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Die Lslichkeit der Phenole der Benzolkohlenwasserstoffe und des Terpentinls in organischen Salzen Seifen.

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'54
C. E n g l e r u. E. Dieckhof:', rebel. Teerol-Scifenlosungen.
TIC. Tcil.
Die Iliislielrlieit der Plioriolo, der BCTIZO~kohlenwissei*stofle wid des Terpeiitin'cTls in
orgairiseireii Srrlxen (Seif'en).
Die teilweisc ti!wi, chcuden l:csultute, welche die in tiein vorstehendon Teile dioser Abhandlung bescliriobenen Tiorsuclie ergehen
hatten, lieken es wunsclienswert, erscheinen , auch uber die Loslichkeit cler Plienolo und gewisser aroiiiatischer Kohlenwasserstoffo, so~ v o l l fiir sicli alloiii als in Geinischeri mit einander, in wgssrigen
Seiferiliisaiigeri noch einigr, Kennmis ZII erlangen. nnd wir haben
daruhei deslialh riocli sirio tleihe von Versuchen angestellt, deren
Resultate Iiier in cter Kurze mitgcteilt seiri rribgcii.
Liislislikeit
voii
Phenol nmd
voii
Iiresol
iti
Seifeii.
Rei den Versuchen uber die IJoslichkeit des reinen P h e n o l s
(l<arbols%ure)in einer bei gcwiihnlichei. 'reinperatur gesiittigten Losung
yon e s s i g s a u r e n i X a t r i u m ' ) stellte sich heraus. dars sich hei einer
Temperatur von 200 beide Stoffe in beliobiger Menge rnit einander vormischeri lassen. Abkuhlung der erhalterien Liisungeri hewirkt jedoch
Truhung unter Ausscheidnng von Phenol. Der i:bergarig dabci ist oin
sohr plotxlicher, derart. dala schon die minimalste Temperaturschwankung Bildung einer starken T r i i h n g , bezw. wieder vollige Klgrung
nedmgt. J e nach Phenolgehalt erscheinen die Trubungeri schon bei
lh" (z. €3. h i 443 Proz. I'henolgehalt)
oder erst bei 16 oder 1 5 , V
\ 14 Proz. bezw. 50 Prow. Phenol). tfberschufs des einen oder anderen
i d e s wirkt sonach in giinstigem Sinne auf die Losung, wahrend
in der X t t e Mischungsrerhiiltnisse vorkommon, welcho die PhenolAusscheidung bei Ahkiihlung begiinstigen.
Eigenthudicli ist. auch dau Verhalteu einer Mischung von gleicheii
Theilen linlt ges8tt.igter Losung von essigsaurem Natrium und von
Phenol Imi Zusatz von Wasser.
Rei gewohnlicher Temperatur
(160 C) bowirken schon wenige Tropfen Wasser deutliche Triihung. chgegeri kann man 100 CCUI der Mischung h i 40 0 mit
1 ) Bei 150 (1. h e n sich 50 Proz. h'a C,H,O,.
%,> Prox.. wvie fast iiberall angegeben.
R H,O in Wasser, ilicllt
C. E n g l e r u.E. Dieckh o f f , UelJor Teerol-Seifenliisungen.
565
20 ccin Wasser versetzen, bis Trubniig eintritt, bei 56O mit 60 ccm,
bei 59,5O rnit 80 ccm. Eei 61.5O li&t sich jedes beliebige Quantum
Wasser zusetzen, ohne d a k die geringste Triibung wahrzunehmen
ist. Auf diese Weise lassen sich sonach wassrige Phenol-Liisungen
init hohem Phenolgehalt hersiellen, die vielleicht fib niancherlei
Zwecke veiwertbar sein werden.
Noch 16slicher ist das P h e n o l in gewohnlicheni b a l d r i a n s a u r o m N a t r i u m . Eine 50 prozentige wassrige Losung des letzteren
lkfst sichin jedein Verhaltnis mit reinem Phenolzu volligklaren Losungen
vermischen, welche bei 1 H o bei Znsatz beliebiger Mengen von Wasser
vollig klar bleiben. Erst bei 140 zeigt eine Losung von 2 Teilen
Phenol in 1 Teil 50 prozentiger haldriansaurer Natrium-Losung bei
dein Verdiinnen mit dem Gfachen seines Volums Wasser Trubang.
die jedoch bei weiterem Zusatz von Wasser (bei der Sfachen Menge)
wieder verschwindet.
K r e s o l ist in e s s i g s a u r e m N a t r i u i n nur sehr wenig loslich.
clagegen init einer 50 prozentigen wassrigen Liisung von b a l d r i a n s a u r e m N a t r i u m in allen Verhaltnissen klar mischbar. 100 ccin
einer Nischung, welche 90 ccm der 50 prozentigen Losung von baltlriaiisaurem Natriuni und 10 ccin o-Kresol enthalt, l a k t sich bei
160 mit dem 3fachen ihres Tolumens Wasser Mar mischen, erst bei
Zusatz des 31/2fachen Wassers begiiint Trubnng, die aber wieder
verschwindet, wenn man die Wavserinenge auf das 5fache steigert
Eine Losung mit nur 8 Proz. Kresol ist wieder in allen Verhsiltnissen
iiiit Wasser Mar mischbar.
