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Dehydrierung von tertiren Aminen mit HgII- ЮDTA 4. Mitt.Zum Verlauf der Aromatisierung von Laudanosin mit HgII- ЮDTA

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SJ66.M.
1961,Nr. e
Dehydrierung von tertiaren Aminen mi€ Hg(II)-BDl'A
587
Man kann die Darstellung auch ohne Isolierung des 2-Acehminoketons durchfiihren.
Die Ausbeute erhijht sich dadurch zwar auf 75-81% iiber beide Stufen, doch macht die
Reinigung grodere Schwierigkeiten.
H 7,37
N 6,83
C,,H,,NO, (205,3)
Ber. : C 70,22
Gef.: C 70,28
H 7,50
N 6,72
c i s - 2 - A m i n o t e t r a l o l -(1)
2,38 g 2-Acetaminotetralol-(l) werden rnit 120 g lproz. HC1 12 Std. lang im Olbad auf
120' erhitzt, die abgekuhlte Losung wird 3mal rnit Ather ausgeschuttelt, um nichtbasische
Stoffe zu entfernen, und anschliel3end i. Vak. zur Trockne gebracht. Der kristalline Riickstand wird aus Alkohol unter Zusatz r o n Ather umkristallisiert. Man erhalt so 1,9 g = 82%
cis-Aminotetralol-(1)-hydrogenchlorid. Bus der alkalisierten Losung des Hydrogenchlorids
wird die freie Base mit Methylenchlorid ausgeschiittelt und bleibt nach dem Verdunsten
des LFsungsmittels als farbloses oder etwas dunkel gefiirbtes 0 1 zuriick, das bald wachsartig erstarrt. Durch einmalige Umkristallisation aus Bthylacetat-Petrolather wird der
Aminoalkohol in gut kristalliner Form erhalten. Die Ausbeute liegt bei 1 , l g entsprechend
70%. Der Schmp. liegt allerdings meist noch 5-7'
zu niedrig, wodurch zwei bis drei
weitere Umkristallisationen, am besten ohne Zugabe von Petrokther, erforderlich
werden. Die Ausbeute vermindert sich dabei auf 40-50%. Der Schmp. des reinen cis-130meren liegt bei 102-103".
C,,H,,KO (163,2)
Ber.: C 73,59
H 8,03
N 8,58
Gef.: C 73,72
H 7,86
N 8,39
Pikrat: Schmp. 180-181° (mikro 185").
Anschrift: Prof. Dr. F. Zymalkowski, Eamburg-Reinbek, Inst. f. pharmaz. Chemie d. Univ.
2025. J. K n a b e
Dehydrierung von tertiaren Aminen mit Hg(II)-kDTA*)
4. Mitt.: Zum Verlauf der Aromatisierung von Laudanosin mit Hg(II)-ADTA
Ans dem Institut fur Pharmazeutische Chemie und Lebensmittelchemie
der Techniachen Hochfichule Braunschweig
(Eingegangen am 7. Marz 196'1)
Bei der Dehydrierung von Laudanosin (I),Narkotin und Hydrastin mit Hg(I1)ADTA tritt, wie in den vorhergehenden Arbeitenl) 2, gezeigt wurde, Aromatisierung
des Heterozyklus ein. Verschiedene Befunde lieferten d e n eindeutigen Beweis, daB
I
H,CO--//\/
HSCO-
I
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I
*) Meinem verehrten Lehrer, Herrn Prof. Dr. Dr. med. h. c. P.v. Bruchhaztsen,in Dankharkeit
zum 75. Geburtstag gewidmet.
l ) J . Kmbe, Arch. Pharmae. 292, 416 (1959).
), J . Knabe, Arch. Pharniaz. 293, 121 (19fiO).
37 *
Archiv der
Phannazie
Knabe
588
der erste Schritt dieser Dehydrierungsreaktion nicht die Einfiihrung einer Doppelbindung in die 1,2-Stellung der betreffenden Te trahydroisochinolinderivate sein
kann ; insbesondere wurde festgestellt, dalj 3,4-Dihydroisochinoliniumsalze unter
den Bedingungen der Reaktion stabil sind und nicht weiter dehydriert werdenl) 3).
Der erste Schritt der Hg(I1)-ADTA-Dehydrierung dieser Verbindungen mul3te demnach in der Einfiihrung einer Doppelbindung in 2,3-Stellung bestehen. Es ist dabei
uberraschend, mit welcher Leichtigkeit der sekundare Kohlenstoff angegriffen wird.
