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Zur Brucin - Salpetersure - Reaction.

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170 Wasserabsorptionsfiihigk. d. metall. Silberp. -Brucinrcact. d. Salpetcrs.
3) Die Reduction des Kupferoxydes zu Oxydul oder metallischem Kupfer findet selbst in Gegenwart von Wasser
nicht statt, wenn das Kupferosyd auf trocknem Wege gewonnen war. Der fein zertheilte Zustand, in welchem sich das
gefallte Oxyd befindet , scheint die Reaction zu erleichtern.
Nach diesen Versuchen kann der Aether unter obigen
Bedingungen als ein kraftiges Reductionsmittel des Xupferoxyds angesehen werden und hlingt seine Wirkung von dem
Wassergehalte und dem molekularcn Zustand dieses Oxydes ab.
(Rkpert. de Pharm. tom. II. Septembre 1874. p. 551.).
BI.
Wasserabsorptionsftlhigkeif dcs metallischen Silberpulvers.
Das metallische Silber , welches durch Reduction des
Chlorsilbers mittelst Zink und Salzsaure als ein graues, sehr
poroses, lockeres Pulver erhalten wird, vermag nach A. V o g e l das Wasser mit einer ungewohnlichen Hartnackigkeit
zuriickzuhalten. Urn diese Wasserabsorbtionsfahigkeit zu bestimmen, wurde eine gewogene Menge desselben auf einem
Papierfilter im Trichter mit Wasser iibergoesen und nach dem
vollstandigen Abtropfen wieder gewogen, wohei sich herausstellte,
dass die absorbirte Wassermenge 80 o/o betrug. Das feuchte
Silberpulver bei 100 o/o getrockuet enhielt nach 3 Stunden
fortgesetztem Trockenen noch 15 Ole, nach 5 Stunden 10 O / o ,
nach 12 Stunden 7
Wasser. Es scheint daher, dass das
Silberpulver bei der Temperatur des koohenden U'assers die
letzten Reste seines Wassergebaltes nicht vollstandig abzugeben vermag. Erst bei 210 o/o im Paraffinbade nahm das
Silberpulver bald sein ursprungliches Gewicht wieder an.
Zur Brncin - Salpetersiiiire- Reaction.
Bekanntlich ist das von R e i c h a r d t veroffentlichte und
von Bottgcr empfohlene Verhalten des Brucin's, mit Salpetersaure eine tiefrothe Farbung hervorzubringen, benutzt worden,
urn auf einfache Weise den Salpetersiiuregehalt des Trinkwassers nadizuweisen.
Findet bei Zusatz van reiner concentrirter Schwefelsaure
zu dem fraglichen, mit Brucinlosung versetzten , Wasser eine
Rothung der Flussigkeit statt, SO ist das Vorhandensein eines
Nitrates in Wasser mit Bestimmtheit angezeigt. - Da zum
Brucinreaction der Salpetersaure.
171
Eintritt der Reaction stets und unter allen Umstanden der
Zusatz concentrirter Schwefelsliure nothwendig ist? so muss
selbstverstandlich auf die Natur und Reinheit der zum Versuche anzuwendenden SO3 besonders Riicksicht genommen
werden. Allerdings ist bei dem Verfahren zur Nachweisung
salpetersaurer Verbindungen im Trinkwasser ,? chemisch reine ''
concentrirter S O 3 vorgeschrieben. Allein A . V o g e 1 ist iiber
den Begriff ,,chemisch reine concentrirte Schwefelsaure " nicht
ganz klar. Zunachst sei erwahnt, dass Verfasser bis jetzt
noch keine Sorte einer SO3 unter der Hand gehabt hat, welche
nicht fur sich allein schon, ohne Gegenwart salpetersaurer
Salze, wenigstens eine hellrosenrothe Farbung mit Brucin hervorgebracht hatte. Auch die deutsche rauchende SOs zeigte
die Reaction ganz entschieden. Es mag ubrigens dahin gestellt bleiben, ob die Sorten von Schwefelsaure, die zu diesen
Versuchen angewandt wurden , nicht doch immer Spuren von
NO5enthielten. Durch die gewohnlichen bekannten Reactionen
konnte ein Salpetersauregehalt nicht nachgewiesen werden.
