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Zur Pflanzenkunde.

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3 Sreinszeitung.
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10. Zur Pflanzenknnde.
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Ueber die Samen und die Keimung der Orobanchen
hielt der Dr. Caspari in der Vcrsammlung der Gesellschaft
naturforschender Freunde einen Vortrag. Der Samen hat ein elliptisch eiformiges Endosperm, am Mykropyleende liegt das fa& kugelformige Ohaltige Empirium, welches weder Radicule, noch Kotyledonen, noch Adage von Gefhsen zeigt, sondern aus ganz gleichartigen Zellen beeteht. Bei der Keimung, die Dr. Caspari in ununterbrochener Reihe an Orobunche rurnosa beobachtet hat, verlanBert sich daa Embryum zu einem mehr oder weniger langen Faden,
der auf dem Cholsza-Ende noch diesamenschale tragt. Trifft dieser Faden der keimenden Orobunche auf die Wurzel einer Nahrpflanze, so dringt das Wurzelende welches keine Wurzelhaube hat,
durch das Parenchym der Wurzei der Niihrpflanze durch bis auf
deren Gefdssbiindel; von diesem aus eiitwickeln sich nun in der
Orobunche selbst die Gefbse; sie verhiilt sich also, wie ein Ast der
Wurzel. Darauf verdickt sich dieorobanche an tler Basis und bildet strahlige Adventivwurzeln, die oft durch einen Seitenast an
Wurzeln der Nahrpflanzen sich befestigen, das Cholaza-Ende des
Keimlings entwickelt endlich zwei gegeniiberstehende schuppenartige
Blatter, welche also die Stellc der Kotyledoncn vertreten. Darauf
folgt-abwechselnd mit ihnen ein zweites Paar und darauf die iibrigen in 3/8 Stellung. Adventiv-Stammknospen hat Hr. Dr. Ca spa r i
nicht bcmerkt.
Hr. Prof. Koch sprach iiber die strauchartigen
Spiraen und deren geographische Verbreitung. Die in Kispen bliihenden wachsen vorzugsweise in Amerika, die rnit zusammengesctzten Doldentrauben hingegen in China, Japan und den HimalayaUndern, die rnit Doldentrauben endlich im Orient, Siideuropa, in
Sibirien und Nordchina. Er macht darauf aufmerksam, dass in den
Garten schon seit langer Zeit mehrere Arten vorkommen, die den
Botanikern entgangen sind; besonders Bind es zwei Spiraea churnaed&foZiu-Formen, von denen die eine aus Sibirien rundliche Keime,
die andere (wahrscheinlich aus Rumelien nnd Siebenbur en) lanzettfbrmig verlangerte Augen hat. (Bot.Ztg. 1854.p . 664.)
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Hornung.
Uebcr wasserige Ausscheidungen durch Pjlanzenblatter.
H a r t i g hat durch schone Beobachtungen nachgewiesen, dass
die tropfenfbrmigenAbsonderungen an den Spitzen der GrLer, wie
an den R k d e r n breitblattriger Pflanzen, nicht bloss durch atmospharischen Niederschlag erzeugte Thautropfen seien, sondern wenigstens in vielen Fdlen - einer Ausscheidung wiisseriger Pflanzensafte ihre Entatehung verdanken. Hiebei spiele aber nicht bloss
die Sattigung der Luft mit atmospharischer Feuchtigkeit, sondern
auch das Licht und der durch Lichtmangel unterdriickte Ventilationsproceae eine Rolle.
An den Blattern einer Pflanze von Lijwenzahn, welche zufillig
unter der Glaeglocke eines Stecklingskmtens aufgegangen war, zcigte
sicli jeden Morgen an deren scharf zugcspitztcn Randzlhnen ein
ziemlich grosser Wassertropfen welchcr entfernt, sich am Tage nicht
wicder ersetzte, obschon die h f t unter der Glasglocke bestandig
mit Fcuclitigkeit gcsattigt war. Erst gegcn Abend, um so friiher,
Arch. d. Pharm. CXXXV.Bds. 3.Hft.
