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Wirkung der arsenigen Sure auf die Pflanzen.

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W ' i / h n g der arsenigen Suzire auf die Ppanzen.
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durch Alkohol in eine, in demselben leicht losliche rothJichgelbe Fliissigkeit, und in eine darin schwer losliche,
in Bliittchen auskrystallisirende, bei 32O schmelzhare Substanz getrennt.
Das Product der Destillalion des Thrans, mit kohlensaurem Ratrgn digerirt und abermals destillirt', ist etwas
Wasser ,und eine wasserhelle, iilartige, stark riechcnde
Flussigkeitj, von 0,730 bei I G O C. Kalium hildete, rnit
dieser Flussigkeit nach eini em Stehcn eine scifenartige
Alasse. Ueber Kalium desti lirt, wurde ein mit weisser
Flamnie brennendes, stark und gewiirzhaft riechendes Product erbalten, von der Zusammensetzung C L2 H Z d . - 2*At.
diescs Kohlenwasserstoffs init 1At.Wasser nennt S ch a r l i n g
DoSlingosyd. Dcr Doglingtliran kann betraclitet werden als
bestehend aus : 1.Atom Doglingsaure
1 Atom Doglingoxuyd. (Journ f. prakt. Chem. B d . 43. p . 257.)
H. C.
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\+'irkung der arseiiigeri Siinre auf die Pflaazen.
Ueber die von vielen Botaniliern und Cheniikern, angenommene, in der neuern Zeit aber von den mcislen bestritlene Einwirkung dcr arscnigen Siiure. auf die Pflaxizen
bat C h a t i n folgende Bcobachtungen Symaclit:
Wenn man einige Wurzeln irgend einer E'ilanze blosslegt und sie sodann mit mohrcrn Litern (h X2.3)einer Auflosung von 71<fiT Geliait an arscuiger Saure ubergiesst, so
wird zwar die Pflanze beinahe nie nach einigen Tagen,
wahrend der das Experiment fortgesetzt worden, xu Grunde
gehen, sondcrn oft sich wieder crholen, aber erst nachden1 Krankheitssymptome \vie Stillstand i m Wachslhum,
Gclbwerden oder Vertrocknen dcr Bliitter sich deutlich
gezeigt haben. Zuerst leiden natiirlich die Gefassbiindcl,
und sic sind oft schon schwarz, wallrend das Zwisclienzellgewebe noch unvcrsehrt ist. - Folgende Momcnte
iiiodificircn mehr oder weniger die Wirkung des Giftcs:
Das Geschlecht der Pflanzen h a t dabei keinen, das
Alter cinen gcringern Einfluss, als das Temperament. Die Stellung,. welche die Pflanze im nakiirlichen Systeme
cinnimmt,, zcigl vor Allem grosse Abweicliung im Yerhalten der Pflanzcn gegen das Gift. Cryptogamen leiden
von dern Gihe weniger, als Phanerogamcn, und unter letztern wieder die Monocotyledonen \veniger, als die Dicotyledonen. Einige, auf feuchter arseniger Siiure wachsende
Pilze bilden hier die eine, die Leguminosen, und besonders die Sensitiva, die oft in einigen Stunden getijdtet
5
Arcli. d . Phnnn. CVI. Bds. 2.IIft.
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Wirlcung der ai9senayeti Saure nuf die Pflanzen.
wird, die andre Grenze. - Bewegte und trockene Luft
beschleunigen den Tod der noch in arsenikhaltigern Boden
befindlichen Pflanzen, beschleunigen dagegen das Verschwinden der Vergiftungssymptome, wenn die Pflanze nach Absorption einer gewissen Menge des Gifts in gesunden Boden versetzt wird; ruhige und feuchte Luft wirken umgekehrt. Das Wasser im Boden beschleunigt die Entwicklung der
Vergiftungssymptome, wenn die Pflanze noch in] vergifteten Boden 1st; ist letztere aber versetzt, so wirkt das
Wasser urngekehrt. - Lebhafies Licht ist den vergifteten
Pflanzen irnrner schadlich, und die auf der Schattcnseite
Erhohte
gelegenen Theile gehen zuletzt zu Grmde.
