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Wirkung des Wassers auf das Blei.

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Baland, Wirkung dea Wassers auf dae Blei.
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Die von dem schwefelsauren Blcioxyde geschiudene Plussigkeit wurde mit kohleneaurern h'atron ubcrsittigt , bis fast
zur Trocknc verdunstet , die Masse mit 95 grddigem Weingeist bchandelt, und der filtrirte geistige buszug verdunstet,
wobei 2,050 g. Glycerin hinterblieben.
1)au Prliparat enthalt mithin in 100 Gewichtetheilen :
1,56 Bleizucker.
2,Ol Schwefel.
20,50 Glycerin.
75,93 Lavendelspiritus.
100,uo.
Wir haben also hier, troh Marquart's Gegenversioherung,
cin bei daiierndem Gebrauch lilichst gefllirlichrs IiaartErbcniittel vor uns; cs ware daher I'flicht der Leipzigcr Apothekrr, welchen vorstehende Xotiz zu Gegicht kommt, die dortigc
Yolieei sofort auf jenen gewissenlosen Handel (der, da die
Plaache 20 Kgr. kostet, auch noch eine Geldprellerei einschliesst, indem der Inhalt sammt Glas niit 4 Xgr. reichlich
bezafilt ist) aufmerksam zu mnchen.
Wirkung dcs Wassers auf das Blei.
Von R a l a n d .
(Aua den Coaipt. rendus, Febr. 1874, t. LXXVIII, p. 392.)
(Eingesandt YOU Wittattin.)
Bekanntlich neiss man schon sehr lange, dass datl Hlei
von lufthaltigem Wasser angcgriffen wird, indessen hat eine
niehr als 20 Jahrhunderte lange Erfahrung gezeigt, dass man
die niit bleiernen Rohren in Beriihrung gestandenen natiirlichen Wasser ohne Kachtheil triuken kann.
Beim Forsclicn nach diescr Unschiidlivhkeit hat man gefunden, dass die Anweeenheit sehr kleiner Mengen geivisser
Salze cs ist, welche den losenden Einfluss des Wassers auf
das Wetall verhindert.
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Raland, Wirkung des Wasecrs auf daa Blei
Wie wirken nun diese Salze? Verhindern sie die Oxydntion des Mctallcs oder bilden sie mit dcm oxydirten 3fetalle eine Verbindung, welche weder fiihig ist, sich in Wasser
zu losen, noch sich darin zu rertheilen? Diese Prage habc
ich durch die nachstehenden Yorsuche zu beantworten gesucht.
Z)ie perlmutteriihnliche Substanz , welche sich in Beriihrung dos Bleies mit lufthaltigem Blei in bedeutender Menge
crzeugt, ist nichts als reines Bleiweiss. Aeltere Versucho
haben mir wiederholt ergeben, dass sie in der That auf
4 Aequiv. Bleioxyd 3 Aequiv. Kohlensaure und 1 Aequiv.
Wasser enthalt, also gsnz so wie viele naturliche oder kiinstliche Carbonate zusammcngesetzt ist. Uiese Art von Bleiwciw besitzt einen hoheu Grad von Vertheilung, und ich
fand es in einer dem Auge nicht erkennbaren Art von Suspension in einer wie klar filtrirt scheinenden Plussigkeit.
I n einer solohen Fliissigkeit habe ich die Gegenwart des
Bleies nicht auf die gewohnliche Weise, d. h. mittelst Schwefelwasserstoff, nachgewiesen. Allerdings farben Liich durch
dieses Reagens die im Wasser suspendirten Yartikelchen
Bleiweiss an ,ihrer Oberflachc, allein diese Fgrbung steht in
gar keineui Verhaltniss zu der wirklich vorhandenen Blenge
der Bleiverbindung. Wenn man dagegen die Vorsicht gebraucht, das zu .priifende Wasser vorher mit einigen Tropfen
einer Losung von weinsteinsaurem Ammoniak (einem Salze,
welches die Fahigkeit besitzt, unlosliche Bleiverbindungen, wie
das Hydrat, Sulphat, Carbonat, Phosphat, Borat, zu losen) zu
vervetzen und oinige Male aufzukochen , so schlagt nunmehr
der Schwefelwasserstoff alles Blei nieder und verursacht dadurch eine nicht zu verkennende dunkle Farbung. Die Reaction wird in dem Grade schwachcr, als man das (urspriingliche) Wasscr durch eine Anzahl Papierfilter laufen l h t , ein
Beweie, dass die Erscheinung lediglich von eineni in Suspension befindlichen Xorper herruhrt ; aber selbst Wassor, welches bereits sieben Piltra passirt hatte, cnthielt noch Spuren
Hlei, erkennbar durch Hiilfe des oben angegebenen Verfahrens,
Baland, Wirkung des Wasaers auf das Blei.
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Dieses Vcrfahren setzte mkh in den Stand festzustellen,
dass die Quantitiitcn gcsattigter Solution von schwefelsaurem
Kalk in destillirtem Wasser, welchc yon andern Chemikorn
als die Grenze, bei welcher das Blei nicht mehr angegriffen
w i d , angcgebcn sind , sehr Ledeutend iiberschritten waren.