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.
Vereinszeitung
je mehr der Himmcl mit Wolken bedeckt war, crneuerte sich die
Absonderung und dauerte bis zur Mor endammerung fort. Ohne
die schiitzende Glasglocke fand die Tropfenbildung auch zur Nachtzeit nicht statt, eben so wenig Einfluss hatte eine kiinstliche Erhohung oder Erniedrigung der Temperatur in der Umgebung auf die
Tropfenbildung sowohl bei Tage als zur Nachtzeit. Dagegen stellte
sich die Tropfenbildung augenblicklich und sehr energisch ein,
so wie, selbst in der Mittagsstunde; daa Licht vollkommen abgeschlossen wurde. Da aber der Ass~milationsprocess hoher organisirter Pflanzen ebeu so bestimmt an Lichtwirkung gebunden ist, so
wird es wahrscheinlich, dam die Troyfenbildung selbst Folge einer
durch Lichtmangel unterdriickten Assimilation sei und hierin mit
der Kohlensaure - Ausscheidung zur Nachtzeit auf gleicher Stufe
stehe.
Eine niihere Priifung, so weit diese bei der geringen Menge
moglich war, von ungcfiihr 100 solcher Tropfenperlen, im Verlauf
mehrerer Tage gesammelt und verdunstet, wobei ein sehr geringer,
klebriger, ungefirbter Riickstand blieb, i n welchen sich kleine Biindel spiessiger Krystalle ausgeschieden hatten, geniigt zum Beweise,
dam die, an der dem Experimente unterworfenen Pflanze unnatiirlich gesteigerte wibserige Ausscheidun etwas Anderes ist, als die
unter gewohnlichen Urnstlinden dunstfiormi entweichende Feuchtigkeit, dass das wiisserige Excret ein unter kichtmangel nicht vollstandig verarbeiteter, durch Ueberfiullung ausgestossener Pflanzensaft sei, da bei gewohnlicher Entwickelung der Pflanze a n freier
Luft die Blattziihne nicht klebrig werden, wie die Oberfliiche der
Driisen anderer Pflanzen. (Bot.Ztg. 1855. p. 911.)
Hornung.
Mumienerbsen.
D m britische Museum erhielt vor aehn Jahren eine Egyptische
Mumie. I n dem Sarkophag fand sich eine wohl vermhlossene Vase,
i n der Wein und Erbsen aufbewahrt waren. Nur eine dieser Erb,
sen kam zur Entwickelung. Ihr Samen wird nun anch schon in
Deutschland gebauet und sie sol1 an Wohlgeschmack alle andern
Erbsensorten iibertreffen, gedeiht auch besser und liefert reichlichere
Emten. (Regd'e Gartenjora. Mai 171.)
Hornung.
Cum'osum.
Die allbekannte Brennnessel hat wohl noch nicht die Aufmerksamkeit der Naturforscher und Aerzte erregt, die sie vielleicht verdient; es liegen in ihr Kriifte, welche zum Theil nicht gekannt,
zum Theil noch nicht erforscht sind. Nimmt man eine frische Brennnessel und ein thonernes Topfgeschirr, welches beim Ihennen einen
Hiss bekommeii hat, und reibt mit diescr Wurzel die Stelle, so zieht
sich sofort dieser Riss zusammen, dass das Gesehin wasserhaltig
wird und sich nie wieder offnet. Es ist nun an den Aerzten, zu
untersuchen: ob viclleicht die 13rennnessel oder ein Bestandtheil
derselben bei Cholera oder Kuhr anzuwenden sei. Dass Obiges
sic11 hcstiitigt, habe ich selbst versncht. ** (!!!) (Bot.24. 1854.
S. 624.)
H09.fZmUftfJ.
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