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Wirkung der Schwefelsure auf Blei.

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JVirkung der Schwefels&ure auf Blei.
Vei€ahren der Fabrikation der Meanige;
Nach C. L. R u r t on in Paris werden Bleioxyd oder basische S a b e desselben mit Mineralsauren, gemengt mit Kalioder Natronsalpeter in dunkler Rothgluhitze erhalten, zersetat: 1 Aeq. des salpetersauren Alkalis wird in salpetrigsaures Salz verwandelt und die frei gewordenen 2 Aeq.
Sauerstoff werden verwendet, um 6 Aeq. Bleioxyd hoher
zu oxydiren, so dass ’L Aeq. Mennige (2 Pb304) gebildet
werden. Dt\ nun zu diesem Verfahren sich diejenigen
Bleisnlze nicht eignen, deren Qaure zerstort wiirde, bevor
sich das Hleioxyd hoher oxydirt, so ist man demnach
auf die Hleisalze mit bestiindigen Sauren, z:B. kohlensaures, schwefelsaures, phosphorsoures, arsensaures, borsaures, salpetersaures 13leioxyd und Chlorblei beschrankt.
Wahrend man das kohlensaure Bleioxyd (und das
Bleioxydhydrat) direct mittelst Salpeter in Mennige verwandeln kann, nims man den iibrigen erwahnten Bleisalzen zu diesem Zweck aufjedes Aequivalent noch 1 Aeq.
kohlensaures Kali oder Natron zusetzen, um sie basisch
zu machen.
Um z. H. schwefelsaures Bleioxyd in Mennige zu
verwandeln muss man folgendes Gemenge anwenden :
1 Aeq. gweinigtes, getrocknetes
schwefelsaures Bleioxyd oder
1,894 liewth.
1 Aeq. kohlensaures Natronoder 0,665
‘is Aeq. Natronsalpeter oder . . 0,143
Wenn man dieses Genienge bei Ueberschuss von
Salpeter auf die dunkle Kothgliihhitze bringt, dann die
Massc init ’U’asser auslaugt, den Riickstand abtropfen
und trocknen liisst, so erhalt man nahezu die nach der
Theorie aus obiger (Xleichung sich ergebenden Mengen
von Mennige, so wie von schwefelsaurern und saipetrigaaurem Natron, und zwar ist das erhaltene Product von
constanter, der Forinel i’b3 0 4 entsprechender Zusammensetzung. ( f’ract. Mech. Jmtna. Jan. 1863. S. 266.)
Bkb.
-
Wirkang der Schwefelsiiure auf Blei ;
nach C a l v e r t und J o h n s o n .
Das Bestrcben der Fabrikanten geht niit aller Anstrengung dahin, reine Metalle in den Handel zu liefern.
Dies ist besonders der Fall in den Bleihiitten, da schon
aus eigenem Interesse der Fabrikant das Silber moglichst
Wirlning der Schwefelstl.lire auf Blei.
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vollstandig dem Blei entzieht; so hat man in den Bleikammern der Schwefelsaurefabriken Metal1 vow einer
Reinheit, die man vor 10 Jahren noch nicht kannte. Die
Verfasser untersuchtcn die Wirkung der Schwefelsaure
auf die im Handel vorkommenden Bleisorten von dem
Gesichtspuncte des Satzes aus, dass die Metalle d e s t o
w e n i g e r von Sauren angegriffen werden, j e reiner
sie sind.
Die Siiure wurde in verschiedener Concentration,
Reinheit und verschiedenem Volumen, bei verschiedener
Temperatur und Dauer der Einwirkung an ewandt auf
zwei Bleisorten, die hinsichtlich der Reinheit a s die beiden
Extreme gelten konnen: dass ordinare Blei (common lead,
sheet lead) und reines Blei (cirgin Eead). Es wurde folgende Zusammensetzung gefunden:
P
Ordingre6 Blei.
Hlei. . . . . . 98,8175
Zinn . . . . .
0,3955
Eisen . . . . 0,3604
Kupfer . . .
0,4026
Zink . . . .
Spur
99,O 7 60
Sogen. reines Rlei.
99,2060
0,0120
0,3246
0,4374
-
Spur
99,9800.
