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Was der Pharmacie Noth thut.

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Vevdm'hg.
Sr. Majesfit im Jahre 1849 zur Verfassung h e r neuen Phamnacopoeu bavarica niedergesetzt wurde, aber es war ihm nicht mehr
die vollige Vollendung diesea ihm so sehr am Herzen liegegonnttVerkw, zu welchem er nicht daa wenigste Material geliefert,
genden
zu erleben.
Gegen Ende des vrrgangenen Winters stellten sich bei Buelin er, der bis dahin grosstentheils gesund und r h t i g war, auf einmal
die Gebrechen des Alters ein u d ei-mahnten ihn ernsthaft zur
MLsigung im Arbeiten und zur griisseren Pflege seiner angegriffenen
Gesundheit. Wohl hoffte er, der no& so gern langer gelebt und
gewirkt h%te, dam der Friihling, nach dem er sich so gesehnt and
den er auf dem Lande zubringen wollte, ihm wieder die gewiinsohte
Genesung bringe, und wer von den Seinigen und vielen Verehiwn
Katte sich nicht gem dcrselben HofFnung hingegeben? Allein tnit
dem Eintritt der warmeren Jahreszeit d
e der Zuetatnd B uch
ner's immer bedenklicher, und am 6. Juni, bald nach Mitternacht,
inachte der Tod seinem fast siebenzigiahrigenr~~osen
Leben ein Ende.
Er starb sanft, wir er lebte, ohne Todeskampf, und die dahingeschiedene Seele liess auf dem Antlitz des Verblichenen jenen Ausdruck der Milde zuriick, die ihm im Leben eigen war imd durch
die er die Herzen so Vicler gewann.
B u ch n e r hinterliisst eine Wittwe, mit welcher er b e i n h e &wig
Jahre lang in gliicklicher Ehe lebte, und drei erwachsene wackere
Sohne, von welchen dcr aiteate L u d w i g A n d r e a s , mit mehrereii
Jahren ein Mitglied des Cenhalverwaltungs- Aussohuseer, unseres
polytechnischen Vereins, das Fach des Vaters ergriffen und als Professor an der hiesigen k. Univwitiit den Verewigten in seinem
literarischen und lehramtlichen Wirken getreulich unterstiitzt hat;
der zweite Sohn, X a v e r ist praktischer Arzt und der jiingste,
C a r l , Fabiikant chemischer Producte in Miinchen. Ausser der
strengsten Erfiillung seiner Dienstpflicht kannte der gemiithvolle,
gottesfichtige Gelehrte keine sehonere Aufgabe ads die, fiir das
Wohl der.Seinigen zu sorgen, mit denen er, zuriiokgezogen vom
g-rosstiidtischen Treiben, ein zwar einfaches, streng sittliches, h e r
dennoch beneidenswerthea schones Familienleben fiihrte, welches m i t
seinem segensreichen offentlichen Wirken in schonstem Eilhlang
stand. Moge Bayern immer reich an solchen edlen Miinnern sein,
B.
wie unser B u c h n e r war!
-
3# Was der Pharmacie Noth thnt,
Besprochen von
C. R u m p in Hannover.
Kochen und Brauen geriith nicht immer, sagt ein altes 8 richwort bei Arbeiten, deren Gelingen von Nebenumstiinden abIangt,
deren Bedingungen nicht immer in der Hand des Arbeiteis liegem.
Solchcr Arbeiten hatte die friihere Pharmacie viele mfzuweisen,
die Zahl derselben hat sich aber bedeutend vermindert, itheils Dank
der Wissenschaft, die in friiher verwiekelte Prmesse Licht b m h t e
und sonst schwierige Priipmate in die leichteren urnwanate, z. R
die Bereitung des Spir. sulph. a e l . mart., des Aeth. txt&thw d ~ s
Empl, Lytlr. & etc., theiis Dank den ehemischen Fabnkeo, h e in
Vereinszeitung
.