Temperatur schadet den noch im arsenikalischen Boden
befindlichen, hilft den daraus in gesunden Boden versetzten Pflanzen. 1st d e r Boden aber trocken anstatt feucht,
so findet mehr oder weniger umgekehrte Wirkung durch
erhohte Temperatur statt. - Ein continuirlicher elektrischer Strom verzogert die Vergifiung, wenn die Arsenlosung eben erst auf'gegossen worden, beschleunigt dagegen die Vergiftungssymptome, wenn sie vorher schon
emgetreten sind. 1st die Pllanze noch im vergiheten Boden, so verrnehrt man die giftige Wirkung, indern man
Funken aus der Pflanze zieht; i m andern Falle findet das
Entgegengesetzte statt. - Unterbrochene elektriscbe Strome
wirken wenig oder gar nicht. - Im Sommer treten die
Vergiftungssymptome schneller und in hoherm Maasse ein,
clauern abcr weniger lange ; umgekehrt verhalt sichs im
Winter; Friihling und Herbst halten die Mitte zwischen
den beiden andern Jahreszeiten. Vergleicht man den Einfluss der Jahreszeiten rnit dem des Lichts und der Warme,
so ergiebt sich, dass ersterer die Vereinigung der Wirkung
mehrerer, durch physische Agentien reprasentirter, Krafte ist.
Pflanzen, deren Boden Tags zuvor rnit Arseniklosung
gelrankt worden, enthalten das Gift in allen Organen,
aber nicht gleich veriheilt; am meisten ist davon im Blumenboden, elwas weniger in den blattartigen Theilen,
dann in abnehmender Menge in den Friichten, Samen,
Stengeln, Wurzeln und Blumenblattern.
Die Ausscheidung des Gifies geschieht vollstiindig,
wenn die Pflanze lange genug lebt. Diese Ausscheidung
richtet sich nach fo!g.enden Unistanden: Die Species hat
grossen Einfluss ; einige Leguminosen entledigen sich in
sechs Wochen alles Giftes, die meisten Dicotyledonen in
3 bis 5, Monocotyledonen i m Allgerneinen erst binnen 6
Monaten, die Rennthierflechte noch nicht ganz in 2 Jahren.
Ohne Einfluss auf die Schnelligkeit der Ausscheidung ist
-
Phillyrea lalifolin als Fiebermillel.
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das Geschlecht der Pflanzen; beschleunigend wirkt bewe te untl trockene Luft., erhiihte Tempcratur, feuchter
Bo en, Dunkelheit rnit w e n i a Licht abwechselnd. eine
Reihe aufeinander folgender ele%trischer Funken, nicht aber
ein continutrlicher Strom ; im Friihling und Herbst scheidet sich das Gift am schnellsten aus den Pflanzen ab, am
langsamsten im Winter. Allgemein lasst sich sagen, dasc,
j e empfindlicher cine Pflanze fur die Wirkungen des Giftes ist, um so schneller auch die Ausscl~eidungdesselben
stalt findet.
Die arsenige Saure verbindet sich mit den Alkalien,
die in den Pflanzensaften vorhanden sind, wird in dieser
leicht liislichen Verbindung durch die Wurzcln abgeschieden, geht im Boden aber bald mit den] Kalk des letztern
eine unlSsliche Verbindung ein. Der letztere Umstand, so
wie dcr Regen, der das Gift aus der Nahe der Pflanzen
wegschwernmt, setzen der Absorption desselben eine Grenze.
Chlorcalcium ist daher auch fur die PHanzen ein Gegengift owen arsenige Saure.
%:dlich
ergiebt sich aus diescn Versuchen die Nutzlosigkeit der Behandlung der Getreidekorner mit arseniger
Saure vor dem Aussaen. [Annal. de Chim.el de Phys. T.23.
p . 105. Jlai 1818.)
8.C.
f
Phillyrea latifolia als Fiebermittel.
J a c h c I 1 i , Prof. zu Ferrara, hat eine grosse Anzalil
Fiebcrkranke mit Phillyrea latifolia geheilt. Er hat zu
diesem Zwecke I ) das Pulver der jungen Bldtter und
Zweige in viermaligen Dosen zu 30 Grm; 2) die einfache
Abkochung von 30 Grm. zerschniltener Phillyrea mit 1500
Grni. Wasser his auf cin Drittel Flussigkeit; 3) dieselbe
Abkochung mit einein Zusatze von 30 Tropfen Schwefelsiiure und 6 ) das schwefelsaure Phyllirin angewandt. Letzleres erhalt man auf folgende Weise. Die Pflanze wird
init verdunnter Schwefelsiiure ausgekocht, der Auszug rnit
Iiali gestitligt, der dadurch entstandene Niederschlag aus
J und Phillyrin wird init Alkoliol diserirt; daniit
ausgekoc i t uiid dicse Alkoholliisung. conccntrirt. Man versctzt sic d a n n mit Schwcfelsiiure, his das Phillyrin gesPttig! ist, wo dann dns schwefclsaure Salz nachher auskrystallisir t u n d scid en g1B nz e n d e, am ian t h a r t i [re FI o c k en d a r st el 1t,
die einen schwach bittern Ceschrnac& haben. Dasselbe
wirkte unter den anmefilirten Prbparaten des Arzneimittels
am besten. (Jozirn. & Ctizin. niCd. - Pharm. Centrbl. 1818
Mo. 26.)
B.
“r
-,*-
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