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Zur Bildung des Kermes.

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H. Weppen, Zur Bildung des Kermes.
vorkommt , diirfte das aus Allyalkohol dargestellte , sofern eR
aus sachkundiger Hand kommt unh nicht etwa inzwischen
absichtlich verfalscht wurde, bei seiner grosseren Wohlfeilheit
und Keinheit vorzuziehen sein.
Zur Bildung des Kernies.
Von H e r m a n n W e p p e n in Narkoldendorf.
Vor einem Jahre etwa veroffentlichtc Terreil eine Reihe
von Versuchen iiber dic Bildung des Kermcs, deren Resultate
mir hochat auflillend waren, da sie mit alteren Angaben sowie mit eigenen Erfahrungen, die ich in der pharmaceutischen
Praxis zu sammeln Gelegenheit hatte, in directcm Widerspruche
stehen. Terreil behauptet auf Grund seiner Versuche F) dass
zur Kermesbereitung auf n n s s e m W e g e n u r N a t r i u m c a r b o n a t , n i c h t a u c h k'a 1i u m c a r b o n a t angewendet
werden konne , da letzteres auf Schwefelantimon g a r n i c h t
einwirke. In allen Fallen, in welchen durch Anwendung von
Kaliumcarbonat dcnnoch mehr oder weniger grosse Mengen
von Kermcs erhalten Wurden, sol1 dies nach ihm einem entsprechenden Gehalt dcs Kaliumcarbonats an Natriumcarbonat
zuzuschreiben sein. Wandte Terreil ganz reines Kaliumcarhonat
an, - aus dem Sulfat mit Barythydrat und nachfolgender
Behandlung mit Kohlensaure bereitct
RO erhiclt e r keine
Spur von Kermes. Dic altere Vorschrift von L a Ligerie und
Simon fordert aber zur Bereitung des Kermes auf nassem
Wege ausdriicklich Kaliumcarbonat. Nach Terreils Versuchen
miisstc demnach das von ihnen und nach ihnen von violen
Anderen verwandte Kaliumcarbonat ganz betrachtliche Mengen
von Soda enthalten haben.
X c h t nur dass es an und fur sich von Interesse ware,
ein durchaus verschiedenes Verhalten der beiden Carbonate
-
-
*) Journal de Pharmacie et de Cbimie 1874 pag. 131.
Nur dae
hier sich Bndende Reforat ist mir zugiinglich gwesen, leider nicht auch
die Origindabhandlung im nullctio de la soci6tb chimique de Paria,
(Nr. 5 ) 1874.
R. Weppen, Zur Bildung
des Kermes.
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Schwefelantimon gegeniiber constatirt zu haben, es wiirde die
Sache fur den Analytiker noch die Redeutung haben, dass
dadurch leichter und schLfer als auf irgend eine andere Weise
Natriumcarbonat in der Pottasche nachgewiesen werden konnte
und eine Methode gegeben wlire, das erstere in einem Gemenge
von beiden quantitativ zu bestimmen, ein Umstand, auf welchen
auch Terreil ausdriicklich hinweist. Theils aus diesem Grunde,
theils um zu erfahren, ob unfiere Kenntniss von der Kermesbildung wirklich einen lange iibersehenen Irrthum eingeschlossen
habe, sah ich mich veranlasst, Terreils Angaben sorgfaltig
zu prufen.
Ich habe Schwefelantimon mit Losungen von gereinigter
Pottasche sowohl als von reinem, aus W einstein dargestelltem
Kaliumcarbonat gekocht. Ich erhiclt in beiden Fallen leicht
ansehnliche Mengen von Kermes. Die Tom Kermes abfiltrirten
Fliissigkeiten gaben, zum zweiten Nale mit dem ruckstandigen
Schwefelantimon gekocht, neue Mengen von Kermes, ganz
wie wir dies nach den lilteren Angaben wissen. Die erhaltenen
Quantitaten waren in beiden Fallen fast gleich. Genau lassen
sich dieselben schwer feststellen, weil schon wahrend des
Filtrirens auf dem Filter beim Erkalten sich mehr oder weniger
Rcrmes ausscheidet.
Ein dritter Versuch wurde mit Kaliumcarbonat angestellt,
das genau in der von Terreil geforderten Weise dargestellt
war. Ich bin dabei mit grosser Vorsicht verfahren. Das in
den Apotheken vorrlithige, als rein anzusehende oder doch
nur Spuren von Verunreinigungen enthaltende Kaliumsulfat
wurde umkrystallisirt. Die beim langsamen Erkalten sich
ausscheidenden ersten Portionen des Salzes wurden zu Pulver
zerrieben und mehre Male rnit kaltem Wasser abgewaschen,
um jede Spur von Mutterlauge zu entfernen und aus diesem
ganz reinen Salze wurde das Kaliumcarbonat durch Fallen
mit Barythydrat und Einleiten von Kohlensaure erhalten.
