close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung des Zinns in toxikologischen Fllen.

код для вставкиСкачать
360
Ernst DeuRen
betragen. INir ist es weiiigstens nicht gelungen, diese Grenze zu
erreichen in den Fallen, wo ich bei Salzsaure und bei Phosphorsaure
nach K o 1 t h o f f s Vorschlage eine Spur Jodkalium hinzufugte. Den
Jodkaliumzusatz halte ich fur entbehrlich. R u p p und M u s c h i o 1
konnten in Salzsaure, Schwefelsaure, Essigsaure und im Magnesium:
sulfat 7 0 / 1 ~mg
~ ~ As nachweisen; sie geben aber nicht an, ob die Grenze
des Xachweises damit erreicht war. Von besonderem lnteresse sind
die Beobachtungen von B e c k u r t s 3, uber die Empfindlichkeit des
B e t t e n d o r f f :Reagens; nach diesem Forscher sind in 1 g (1 ccm)
Essigsaure, Salzsaure, Phosphorsaure, Schwefelsaure, Calciumphosphai,
Magnesium: und Natriumsulfat, Zinkoxyd undBrechweinstein 70/1000 mg
A s nachweisbar. Man sieht hieraus, dai3 das Calciumhypophosphit
ein empfindlicheres AsSReagens ist als das B e t t e n d o r f f :Reagens,
dessen Empfindlichkeit mit zunehmendem Alter bckanntlich zuruck:
geht. Bemerkenswert ist noch, mit welcher ScharEe das Hypophos:
phit geringe Mengen A s in Glycerin nachzuweisen imstande ist im
Gegensatze zum B e t t e n d o r f f 5 Reagens, mit dem man nach
A n s e I m i n o L G i 1g 4, hochstens 2/too mg As noch crkennen kann.
Nach allem ware die Brauchbarkeit des Calciumhypophosphites als
AssReagens an Stelle der salzsauren. Zinnchlorurlosung erwiesen.
124. Ernst Deui3en:
II. Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung des Zinns
in toxikologischen FEllen.
(Laboratorium fur angewandte Chemie und Pharmazie der Universitat
Leipzig.)
Eingegangen am 26. Marz 192.6.
Zum Herauslosen der Metallgifte aus der organischen Unter:
suchungssubstanz wird diese durchschnittlich mit chlorsaurem Kali
und Salzsaure in der Hitze behandelt. Nach den verschiedenen Opera:
tionen, die ubergangen werden mogen, gelangt man zur Abtrennung
der Sulfide des Arsens, Antimons und Zinns von den in Schwefel:
ammon unloslichen Sulfiden. Der auf As, Sb und Sn zu prufende And
teil wird mit Soda und N a t r o n salpeter geschmolzen, schliei3lich
erhalt man eine Losung von Zinnchloriir, von der ein Teil, mit wenig
Quecksilberchlorid versetzt, eine weii3e Ausscheidung oder Trubung
von, Quecksilberchloriir gibt, das bald einen Grauton annimmt, sof ern
Zinnchlorur im Uberschusse zugegen ist. Diese Reaktion fallt, wie
mir aus meiner Unterrichtstatigkeit bekannt ist, haufig recht schwach
und undeutlich aus. Eine Erklarung fu r dieses auff allende Verhalten
des Zinns war in den toxikologischen Werken nicht zu finden.
3)
4)
ApothsZtg. 449 (1891).
Komment. z. D.A.B. 5 I, 642
Zur qualitativen und yuantitativen Bestiiiimuiig des Zinns
361
G a cl a m e r in seineni h h r b u c h der Toxikologie (1924, S. 197) fGhrt
einc Arbcit von W i r t h l e l ) an, der bei der quantitativen Be;
stimmung vbn Sn in Konservenfleisch, aus WcirJblechbiichsen
stammend, auf Schwierigkeiten gestofien war. Die Schwierigkeit behob
er dadurch?), daD er das zu untersuchende Fleisch (desgleichen die
Fleischbruhe) mit wenig konzentrierter Schwefelsaure (15-20 ccrn
auf 120 g Fleisch) crhitzte, bis sich e:ne porijse Kohle gebildet hatte.
Die zinnhaltige gepulverte Kohle wurde mit Soda und Natron:
salpeter geschmolzen, die aufgeweichte Schmelze mit COwGas be:
handelt, das abgeschicdene Zinndioxyd klar abfiltriert, ausgewaschen
und verascht. W i r t h l e fuhrte dann das SnOZ durch Cyankalium
ins Metal1 uber und wiederholte diese Operation. Das metallische
Zinn wusch er mit Wasser aus, loste es in Salzsaure auf und fii!lte es
in schwachsaurer Losung rnit MtS, worauf das Schwefelzinn durch
Gluhen in SnOn (nach Zusatz von wenig Ammoncarbonat) ver:
wandelt und so zur Wagung gebracht wurde. W i r t h 1 e bestimmtc
den- Zinngehalt des Konservenfleisches getrennt von dem der an:
haftenden Fleischbruhe. Hervorzuheben ist, dafi die Zinnmenge 311
der Fleischbruhe wesentlich geringer war (2-3mal) als in dem Fleische.
Zu demselben Ergebnisse gelangte G ii n t h e r 3, bei der Unter:
suchung von Delikatefiheringen, die aus einer verzinnten Konserven:
buchse stammten; auch in diesem Falle betrug der Zinngehalt des
Fischfleisches ungefahr dreimal mehr als in der sauren Tunke. Diese
Untersuchungen geben keinen Anhalt dafur, warum beim qualitativcn
Nachweise des Zinns, wenn es in kleinen Mengen in der organischen
Substanz enthalten ist, die Reaktion haufig so undeutlich auftritt.
Im Sommersemester 1925 unternahm es auf meine Anregung hin in
dankenswerter Wcise Herr cand. pharm. S c h u m a c h e r , diese
Frage zu klaren.
Als organische Substanz dienten ausgelaugte Teeblatter und Erbs:
wurst, das Zinn wurde in Form seines Chlorides in genau bestimmten
Mengen zugesetzt. Die ,,Zerstorungf' der organischen Substanz ge:
schah in der ublichen Weise mittels chlorsauren Kalis und Salzsaure.
Der Ruckstand wurde bis zum Verschwinden der CLReaktion mit
heificm Wasser ausgewaschen, das 'Filtrat mit Ammoniak bis zur
schwach sauren Reaktion versetzt und mit H2S gesattigt, das Schwefel:
zinn abfiltriert, ausgewaschen, durch Gliihen in SnOt ubergefuhrt und
in der ublichen Weise zur Wagung gebracht. In den zwei Proben
ausgelaugter Teeblatter wies Herr S c h u m a c h e r 0.0756 g und
0.0837 g Sn nach; im ersteren Falle waren 5oo/o, irn zweiten Falle
66'10 Sn zu wenig gefunden worden. Als die Teeblatterruckstande
trocken mit Soda und Salpeter geschmolzen wurden, liei3 sich Sn
qualitativ in wagbarer Form noch nachweisen. Der Versuch wurde
nun mit Smhaltiger Erbswurst durchgefuhrt in der Weise, da8 nach
der Behandlung mit chlorsaurem Kali und Salzsaure die organische
Substanz und das Filtrat, jedes fur sich, auf Sn weiterverarbeitet
Chem.Ztg. 24, 263.
Das Vcrfahren stammt nach W i r t h 1e von 0 r f i 1 a und wurde von
K. B. L e h m a n n empfohlen.
3)
Zeitschr. f. Unters. v. Nahr.: u. CenuBrn. 2, 916 (1899).
1)
2)
E. R u p p und K. M u l l e r
362
wurden. In beiden Anteilen wurden zusammen 0.1500 g Sn gefunden,
0.1600 g Sn enthielt die untersuchte Erbswurst, mithin war der Vers
lust an Zinn auf 6OlO heruntergedriickt worden. Im Wintersemester
1925/26 konnten Frl. K a e r n b a c h und Herr R o l o f f im hiesigen
pharmazeutischen Praktikum den Befund voll und ganz bestatigen;
als Untersuchungssubstanz dienten ausgelaugte Teeblatter sowohl wie
Sagespane. Es gehort einige Ubung dam, den Zinnverlust auf etwa
5'10 herabzudriicken. Auf jeden Fall ist es angebracht, die organische
Masse von vornherein trocken mit Soda und Natronsalpeter zu
schmelzen (bei Teeblattern u. ahnl.) oder, wie es W i r t h l e und
K. B. L e h m a n n empfohlen haben, mit wenig konzentrierter
Schwefelsaure die Masse in eine trockene Kohle iiberzufiihren und
dann wie angegeben weiter zu verfahren. Die Beobachtung zeigte mir
bei zwei qualitativen Orientierungsversuchen, wo in dem ersten Falle
ausgelaugte Teeblatter (0.3 g), im anderen Falle Sagespane (3 g) zur
Untersuchung standen, da8 in, den 3 g trockenen Sagespanen
schatzungsweise zehnmal mehr Zinn nach der Behandlung mit chlors
saurem Kali und Salzsaure zuriickgeblieben war als in den 0.3 g Tees
blattern. O b bei dem Pflanzenmateriale die dichtgefiigte Cellulose
das Zinn durch Adsorption festhalt oder sonst eine gegen Salzsaure
bestandige Verbindung mit ihm eingeht, ware noch zu entscheiden,
ferner auch das, ob mit den eben angedeuteten Adsorptionsverhalts
nissen die hin und wieder angewandte Bandwurmkur mittels geS
pulverten Zinns in einem inneren Zusammenhange steht.
.
125. E. Rupp und K. Muller.
Uber MedinalsQuecksilberverbindungen und die Medinalddentitatsreaktion nach E.B. IV.
(Aus dem Pharmazeutischen Universitatsinstitut Breslau.)
Eingegangen am 22. April 1926.
Das Erganzungsbuch IV zum Deutschen Arzneibuch charakterir
siert diathylbarbitursaures Natrium (Medinal) durch folgende
Reaktion: Versetzt man 1 ccm Quecksilberchloridlosung mit
5 Tropfen Natronlauge und gibt eine Losung von 0.1 g diathyl
barbitursaurem Na in 3 ccm lo/oiger Natronlauge hinzu, so lost sich
das anfangs entstandene Quecksilberoxyd wieder auf. Erhitzt man
nunmehr die wasserhelle Fliissigkeit, so entsteht eine Triibung, worauf
sich allmahlich ein Niederschlag abscheidet.
Zur Klarung des Reaktionsverlaufes und der entstehenden Hgs
Medinalverbindung wurde der Niederschlag in etwas grof3erer Menge
hergestellt, und ermittelt, daD er um 40'10 Hg und 4'/0 Na enthielt.
Je nach Darstellung schwankten diese Werte etwas. Einer Reinigung
des Korpers widerstanden dessen Unloslichkeit in den gewohnlichen
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
218 Кб
Теги
toxikologisch, bestimmung, zur, qualitative, zinn, flle, des, und, quantitative
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа