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Weitere Nachrichten Uber die Heilpflanzen Brasiliens.

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Yereiwiaitung.
P. S. Angeschlorsen erlRiihe ich mir Eusr Wohlgeboren poch
ein yon rnir in der CClleer Zeitung No. 154 d. J. belindlicher Iwerat
cmitrutheilcm, welches zur grdrncren Verbrei~ungauch Wr daa Arthiv
geeignet sein machte, da, wie ich von mehren Collegbn crfahre, Hr.
ti i r a u d a 4 u wirklich eis SpeculatioasgercbBft dnraur LU apeben rcheint,
spin Areqrjum euf Kosreo Andercr unter die h l s FU b i n g e s . Die
u. 0.
alr beigefirgt erwilhten Fhschea belommt b i n w mi;.
An Herrn Giraudeau de St. Gervais D. M . P. Rue Richer.
No. 12 zu Paris.
-
Euer Wohlgeboren erwiedere ich auf das an mich gerirhtele p o r t o
p f l i c h l i g e SchrQiben, dars ich
selhst wenn es nach den bestehenden wohlgeordneten Preuss. Medicinrlqerctten stpithaft were
koipe Lust ttago, mich mit dem Absatrre ibrcr Gebeimrnittele zu bef a w n , rrsp. far dcssen verbreiteta Abnrbme mitrpwirken, dasq rch
wohl rber Verarlmsrung gefuoden, wachder $is plir durcb die I c d i g I i cb in I h Ie m Intcreaae gsmecbts Anfrege u n v ~ r s d ~ l i m t eWeise
r
13 Sgr. Forlo verursacbt heben, die voq { h e n beliebh letbode, Ihre
Finanzen zu verbcsaeru, wie hicrwit geaehieht, (I$cntlich beksnnt zu
rnrchen, PIII wenigstenr Andere, die Sie noch weitar Ruokundschaften
upd iet en p i r im
in&blm, vor lhnlichem Nachtheil 80 bewahren,
Uebrigeo riealich gleicbgdltig, ob Sip von eincr h, r u l a i s $h p n oder
o t b h e i t i s c h c p E r c e l l e n z autaririrt worden, ao w i c rucS welch$
Prozesse LU lhren Gunsien ausgefsllen sind.
Die bemerkten 6 Flnschen Hob hahe ich nicht bekommen.
Lippsbdt,. den 26. Juai 1851.
R e i o i g e , Apotheker.
-
-
An verehrliche Redaction der C d l n ~ rZeitung in Caln zur gefiilligen Aufnahme den Vorsiehenden in die nilchaie Nummer lhres geschiltrten Blattes, w a f h ich die Gebilhren durch Postvorsehuss zu
erhebtn bitie.
R e i n ige.
5) Weitere Naclirichten uber die Heilpflrnzen
Brasiliens ;
vom Apotheher P e c h o l t in Rio de Janeiro.
Sehinus areira. (Arocira). Ein Baum der Urw6lder Brasiliena;
wevon die rathliche, mit einer aschgrauen Epidermis iiberzogene Rinde
benutit wird. Dient gegen Blutsturz und Bhnliche Krankheiten, wo
es ale starkes Adstrlngena mgewandt werden kann. Aeueserlich a h
Waschung bci veralteten Wunden.
Vereinsdeitung.
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Chryropbylum biwanhcm Ricdcl. (Guaranhcm).
Ein Baum d e r
ntirdlichen Provinsed Brasiliens. Die dunkelrothe, in breiten, schweren
Stiicken vorkomniende Rinde wird angewandt. Sie 1st im Anfange
siissschmeckedd, nachher bitter und eln wenig adstringirend ; friech
enthiilt sie einen Milchsaft. Wird sehr hiuflg angewandt bei Blutspeien, Dysenterie, Leueorrh&, terschiedeben Urinkrnnkheiten ;Busserlich bci atoniochen Geschwiiren ; doch noch hhfiger, besonders von
den Aemten, Wird das aus der Rinde bereitete Extract, Monesia benannt, angtlwendet gegen chronische Kntarrhe, Blennorrhagien ond
den bei der Rinde benannten Hrahkheiten. Die Dosia ist 12-36 Gran.