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friiheren Zeiten hochstens Scheidcwasser, Horax, Weinstein und
Quecksilbersubliniat, Salmiak und Salpeter liefeiteu, wkhrend sie
uns jetzt bis zu den Alkaloiden Alles in einer Reinheit darstellen,
wie sie nur gerade im Grossen so rein gewonnen wcrden kiinnen.
Man sollte dieses nicht verkennen; es giebt aber Vorkampfer der
I-'harmacie, die gerade dieses letztere als den Ruin der Pharmacie
anselien und eiiier Idee zu Liebe gegeu den Strom anarbeiten.
Selbst diesen $ h e r wird es nicht einfallcn, den Apothekern zuzuniuthev2 sich die Alkaloide selbst herzustellen, die doch jetzt eine
so giosse %He spieleii. Ich meinerseits kann darin unr einen Fortschritt erblicken. Man wiirde nie solche Anspriichc an die Reinlieit mancher Prlparate haben machen konnen, wic sic jetzt gestellt
werden. Zur Heranbildung der Lehrlinge bleibt immer nocli Stoff
genug.
Die heutige Pharmacie besitzt indess nocli iinmer einige Priiparate, bei denen es steta vergebliche Miihe bleiben wird, selbe so,
\vie sie verlangt werden, steta untadelhaft herzustellen und aufzuheben, und ist es Pflicht der pharnuaceutischen Zeitschriften, die
Aerzte darauf aufmerksam zu machen und solclic aus der Pharinacie zu verbannen oder durch zweckinlssigere Vorschriften zu
ersetzen. Ich werde liierauf in eiuem andcrcn Aufsatze zuriickkommen.
W&g mich heute besonders zu dieser Expectoration veraulasst,
daa sind die Wundermittel des Doctor R a d e m a c h e r . Sie zeigen,
wie wenig es den Aerzten eigentlich um cliemisch-reine Arzneien
zu thun ist. Wilhrend der Apotheker damit geplagt wird, dass seiu
Sulphur azcrd. doch ja keine Spur des unschkdlichen Kali oder
N&. SlrZphuric. enthiilt, lasst H a d e m a clier einen Theil seiner
Salze i n den so beriihmt gewordenen Tincturen unzwsetzt. WAhrend der Apotheker beniiiht ist, die veriinderlicheu Arzneien so unveranda%wie moglich aufzuheben, lasst Hr. l t a d e m a c h e r die Tinct.
f e w i acetic. unbestimmt lange stehen, bis sie sich uioglicherweise
nicht weiter mehr verandern kann und lasst das Caput movtuzwi
ale eine nrheilkraftige Tinctur dispensiren. Statt dass bei den
giftig wirkenden Mitteln die Vorschriften stets dahin zielen, ein
immer gleiches Priiparat zu erhalten, ist der Gehalt seiner Tinct.
cup. acetic. von der Temperatur abhlngig, hei dcr sic bereitet
wurde. Wenn die Pharmacie sich bestrebt, auf wissenschaftlichem
Wege daa Wirksame eines Koharzneimittels zu ermitteln, und danach die Praparate davon herstellt, verfihrt Hr. Rn d e m a c h c r dem
entgegen. Er lilast ein Aq. nuc. vomic., Ligia. quass., Gland. quercu8 destilliren, von lauter Stoffen, deren Wirksamkeit in den nicht
fliichtigen Restandtheilen liegt, und schrcibt dicsen Prkparaten Gott
weiss welche Kriafte zu. W e Sache wiire zuni Llcheln, wenn sie
nicht ihre gar zu ernsthafte Seite hatte und gerade die, worin wir
den Ruin der Pharmacie sehen, der wissenschaftlichen Pharmacie.
