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Zuckerverbrauch im Zollverein.

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Zuckerverbrauch in8 Zollverein.
143
Ueber ein neues Unterscheidnngsmittel von Rohrund Traubenzucker.
Zweifach Chlorkohlenstoff verhalt sich gegen Rohrzucker und Trauberizucker verschieden. Rohrzucker, mit
dem Reagens einige Zeit lang in einer verschlossenen
Glasrohre bis nrthe an 1000 erhitzt, verandert sein Ansehen allmalig, bedeckt sich mit braunen Flecken und
nimmt zuletzt eine mehr oder weniger dunkle Farbe an.
Bei langerer Einwirkung erhalt die Mnsse ein theerartiges schwarzes Ansehen. Traubenzucker dagegen behalt
bei gleicherBehandlung seine Farbe und wird selbst bei
langerer Einwirkung nicht braun. J. Nick1 6 s ist der
Ansicht, dass dieser Unterschied in der Einwirkung des
Chlorkohlenstoffs von der Bildang einer kleirien Menge
Chlorwasserstoffsaure herriihrt , welche, wie B o u l l a y
gezeigt hat, den Rohrzucker leicht schmarzt. Diese Farbung tritt aber nicht ein, wenn man demRohrzucker im
Glasrohre etwas Magnesia zusetzt. (C'onipt. rend. T . 62.
- Chena. Centrbl. 1866. 33.)
B.
Zuckerverbrauch im Zollverein.
Urn zu ermitteln, wie hoch sich die Zuckerconsumtion
belaufen hat, ist von der Production an Rubenrohzucker
und von der Einfuhr auelandischen Zuckers die Ausfuhr
in Abzug gebracht. Die Be,volkerung ist mit den Zahlen,
welche den Abrechnungen des Zollvereins zu Grunde gelegt
worden sind, angegeben. Da der Nachweis, wie vie1
Rubenrohzucker im Zollverein gewonnen worden ist, erst
vom Jahre 1840-1641 mit einiger Sicherheit zu fuhren
gewesen, so sind auch erst von diesem Jahre a b die Ergebnisse berechnet worden. Nachrichtlich ist jedoch zu vermerken, dass D i e t e r i c i die Consumtion an Colonialzucker fur 1836 auf 4,178 Pfd., fur 1837 auf 3,37 Pfd.,
fur 1838 auf 4,45 Pfd. und fur 1839 auf 4,61 Pfd. pro
Kopf angegeben hat. Wenngleich in diesen Jahren bereits Production und Consumtion von Rubenzucker statt
gefunden, so sind doch die Resultate derselben verhaltnissmassig noch zu unbedeutend gewesen, urn auf den
vorstehend berechneten Verbrauch einen nennenswerthen
Einfluss ausuben zu konnen. Vom Jahre 1840 ab berechnet sich der Zuckerconsum im Zollverein folgendermassen.
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848
1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858
1859
1860
18ti1
1862
1863
1864
Jabr.
~~
29,800,63
30,492.792
32,559,173
32,559,161
32,72 1,344
32.722.806
33,460;647
33,542,352
83,541,145
33,541,365
34,670,308
34,670,214
34,670,533
29:460,628
29,800.063
26,048,001
27,142,116
27,578,526
27,622,999
28.498.136
28;499:566
28,508.594
29.461.381
Kopfe.
B e v o 1kerung:
Auslandischer
Zucker ist
eingefuhrt :
Ctr.
1,024,900
997,911
1,137,923
1,257,267
1,345,600
1,411,847
1,361,032
1,413,412
1,286,781
1,213,563
1,053,644
781,681
803,690
776,875
749,393
911,166
701,305
342,012
529,073
231,784
80,422
132,938
467,453
433,831
254,016
An Ruben:ohzucker sind
gewonnen :
Ctr.
241,487
256,576
123,787
217,483
194,520
222,755
375,590
511,785
659,781
768,378
985,853
1,225,427
1,447,806
1,231,326
1,279,227
1,747,184
2,204,096
2,313,210
2,933,484
2,751,945
2,348,322
2,535,392
2,937,540
3,193.697
3,331,297
~~
1,266,387
1,254,487
1,261,710
1,474,750
1,540,120
1,634,602
1,736,622
1,925,197
1,946,562
1,981,941
2,039,497
2,007,108
2,251,496
2,008,201
2,028,620
2,658,350
2,905,401
2,655,222
3.462.557
2;983,729
2,428,744
2,668,330
3,404,993
3,627,528
3,585,313
Ctr.