Auch die Losung dieses reinsten Salzes gab, rnit Schwefelantimon gekocht, wie ich erwartet hatte, Kermes nicht mehr
und nicht weniger ale in den beiden ersten Versuchen. In
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H. Weypen, Zur Bildung dcs Kerines.
nllen dreien wurdcn ncmlich nach zweimal wiederholtem Kochen
annahernd 20 pCt. vom angewandten Schwef'elantimon erhalten.
llarnach muss ich als fcststehend annehmen, dass es mit
den alteren Angaben iiber Kermesbildung seine vollige Richligkeit hat, dass Kalium - wie Natriumcarbonat in ganz glcicher
Weise auf Schwefelantimon wirken. Es sol1 damit nicht geleugnet werdcn, dass die -4usbeute an Keriiies bci Auwendung
von Soda eine grosserc ist. Es erkliirt sich dies einfach aufi
dem Umstande, dass die Soddosung resp. das gcbildctc
Sulfosalz nicht die 1:iihigkeit Lesitzt, so vie1 Kermes in Losung
z u halten als die Kalilosung.
SelbstverRtGndiich muss ich auch verncinen, dass es miiglich sei, durch eintretendc Kcrnicsbildung einen Gehalt von
R'atron im Kaliumcarbonat naclizuweisen, msp. das erstere
auf diese zu beutimmen.
Terreil hat auch noch Veruuche aiigestellt iiber die Einwirkung der alkalischen Erden , Baryt, Strontian, Kalk auf
Schwclelantimon und ist zu dcm Ergebnisw gekommen, dass
die erstern beiden Schwefelantimon Panz intact lassen, wahrend
Kalkhydrat zersetzend wirken soll. Auch diese Behauptungen
sind nicht richtig , wie meine eigciien Versuche beweisen.
Ueberschiissigcs Barythydrat in Losung kurze Zeit hindurch mit Schwefclantirnon gekocht, liisst aucli nicht eine S p u r
dessclben iinverindert. Es scheidet sich schon wahrend des
Kochens reichlich inissfarbiger Kermes aim, die Losung enthiilt reichlich Baryumantimonsulfosalc und lasat nach dem
Filtriren beirn Erkalten neue, abcr nur geringe Mengen von
Kermes fallen.
Strontianhydrat reagirt schwieriger, ist aber keineswegs
o h n o Einwirkung auf Schwef'elantimon. EYbildet sich Strontiumantimonsulfosalz. Nach dem Filtriren liess diese gelbe
Losung eine ganz geringe blenge eines chromgelben Korpers
fallen, wie ihn Tcrreil (1. c.) bei der Einwirkung von Kalkmilch auf Schwefelantirnon erhalten hat,.
S u r in Bezug auf das Verhalten der Kalkmilch gegen
Schwefelantimon kann ich Terreil beipflichten. Die Einwirkung
gcht i n der That leicht von statten, aber nicht so leicht und
E. Calmberg, Aetzstifte von Kupfervitriol.
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nicht 80 vollstandig wie beim Baryt, wahrscheinlich auch noch
weniger leicht als beim Strontian, wenn man nur mit gleichen
Xengenverhaltnissen operirt , was hei meinen Versuchen nicht
der Fall war, ich wandte vie1 weniger Strontianhydrat aD.
Doch kann ich dies dahin gestellt sein lassen, da e8 mir nur
darauf ankam, damuthun, dass auch Strontianhydrat d u r c h a u s n i c h t o h n e Einwirkung ist. AUB der Losung des
gebildeten Calciumantimonsulfosalzes erhielt ich nach dem
Filtriren und Erkalten sofort eine betrachtlichc Menge dunkelbraun aussehenden Kermes , wahrend Terreil nur eine
geringc Ausscheidung eines chromgelben Korpers wahrnahm
und die Beobachtung machte, dass sich das Sulfosalz erst
allmiihlich durch Einwirkung der Luft und Kcihlensaure zersetzte.
M a r k o l d e n d o r f im Miirz 1875.
Aetzstifte von Kupfervitriol.
Von K. C a l m b e r g , Apotheker in Darmstadt.
Im Archiv vom Decbr. 1874 wird von einem Apotheker
W. S t e f f e n in IIomburg (?) eine einfache Methode zur Darstellung von Aetzstiften mitgetheilt , welche mich schlechterdings nicht zum gewiinschten Resultate fuhrfe.
Ich will mir dewhalb erlauben, meine vor 12 Jahren
in W i t t s t e i n s Vierteljshresschrift veroffentlichte Darstellungsweise hier nochmals mitzutheilen , da mir eine bessere
Vorschrift auch bis jetzt nicht bekannt geworden und manehen Collegen vielleicht gcholfen wird. Jene Vorschrift lautete:
Um das missliche Schleifen der Krystallc von Cupr.
sulfuric., die bekanntlich oftcr in den Apotheken oerlangt
werden , zu umgehen , habc ich verschiedene Versuche angestellt und gerunden, dass 4 Theile Cupr. sulf. und 1 Th. Borax, wenn sie als Pulver in einer erwarmten lteibschale
zusammen gerieben werden, durch das Freimerden ron Xrystallwasser , sich zu einer formlichen Pillenmassc vereinigen,
die sich in b e l i e b i g e Stangen formen lasst.
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