close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Zur Geschichte der Feuerzeuge.

код для вставкиСкачать
366 Transparentbild. n. Albumin
2.
erzeugen.
- Gesehichte d. Feuerzonge.
Gewinnnng des Fettes durch Deplacirung mit Schwefelkohlenstoff sein. (Dingler's polyt. Joum. Bd. CCVE. p . 463.).
Kr.
Transparentbilder anf Albumin m erzeugen.
G. W i l l i s bereitet eine Auflosung von Kautschuk in
Benzol, etwa so dick wie diinnes Collodion. Auf dieser llisst
man einen Bogen Papicr eine halbe Minute schwimmen. Nach
dem Trocknen albuminirt man den Bogen in gewohnlicher
Weise. Man nimmt hierzu zweckmiissig das Weisse von
einigen Eiern, setzt f i r jedes Ei ein bis funf Decigramm Salmiak,
in wenig Wasser gelost, zu, schlagt gut zu Schnee, liisst einige
Stunden stehen, filtrirt das Eiweiss, und liisst den Bogen
Kantschukpapier darauf schwimmen, wobei nian sich vor Luftblasen zu huten hat. Dies muss in einem warmen Raum
geschehen. Das Papier trocknet bald, und lasst sich beliebig
langc aufbewahren. Es wird ganz in gewohnlicher Weise
gesilbert und gedruckt, nur vier bis Wnfmal dunkler als ein
Papierbild, bis das ganze Bild schwarz ist. Das Bild wird
ganz wie gewohnlich ausgewaschen, darauf wird es vor dem
Thonen auf eine reine Glasplatte gelegt, und mit einem Kautschukwischer fest angerieben. Nach dem Trocknen taucht
man Baumwolle oder einen weichen Lappen in Benzol, uud
befeuchtet damit die Riickseite des Papierbildes. Nachdem
man das Papier etwas gerieben, liisst es sich leicht von der
Glasplatte abziehen. Das Bild bleibt unversehrt am Glase.
&Ian vergoldet und fixirt das Eild in gewohnlicher Weise,
aber mit sehr dunner Natronlosung, weil s t a k e Natronlosung daR Bild zii sehr nngreift. (Photograph. Architi. Bd. XlV.
p . 20.).
Kr.
Znr Glesehichte der Pencrzenge.
Aus einer grosscren Abhandlung in der Zeitschrift ,,Ausland" Nr. 13 1878. S. 245 entnehmen wir folgende geschichtliche Notizen der Reihenfolge der Feuer verschaffenden Mittel.
Dnrch Reibung.
Aelteste Form mittelst harten
und wcichcn Holzes, wobci gewiihnlich mehrere Lento Rich
;rLlosend halfen, iim etwas Rast zu cntziinden.
357
Geschichte der Peuorseuge.
Das Feuerschlagen mit Stahl und Stein ist echon vor
Jahrtausenden bekannt gewesen, Feuerzeuge von Stahl , Stein
und Zunder kannte man schon im 14. Jahrhundert. Zuerst
wurden die Bequisiten, Stahl, Stein und Hobelspahne in langen Holzbiichsen rnit Deckel verwahrt, 14, 15- 16. Jahrhundert; zu Ende des 17. Jahrhunderts kam als t h i i r i n g i s c h e s Feuerzeug ein Blechkasten auf, worin Stahl, Stein,
Zunder und Schwefelfaden aufbewahrt wurden. Das s c h 1e s i s c h e Feuerzeug rnit demselben Inhalte bestand aus kupfernen Tellern mit umgebogenem Rande, im Erzgebirge gebrauchte man auch Messingdosen mit trocknem Holzmoder,
statt Zunder.
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Feuerzeuge
nach Art des franzosischen Flintenschlosses gebrauch t , bald
jedoch von den lange Zeit und noch jetzt iiblichen , kleineren
Utensilien fir Stahl, Stein und Schwamm verdriingt, denen spater
auch die rnit Lunte versehenen Taschenfeuerzeuge sich anschlossen. In England wurden auch scheibenformige Stiihle
gefertigt, denen bei raschem Umdrehen Stein und Schwamm
entgegenzuhalten war.
Schon im 13. Jahrhundert bediente man sich der B r e n n g l a s e r, haufiger, wegen leichterer und verbesserter Darstellung,
zu Ende des vorigen Jahrhunderts.
Im Anfande dieses Jahrhunderts benutzte man auch die
E 1e c t r i c i t ii t zur Entzundung von rnit Colophonium durchtrankter Baumwolle und diese zum Anziinden einer Kerze. Hierzu
wurde eine formliche Electrisirmaschine rnit Leidener Flaschc
verwendet, der iiberspringendo Funke ziindete.
F i i r s t e n b e r g in Basel entdeckte 1780 ein Feuerzeug,
welches mittelst electrischer Funken, durch Electrophor erzeugt,
W a s s e r s t o f f g a s entziindete.
E h r m a n n aus Strassburg machte dasselbe als Tachypyron oder Schnellfeuerzeug bekannt.
D o be r e i n e r benutzte endlich 1823 den Platinschwamm
zur Entziindung des gleichen Gases.
I n den 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts murden von
D n m o n t i e r und im Anfange des jetzigen von M o l l e t
pneumatische Feuerzeuge entdeckt , wo in festschliessenden
Rohren Luft so plotzlich zusammengepresst wird, dass die
eben so plotzlich freimerdende Warme Schwamm entziindet.
Nach A n d e r s o n sol1 ein Volk in Hinterasien, die Kakhyens
oder Chingpaws, jetzt dasselbe Feucrzcug handhaben.
