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Die Analyse und Verflschung der Nahrungsmittel von James Bell Director des Somerset House Laboratorium etc. I. Band Ubersetzt von Carl Mirus. II. Band Ubersetzt von Dr. P. Rasenack. Jul. Springer 1882 und 1885

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Bucherschau.
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bei ciner f i r den Gebrauch des Apothekers bestimmten Gosetzsainiiilung auch
die ausserhalb der reinen Mcdicinalgesetzgebug liegenden zahlreichen andercn Beziehungen zu bcriicksichtigen , iiiit denen der Apotheker fast taglich
in Beriihrung kommt, wie z. B. verschiedene Bostimmungen des Handelsgesetzbuches.
Das vorlie ende , diesem Bedurfnisse Rechnung tragende Werk zerfallt
in zwoi Abthejungen; die erste enthlilt chronologisch geordnet die Gesetze
und Verordnungen, bezw. die wissenswerthesten Abschnitte derselben im
Wortlaute ; die zweite Abtheilung, das Repertorium , ist ein erweitertes Inhaltsverzeichniss. Dasselbe verweist bei jedein gefragten Gegenstande auf
die darauf bezugliche, in1 ersten Theile enthaltene Gesetzesstelle, meistens
giebt es auch eine kurze Erlauterung dam.
Das Vorstehende wird genugen, um zu zeigen, dass das Kohlmann'sche
Werk einem wirklichen Bediirfnisse abhilft und fur jeden sachsischen Apotheker unentbehrlich ist. Beziiglich der ausseren Ausstattung des Werkes
mag noch erwahnt xerden, dass sich dieselbe in sehr practischer Weise
der bekannten Kossberg'schen Handausgabs der Konigl. Sachs. Gesetze genau
anscldiesst.
G. Hofnaann.
Dresden.
Der frauz6siseb spreehende Pharmacent. Handbuch der franzosischen
Sprache fur Apotheker, Aerzte, Drogisten etc. von August Brestovski. Herausgegeben von Dr. H a n s Heger. Wien 1884. Verlag. der ,,Pharmaceutischen
Post", im Commission bei Mor. Perles. Preis 3 Mark. - In der Vorrede zu
diesem Buche heisst es, dass dasselbe im Gegcnsatze zu anderen iihnlichen
Werken , welche stets eine , in den seltensten Fallen wirlilich verhandene
Kcnntniss der betreffenden Sprache voraussetzen, derart verfasst sei, dass es
auch Diejenigen , welche gar keine Henntiiisse der franzosischen Sprache
besitzen , zum schnellen Erlernen derselben bonutzen konnen. Es kann hier
unerortert bleiben, ob es in Oesterreich wirklich so ist, dass die dortigen
Pharmaceuten nur in den seltensten Falleu eine Ahnung von der franzosiwhen Sprache haben, aber auf die deutschen Pharmaceuten passt diese Behauptung ganz sicher nicht. Und wenn es so w%re - aus einem Buche
wie das vorliegende die franzosische Sprache , insbesondere auch die AUSsprache (is n6 Biii pa franfili) des Franzosischen so weit erlernen zu wollen,
,,um mit franzosisch sprechenden Kindern iu der Apotheke verkehren zu konnen". ist einfach thoricht.
Wenn sonach der erste Theil des Werkchens, der ,, Grammatikalische
Theil" als ganz iiberfliissig erscheint , so ist von dem weiteren Inhalt des
Buches riihmend anzuerkennen , dass derselbe sehr sorgfaltig zusammengestellt ist und die Bediirfnisse der Pharmacie voll beriicksichtigt. Der zweite
Theil enthalt namlich eine Sammlung der gebrauchlichsten Worter, pharmaceutischen Ausdriicke, Bezeichnungen der Utensilien , Redensarten, Briefmuster u. s. w.; auch Vorschriften zu den gangbarsten franzosischen Arzneimitteln und ein Verzeichniss pharmaceutischer Specialitaten. Den dritten
Theil cndlich bildet ein franzosisch - deutsches Worterbuch, in welchem
in sehr practischer Weise die Namen der pharmaceutisch- ohemischen Prgparate und Drogen fett gedruckt sind, was die Uebersicht sehr erleichtert.
Dresden.
G. Hofmann.
Die Analgse iiud Verfglschung d e r Nahrungsmittel von J a m e s B e l l ,
Director des Somerset House Laboratorium etc. I. Band ubersetzt von C a r l
Mirus. 11. Band iibersetzt von Dr. P. Rasenack. Jul. Springer 1882
und 1885. .- Schon im Jahre 1882 erschien in diesem kleinen Werkchen
J. Bell's, das im Englischen den Titel tragt ,,The A n a l y s i s and a d u l t e r a t i o n o f f o o d s ", der ersto Band in deutscher Uebersetzung. Demselben
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Biicherschau.
i s t nun der zweite gefolgt und damit ist dasselbe vorlaufig abgeschlossen.