Bei Hautgeschwhren wird das gepulvetto Extract in die Wuhden gestreut und wirkt sehr schnell heilend.
Chiococca anguifuga. [Cainca nder R a h yreta). Ein kleiner,
kletternder Strauch. Die Istige, holzige Wurzel ist bei den Landleuten
eines det am hkufigsten anpewendeten IIeilmittel, und dient ihnen fiir
viele Krankheiten, obwohl bei mauchen Fiillen gewiss nicht als niitrlich, indem dieselben, wenn sie einen glticblichen Erfolg von einer
Pflanze sehen, dieselbe gegen alle Uebel anwenden wollen. Diese
Wurzel ist diuretisch and purgirend uhd wird bssonders bei Wassersucht mit Vortheil angewandt, wo man sie auf folgende Art gegen
dieses benannte Uebel gebraucht: Es werden ungefcihr 2 Drachmen
Wupefpulver mit kaltem Wasser 48 Stunden macerirt und dann aufgekocht, hiervon die eine HAllte des Morgens ntichtern und die andere
2-4 Stunden darauf genommen. Oder rnm macht ein wiisseriges
Extract, wovon circa 15 Gran teglich in Thee von Boerhavia hirsuta
genominen werden. Ilicses letztere wird auch besonders gegen die
hier sehr hiiufig vorbommende Bleichsucht (Opilocao) angewendet.
Die Wurzel ist in Europa unter dem Kamen Radiz caincae bekannt,
ebenfalls das seharfe Princip derselben Acidum caincicae.
Jacaranda procera. (Curoba). Ein sehr hiiufig vorkoinmender
Badm urld ein ebenso hiufig angewendetes Hawmittel und von den
hiesigen Aerzten sehr geschcitzt. Dient gegen alle syphilitische Krankheiten, Verschleimungen, Blotreinigung, bei anreinen Geschwiireo und
syphilitischen Wunden ; bei letsteren sowohl innerlich wie iiusscrlich.
Es ist eine Panacea der Landleute und die Schwester der Sassaparille,
welcher sie sehr oft sognr vorgezogen wird. Eine tlandvoll Blaitter
werden mit 16 Unzcn Wasser gekocht, welchea die gew8hnlich angewendete Dosis ist.
Raccharir triplera. (Carqueja amargosa). Diese Pflnnze eraetzt
bei den Landleuten unser ffcrb. Absinthii, wirkt tohisch und antefibtif.
Cusculn umbellalo. (Cipd de chumbo). Die ganze Schmarotzefpflanre isf ofticiaell, und kann der Brustthee Brasiliens genannt werden. Wirkt leicht toaisch, wird gegen alle Arteu von Katarrh von
den Pflanzern angdwandt ; mit Jacaratidd procera vermischt, vertreibed
dieselbed oft mil gulem Erfolg die Gonorrhcla. Die Aerzte p b e n ee
bei Qallerbrechen und innerlicben Abcessen ; sehr heilsarn ale mschlag
und Wascbung bei Contusionen, Fall und Schlng, w o es zertheilend
wirkt. Die Dosis ist 1 Unze auf 16 h z e n fnfusum. Es enthiilt ein
scharfes Princip, worttber ich sp6ter nach beendigtet Untersuchung
Mehreres bekadnt macben werde. Dtese PBanze verdiente, bei ihred
v l d e n , wirklieh sehr wirksam- heilkrtlhigen Eigenschafien , in den
europiisihen Arrneischatz aufgenommen zu werden.
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Vereinszeitung,
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Seotrutir tiocrurnuni. (Coircina). Ein 10 12 Fuss hoher Straurh.
Die ekelhafi riechenden Bliitter werden henutzt, doch meistentheils nar
Busserlich a l s erweichendes und srhinerzlinderndes Miltel. Das Decoct
wird mit Leincamenpulver EU einem Cataplasmr gemacht und auf den
schmerzhaftrn Theil applicirt.