Bei Versuchen, den postulierten Dehydrierungsverlauf durch Umsetzung von
1- g e m i n a l substituierten Tetrahydroisochinolinderivaten zu sichern, wurde die
Hoffnung enttauscht, dabei eventuell das Produkt mit einer Doppelbindung in 2,3Stellung fassen zu konnen, da auch bei den I-geminal substituierten Verbindungen
Aromatisierung des Heterozyklus unter Wanderung eines der ursprunglich in 1Stellung befindlichen Substituenten eintrat3). Uber die Konstitution dieser Dehydrierungsprodukte sol1 dernnachst berichtet werden.
Die Darstellung von 3 - g e m i n a l substituierten Tetrahydroisochinolinen mit
einem groBerenRest am C-1 war das nachste Ziel. Hier ist die Einfiihrung einer
2,3-Doppelbindung nicht moglich, und es ware zumindest eine starke Stiitxe fur die
postulierte Einfiihrung einer 2,3-Doppelbindung als erstem Schritt bci der Aromatisierung des Heterozyklus, wenn bei der Hg(I1)-ADTA-Dehydrierung einer solcheii
3-geminal alkylierten Verbindung als einziges Reaktionsprodukt die 3,4-Dihydroverbindung auftreten wiirde.
Nach den vergeblichen Versuchen von Buu-Hoi und Mitarb.4) zur Zyklisierung
von N-Acyl-l-phenyl-2-dimethyl-iithylaminen(2)
erschien die Synthese allerdings
nur aussichtsreich, wenn sich in m-Stellung zur Seitenkette eine Sauerstoffunktion
befand, die die Nucleophilie des fur den Ringschlulj in Frage kommenden p-C-
\,’
I1
-+
3,
4)
11:
I
J. Knnbe, Arch. Pharmaz. P9?, 652 (1959).
N . P. Buu-Hoi, C . T.Long und AT. D . Xuony, J. org. Chemistry 23,42 (1958).
294.166.Bd.
19a,Nr. 4
589
Dehydrierung uon tertiaren Aminen mit Hg(II)-ADTA
Atoms erhohen wiirde. Wir wurden dieser
Xorge enthoben, da Wollweber und Hiltmann5)
vor kurzem durch Umsatz von 3-Methoxyfi,fl-dimethylstyrol und Blausaure die Darstellung von 6-Methoxy-3,3-dimethyl-3,4-dihydroisochinolin *) gelang.
Es wurde mit Methyljodicl in das Jodmethylat (11)verwandelt und dieses mit Benzylmagnesiumchlorid in sehr gnter Ausbeute
zu l-Benzyl-2,3,3-trimethyl-6-methoxy1,2,3,4-tetrahydroisochinolin(111)umgesetzt.
DieDehydrierung von 111ergab sowohl rnit
4 als auch mit 12 xquivalenten Hg(II)-xDTA
ausschlielllichl-Benzyl-2,3,3-trimethyl-6-methoxy-3,4-dihydro-isochinoliniumsalz (IV),
das als ,,Pseudocyanid" (V)isoliert und identifiziert wurde. Wie bei analogen Verbindungen bereits friiher beobachtet3), geht auch
hier V bereits in methanolischer Losung in
das Cyanid IV (x= CN) iiber. Die UV-Spektren von IV und I1 verlaufen analog, wie die
--Abb. 1 zeigt.
. I
250
300
a-
350 mp
Abb. 1
= 3,3-Dimethyl-6-methoxy-3,4-di-
hydro-isochinolinium-jodrnethylat
(11)
Bei der Hg(11)-XDTA-Dehydrierung von -- - l-Benzyl-N-rnethyl-3,3-dirne4-g emi n a l alkylierten Tetrahydroisochino- thyl-6-rnethoxy-3,4-dihydrois~~h~~~linderivaten mit einem groBen Substituennium-cyanid (IV)
ten am C-1 miii3te es gelingen, das als Vorstufe der Aromatisierung angenommene 2,3-Dehydroprodukt oder ein nichtsbromatisches Folgeprodukt zu fassen. Es wurde daher die Synthese solcher Substanzen
in Angriff genommen. Die Arbeiten sind noch im Gange.
Zussmmenfassung
Bei der Dehydrierung von l-Benzyl-2,3,3-trimethyl-6-methoxp-l,2,3,4-tetrahydroisochinolin mit Hg(II)-ADTA wurde als einziges Reaktionsprodukt die entsprechende 3,4-Dihydroisochinoliniumverbindungerhalten. Dieser Befund ist eine
Xtiitze fur die Annahme der Entstehung einer 2,3-Dehydroverbindung als erstem
Reaktionsschritt zur Aromatisierung des Heterozyklus bei der Hg(I1)-ADTA-Dehydrierung von Laudanosin, Narkotin und Hydrastin.
