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Vorlesungen Uber Pharmazeutische Chemie und Arzneimittelsynthese von Walter HUckel. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart. Bd. 2Organischer Teil. 1954. 1. Auflage. XI 717 Seiten 2 Abb. geb. DM 79. В Э

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Bd. 288.160
1955, Nr. 6
Buchbeaprechungen
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schung und neun Jahre klinische Erfahrung vermochten dem Rutin, insbeaondere als Mittel
zur Behandlung von K r a n k h e i t s z u s t i , die auf einer erhohten Briiohigkeit und einer
gesteigerten PermeabiWt der GefiBe beruhen, eine so g d e Bedeutung zu versohaffen.
Es ist daher sehr zu begriiBen, wenn nunmehr Uriffith, Krewaon und Nagbki uns eine monographische a e r s i c h t uber Rutin darbieten, zumal sie selbst duroh ihre wegbereitenden
Arbeiten diesem zu der heutigen Geltung verhalfen.
In erster Linie liegt den Autoren damn, die Ergebnisse h e r eigenen &u&mt umfangreichen klinischen Priifungen darzustellen;meist handelt ea sich um Originalabhandlungen,
die bisher nicht veroffentlicht sind; ea sollte zuniichst eine gewiese Entwicklung abgewttrtet
werden; das Urteil ist so um so sicherer. Unnot,ig zu erwiihnen, daB alle Ergebnisse nicht
auf Einzelbefunden beruhen, sondern auf Sichtung eines sehr umfangreichen statistischen
Materials. Wenn auch eine Wiirdigung dimes klinischen umfangreicheren Teilea dea Werkes
berufener, iirztlicher Seite vorbehalten bleiben muB, so wird doch auch der Nicht-Mediziner
von manchen Ergebnissen beeindruckt: So, wenn mitgeteilt wird, d a D in 88 von 100 Fiillen
bei Patienten mit KapillarschiLdigungen Todesfiille durch Apoplexie mittels Rutinbehandlung verhindert wurden (3140 gepriifte Fiille).
In zweiter Linie vermittelt dam daa Werk den heutigen Stand dea Wissens iiber die
physiologisch-pharmakologischeWirkung dea Rutins und verwandter Flavonoide. Zwar
betonen die Verfasser, daB der eigentliche Mechanismus der Flavonwirkung noch nicht verstanden wird, doch erscheint auch das bereita vorliegende Tatsachenmaterial beachternwert; speziell erwiihnt seien hier die Abschnitte iiber Wirkung auf den Blutdruck, uber
Herz- und Kreislaufwirkung, iiber die D i m e , iiber die Inhibitorwirkung auf Enzyme
(spez. Hyaluronidase), iiber den Synergismus zwischen Vitamin C und Flavonoiden, iiber
die Beeinflussung der hiimorrhagischen Wirkung des Dicumarols durch Flavone und iiber
die Beeinflussung der Adrenalin-Oxydation. Als auffallend und bemerkenswert wird die
fehlende Toxizitiit der Flavone hervorgehoben. Ein eigenes Kapitel ist der Beeinflussung
von Strahlenschiidigungen durch Flavone gewidmet Die Tatsachen werden nicht lose
nebeneinandergeatellt, vielmehr sehen wir sie immer in den allgemeineren Rahmen von
Physiologie und Pathophysiologie des Gewebsstoffwechsels und peripheren Kreislautk gestellt. Geniigend Raum wird auch dem Methodischen gegeben.
Den Pharmazeuten und Chemiker d a t e jedoch ganz bnsonders der erste Teil dea Werkea
interessieren, der sich mit der Chemie und Technologie des Rutins befaBt; nach einer kurzen
historischen Einfiihmng finden wir tabellarische nersichten uber daa Vorkommen von
Rutin im Pflanzenreich, es werden alle physikalischen und chemischen Methoden zu seiner
quantitativen Beatimmung und Reinheitspriifungbesprochen und ea wird ausfiihrlioh seine
industrielle Herstellung und Reinigung beachrieben.
