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Darstellung von reinem phosphorsauren Natron.

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Grage~,
inan den Titre der Uranlosung durch phosphorsaures Natron festgestellt hat, von kciner Bedeutung.
Fiigt man jedoch, wie M o h r empfiehlt, dieser Losung yon phosphorsaureni Natron auch essigsaures Natron
Iiinzu, so scliafft man sich dadurch eine neue Fehlerquelle. Ebensoverhiilt es sich init dein von N e u b a u e r
cmpfohlenen Zusatze VOII essigsaurem Natron bei der
Phosphorsiiurebcstimmung des Harns. Entsprechciid der
Itlenge dieses Zusatzes muss der Gehalt an Phosphorsatire zu hoch gefunden werden. 1st die zu untersuchende
FIiissigkcit frei von essigsauren Salzen, so ist diese Methode selir zu einpfehlcn ; untcr Uinstanden lasst sich
dieses jedoch schwer erweisen. Bei dcr Diingcruntersuchung vertahre ich jetzt init Erfolg in der Weise, dass
ich das zur Skttigung der frcien Siiure iiberschussig zugcsetzte Aniinoniak init dalzsiiure fast neutralisire und
dann erst Essigsiiure in1 Ueberschuss zusetze ; vollstiindig
wird der Fehler freilich dadurch nicht vermieden, jedoch
ist derselbe so gering, mie mir rergleichende Bestimmungen nach andcrn Methoden zcigten, dass man ihn
fur den vorliegenden Zweck fast unberucksichtigt lnssen
kann.
_y___
Darstellung von reinem phosphorsanren Natron ;
roll
Dr. G riiscr.
Rlan hat nicht sclten Gelegenlieit, sich aus Knochcnleim - Fabrikcn zu einein billigcn Prcise die Flussigkeit
zu verschaffen, welchc aus der Trcnnung des Glutins von
der Knochenerde durch Salzsaure hervorgeht. Sie enthnlt neben Chlorcalcium und den anorganischcn Bestandtheilon der Knochen, noch vie1 Leim, so wie auch eine nicht
unbedcutende Mengc von Fett. Bei zweckmiissiger Behandlung bildet sie ein vortrefliches Material zur Darstellung cines n i c k nur sehr reinen, sondern auch sehr
Darstellung von reinem phosphorsuuren Natron. 19 7
billigen phosphorsauren Natrons. Ich will im Folgenden
den Weg beschreiben, auf welchem dieses doppelte Ziel
erreicht wird, und nur noch bemerken, dass nach demselben mehrerc Tausende von Pfunden jener Flussigkeit
verarbeitet worden sind; oder Alles, was davon eu bekornmen war.
Wenn man die freie Saure diescr Fliissigkeit, vermiige welcher der phosphorsaure Kalk in Auflosung bleibt,
zur Abscheidung desselben statt durch kohlensaure Alkalien
durch Ammonialr oder reine Alkalien neutralisirt, damit nicht
mit dem phosphorsauren Kalke zuglcich auch kohlensaurer Kalk gefallt werde, so erhalt man Niederschlage so
voluminos und von einer so gallert-, fast kleisterartigen
Beschaffenheit, dass man, urn selbst kleinere Mengen vollstandig auszuwaschen, einer sehr langen Zeit bedarf, nicht
zu gedenken dcr Schwierigkeiten, die das grosse Volum
darbietet. Aus diesen Ursachen muss man daher auf jene
Faliungsmittel, so wie auch statt ihrer auf die Anwendung von kohlensauren Alkalien und kohlensaurem K d k ,
die ebenfalls sehr voluminose Niederschliige liefern, wenn
es sich darum handelt, letztere zur Darstellung von phosphorsanrem Natron anzuwenden, verziohten ; es h d e r t e
auch nichts im Erfolge, ob man die Fliissigkeiten erwarmte, und ob man die Stoffe im verdiinnten oder concentrirten Zustande auf einander wirkcn licss. Nach mancherlei vergebliclien Versuchen, eine andere Beschaffenheit dcs Niederschlages zu bedingen, griff ich zu Kalkhydrat, dessen Anwendung iiberdies schon dadurch nahe
gelegt war, als der Flussigkeit in ihin kein ncuer Korper zugefuhrt wird. Die darnit erhaltenen Nicderschlage
Waren durchaus schwer und kiirnig, und liesscn sioh in
Folge dessen auch mit der grossten Leichtigkcit Buswaschen, wobei ich jedoch bemerken muss, dass man
durch Kalkhydrat nur in dem Fdle ?Jiederschl%gc von
solcher Beschaffenheit bekommt, wenn man cs mit nicht
zu viel Wasser, etwa SO viel, dass es eben einen dunnen Brci darstcllt, angerieben hat, und dass sich jene