Zusammen:
163,652
129,242
64,580
69,837
61,810
41,711
66,604
158,645
156,674
152:779
47,447
39,256
33,940
44,727
78,275
160,307
112,205
143.190
196;661
157,055
149,455
125,054
176,362
176,184
43,118
1,223,269
1,207,040
1,222,454
1,440,810
1,495,393
1,556,327
1,576,315
1,812,992
1,803,372
1,785,280
1,882,442
1,857,653
2,126,442
1,831,839
1,852,436
2,505,571
2,741,749
2,525,980
3,397,977
2,913,892
2,366,934
2,626,619
3,338,389
3,468,883
3,428,639
tiervon geht ak ileiben fur den
ie Ausfubruack iulandischen
Consuin :
tern Auslande :
Ctr.
Ctr.
d
4,69
4,45
4,39
5,21
5,25
5,46
5,53
6,15
6,12
6,09
6,32
6,23
7,13
6,Ol
5,69
7,69
8,38
7,72
10.15
8;69
7,37
7,83
9,63
10,oo
9,89
Verbrauch
1'0 Ropf:
Pfd.
I
JSO
-
'
2
0,
h
3
.
5,
%
3
2
8
-
9
&
Zuckervevbrauch i m Zollverein.
145
Nach d i e m Uebersicht ist die Consumtion von Zucker
iin Zunehmen gewesen und seit deiu Jahre 1840 von
4,69 Pfd. auf 9,89 Pfd. pro Kopf im Jahre 1864, mithin
iin Verhaltniss von 100 : 210 gestiegen. Wenn sich in
einzelnen Jahren eine augenblickliche Abnshme des Verbrauchs bemerklich gemacht hat, wie z. B. 1853, 1854,
1853, so hat solche ihren Grund hauptsiichlich darin, dass
die Runkelrubenernten nicht befriedigend ausgefallen waren
und selbstredend weniger Rohzucker gewonnen wurde.
I n Folge hiervon gingen die Preise des Zuckers in die
Hohe und der Consum beschrankte sich. Im Grossen
und Oanzen ist aber dic nachgewiesene Verbrauchszunahme
eine sehr bedeutende und hauptskichlich dadurch herbeigefLihrt, dass der Consum des Zuclrers wegen der Preisermassigung, welche die Concurrenz des Rubenzuckers
herbeifiihrte, ein allgemeinerer geworden ist, als dies fruher
der Fall war, wo wegen der hohen Preise des Indischen
Zuckers der Genuss desselben fast nur den wohlhabendern
Classen der Bevolkerung erlxubt war. Wahrend im Jahre
1836 der Centner iniandischer Raifinade noch 28 -30
Thaler kostete, ist der Preis gegenwartig auf 16-18 Thlr.
gesunken.
Uebrigens ist aber anzunehmen, dass sich der Zuckerverbrnuch noch etwas liiiher, als bereuhnet worden, gestellt
hat, da die Production von Riibenzucker jedenfalls niedriger, als sie inwirklichheit gewesen, berechnet wurde. Ueberdies bestehen aber auch im Zollverein noch Starkezuckerfabriken, die sich mit der Zubereitung von festein Zucker
aus Kartoffelstarke beschaftigen und deren Fabrikate ebenfalls in den Consum ubergegangen sind. Es entzieht sich
indess der Berechnung, in wie weit diese Fxbrikate nuf
den Kopfverbrauch von Einfluss gewesen sein miigen, da
die Fabrikation dieser Art von Zucker einer Versteuerung
nicht nnterworfen ist und die Betriebsresixltate der betreffenden Anstalten nicht bekannt geworden sind. Solche
Stnrkezuclrerfabrilien bestehen in Preussen und dem Grossherzogthum Hessen ; die Nachfrage nach ihren Fabrikaten
sol1 im Zunehmen gewesen sein, weil das in Frankreich
schon seit langerer Zeit und in grosser Ausdehnung angewenclete Verfahren cler Verbesserung des Weins durch
Zusatz von Starkezucker in neuerer Zeit auch in der
Rheingegend Verbreitung gefunden hat. (61. fiiv Hanclel
wad Geioerbe. 1866. 16.)
B.
-~
Arch. d. Pharm. CLXXXII. Bds. 1. u. 2.Hft.
10
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