Phlomis nepetifolia. (Cordao do f r a d e ) . Eine 3 4 Fuss hobe
Pflanze, von sehr aromstischern Geiuche. Daa Infusum .der ganzea
Pflanze wird besonders von den Begern hiiuGg gehraucht, hauplsiichlich i n der bei denselbeo oft vorkonimenden Iciericia. Es wirkt diuretisch, stiniulirend und schweisstreibend.
Cassia occidentalis. (Fedegosn). Die Wurzelrinde iot eins hier
sehr haufig nngeweniletes und sehr niitzliches Heilmittel. Unirersalmitlel
der Landleote. Bei Wnssersuchten wird tiiglirh ein Decoct yon 4 Unre
Rinde getrnnlten. Gegen die ini Tnnern des Lnndes sehr hiiufig vorkommenden SurnplReber gehen es die Ptlanzer in Verbindung mit Chinchonn vellosa ? und Arislolochicr r i n g e n s , welche die Sorpenlnrin ereetzt. Ebenfalls ein Hauphililtel der Landleuto Lei Lungenenhiindung,
wo zuerst eine Blutentziehung, nlsdann einc Piirgnnr von MaririCo
( R a d . Sisyrinchium g a l a m i d e s ) , den folgenden Tag bereiten sie ein
Getrank von Cassia occidentalis, Cuscula umbellala und Cnpilla
oencrir, Ftiindlich eine THSW getrunken, bis Besserung erfolgt. Bei
Pleuritis ist fast stet8 diese Behandlung niil guteni Erfolg gekront.
Von den herzlen wird sie bfters gegen Blqenschwiivhe und andere
Krankheiten, w o es RISronicum, nlrcipharn~icun~und diureticurn s e h r
g u k Dienste Icistet.
So vie1 wie ich micli erinnern Itunn, ist in den pharmaceutischen
Journnlen si.hon frillier iiliar diebe Pflanzt: geschricben worden.
( F o r t s e t z u n g folg!.)
-
6 ) Nachbildung der Fussstapfen eines Verhrecliers.
Es ist einer Gerichtsbarkeit oft von M'ichtigkeit, dic Fussstapfen
eines VerbrccherP, die er, in weiter Entfernung yon derselben, hinterliess, zn nicssen und zu vergleirhen; denhalb wurde der Chemiker
11. H u g o u I i n urn ein Mittel, dimes milglich zu machen, hefragt;
woraut er d r s Folgende vorschlug. Man versrhrfft sick ein Stiick
Eisenblerh, etwas grdsscr als die Fiissslapfe misst, biegt den Rand
jenes um, versieht dieren mil kleinen Likhern, um der Luft frpirn
Durcbgang zu verschaffen, legt dieses Blrch a d ein Drahtgitter, und
auf ersteres glilbende Kohlen. Uadurch wird die Fussstapfenstelle
leicht bis zii looo erhitzt, was hier hinreichend ist Auf dieae erhilzte
Stelle siebt mnn nun Slearinpulver, welches augenhlicklich schmilzt
und narh und nach die gnnzc Tiefe der Fussslapre ausfiillt. Auf
diese Weise leidet Ietztt're nicht den geringsten Schaden. Rach gehdrigein Haltwerden des Slearinfussstapfenabdrucks hebt man denselhen
mittelst eincs breiten' d5nnen Spatels heraus, legt ihn auf Leinen und
biegl es miitelsl Darhsteinhruchstiicke rundherum in die Hbhe, dergestalt, dass dadurch eine Form enlsteht, die mit Gypabrei ausgefiillt
wird. 1st die Fussstapfe in festerem oder lehmigem Boden eingedriickt,
so knnn die Vertiefung aogleich mit Gypehrei versehen und diescr bald
narh der Erstarrung herausgenommen werden. \Yo das Eisenblech
fehlt, liann man einen Topfdeckel und Pllteisen mit heissein Bolzen elc.
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