigkeit dafiir zu einein Zeitpunkte besteht, der in absehbarer Zeit
einen Nachtrag zum Arzneibuch erwarten lafit. I n der Tat scheint es, als ob das Fehlen
dieses Buches eine Liicke hinterlassen hiitte, die notwendigerweise ausgefiillt werden
muBte. Sicher darf man zudem die Hoffnung hegen, daB nach Erscheinen des Nachtrages
eben auch ein Nachtrag zu diesem Buche erscheinen wird, so daD das Werk wiederuin
aktuell bleiben wird.
Die Anordnung des Buches ist die gleiche, wie sie sick in den friiheren Auflagen ala
zneckmaDig erwiesen hat. Eine Bereicherung stellt die Ubernahme wichtiger Angaben
aus den nicht mehr erscheinenden Werken von Herzoy-Ha,nner und Frericlw dar.
Die Bedeutung des Buches, das seit Generationen sich bewahrt hat, hervorzuheben,
eriibrigt sich. Sie kann nur derjenige ermessen, der sich laufend mit den Aufgaben der
Priifung beschiiftigt. Er wird das Wiedererscheinen des durch den Sutor maBgeblicli
verbesserten Werkes begriil3en.
Einer Bitte des Autors urn fordernde Kritik folgend mochtc ich auf den Nachweis voii
Arsen im Calomel hinweisen, die auch in anderen W'erken nicht richtig interpretiert wird.
Sie beruht nicht auf einer Reduktion des Calomel zu inetallischem Quecksilber durcli
dreiwertiges Arsen, sondern es wird umgekehrt die Arsenverbindung durch die stark
zu elementarem Arsen reduziert
reduzierende Quecksilber-I-chloridchlorwasserstoffs~ure
Auf Seite 81 wird auf die mangelnde Haltbarkeit der alkalisclien Arsenitlosung hhigewiesen. Das ist in der Tat der Fall. Man kann sie aber vollkommen stabilisieren, weiiii
man sie schwach sauer stellt. Ich fiihre das an, da gcrade im Apothekenlaboratoriuni
stabile Normallosungen von besonderer Bedeutung sind.
Die Tatsache, daD durch Verwendung voii Glyzerinsubstituten zahlrciche Todesfallc
entstanden sind, wurde eine sichere Charakterisierung des Glyzerins erfordern. Die
Priifungsvorschrift des DAB ist vollkommen unzuliinglich. Auch der Nachweis des Glykols nach Kuntze, auf den verwiesen wird, ist nicht ausreichend, da dieses sicher nicht
die Vergiftungen ausgelost hat. Wenn neben der Dichtebestimmung die Refraktionswerte angegeben wurden, ware eine solche bedrohliche Verfiilschung ausgeschlmsen. I n
vielen Apotheken ist das billige Jelly-Refraktometer im Gebrauch, das sich auch f u r
viele andere Zwecke als iiiitzlich erweist und den Apotheker instand setzt, seiner hohen
Aufgabe, die auch dieses Buch anstrebt, namlich Unheil zu verhuten, gerecht zu werden.
v. Bruchhausen
.
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