Hierzu kommt noch, dass Merk der Schwefelsaure an und
fir sich die Eigenschaft ,, Brucin rosenroth zu farben '' zuschreibt. Die rosenrothe Farbung tritt, wie die bisherigen
Versuche uber diesen Gegenstand zeigten, sowohl in dem Falle
ein, wenn Brucin auf einem Uhrglase mit einem Glasstabe
mit concentrirter SO3 umgeriihrt wird, als auch bei Zusatz
einer etwas grossern Menge von concentrirter So3 zu einer
wassrigen Brucinlosung. Setzt man. einer halben Messerspitze
auf einem Uhrglas durch concentrirte SO3 hellroth gefarbten
Brucins nur einige Tropfen einer verdunnten Salpeterlosung
hinzu, so entsteht sogleich die tiefrothe characteristische Farbung des Brucins durch NO5. Es ware hiernach vielleicht
geeignet, die Anordnung der Reaction dahin abzuandern, dass
man dem durch concentrirte SOS auf einem Uhrglase gerotheten Brucin das auf NO5 zu prufende Trinkwasser in einigen
Tropfen zusetzt. Verfasser erwahnt noch einer sehr characteristischen Farbenveranderung , welche das durch Salpetersaure gerothete Brucin durch einen Zinnchloriirzusatz erfahrt.
Bringt man nemlich zu dem auf einem Uhrglase durch NO5
gerotheten Brucin einige Zinnchlorurkrystalle , so entsteht
sogleich eine intensiv violette Farbung. - Die Reaction ist
allerdings , nach Angabe des Verfassers etwas launenhaft.
(Neues Repertor. fiir Pharm. v. Buchner. Bd. XXIII. p . 263.).
c. Sch.
172
Meerschaumgewinnung in Anatolien.
N a c h s c h r i f t v. E. R e i c h a r d t .
Die Mittheilung von Vogel ltann nur darauf beruhen,
dass dersolbe nieine Veroffentlichungen iiber diese Reaction
nur auszugsweise gelesen hat, da ich sehr wohl das Verhalten der gewohnlichen Schwefelsaure hierbei kritisire. Ich
habe als salpetersaurefrei namentlich die kiinfliche sog. arsenfreie , englische Schwefelsaure gefunden , als salpetersaurehaltig und mehr oder weniger die Brucinreaction sofort erzeugend die als chemisch rein gekaufte Saure fast stets und
stark die rauchende; habe aber gleichzeitig angegeben , dass
durch einiges Kochen solcher Saure mit etwas Schwefel diese
Stickstoffverbindung zerlegt und entfernt werden kann.
---
IIeersehaumgewinnung in Anatolien.
Die ausgedehntesten Meerschaumlager Anatoliens (Kleinasien) befinden sich ungefihr 8 Stunden siidostlich yon der
Stadt Eskischehr , dem ehcmaligen Dorylea , deren Bevolkerung sich vorzugsweise mit cler Gewinnung und Verarbeitung
dieses Minerals beschaftigt. Die Gewinnnng geschieht unterirdisch mittels Schachten und Stollen in 8-10 Mtr. Tiefe. I n
einer Grube arbeiten 40 -50 Bergleute, welche gesellschaftlich verbunden unter sich den Ertrag des gewonnenen Minerales theilen. Die Grosse der gewohnlich sehr unregelmassigen
Steine ist iiusserst verschieden, sie wechselt vom Durchmesser
einer Nuss bis eines Fusses und mehr. Die grossten sind
am gesuchtesten und theuersten, Das frisch aus der Erde
kommende Mineral von gelblich weisser Farbe (Cham, Tosch
- roher Stein) ist bis zur Dicke eines Fingers mit einer
rothen fetten Erde umgeben, und so weich, dass man es mit
einem Messer schneiden liann. Die Behandlung, welcher der
Meerschaani unterworfeu werden muss, um zur Abfuhr geeignet zu sein, ist sehr langwierig und kostspielig. Man
befreit zuerst die ausgegrabenen Stiicke von der sie umgebenden Erde und trocknet sie sodann 5 - G Tage an der Sonne
oder 8 - 10 Tage in geheiztenRaumen.
Hierauf wird der Stein zum zweiten Male gereinigt,
iind deniselben sodann mit Wachs ein Glanz gegeben. Nach
dieser Procedur werden die verschiedenen Gattungen , deren
es 10 giebt, sortirt ucd mit Baumwulle porgt'altig verpackt.
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