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Grliger,
Uebolsttnde (voluminose, kaum auszuwaschende Niederschlage) wieder einstellen, wenn man diinne Kalkmilch
anwendet. Es kommt aber hierbei auch darauf an, jeden
Ueberschuss an Kalk zu vermeiden, weil dies bei der
spater zu bewirkenden Zerlegung des Niederschlages einen
entsprechenden Mehraufwand, d. h. einen directen Verlust an Schwefelsaure zur Folge haben wiirde. Die directe Ermittelung der zur Ncutralisirung der freien Salzsiiure nothwcndigen Menge von Kalk wiirde n w den weiter unten ersichtlichen Grundcn eine schmierige, kaum
zum Ziele fuhrende Arbeit sein. Leichter und sicherer
erreicbt man den Zweck, wenn inan die freie Saure in
der folgenden Weise durch Natron bestimiat. Man verdiinnt die saure Knochenlosung init der 10 - 20 fachen
Menge Wasser, fiigt in geniigender Menge Lackmustinetur und dann so vie1 einer titrirten Xatronlosung zu, bis
die rothe Farbe eben in Blau iibcrgeht; die verbrauchte
Natronlauge wird nach Cubikcentimetern notirt, andererseits wagt man genau eine kleiiic hfenge (etwa 1 Grrn.) *)
des zur Anwendung bestimiuten Kalkhydrats ah, vertheilt es in Wasser, iibersiittigb es niit titrirter Salzsaure
und titrirt den hierbei angemendeten Ueberschuss durch
Nornialnatronlauge (1000 : 31) zuriick. Hierdurch erfahrt
man das dem Kalkhydrat beizulegende Aequivalent, nach
melchein man das fruhcr verabreichte Katron zu ersetzen
hat ; die hieraus durch Rechnung sich ergebende Rlenge
Kalkhydrats ist genau diejenige, deren man zur h'eutralisntion der Flussigkeit resp. Fnllung des phosphorsaurcn
Kalks bedarf, z. R.
1) 2,O CC. der sauren Knochcnlijsung erfordern zur
Keutralisation der freien Saure, resp. Fallung des
phosphorsauren Kalks
3,O CC. Normalnatrontitre = 0,093 a r m . NaO ==
0,084 Grin. CaO.
*) Man sehe daranf, des sicheren Abwagens wegen, das Kalkhydrat in durchaus trockncm Zustande darzustellen.
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2) 1,O arm. des Kalkhydrats in 20,O CC. Salzsziure-
titre gelost, bediirfen zur Wiederherstellung der
blauen Farbe 3,W CC. Normalnatron; wirklicher
Bedarf an Salzslure = 20,OO C C. - 3,90 CC. z
16,lO CC. Da 10,O CC. Salzsaure 0,28 arm. CaO
entsprechen, so kommen auf 16,lO CC. Salzsziure
0,4508 Grm. CaO; das Kalkhydrat enthielte demnach 45,08 Proc. CaO.
Zur Neutralisation von 2,O C C. der Knochenlosung
waren erforderlich 0,084 Grm. Kalk; das Hydrat hat =
45,08 Proc. CaO; statt 0,084 Grm. CaO sind daher vom
0’084 = 0,1878 Grm. Nach0,4508
dem man die Knochenlosung erhitzt hat, fiigt man derselben das eu einem diinnen Brei angeruhrte Kalkhydrat
aIImalig unter bestandigem Umruhren und Zerdriicken
des sich ausscheidenden phosphorsauren Kalks zu. Ea
dauert noch lange, selbst nachdem man alles Kalkhydrat
zugesetzt hat, ehe die Flussigkeit ihre saure Reaction
verliert; man darf sich dadurch aber nicht tfiuschen und
zu einem neuen Zusatz verleiten Iassen; die Zerlegung
ist einevollstandige, sobald man nur sicher ist, die dazu
nothwendige Menge Kalk richtig bcstimmt und angewendet zu haben. Man lasst nun das Feuer abgehen
und die Flussigkeit durch Absetzenlassen sich klaren,
zieht sie mittelst eines Blei- oder Glashebers ab, bringt
frisches Wasser auf den Niederschlag, riihrt gut urn, lasst
wieder absetzen. Nachdem man diese Operation 2 bis
3 Ma1 wiederholt hat, bringt man den phosphorsauren
Kalk auf einen Deplacirungsapparat (ein Fass mit d o p
peltem Boden, von denen der obere durchlochert und
glatt mit grober Leinwand belegt ist), lasst abtropfen und
beendet bier das Auswaschen mit gewohnlichem Brunnenwasser, menn ein reineres nicht zu Gebote steht. Je
vollstandiger man auswascht, urn so leichter kann spater
das phosphorsaure Natron vom Chlor frei erhalten werden, auch erspart man die Schwefelsaiure, wclche zur
Kalkhydrat eu nehmen
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Grilger,
Zerlegung dea im Niederschlage etwa verbliebenen Chlorcalciums erforderlich sein w tirde.