Sie, die alls Leuchte der Medicin aur Seite stehen sollte, wird dadurch zu ihrer willenlosen Dienerin herabgewiirdigt, und es wird
dem Pharmaceuten, der haufig rnit solchen Vormeln verkehrt, ergehen, wie dem Arzte, er wird gegen den Xomens so abgestunipft,
dass er Din en, die verniinftiger Weise wirkungslos sind, eine eingebildete Vfirkung zuechreibt. Hic Ilhodw; hic saltw. Nur eine
aufgeklarte Medicin, als Wissenschaft, ist im Stande, die Pharniacie
zu heben; dahin zu gelangen, konnen und mussen die praktischen
Apotheker das Ihrige beitragen und wo kann dies besser geschehen, a18 in diiepem Arohive? h i r sind iibrigens in einer Ueber-
132
Veveinszeitung.
gangsperiode bcgriffen. Dic honioopathischen nlittelchen :haLen
\chon den grossten Thcil ihrcr eingcbildeten Wirkung verloren,
.tus der Licbigschen Schule wird cine neue rationellc Arzueimittellehre unfehlbar hervorgchcii, und tlabei werden alte und neue bewiihrte hlittcl wiedcr an ihrcn l’latx komnicn.
4. 1Jeher das Selhstdisyensiren der Homoopathen;
von
C. R u m p in Hannover.
Die Homoopathie hat sich ale cine zur Praxis berechtigte Kunat
im Staate bereits hingestellt. lhre Junger haben jetzt nur noch
den eiiien Wunsch, dabs ihnen das Selbstdispensiren ihrer Mittel
erlaubt wcrdc. Hiergegen erheben sich aber zwei gleich bercchtigtc
Stincle iiii Staate. Die Aerzte der altcn Schule, denen daa Selbstclispensiren untersagt ist, und die Apothcker, denen bisher dieses
.init allciii zukam.
Das Publieuin ist zur Zcit zlcichrriiltiacr Zuschaucr. der Staat
debt noch auf Scite dor bisher -alleiil Berechtigten ; die Frage ist
iiidess noch nicht erlccligt und cs stelit zu crwarten, dass sie immer
von Ncucm wieder aiigcrcgt wird.
Die Homoopathen, wic die Apotlicker, das ist niclit zu leugnen,
liabeii dabei ihr einseitigcs Interesse zunichst im Auge und werfeil
sich dieses m i t gleicher Hcftigkcit gegcnseitig vor; aber der Staat
hat doch noch eineii tiefereii Grund. Der alloopathisclie Arzt und
der Apot.heker sind mit einandcr conform, sie bedingen sich eiiinndcr, der holuiiopnthisclic -4rzt dagcgen schliesst den hpotheker
in eincm gewissen Grade vollkonimeii aus, er bedarf seiner nicht
melir.
Die I’harmacie ist eine Wissenschaft, die es niit Clem Stofflichcii, mit dcm matericllen Heilapparate der Mediciu zu thun hat,
init der Materia medica. Sie ist allen Systemen der Aerzte fremd.
Jahrhunderte lang hat sie den verschiedensten Heilmethoden zur
Seite gestandeii. Es liegt einmal nicht in dem Berufe der Apotheker dariiber zu richten: es lasst sich also iiber die Homoopathie, insofern sie von dem Grundsatze ausgeht, dass Gleiches mit
Gleichcm zu heilen sei, vom Standpuncte des Pharmaceutcn Nichta
sagen, es kiiminert ihn das niclit. Dcr Homiiopatli nimmt seine
Heilmittel aus den niimlichen Quellen, woraus die alte Schule sie
schopft, er hat neue hinzugefiigt, sie werden auf chemischem und
mechanischem Wege zubcrcitet, der ebenfalls dem Pharmaceuten
g e l a d g ist: darin liegt nichts Besonderes, was den einen von dem
anderen trennte. Der Homoopath verordnet lauter einfache Mittel,
aber auch die andere medicinische Schule beschrinkt sich hliufig
darauf, zur Zcit iiur einen Arzneistoff zu verabreichen. Der Homoopath abcr, untl darin liegt, das Unterschcidende, daa Trennende,
weiidet dielic Mittel grundsiitzlich meistentheils in einer Gabe an,
in welcher sic sowohl den1 gewohnlichen Verstaiide nach, als aller
Erfahrung xufolgc vollig effectlos sind.
Mit dieser Praxis vertriigt sich die Pharmacie iiicht, dieselbe
ist dabei ein unnutzes Glied im Staatc. Der Staat hat keine Griinde
mehr, dem Publicum gegcuiibcr den homoopathisehen Aerzten diese
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