Keineswegs hort destillirtes Wasser., welches 4 oder 5 Hundertel gesattigtes Gypswasser enthalt, auf, das Blei anzugreifen; es geschieht dieser Angriff auf das Metall selbst
durch gesattigte Gypslosung. Allerdings bemerkt man in
gesattigteq Gypdosung, worin eine Bleiplatte 24 Stunden
lang gelegen bat, nichts voq, Blei; wenn man aber stark
schiittelt, urn an der OberGche des Metalles etwa hiingende
Theilchen abzuspiilen oder ejnce am Boden befindlichcn Abbatz in Suspcnsion zu bringen, so zeigt die Fliissigkeit durch
die oben angegebene Behandlung schr augenftillig die Anwesenheit dcs Bleies. Dicser Versuch, welcher dieselben Resultate liefert, weun man ihn wit Wasser wiedcrholt, worin sich
andere Solutionen, die wie der Gyps das Blei zu rjchiitzen
scheinen , befinden, beweist zweierlei : erstens, dass das Blei
in dcn versohiedenen Fallen angcgriffen ward, und zweitens
dass das Product dieses Aogriffrj an der Oberfliche dee Aletalles fest haften blieb. Diese Oberfliche zeigt in der That
selbst nach Anwendung der anecheinend conservirendsten
Wiiseer keineswegs mehr den Glanz des frisch geschmolzencn
Bleies.
Es handqlt aicb jetzt dayup, zu beweisen, dass dieses
Aussehen von einer unloslichen Bleiverbindung herriihrt. Zu
dem Znecke schabte ich gleich grosse Oberflachen metallisch
gliinzenden und in gesattigtem G ypswasser matt gewordenen
Bleies ab, that jede Probe in destillirtes Wasser, melches
einige Tropfen weinsteinsaure Amrnoniaklosung enthielt , und
erhitztc beide Flussiglieiten Zuni Sieden. I n beiden konnto
nun Blei nachgewiesen werden Obgleich die sine, worin sich
das matt gewordeue Blei befand, weit mehr Aletall aufgelost
euthielt, als die andcre, und der Zneck des Experiments
solnit errcicht war, so wiinschtc ich doch noch entschiedenere
l'nterbchcidungsnicrkmiile zu crzielen. Ich operirte daher ein
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Raland, Wirknng
de8
Wasaers a u f
dR5
Rlci.
zweitcs Mal, und zwar in der Xaltc. Nun wurde das reinc?
Rlei ron dem weinsteinsnnren Ammonink weniger , indeasen
inirner nocli dcutlich angegriffcn. h l s ich aber dann eine
Fliissigkcit anwandte, aus welchcr ich dic Lnft durch einige
Ninnten langes Xochcn getricben hatte, fand ich darin nach
dt:r Einwirkung auf reincs Rlci kein Netall geliist. Hier
fehltc also dcr zur Oxydation des Metalles crforderliche
Sauerstoff, wahrend in derjenigen Flussigkeit , welche unter
denselben Urnstanden (d. i. nach Aiistreibung der Luft) auf
das mit Gypslosung behaudelte Metall einwirkte, das weinsteinsaure Amrnoniak eine schon fertige Bleiverbindung vorfand, die cs blom aufziilosen hrauchte, daher denn auch in
dicser Flussigkeit eine nierklichc Nenge Rlci enthalten war.
Jiisst man aber die FICshigkeit, welche im Kochen von den1
rvinen Mctallc nichts aiifgenommon hat, mit dem JiIetalle
erkalten, so findet man schon nach einigen Minuten Blei darin, ein Beweis, mit welcher Rchnelligkeit die Luft ihren Einflnss auf das Blei unter der Concurrenz des weinsteinsauren
Ammoniaks ausubt und Bleiosyd crzeiigt. Aehnliche Versuche mit Bleiplatten , wclche in des1,illirtern Wasser verwcil t
hat ten, das schwefelsaure Alauncrds , schwcfclsaure Magnesia, *) doppeltkohIensaui.cn Kalk, einfach - kohlcnsaures Xatron
oder doppeltkohlensanres Natron enthielt , lieferten gleichc
Rcsultate. In allen diesen Fkllen war die matte Bleiplette
merklich reiner geworden, ohne jedoch das glanzende Ansehn
des f'risch gcschmolzenen Bleies wiedcr zu erlangen.
*) Das schwefelsaure Natron schien niir nicht diceelbe WiIksanikcit.,
wic die erdigen Sulphate, die Aenderung des I U e s zu vrrl indcrn, zu
hesitzrn ; das Product selches dabei eiitsteht. , ist wrniger zusammcnhiingend und trrnnt sirh dahrr leichter ron dem Metalle. Wahrend dagegen Koehsslz haltiges Wasxer suf dem nlri eine continuirlichc, schwer
abtrennhare Schicht eraeugt , hilden die Chloride des Cnlciunis 3Iagneaiums und Baryunis Abs:t,ze, wcxlche cler Flussigkeit ein triibes Aiisehn
erthcilen.
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