Obgleich dieser Niedersohlag hauptsachlich aus drittel -phosphorsaurem Kalk, 3 CaO, PO5, bestehend angesehen werden kann, so enthalt er dennoch stets wechselnde Mengen von halb - phosphorsaurem Kalk (2 CaO,
PO5) beigemengt, 80 dass man aus seinemGewichte nach
dem Trocknen und Gliihen die zu seiner Zerlegung nothige Menge Schwefelsaure nicht wieder berechnen kann ;
man muss daher den Kalkgehalt desselben ermitteln und
hiernach die Schwefelsaure nehmen. Man lost zu diesem
Zweclce eine kleinc gewogene Menge des gleichartig gemengten Niederscblages in mogliuhst wenig verdiinnter
SalzsLure auf, verdiinnt daqn noch mit vie1 Wasser und
f;illt durch oxalsaures Ammoniak; man darf alsdann, urn
die letzteu Antheilc von Kalk abzuscheiden, etwas Ammoniak zufiigen, ohne fiirchten zu miissen, dadurch phosphorsauren Kalk niederzuschlagen, wenn durch diesen
Zixsatz die Fliissigkeit nicht geradezu alkalisch gemacht
wurde. AUS dem so erhaltenen oxalsauren Kalk bestimmt
man clnnn den Kalkgehalt des Niederschlages auf die
gewolinliche Weise. Es ist offenbar gana gleichgiiltig,
in welchcr Verbindung dieser Kalk in dem Niederschlage
enthaltcn war, stets wird man auf 28 Th. Kalk 40 Tb.
wasscrfteic Schwefelsaure ZU berechnen und zu nehmen
haben. Es ist kaum nothig zu bemerken, dass der erhaltene pliosphorsaurc Kalk nicht getrocknet zu werden
braucht, urn scin Gesammtgewicht kennen zu lernen ;
vielmehr geniigt die Kenntniss des Kalkgehalts im nassen
Zustande, wie dieser (Kalkgehalt) oben gefunden wurde.
Man iibergiesst den Niederschlag mit seiner gleichen oder
doppeltcn Gewichtsmenge Wasser und fugt hicrauf unter
bestandigem Umriihren die zur Zerlegung niithige Menge
Schwefelslure hinzu, wobci sich die Rfasse stark erwarmt,
und lasst damit 24 Stunden stehen. Durch eincn abermaligen Zusatz von warmem Wasser verwandelt man
das Ganze in einen diinnfliissigen Brei, bringt die-
Darstellung von reinem phosphorsauren Natron.
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sen suf einen Deplacirungsapparat wie oben, liisst abfliessen, wascht mit Wasser nach und presst endlich den
zufickbleibenden Gyps mittelst einer starken Presse aus.
Die vereinigte triibe Fliissigkeit mird nun, zur Abscheidung des Arsens aus der Schwefelsiiure, so wie auch von
etwa vorhandenem Blei und Kupfer, mit Schwefelwasserstoff behandelt, bis sie stark und bleibend danach riecht
und dann zum Klaren der Ruhe uberlassen. Man zieht
die auf dem Niederschlage stehende Fliissigkeit mittelst
eines Glaehebers ab, bringt jenen auf ein Filter, wascht
ihn hier aus und neutralisirt nun die saure Flussigkeit
durch kohlensaures Natron, wahrend dcm man, wenn ee
sein kann, einen Strom heissen Wasserdampfs durch sie
leitet. Es scheidet sich hierbei eine, dem Volum nach
grosse, dem Gemichte nach aber klcine Mengc von basisch phosphorsaurem Kslk nb, den man unter die Presse
bringt; die abgeflossene Flussigkeit vereinigt man mit
der klaren ubrigen Lauge von phosphorsaurem Natron,
die man behufs der Krystallisation eindampft. Man lost
die erbaltenen Krystalle in reincm Wasser auf und digerirt die klarc Losung behufs Abscheidung einer kleinen
Mengc von Schwefelsiiure mit kohlcnsnurem Baryt; ich
habe zwar zu demselben Zwecke auch phosphorsauren
Baryt versucht, jedoch gefunden, dass hierbei die Abecheidung, resp. Umsetzung, langsamer von statten geht,
so dass ich beim kohlensauren Baryt stehcn gcblieben bin.
Die zur Neutralisation der gereinigten Phosphorsaure
nothige Nenge von kohlensaurem Natron ergiebt sich
einfach aus der zur Zersetzung des phosphorsauren Kalks
angewendeten Schwefelsaure ; wegen dcr in dem Gyps
verbleibenden Saure wird zwar dadurch die Losung ziemlich stark slkalisch, allein dies ist nur vortheilhnft, denn
es ist bekannt, dass das phosphorsauro Natron nur aus
slkalischcn Laugcn leicht und schon krystallisirt.
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