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Vorschlag zur Auffindung von Blut im Harn.

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Dug end,
Bin Versucb, den ich mit braun gewordencn, abgcfallenen Nadeln von P. sylvestris anstellte, indem ich sie
mil schwefelsiiurehaltigern Wasser der Destillation unterwarf, liefertc ebenfalls kein entscheidendes Resultat fur
die Pracxistenz der Arneisensiiure. Bei g r u n e n Radeln
mochte dies vielleicht noch weniger dcr Fall sein.
Eine quantitative Analyse des Waldwolle - Extractes,
welches in Thuringcn ein beliebtes Heilrnittel zu werclcn
verspricht, wcrdc ich demniichst mitzutheilen mir erlauben.
Vorschlag zur AuffInduag von Blut im Ham;
ron
Dugend,
-Nienborg.
Apolheker
in
Vor einiaer Zeit erhielt ich von einem Arzte ein Glas
mil dunkelrothem Harn zur Untersuchung a d Blut. - Ein
Mikroskop stand nichl zu rneiner Disposition und so beschloss ich, die Aufgahe rnit chemischen Reagentien zu liisen.
- Die Reaction des Harns war normal, spec. Gew. 11,020.
zum Kochen erhitzt, coagulirto er nur wenig und wurde
bedeutend heller, Kreosot und die anderen bckanntcn
Reagentien zeigtcn eincn geringen Eiweissgehalt an, Zuckcr
war nicht vorhanden. Die Mengc des Harnstoffs belief
sich nach einer ohngefiihren Prufung auf etwas wcniger
als 4 Proc.; da dcr Arzt keinen Werth darauf legte, die
hlenge genau zu erfahren, so beanugte ich mich mit der
Beslirnniung verrnittolst Salpetersiiure. Es ist jedem Chemiker bekannt, wie urnstandlich und zeitraubend die neuc
Nethodc ist, namlich den Harnstoff in Ammoniak uberzufuhren und dieses dann zu beslimmen.
Nunmehr ging ich zur Hauptuntersuchung iiber. Sechs
Unzen der Flussigkeit wurden bci 100° zur Trockno verdampft, der schwarzliche Huckstand mit der drsifachen
Mcngc chlorsaurem Kali gemengt und das Ganze dann in
einer dunnen Porcellanschalc verbrannt. Die Masse erschien durchaus reiri WCISS. Sie wurde in elwas Wasser
Vorschlag zur Auffiitzdwg von Blul im Llara.
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ueler Zustllz yon einig,en Tropfen Salzsauro (um elwa
cntstandene eiscnsaure Salzc zu zersetzen und zu rcduciren) geliist, filrrirr und dann wit den empfiodlichsten
Heagentien auf Eisen gcpriik. Aber selbsi auf Zusalz von
Schwefelcyankalium blieb die Fliissigkeit vollkommen farh10s. Die Abwesenheit des Eisens und mithin auch die
des Blutes war mir keinen Augenblick mehr zweifdhaft,
um so mchr, da ich sclion bei den Versuchen auf Eiweiss
hemerkt hat& dass der Ham niir in grunm Clhern cine
blulmthe, in weissen Glascrn dagegan eine braunlichc
Farbe besass. - Um jeden Zweifcl, der etwa gegen die
Empfindlichkeit des Schwefelcyankaliurns erhoben wcrden konnlo, vorweg zu beseitigsn, stellte ich cinige
Versuche an, urn 2u sehcn, wic wcit die Empfindlichkcit
diescs Reagens gebe. lch babe gefundcn. dass inan mit
vollkommcner Sicherheit nbch 4 Gr. Blut in G Uozen Harn
nachweisen kann. Diceo QuantiGt Harn modilc wohl zu
jeder Untersuchung 2u bescliaffcn sein, und da 1 Gr. circa
der 3000ste Theil yon G Unzen ist, so ergiebt sich, dass
man vermittelst dos Rhodankaliums noch <6 Proc. Blut im
Ilarn nachwcisen kann, wenn man nicfit geradczu annehmen will, dass das Blut im limn oicht mehr eisenhaltig
sei. - Blut enlhalt bekannllioh hiichslens 15 prac. Blutkijrperchcn, die ihrcrseits wieder zum klcincn Theile aus
[Idmatin beskhen. Hamatin aber hinierlassb beim Verbrcnnen 10 Pmc. Eiscnoxyd, woraus sicli dann durch einfache Rechnung ergiebl, dass 1 Gr. Blut
Gr. Eiscnoxyd
odcr
Gr. Eisen esthalt.
Bci einer solchon Verdiinnung versagen ubrigcns ausser
dem Schwc~~lcyaokqlium
allc anderen Reagentien aul Eisen
den Diensl; &nn die nach oiniger Zeit in der sauren
Fliissigkeit nacb Zusalz von Blutlaugensalz entslchendc
hlaue Farbpq kanp man eben so gut dcr Einwirkung der
Saure auf das Reogens, als der Gegenwart von Eisen zuschrciben. Eine Losung von 4 Cr. Ferrocyankalium in
9 Drachme Wasscr und mil 4 Tropfcn einer Mincrolsaurc
vcrmischt, hat nach einigen Stunden schon cinc blaue Farbc
aagenonimcn, dic nach 24 Stunden so intensiv geworden ist,
280 Dugend, Vorscklag zur Auffindung von Blut im Ilarn
dass man sich leicht verleiten lassen kann, auf die Gegenwart von Eisen zu schliessen.