Die Ausstattung dea Werkes ist hervorragend; auf den 276 Seiten Kunstdruckpapier
finden wir 38 sehr instruktive Tabellen und 44 teilweise farbige Abbildungen. Die Bibliographic verzeichnet 803 Literaturzitate.
Wenn eben gerade bekannt wird, daB Rutin, das bisher nur in Pflanzen gefunden wurde,
ein essentieller Bestandteil dea Thymus-Gewebes ist und wahrscheinlich eine Art Wachstumshormon darstellt, so ist dies ein weiterer Beweis fiir die groBe Aktualitiit des Werkes.
Horhmmer
.
Vorlesungen uber Pharmazeutische Chemie und Arzneimittelsynthese, von Walter
Hiickel. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart. Bd. 2: Organischer Ted. 1954. 1. Auflage. XI,
717 Seiten, 2 Abb., geb. DM 79.-.'
Dem in der Zeitschrift' ,,Angewandte Chemie" besprochenen anorganischem Teil
der ,,Vorlesungen iiber Pharmazeutische Chemie und Arzneimittelsynthese" aus der Feder
des angesehenen Verfaasers folgt nunmehr der erwartete organische Teil.
Die Behandlung dea groBen Stoffgebietes, daa alle Gebiete der organischen Chemie beriihrt, ist in recht ansprechender Weise gelost, indem eine Einteilung des Stoffes nach pharmazeutischen und medizinischen Gesichtspunkten getroffen worden ist, ohne daB zu-
Bu.chbeaprechungen
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Archiv der
Pharmazie
sammengehorige Gruppen, wie die Gruppe der Naturstoffe, allzusehr auseinander gerissen
wilren. Dem Gebiete der Alkaloide hat der Autor eine h e r Bedeutung entaprechende
Beachtung und Sorgfalt angedeihen lassen, waa mit Genugtuung vermerkt sei. Insbesondere gilt dies fiir die lhemicht iiber die Methodik der grundlegenden speziellen Verfahren zur Konstitutionsaufklarung dieser Stoffe, wie des Hofmanmchen Abbaues, der
den modernen Erkenntnissen gemaD abgehandelt wird. Der Emde-Abbau, der diagnostisch
besonders wertvoll ist, fehlt indessen. Eine Bemerkung sei gestattet. Dan Azetonberberin
ist keine Molekiilverbindung, sondern das Produkt einer typischen blannich-Konsation.
Die Darstellung dieses Gebietes ist eine besondere Leistung, die man als vorbildlich bezeichnen muD.
Diese Hervorhebung einer besonders wichtigen Gruppe von Arzneimitteln sol1 nicht
als Gegensatz zur Darstellung der vielen anderen Kapitel betrachtet werden, die silmtlich
eine ausgezeichnete und sorgfiiltige Darstellung erfahren haben.
Es sind bei den synthetischen Arzneimitteln die Wege der Synthese, wie auch die pharmakologischen Eigenschaften und ihre therapeut,ische Bedeutung eingehend und in didaktisch trefflicher Weise dargestellt. Auch die analytische Seite, die fur den Pharmazeuten wichtig ist, ist weitgehend beriicksichtigt. Geschichtliche Angaben verleihen dem
in lebendiger Damtellung geschriebenen Buche eine besondere Note.
Ein Druckfehler sei berichtigt Dan Cantharidin ist eine Endoxoverbindung und keine
P e r oxyverbindung.
Dem Buche wird in allen einschlagigen Kreisen der pharmazeutischen Chemie eine ungeteilte Aufnahme sicher sein.
v. Rwchhuwren
.
Abgeachlossen a m 3. August 1965
Verantwortlich ftir die Redaktion: Prof. Dr. Dr. med. h. c. Fr.v. Bruchhausen, Braunschweig,
Pharm.-chem. Institut der Technischen Hochschule: fIlr den Anzeigenteil: W. Thiel, Weinheim/Bergstr. - Copyright 1955 by Verlag Chemie, GmbH. (GeschiiftsfUhrer Eduard Kreuzhage), WeinheimlBergstr. - Printed in Germany.
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III-1&12'7-KB-500(Wb53
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