Nach vergleichenden Versuchen mit diesen beiden
Sorten des Handels und mit chemisch reinem Blei kommen C a l v e r t und J o h n s o n zu dern Schlusse, dass
Blei mit Schwefelsaure in welcher Weise man irgend
wolle behandelt, u m s o n i e h r sngegriffen wird, je r e i n e r es ist.
Die Oberflache eines Quadratmeters Blei von allen
drei Sorten wurde bei einer Temperatur von 18-2OoC.
mit 16 Liter reiner Scbwefelsiiure von verschiedener Concentration behandelt, nach 10 Tagen ergaben sich folgende Mengen des gelosten oder vielmehr in schwefelBaures Bleioxyd iibergefuhrten Bleies :
Dichtigkeit der
Schwefelsiiure.
1,842
1,705
1,600
1,526
(660 B.)
(600 B.)
(560 €3.)
(500 B.)
Ordinares Rlei. Sog. roinesBlei
des Handels.
Grm.
Grm.
67,70
134,20
8,35
16,50
535
30,34
2,17
4,34
Chemiach
reines Blei.
Grrn.
201,70
19,70
16,20
6,84.
Eine zweite Versuchsreihe wurde mit unreiner Schwefelsiiure, wie sie aus den Bleikammern kommt, angestellt,
bei einer Temperatur von 48 - 50oC. 15 Tsge lang
118
Verbindungen des Bleies und dessen Atomgewiclit.
und zwar auf die Oberflache e i n e s Quadratmeters 16 Liter
Schwefelsiiurc. Die Versuche, wie oben, ergaben :
Saure.
Dichtigkeit.
1,746
1,746
Ordinares Blei. Sogen.reines Blei
des Handels.
Grm.
Grm.
49,67
50,84
51,91
54,75
Chemisch
reines Blei.
Grm.
57,41
55,OO.
Auch hier wird die oben angefiihrte Schlussfolgerung
bestiitigt. (Jozim. de Pharni. et de C'hiin. Mars 1863. p . 218.)
Dr. Reid.
Ueber neue Verbindungen des Bleies nad dessen
Atomgewicht.
Er hitzt man nach L. C a r i u s Chloride oder Bromide
von Alkoholradicalen mit essigsaurem Bleioxyd und concentrirter Essigsaure, so erhiilt man krystallisirte Verbindungen, welche Chlor, reap. Brom, I31ei und das Radical der Essigsaure enthalten.
Die Essigsaure wirkt
dabei nur als Losungsrnittel und dient zur Bildung
bessercr Krystalle. 1st das Chlorid im Ueberschusse
vorhanden und gehijrt es zu den leicht zersetzbaren,
wie Chlorathyl, so wirkt dieser Ueberschuss auf die schon
exitstandenen Verbindungen unter Bildung von Chlorblei
und essigsaurem Aethyloxyd.
I. PbO, C4H303
C4H5Cl = C4H50, C4II3O3 .
(PbCI, PbO, C4H303).
11. (PbCl, PbO, C4H303)
C4H5C1 = (C4H50,C4H303)
2PbC1.
C a r i u s vergleicht die neue Bleiverbindung mit dem
Glycolchloracetin und nennt sie Bleichloracetin, namlich :
C4H40C1, C4H303
PbZOCl, C4H303.
+
Glycolchloracetin.
+
++
Bleichloracetin.
Die oben unter II. angegebene Reaction tritt nur
bei hoherer Temperatur ein; man erhalt daher such bei
grossem Ueberschusse von Chlorathyl zuerst immer Krystalle von Bleichloracetin. Dies liisst sich arn beaten
beobachten, wenn man Aethylenchlorur mit essigsaurem
Bleioxyd und concentrirter Essigaaure im zugeschmolzenen
Rohre erhitzt. Bei 1800 tindet dann diezersetzung stntt.
Auf andere Weise entsteht das Chloracetin, wenn
man wasserfreies essigsaures Bleioxyd mit gefalltem, bei
niederer Temperatur getrocknetern Chlorblei und Essigsaurehydrat zusammenreibt. Es findet Erwiirmung statt
und die Anfangs fliissige Masse gesteht plotzlich ; auf
30 - 1500 erhitzt wird dieselbe krystallinisch.
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