Woll as t o n erfand zii Ende der zwanxiger Jahre ein
pneumatisohes Feuerzeug.
,
948
Geschiehtc der Feucraeuge.
Die im Jahre 1806 von B c r t h o l l c t gomachte Entdcckung , dass chlorsaures Kali. durch concentrirte Schwefelsiiure so energisch zersetzt wird , dass entziindbare Korper
entflammen, fuhrte zur Verferligung der lange gebrauchlichen
Tisch - oder Tunkfeuerzeuge , auch chemisches Ziindfeuerzeug;
l/* Pfund chlorsaures Kali reichte zu 100,000Ziindholzern aus
und dennoch kostete 1812 das hundert 2/3 Thaler. Um die
Nachthcile flussiger Saurc zu umgehen, wurde allmiihlich der
Asbest als aufsangender Stoff verwetidet und der Tischler
H. W e i l h o f c r in Munchen erfand den ersten Hobel, um in
10 Minuten 500 Hulechen von je 3 Fuss Lange hobeln zu
konnen. Die Ursache dieser Erfindung war eine Amsel,
welche ein armer Zundholzchenschnitzer nicht abgeben wollte
und desshalb W e i l h o f e r zu dieser bedeutenden Hiilfe fuhrte,
mofur er auch den geschiitzten Vogel erhielt.
Die im Jahre 1669 von B r a n d t gcmachte Entdcckung
des Phosphor’s fuhrte erst in unserer Zcit zur Verwendung
als Feuerentziinder und das erste Phosphorfeuerzeug war so
cingerichtet, dass eine irdene Flasche mit engem Halse zur
Halfte mit Phosphor gefullt wurde. Derselbe wurde durch
cinen gliihenden Draht entziindct und so lange das Gefdss
offen erhalten , bis der Phosphor verloschte, worauf sofort
geschlossen wurde. Ein mit Schwcfel iiberzogenes Holzchen
cntziindete sich beim Eintauchen in die wieder geoffnete
Plasche.
Der Italiener P e J 1a triinkte gewichste baumwollene
Dochte mit einer Mischung von Phosphor, Schwefel nnd destillirtem Oele und schloss dieselbe in glaserne Rohren ein.
Beim Oeffnen und raschem Herausziehen entziindeten sich
diese Lichtchen durch Reibung.
I n den 2Oger Jahren versiichte man endlich chlorsaures
Kali und Mischungen dess. niir durch Reibung zu entziinden,
oder auch durch den electrischen Funken. Die 1832 erfundenen C o n g r e v e’ schen Streichziindholzer hatten eine Mischung
von chlorsaurem Kali und Schwefelantimon , kamen aber wegen schwieriger Entziindbarkeit und sonstiger Mange1 nicht
auf. 1833 erscheincn endlich die jetzt gebrauchlichen Phosphorzundholzer von Wien aus in den Handel.
Zuerst hatten die Fabrikanten R o m e r und P r e s c h e 1
in Wien Wschungen von chlorsaurem Kali und Phosphor, die
wcgcn der zu starken Entziindlichkeit verboten wurden.
Splter ersetgte man das clilorsaiirc Kali durch Salpeter und
behielt auch Schwefelantimon wieder bei und seit 1845
Solanin in Solanurn Lycopersicum.
- Verfidschung d. Chimuindon ctc. 359
bcdient man sich dicser oder ahnlicher Mischungen. Bei den
schwedischen Zundholxern findet sich der 1847 von S c h r o t
t e r entdeckte amorphe Phosphor auf der Reibflache.
-
Rdt.
Solanin in Solannm Lycopcrsicnm.
K e n n e d y zog die Pflanzen - Blatter und Stengel zweima1 mit Wasser aus, das rnit Schwefelsaure angesauert war,
und pracipitirte mit Ammoniak. Der getrocknete Kiederschlag wurde mit heissem Alkohol behandelt, der beim Erkalten das Solanin in fedrigen Krystallen absetzte. (The
Pharmac. Journ. and Transact. Third. Ser. Part. X X X I I
Nr. CXXXVI-CXXXIX. Ebr. 1873. p . 606.).
Wp.
Ueber Ver~lschnngder Chinarinden mit Chino'idin.
Dieser von H a g e r * ) angeregte Gegenstand ist nun auch
von Prof. B e r n a t z i k "") zur Spraohe gebracht wordeu ; der
ungewohnlich hohe Gehalt gewisver Chinarinden an Alkaloid
und die harzige Beschaffenheit des letzteren machte nemlich
darauf aufmerksam. Als der Verf. aber die von Hager angegebene Priifungsmethode versuchte, wurde er nicht davon
befriedigt; dagegen erkannte er in dem C h l o r o f o r m das
geeignetste Extractionsmittel fur das kiinstlich den Rinden
zugefiihrte Chino'idin , da dasselbe von den denselben gehorigen Alkaloiiden keine Spur auflost. Das Verfahren, desaen
man sich somit als Vorpriifung fiir die quantitative Werthbcstimmnng der Chinarinden, um jeder Tauschung zu begeglien, zu bediecen hatte, ware folgendes.
Man bricht zuniichst von den vorher sorgfaltig, auch mit
der Lupe besichtigten Rinden alle verdachtigen Stellen, besonders die Enden langerer Stiicke 108, rollt hiersuf die diinnen
Rohren auf, wobei sie zerbrechen , damit ihre innere Flache
frei werde, und zerkleinert alles so weit, dass hochstens
*) Wittstein, Vicrteljahreaschr. XXI. 433.
**) Zeitschr. des allg. osterr. Apotheker-Voreines 1873. Nr. 9,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
208 Кб
Теги
geschichte, der, zur, feuerzeugs
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа