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Darstellung und Eigenschaften des Pepsin.

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Durstellung
niid
Eigrwchafton des Pepsin.
459
Darstellung und Eigcnschaftcn dcs Pcpsin.
Die Bemerkung in L. Gmclin's Handbuch der Chemie
Pepsin des Handels ist entweder Rlagenschleimhaut,
abgekratzt und getrocknet, oder ein Gemenge von Pepsin,
Pepton und StLke, welches ein wenig Milchsiiure enthalt, "
habcn E. S c h e ffer bewogen, iiber diesen Gegenstand genauere
Untersuchungen anzustellen.
D a r s t e 11u n g. Von wohlgereinigtcn, frischen Schweinsiuagen wird die Schleimhaut abgdrennt , fein zerkleinert und
init Salzsaure angesiiuertem Wasscr unter ofterm Umriihren
inehrere Tage macerirt. 1st die abgepresste Fliissigkeit nicht
ganz klar, so wird dieselbe 24 Stundcn bei Seite gestellt,
damit sich aller Schleim absetzt. Der, durch Abgiessen von
Schleim befreiten , Flussiglwit wird die gleiche Menge einer
gesattigten Chlornatriuxnlosung zugefugt und sorgfdltig gemischt. Das Pepsin wird durch Chlornatriuln aus seiner
Losung abgeschieden und sammelt sich nach mehreren Stunden auf der Oberflache, wo es mit einem Loffel abgehoben,
suf ein baumwollenes Tuch gebracht und durch starkes Pressen von der Salzlosung moglichst befreit wird. Nach den1
Trockenen an der Luft bildet es eine zahe Masse, die je nach
ihrer Dicke ein verschiedenes Aussehen hat; in diinnen Lagen
gleicht es dem Pergamentpapier , in dicken. dem Sohlleder.
Die Farbe wechselt zwischcn schwach strohgelb bis braungelb.
Ausser wenig Schleim enthalt es noch kleine Mengen von
phosphorsaurem Kalk ucd Chlornatrium.
G e z u c k e r t e s P e p s i n . Um das Pepsin in diese Form
umzuwandeln , werden die noch feuchten Presskuchen mit
einer geu-ogenen Menge Milchzucker abgerieben, an der Luft
getrocknet und wieder gewogen, wo das Mehrgewicht der
Masse das trockene Pepsin angiebt. Die Starke des Prgparats wird bestimmt , indem man ermittelt , wie vie1 dasselbe
geronnenes Eiweiss bei 38O C. in 5 - 6 Stunden lost und
setzt dann je nachdem soviel Milchzucker zu, dass ein Praparat resultirt, von welchcm 10 Theile je 120 coagulirtes Eiweiss losen.
R e i n i g u n g d e s Pepsins.
Wird das ausgepresste
Priiparat in angesiiuertem Wasser gelost, und die filtrirte Losung wieder mit Chlornatrium gefiillt, so enthalt der Niederschlag nach dem Auspressen zwar keinen phosphorsauren
Kalk und Schleim mehr, liisst sich aber wegen seiner leichten
Loslichkeit in Wasser durch Auswaschen nicht von dem
anhangenden Kochsalz befreien. Wird hingegen der ausgc-
,,das
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Darslellung und Eigenschaften des Pepsin.
presste Niedcrschlag lufttroclten gemacht und kurze Zeit i n
klares Wasser getaucht, so verliert er den grossten Theil
des Salzes; diese Operation muss sehr raseh geschehen, weil
das Pepsin sehr rasch aufschwillt und dann scinen Zusammenhang verliert. Auf diese Weise lasst sich ein Praparat
erhalten, was sich in angesluertem Wasser zur klaren farblosen Fliissigkeit lost.
Ganz kochsalzfrei lasst sich das
Pepsin erhalten , wenn man die Presskuchen des gereinigten
Pepsins in Wasser zu einer dicken , schleimigen Fliissigkei t
anschwellen lasst und rnit Alkohol von 95 o/o mischt,
wobei sich ein fast durchsichtiges , schleimiges , gelatinoses
Praparat bildet, welches auf ein Tuch gebracht, mit verdiinntem Alkohol gewaschen, gepresst und getrocknet wird. Die6es Praparat hinterlasst beim Verbrennen keine Spur Asche,
nur sind seine verdauenden Eigenschaften geringer, ala bei
dem nicht mit Alkohol behandelten.
E i g e n s c h a f t e n d e s P e p s i n s . Frisch gefiillt, ist es
sehr leicht in Wasser loslich, lufttrocken gewordcn, lost es
fiich langsam und nur in kleinen Quantitiiten in Wasser.
Getrocknet, scbwillt es in Wasser betrachtlich auf, wird vollkommen weiss, zertheilt sich bei heftigem Schiitteln zu kleinen
Flocken, die in der Flussigkeit schwimmen und 16ngere Zeit
vertheilt bleiben; ein kleiner Theil lost sich. Die wassrige
Losung reagirt neutral, coagulirt beim Kochen und giebt mit
Alkohol einen gelatinosen durchsichtigen Niederschlag. Xit
Kupfervitriol bleibt die Losung klar, triibt sich aber nach
thigen Stunden. Sublimat giebt sofort einen weissen Niederschlag. Tannin bewirkt einen weissen copiosen , salpetersaures Bleioxyd einen weissen Niederschlag. Der Niederschlag durch Chlornatriuin ist characteristisch und interessant.
Kochsalzlosung giebt in einer klaren nicht zu concentrirten
Pepsinlosung einen gallertartigen, durchscheinenden Niederschlag, der nach dem Umriihren verschwindet nnd eine leicht
opalisirende Fliissigkeit hinterlasst , die sich nach einiger Zeit
triibt und kleine schwimmende Flocken abscheidet , welche
sich bald zu durchsichtigcn Kugeln formen und zur Oberflache
steigen. 1st die Pepsinmenge in der Losung gering, so ist
die Triibung und Opalesccnz schwer zu sehen, dennoch erscheinen die Kiigelchen nach einiger Zeit auf der Oberflache.
Wassrige Pepsinlosung zersetzt sich sehr rasch ; schon nach
einigen Tagen scheiden sich kleine Flocken in der klaren
Losung ab, deren Anzahl sich bei langerem Stehen vermehrt,
und am 4. Tage nimmt das Ganze einen fauligen Geruch an.
Die reine wassrige Pepsinlosung wirkt schwach auf coagulir-
Darstellung iind Eigenschafteh des Pepsin.
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tes Eiweiss, doch wird das Losungsvermogen durch einige
Tropfen HC1 bedeutender.
E i g e n s c h a f t e n d e s s n g e s l u e r t e n P e p s i n s . Eine
klare Losung aus gereinigtem Pepsin 6 Gran, Wasser 1 FluidUnze und 2 Tropfen HC1 triibte sich beim Kochen und schied
nach dem Erkalten Flocken &us, wurde Alkohol zugegeben,
so blieb zwar die Losung zuerst klar, setzte aber beim Stehen Pepsintlocken ab. Concentrirte Schwefelsaure giebt eine
leichte Triibung , die bei einem grosseren Saurezusatz oder
beim Verdiinnen mit Wasser verschwindet. Kochsalz giebt
den bekannten characteristischen Niederschlag , Sublimat eine
Opalisirung. Tannin erzeugt einen schweren in HC1 loslichen
Niederschlag ; Gallussaure giebt keine Reaction. Natroncarbonat und- bicarbonat geben eine im Ueberschuss des Reagenzes losliche Fallung.
M o d i f i c i r t e s P e p s i n . Wird eine Losung von Natroncarbonat sorgfaltig einer Pepsinlosung zugefugt, so entsteht
ein Niederschlag, der sich nach der Trennung von der Flussigkeit ale reines Pepsin erweist ; wenig Natroncarbonat mehr
lost es wieder auf und die Fliissigkeit enthllt kein Pepsin
mehr, es ist entweder zerstort oder modificirt. Eine mit Natroncarbonat alkalisch gemachte und dann mit HCl wieder
angesauerte Pepsinlosung wirkt auf coagulirtes Eiweiss nicht
mehr. Eine alkalische Pepsinlosung wird durch NaCl nicht
gefallt, unmittelbar beim Zusatz von HCl entsteht ein copioser,
gelatinoser Niederschlag.
V e r d a u u n g s w i r k u n g e n d e s P e p s i n s . Ein Gran
Pepsin, in 4 Unzen HO und 24 Tropfen Salzsiiure gelost, loste
400 Gran coagulirtes Eiweiss in 18 Stunden bei 24O C., und
500 Gran Eiweiss in 6 Stunden bei 40,5O C. Zehn Gran
gezuckertes Pepsin losten 120 Gran coag. Eiweiss in 4 bis
6 Stunden bei 38O C.
Y e p t o n - L o s u n g. Wenn Eiweiss durch den Verdauungsprocess in Pcpton ubergefuhrt ist, so ist es, vollstandig
gelost eine sehr klare, diinne, schwach, gelbgef&rbte Fliissigkeit, die nach dem Filtriren opalisirend uncl bei Alkoholznsatz anfanglich klar bleibt , hingegen nach 24 Stunden eincn
gelatinosen Niederschlag absetzt.
P e p t o n - N i e d e r s c h 1 a g. Eine gesiittigte Kochsaizlosung, mit dem gleichen Vol. einer Peptonlosung zusammengebracht, giebt einem copiosen, ganz weissen Niederschlag, dieser auf einen Filter gesammelt, giebt nach dem Abtropfen,
Pressen und Trockenen eine zahe, weisse Substanz , welch
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Darstellung und Eigenscbrften des Pepsin.
Pepsin, Pepton, NaCl und wenig Siiure enthalt; in Wasser
wird dieselbe durchscheinend, wie Horn und lost sich nacli
einiger Zeit. Die Losung reagirt sauer und wird durch Hitze
nicht gefallt ; HC1 verursacht einen weissen schweren Niederschlag, der sich bei Wasserzusatz oder in uberschussiger
Saure lost. AlkohQl triibt die Losung, nach einiger Zeit entsteht eine Fallung. Sublimat giebt einen weissen schweren
Niederschlag. Coagulirtes Eiweiss, in die wassrige Losung
gebracht, wird kaum angegriffen; lost sich aber, wenn mit
IiCl angesiiuert wird.