Die Uebersetzung, wesentlich auf Anregung des Prof. S e l l entstanden derselbe hat den ersten Band auch mit einem Vorwort versehen -- ist ini
allgemeinen gelungen, wenn schon beide Uebersetzer sich oft an die englische Satzconstructiou halten. Dadurch verliert die Sprache naturlich sehr
an Gewandtheit. Doch das ist ja zmar Nebensacbe. DieHauptsache bleibt, dass
uns durch die beiden Uebersetzer ein Werkchen leichter zuganglich gemacht
worden ist , das in England sich einer berechtigten Beliebtheit erfreut. Diese
Beliebthcit hat ihrcn wesentlichen Grund darin, dass die in demselben mitgetheilten Daten zum weitaus grossten Theil, ron dem Verfasser selbst
gewonnen sind. Dadurch unterscheidet sich da,s Werkchen B e l l ' s wesentlich von andercn , ahnlichen Publicationen, die meist nur compilatorisch
zusammengetragenos Material bringen - dadurch wird es zu einer wirklichen Originalarbeit. Naturlich haftet ihm aber aus dem gleichen Grunde
ein in heutiger Zeit fur viele immerhin fuhlbarer Mange1 an, namlich der.
dass es auf Vollstandigkeit des Materials keinen Anspruch erheben kann.
Jedoch muss man ron vornherein zugeben, dass es im Allgemeinen entschieden werthvoller ist durch neue Versuche, die Zahlen von Neuem sicher zu
stellen, als alte einfach zu reproduciren. Zudeni gewinnt ein Werk durch
Haufung von Zahlen nicht gerade an Brauchbarkeit , besoriders wenn solchc,
die durch ganz verschiedene Versuchsreihen gewonnon wurden , alu gleichwerthig nebon einander figuiiren. Das bewirkt dann oft, statt Elarheit z u
schaflen, eine heillose Verwirrung und man weiss auf den ersten Augenblick nicht, welche von den Zahlenreihen nun dem Sachverhalt am meisten
entsprich t.
Vermoge seiner Stellung als Dircctor eines ansehnlichen Handelslaboratorium war Bell in der Lage, uber reichliches eigenes Analysen- Material
zu verfugen und so findcn wir denn auch in dem Werkchcn zahlreiche
a n a l y t i s c h e A n g a b e n . B. hat sich nicht darauf beschrankt, nur die organischen Stoffe zu bestimmen , scndern yon alien Nahrungsmitteln selbst
A s c h e n a n a 1y s e n angestellt.
Die Signatur des Bell'schen Werkchens ist jedoch die, dass er Versucbt,
d i e c h e m i s c h e U n t e r s u c h u n g m i t der m i k r o s k o p i s c h - a n a t om i s c h e n z u v e r b i n d e n . Kein Sachverstandiger zweifelt jetzt noch daran,
dass das der einzig richtige Weg ist. In bei Weitem den meisten Fallen
genugt es eben nicht, einseitig nur die eine Methode anzuwenden. Allein,
wahrend im Princip wohl alle einverstandcn sind, fehlte es bislang doch an
einem Buche, in welchen dem, was alle empfandeu, Rechnung getragen
wurde. Selbst das schone Kouig'sche Werk , , C h e m i e d e r m e n s c h l i c h e n N a h r u n g s - und G e n u s s m i t t e l " kommt, seiuem Titel getreu,
nur nebensacblich auf die mikroskopisch - anatomische Untersuchung zu
sprechen und V o g l ' s kleines Buch erschopft den Gegenstand bei Weitem
nicht. Um so freudiger war es daher zu begrussen, dass B e l l den Versuch machte dem abzuhelfen. Leider ent,spricht jedoch der anatomische
Theil - namentlich was die Bbbildungen betriflt - den modernen Anforderungen nicht ganz. Die Zeichnungen , welche die Merkmalformen darst,ellen, sind correct, auch die, welche die Bestandtheile der Fruchtschale der
Cerealien veranschaulichen, magen noch gehen, allein die beiden Abbildungen
des Getreidebrandes und der Getreidefaule sind als verfehlt zu betrachten.
Immerhin muss man es als dankenswerth ansehen, dass der Verfasser so
viele Abbildungen beigiebt, und er that das in einer sehr erweiterten Form
und mit richtigem Taktgefuhl iiberall da, wo es am Platze ist. Die Herstellung von Vergleichsprlparaten darf man sich jedoch nicht sparen. Ersetzen konnen Abbildungen die letzteren uberhaupt nie - wenn sie nur
wenigstens uber deren Bestandtheile orientiren - das leisten die Bell'schen
Abbildungen.
I) Vielleicht erscheint jedoch noch ein dritter Theil.