Dem Fonds der Chemie danke ich fur die Unterstutmng dieser Arbeit.
*) Den Fnrbenfabriken Bayer A . G . danke ich auch an dieser Stelle fur die Uberlassung der
Substanz.
5 ) fI. Wolluieber und R. Hiltmunn, Angew-. Chem. 73, 1001 (1960).
Archiv der
Pharmazie
Knabe
590
Beschreibung der Versuche
Messung der UV-Spektren in methanolischer Losung, UNICAM-Spektralphotometer
SP 500. Die Schmp. wurden unter dem Kofler-Mikroskop bestimmt.
3,3-Dimethyl-6-methoxy-3,4-dihydroisochinolinium-jodmethylat
(11)
25 g 3,3-Dimethyl-6-methoxy-3,4-dihydroisochinolin
wurden in 25 ml Methanol und
3 ml Aceton gelost, mit 25 g Methyljodid versetzt und 4 Std. am Ruckfluljkiihler gekocht.
Nach Einengen und Zugabe von einigen Tropfen Ather erfolgte Abscheidung von hellgelben, derben Kristallen. Schmp. 144", UV-Spektrum s. Abb. 1.
C,,H,,JNO (331,l)
Ber.: C 47,15
H 5,48
Gef.: C 47,32
H 5,61
l-Benzyl-2,3,3-trimethyl-6-methoxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin
(111)
10 g getrocknetes I1 wurden in kleinen Anteilen in eine ather. Grignard-Losung aus
15,5 g Benzylchlorid und 3 g Mg eingetragen und 6 Std. im Sieden gehalten. Nach Verdiinnen mit Ather und Zersetzen rnit wenig Wasser wurde nach ublicher Aufarbeitung 111
aus Ather in farblosen Kristallen erhalten ; leicht loslich in Ather, Petrolather, Renzol,
schwerer in Methanol. Nach Umkristallisieren aus Methanol/Wasscr derbe Nadeln, Schmp.
83", Ausbeute 7,9 g = 89"/;, d. Th. UV-Spektrum: Min. 260 mp, Max. 279 mp (Tetrshydroisochinolin).
CJ&NO (29554)
Ber.: C 81,27
H 8,53
Gcf.: C 81,42
H 8,59
D e h y d r i e r u n g von I11 rnit H g ( I 1 ) - A D T A
Zu einer Losung von 6,5 g Hg(I1)-acctat und 7,8 g ADTA (12 Aquiv.) in lproz. Essigs h r e wurde eine Losung von 1,0 g I11 i n 2proz. Essigsaure gegeben und 40 Min. auf den1
Wasserbad erwarmt. Nach 4 Min. erfolgte schwache Trubung der Losung, nach 5 Min.
setzte langsame Hg-Abscheidung ein. Naoh 13 Min. war die Losung klar und farblos. Das
UV-Spektrum der Dehydrierungslosung stimmte in der Lage der Min. und Max. rnit dem
Spektrum von I V iiberein. Nach Abtrennung des abgeschiederien Hg wurde rnit Sublimatlosung versetzt (Mutterlauge Mayer negativ), die FaUung in Methanol suspendiert und mit
H,S zerlegt. Nach Einengen der methanol. Losung i. Vak. wurde der Ruckstand in Wasser
gelost, zunachst sauer und danach hydrogencarbonatalkalisch ausgeathert. Dabei ergab
sich, dalj unverandertes Ausgangsprodukt nicht mehr vorhanden war. Nach Versetzen
rnit KCN (starke Fallung) wurde erneut ausgeathert. Der nach Abdestillieren des Athers
erhaltene kristalline Ruckstand wurde aus wenig Methanol umkristallisiert. Farblose
regelmaljige SechseckigeTLfelchen,Schmp. 98'nach Sintern ab 91". UV-Spektrum s. Abb. 1.
CziHz,N,O (3204)
Ber.: C 78,72
Gef.: C 78,58
H 7,55
H 7,65
Substanz zersetzt sich beim Trocknen i. Vak. bei 70" unter Gelbfarbung.
Abgeschiedenes Hg fur 2 Aquivalente:
0 , l n J o d Ber.: 67,7 ml, Verbr.: 62,7 ml (= 1,85 Aquiv.).
Ein Versuch unter Verwendung von 4 Bquiv. Hg(I1)-ADTAhatte das gleiche Ergebnis.
Anschrift: Priv.-Doz. Dr. J. Knabe, Braunschweig, Pockelsstr. 4.
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