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Zur Kenntniss der Samen von Paullinia Cupana.

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ARCHIV DER PHARMACIE,
17. Band, 9. Heft.
A. Originalmittheilungen.
Zur Kenntniss der Samen von Paullinia Cupana.
Von H. Z o h l e n h o f e r .
Mittheilung aus dem pharrnaceutischen Institute der Universitiit Strassburg.
Die Samen der P a u l l i n i a C u p a n a Kunth (Synonym: Paullinia sorbilis Martius) dienen in Sudamerica zur Bereitung der
Guaranli, jener harten Paste, welche dort als Genussmittel und
in Xuropa gelegentlich zu Heilzwecken benutzt wird.
Von der Pflanze selbst scheint nur eine einzige Abbildung
vorhanden zu sein, namlich Tafel 67 der ,,Medicinal Plants'' von
B e n t l e y and T r i m e n . Da hier Frucht und Samen mangelhaft dargestellt sind, so unterwarf ich Samen, welche Herr
Prof. F l i i c k i g e r von Herrn H o l m e s , Curator des Museums der
Pharmaceutical Society in London, erhalten hatte , einer mikroskopischen Untersuchung.
Diese Samenkerne stecken
Fig. 1. Samen der Paullinia.
in einer diinnen zerbrechlichen Schale, von deren Gestalt Fig. 1 (vergrossert)
einen Begriff giebt. Am
Grunde bietet dieselbe einen
umfangreichen weissen Nabe1 dar. Der Kern besteht
aus den nicht gut trennbaLangsschnitt.
ren Cotyledonen, welche
ein sehr kleines und wenig ausgebildetes Wiirzelchen einschliessen.
I
Arch. d Pharm. XX. Bds. 9 Heft.
41
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11. Zohlenhofer , Kenntniss der Samen von Paullinia Cupana.
Fig. 3.
Vergrosserung 320.
Palissadenzellen der Samenschale der Paullinia.
Querschn. Vergrosserung 320.
Die Samenschale ist glanzend dunkelbrann und lasst sich leicht
ablosen. Sie ist aus senkrecht gestellten , mit dicken , faltigen
Wanden in einander greifenden, palissadenartigen Zellen p gebildet.
Fig. 2 zeigt dieselben der Lange nach, Fig. 3 ihren Querschnitt;
nach aussen sind sie von der Cuticula a bedeckt, nach innen durch
zusammengefallenes Gewebe b begrenzt.
Fig. 4.
Fig. 5.
-4v
Schnitt aus den Cotyledonen.
VergrGsserung 320.
Oberhaut des Samens der
Paullinia.
Querschn. Vergross. 320.
Fig. 4 stellt das starkemehlreiche Parenchym k der Cotyledonen dar, umschlossen von einer Schicht kleiner, annahernd cubischer oder parallelepipedischer Zellen e. Fig. 5 ist ein Querschnitt
(tangential zur Oberflache) durch diese letztere Schicht. Die Stiirke
besteht aus ziemlioh regelmassig kugeligen Kornern.
I,,
Batticher, Penntniss der Condurangorinde.
643
Die entschalten Samen wurden im Laboratorium des pharmaceutischen Institutes durch Herrn F 1 o r e n c e gepulvert , mit Wasser aufgeweicht, mit Xalk eingetrocknet und mit Chloroform vollstandig ausgekocht. Dasselbe hinterliess nach dem Verdunsten
4,68 Procent Coffein von weisslicher Farbe; nachdem letzteres aus
heissem Wasser umkrystallisirt war, wobei es rein weiss erhalten
wurde, betrug es nur noch 2,98 Proc. Pasta Guarani aus der
Sammlung des Institutes, in derselben Weise behandelt, gab 6 Proc.
rohes, 2,8 Proc. reines Coffein.
Zur Kenntniss der Condurangorinde.
Von L. B o t t i c h e r .
Mittheilung aus dem pharmaceutischen Institute der Univeraitat Strasaburg.
Diese Rinde wird durch T r i a n a von G o n o l o b u s C u n d u r a n g o , einer neuen Art aus der Familie der Asclepiaceen abgeleitet, welche in Ecuador und Peru einheimisch ist.' Jedoch wird
der Name Cundurango oder Condurango noch andern Rinden von
Pflanzen derselben Familie beigelegt. So in Neu - Granada der
Rinde der M a c r o s c e p i s T r i a n a e Decaisne,2 in den westlichen
Cordilleren von Ecuador, wie H. G. R e i c h e n b a c h zeigte, der
von ihm neu aufgestellten M a r s d e n i a C ~ n d u r a n g o . ~
Ob nun die seit zehn Jahren nach Europa gekommene Droge
immer oder auch nur vorzugsweise von Gonolobus Cundurango
abstammte , muss dahin gestellt bleiben. Nach Triana's Ermittelungen is t dieses wahrscheinlich.
Jedenfalls ist die gegenwartig in Deutschland verbreitete Condurangorinde von gleichmassiger Beschaffenheit. Sie bildet graue,
rinnenformige Stucke von weniger als 1 Decimeter Lange, bis
1/2 Centimeter Dicke, welche gewohnlich noch Korkachuppen tragen.
Aus der grobgestreiften weisslichen Innenflache treten gelbe Steinzellen und schwarzliche Milchrohren hervor. Auf dem Querbruche
zeigen sich kornige gelbe Sclerenchymgruppen und Bastbiindel; die
innere Halfte des Querschnittes ist feinstrahlig , besonders bei
dicken Stiicken.
XV. (1872) 345.
2) ebenda.
3) Botanische Zeitung 1872. 551.
4) vergl. weiter F l i i c k i g e r , Pharmakognoaie, zwcitc Auflage 1882, p. 554.
1) Journal de Pharm
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