Buclterschau.
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Einige anatomische Unterscheidungsrnerkmale sind sehr hubsch ausgewahlt, so z. B. bei den1 Capitel Thee, wo die Griisse und Form der Epidermiszellen und Triohome und die Zahl der Spaltoffnungen auf der Unterseite
mit Erfolg zur Unterscheidung der Blatter des Thee, Eollunder, der Weidc
und Schlehe benutzt worden, iiberhanpt ist das Buch reich an originellen
Beobachtungen.
Leider ist die botanische Terminologie eine fur unser Ohr durchaus
fremdartige, das tritt besonders scharf bei den anatomischen Reschreibungen
hervor und hier ware es Pflicht der Uebersetzer gewesen, in freierer Weise
dem Original zu folgen. Auch die Pflanzennamen sind bisweilen ohne Kritik angefiihrt, doch haben die Uebersetzer hier oft und mit Erfolg gebesseit.
Ueberhaupt - und das sei hier alsbald erwahnt - zeigt die Uebersetzung
von Sachkenntniss und die von den Uebersetzern beigegebenen Anmerkungen
erganzen in willkommener Weise den Text.
Urn einBild von der Anordnung des Stoffes zu geben, will ich hier die
Art, wie der E a f f e e behandelt wird, anfuhren. Nachdem der botanische
Ursprung erbrtert , die Frucht und der Same morphologisch beschrieben und
yon Geschichte und Handelsbeziehungen das Wichtigste angegeben worden
ist, schliesst sich hieran als Hauptkapitel die ,,Cheniische Zusarnmensetzung"
an. Auf die Gesammtanalyse folgt eine Behandlung der einzelnen Stoffe
(Kaffeh, Fett , Kaffeon, Zucker etc.) der Schluss bildet eine Aschenanalyse.
Hieran schliesst sich die , , m i k r o s k o p i s c h e S t r u k tur." Unter der Ueberschrift ,,Analyse" giebt Bell alsdann ausfiihrliche Angsbe uber die Art, wie
eine Kaffeeanalyse auszufuhren ist - ein ebenfalls neues Capitel, fur das
man dem Herrn Verfasser nur dankbar sein kann. Das letzte Capitel, tragt
die Bezeichnung ,,V er f a l s c h u n g." Auch hier ist erst die chemisch - physikalische Untersuchung behandelt. Die colorimetrische Priifuug , die Bestimmung des spec. Gew. der Losungen, des Zucker- und Aschengehaltes
geht voran, dann folgt auch hier die rnikroskopische Priifuug. Dieselbe
erstreckt sich auf die Cichorien und Mangoldwurzel, die weisse Rube, die
Bohne, das Johannisbrod, die Eichel, die Feige, und die Dattelkerne jede Verfiilschung ist durch eine Abbildung illustrirt.
Tschire?&.
Ich empfehle das Werkchen angelegentlichst.
Erster Unterricht des Pharmaoeuten. - Von Dr. E e r m a n n H a g e r .
Erster Band: C h e m i s c h - P h a r m a c e u t i s c h e r U n t e r r i c h t . Vierte
vermehrte und verbesserte Auflage rnit circa 200 in den Text gedruckten
Holzschnitten. Erscheint in 12 Lieferungen B 1 Mark. 1. bis 7. Lieferung.
Berlin 1884. Verlag von J. Springer.
Ein seit mehreren Jahren vergriffen
gewesenes Buch ist von Neuem auf dem Buchermarkte erschienen; man
wird ohne Bedenken hinzufiigen diirfen, zw Freude vieler angehender Pharmaceuten und ebenso vieler Principale. Denn wenn inzwischen auch von
zwei anderen Seiten vortreffliche Werke mit ganz ahnlicher Tendenz herausgegeben worden sind, so blieb doch der ganz eigenartig angelegte und vie1
verbreitete ,,Erste Unterricht des Pharmacenten " unvergessen und es wurde
lebhaft eine Neuherausgabe desselben gewiinscht. Sofort nach Vollendung
seines Commentars hat sich der fur die pharmaceutischen Wissenschaften
unermudlich thatige Verf. hierzu entschlossen und es liegen von dern Werke
jetzt bereits 7 Lieferungen, his zur 80. Lection reichend, vor.
Die neuc Auflage prlsentirt sich im Aeusseren ganz gleich den friiheren
Ausgabeu, auch Plan und Eintheilung sind unverandert geblieben, da dieselben, wie schon erwihnt , sich bewahrt haben. Eine durchgreifende Aendelung gegeniiber den alteren Auflagen besteht dagegen darin, dass die dualistische Schreibweise der chemischen Fornieln weggefallen und die jetzt
allgemein ubliche Schreibweise entsprechend der Theorie der chemischen
Structur in Anwenduug gebracht ist. Leicler hat darunter die Verstindlich-
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