Verdauende W i r k u n g e n des Pepton-Nieders c h 1 a g e s. Die verdauende Wirkung des Niederschlages,
der durch Kochsalzzusatz zur Peptonlosung erhalten wird, ist
bemerkenswerth. I n vielen Fallen lost eine Losung von
1 Gran des Niederschlags in einer Unza angesauerten HO
100 Gran coagulirtes Eiweiss.
Verhalten d e s Chlornatriums z u d e r verdaue n d e n W i r k u n g d e s P e p s i n s . Das im Handel vorkommende gezuckerte Pepsin enthillt durch seine Darstellung
immer etwas NaCl , durch Alkoholzusatz lasst sich dies zwar
vermeiden, doch hat dieses Product dann eine geringere verdauende Kraft. Grossere Zusltze von NaCl finden ebenfalls
die losende Wirkung.
I3 a 1 t b a r k e i t d e s P e p s i n s . Wissrige Pepsinlosungen zersetzen sich, namentlich bei warmem Wetter, sehr
rasch. Stark angesiiuerte Losungen halten sich zwar langer,
verlieren aber ihre losende Wirkung. Ein Glycerinzusatz
scheint die Losung vor dem Verderben zu schutzen, ohne auf
die Wirkung einen Einfluss auszuiiben. Trockenes Pepsin
verliert durch das Alter nicht an seiner losenden Wirkung,
lost sich aber etwas langsamer in angesluertem Wasser.
E i n w i r k u n g d e s P e p s i n s a u f Milch. 5 Gran
gezuckertes Pepsin, in etwas Wasser aufgeschwellt, brachten
12 Unzen Milch in 30 Minuten zur Gerinnung. Am besten
ist es, das Pepsin der Milch im kdten Zustandc zuzusetzen
und dann langsam zu erwarmen. Wird die Nilch erst auf
38O C. erwarmt und dann der Pepsinzusatz gemacht, 80 ist
3 - 4 ma1 mehr Pepsin niithig.
Alkohol und Pepsin sind mit e i n a n d e r u n v e r e i n b a r . Es ist unzweckmlissig, Pepsin in Tinctnren, Elixiren
odcr Weinen zu dispensiren, da Spiritus die Wirkung deu
Pepsins aufhebt. ( li4wsrkung dc9. 1872 i n Philadelphid
erschieiiatcn Abhundluf?g des. Vierfussers : Pepsin. Ncw , yrac-
Nottonia grandiflorageg. Wasscrscheu.- Urspr. d. Zuckersi. cl. Ifararuhr. 463
tical and reliable method fe prepare i t ; its properties and
dagestive strength. Aus Buchner’s Repert. ,furPharm. Rd. X X I I .
s. 93.).
c. s.
Nottoilia grandiflora gegen Wasserscheu,
Diese in Indien vorkommende Synanthere hat sich , wie
Major W h e e l e r berichtet, in der Niihe von Bombay als
Heilmittel gegen den Biss toller Hunde sehr wirksam erwiesen; von sechs Gebissennn wurden nemlich funf, welche einen
Aufguss des Stangels der Pflanze getrunken hatten , wieder
herges tellt, wahrend der Sechste, welcher einen solchen Trank
zuriickgewiesen, starb.
Ueber Anwendung und Wirkung giebt die indische Pharmacopoe noch folgende Erlauterungen. Vier Unzen des frischen Stangels iibergiesst man mit sechzehn Unzen kalten
Wassers , lasst iiber Macht stehen, presst an1 andern Morgen
aus, und giebt die klebrige griinliohe Briihe auf einmal zii
trinken. An demselben Tage Abends giebt man eine neue
Quantitat der Briihe, mit Mehl zum steifen Teige angemacht,
ein. Diese Cur setzt man drei Tage lang fort.
Da indessen haufig auch gleichzeitig die Wunde mit
Betzmitteln behandelt zu werden pflegt, so ware noch die
Frage zu entscheiden, ob und welchen Antheil der Pflanzenaufguss an der Genesung hat. (Pharm. Journ. and Transact.
April 1873. 852.).
G. C. W.
Ueber den Ursprung des Znckers in dcr Harnmuhr.
Zur Erklarung der grossen Menge Zucker, welche sich
im Ham der Diabetischen findet, sind bis jetzt nicht weniger
als funf Theorien aufgestellt warden, ohne dass man mit Bestimmtheit sagen kann, welche und ob iiberhaupt eine von
h e n richtig ist. Da es aber immerhin von Interesse ist, sie
zu kennen, so wollen wir sie hier lrurz skizziren.
1) Theorie von B’ou c h a r d a t. Die stirkmehlartigen
Bestandtbeile der Nahrungsmittel werden durch verschiedene
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