Will man sich zur Verbrennung der organiscben Substanzen anstatt des chlorsauren Kalis des Salpeters bedienen, so kann dies geschehen, jedoch muss man dann
die gegluhte Salzmasse mit Schwefelsaure vollstiindig zersetzen und um sicher alle Salpetersaure und salpetrige
Saure aus dem Spiele zu bringen, die Masse zur Trockne
verrauchen. Der Grund zu diesem Verfahren liegt 1) in
der bekannten Eigenschaft der salpetrigen Siiure, rnit Hhodankalium gleichwie das Eisen eine rothe Farbung hervorzubringen, und 2) in der Eigenschaft der Salpetersaure,
die durch Eisenoxyd und Rhodan entstehende rothe Farbe,
wenn auch nicht aug~nblicklich,doch manchmal schnell,
namenllich wenn die Flussigkeit warm ist, zu zerstoren.
Dr. R i e g e l in Carlsruhe theilt im Jahrbuch fur praktische Pharmacie, September 1850, eine sUntersuchung
von Blutflecken in gerichtlich - chemischer Beziehungct mit.
lch zweifle freilich keinen Augenblick daran, dass d’ic
unlersuchten Flecken wirklich von Blut herruhrten, glaube
aber, dass man sich auf zwei dort angefuhrte Reactionen
nicht mil Sicherheit verlassen kann. Dr. R i e S e l h a t die
mit schwefelsaurehaltigem Weingeist ausgezogenen Leinwandlappchen im Platintiegel eingeaschert, die Asche mit
reiner Salzsaure ausgezogen, den Auszug untcr Zusatz von
reiner Salpetersaure erhitzt, dnnn filtrirl, mit Wasser verdunnt und hierauf rnit Schwefelcyankalium und Ferrocyankalium vermischt. - Wenn man offcinelle Salzsaure und
Salpetersiure erhitzt, dann mit Wasscr vcrdunnt und Rhod;inkalium zusetzt, so entsteht cine rothe von Minute zu
Minute dunkler werdende FSrbung; man hat aucli durchaus keinen Grund, sich hieriiber zu wundern; denn es ist
oinmal bekannt gcnug, dass beim Vcrmischcn von Salpetersaure und SalzsSure salpeirige S h e entsteht, und 2) wie
schon oben angefiihrt, dass salpctrige Siiure ebenso wic
Eisenoxyd rnit Rhodan einc rothe Farbe hervorbringt,
weshalb man ja aucli Salpetersiiure nicht miltelst Rhodanlialiums aufEisen priifen kann. Dic rothe IQirhung, dic bci
Antoendung des Cen!rifugalgebliises zum Glasblasen.
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Dr. R i e g e I in der zu prufenden Fliissigkeit entstand, ist also
nicht gnnz entscheidend, noch weniger cntscheidend is1 aber
tier nach 21 Stundcn vcrrnillelst Ferrocyankaliurn in der
sauren Flussigkeit enlslandene blaue Niederschlag. Die
Grunde habe icb ebenfalls schon oben angefiihrt.
Will m a n sich schnell Rhodankaliurn bereiten, ohne
dass es auf eine etwas grossere oder geringerc Ausbeutc
ankomrnt, so verfahrt m3n am besten, indern man 2 Th.
Blurlaugensalz mit 1 Th Schwefel in einer kleinen bedeckten eisernen Pfanne uber einer Berzeliuslampe bis zum
Rothgliihen erhitzt. erkallrn lhssl und dann die zerricbene
Masse mit ‘30 Proc. Alkohol auskocbt. Zu aller Sicherheit
priift man das Reagens vermitlelst sehr verdunnter Losung
irgend eines Eisenoxydsalzes.
---
D;ts
Centrlfugalgebl8se in seiner Anwendung
zum Glasblasen ;
vun
Dr. Th. Gerdirig in Jena.
Das Centrifugalgeblase, welches in neuerer Zeit mit
so glucklichem Erfolge technische Anwendung gefunden
hat, 16sst sicli auch sehr gut zum Glasblasen, wie cs fur
chernische Zwecke crforderlich ist, benutzen. Ich ubcrzeugtc rnich davon durch den Gebrauch einer Maschine,
die ich mir zu diesem Behuf verferligcn liess, und wovon
die bcifolgendc Tafel in Fig. I. (s. folgende Seite) eiiie Abbildung liefert.
Diese Masshine besteht, ihren wesentlichsten Theilcn
nach, aus eincrn cylinderischen Gehause A von Eisenblech
und aus einem hiilzernen Schwungrade B, beide a d kinem
etwa 3 Puss langen und 4 Zoll breiten Brettchcn befestigt,
welches mil Hulfe der Schraubo d auf den Rand cines
feststehenden Tisches gcschraubt wird. In dern cylindrischcn GehPusc belindet sich eine horizonlalo Axe, (wie das
Fig. 11.1 deutlich zeist), an welcher die Schaufeln (Fig. 111.
f g 11) bcfesligt sind. Das Scliwungrad ist durch eine
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