Die Loslichkeit des Phenols in wiissrigen Losungen von Salzen
der Fettsauren mit hoherem Kohlenstoffgehalt ist ebenralls sehr bedontend. Verglichen rnit gleich verdunnten Losungen von Seifen d w
niederen Glieder der Fettsauren geht die Loslichkeit sogar erheblicii
in die Hijhe, wie die Resultate mit N a t r i u m s t e a r a t nnd N a t r i u m o l e a t zeigen. Auch die H a r z s e i f e n losen grofse Mengen Phenoltt,
wie die :folgenden Versuche ergeben. (Temp. 27,5O)
100 ccm 15 proz. wassrige Losungen von
Pu'atrium- NatriumNatrium- NatriumHarzseife
stoarat
bleat
lastell
valrianat
74 ccm
28.5 ccm
i1,45 ccm
40 ccm
o-Kresol
49 ccm
1 i ccm
55,1 ccm
p-Kresol
31 ccm
13,s ccm
m-Kresol
0,5 ccm
596
C, E n g l e r u.E. Dieckhoff, Ueber Teed-Seifenlosungen.
Versuche mit Kalium- und Natrinmseifen nnd kAuflichem Kresol
iaus Toluidin) ergaben:
100 ccm Ijproz. wtissr. Los. v. Natrinmoleat Kaliam-
SS ccin
liisten Kresol
Natrinni- Kalium-
oleat. Harzseife. Harzs.
54.0 ccm 24,O ccm 22,4 ccm
Schon eine Teinperaturerniedrigung um wenige Grade hatte Aussclieidung von Kresol zur Folge, ein Beweis, d a k die Loslichkeit
mit sinkendor Teinperatur erheblich herabgeht, was aucli durch
direkte Versuche nachgewiesen wnrde. Aus dieser grofsen Loslichlreit des Kresols schon in 15proz. wassriger Oleat-Seife, wobei ein
Teil der letzteren die Losung des Funffachen an den1 in
Wasser so vie1 wie unloslichen Kresol vermittelt, erklart sich
anch die l\il6glichkeit der Herstellung von Praparaten Tvic das Lysol,
welches 50 Proz. wasserlosliches Kresol enthalt.
Li',slichkeit von Ilenzol, Toluol, Xylol iind Terpentin61 in
wassrigen Losiiiigen fettsaurer Salze.
Diese Versuche bilden eine Erganzung der in dem vorstehenden
Teil dieser Abhandlung beschriebenen Untersuchungen, durch welche
die Liislichkeit der gessttigten Kohlenwasserstoff e in Fettseifen festyestellt wurde.
I n der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse dieser Versuche
xusanimengestellt, wobei noch bemerkt sein mag, dafs dieselben sich
nicht nur auf die neutralen Salzlosungen erstrecken, sondern teilweise auch mit Uberschuls der Skure durchgefiihrt wnrden. Dabei
wurde jedesmal soviel uberschussige Siiure genonimen, als gerade zur
Bildung eines ubersauren Salzes notwendig war. Stearate und Oleate
gestatteten allerdings die Anwendung solcher flberschusse nicht und
auch bei Harzseife konnte nur ein Ideiner h e r s c h u f s von Harzsaure
(Kolophonium) genommen werden. J e 100 ccm der aufgefuhrten Salzlosnngen liisten die folgende Dfenge eines der Kohlenwasserstoffe:
Natr. acotut Natr. acetat Ratr.butyrat Ratr. butyrat
kalt
5Oproz.
-t 13,47 g
46 g ButEssigsanre.
gesattigt.
tersgure.
Benzol . .
0,l ccm
0,2 ccm
l,6 CClll
5S,4 ccin
2 Tropfen
Toluol . .
4 Tropfeii
4i,G
038 ,,
Xylol . .
38,2 ,)
1
2
>,
075 ,>
Terpentiiiol
1
.
1
.
0,4 n
198 ,,
+
~
I,
C. E n g l e i
11.
E. Diecklioff, Ueber Teer61-Seifenlosungen.
S n t r . isobutyrat
50proz.
Benzol . .
Toluol . .
Xylol . .
Terpentiniil
Benzol . .
Toluol . .
Xylol . .
Terpentinol
Natr. isobutyrat 46 g
Isobutterslure.
50,O ccin
41,4 ,,
3 1 2 ,,
?,4 cum
1-2 ,,
(',4
Natr. isovalerianat .
50 proz.
+
n
0,.3
3,G ccm
2.4
1,2
1,
O J ,,
Natr.-Oleat
l0proz.
17,:
Natrium
Natrium
st,ear at
palmitat,
0 yrozentig. 10 prozentig
1.6 ccm
1.8 ccm
1.5
130
0.s
Benzol . Toluol . .
Xylol . .
Terpentinol
n
n
I Nat
Harzseif e
15 proz.
8,8 ccm
S,2
8,O
11,2
,,
Natr. isovalerianat
L5,2 g Isovalerianshre.
84.4 ccm
+
76
49,6
68,7
623
9AJ
,,
17
n
32
n
n
,,
NatriumHarzseife
10proz.
5,2 ocm
4,4 *
ccin
9,6
7,4 n
376
5.5
7,o
Ka im- 1 Nat 1111Harzseife
Harzseifa
15proz.
25yroz.
8,4 ccm
20 ccm
8,0 ,,
18 ,,
10
58i
n
*
10prozentige Natr. Harzseife 25 prnzentige Watr. Harzseife
0,4 g Koloplionium
2g
4 g ' -t 6 gKolophon.
24
28
Benzol
;,2 ccm
22 I 26
Toluol
6,O n
I
Xylol
496 n
36
4S
Terpentinol
98
+
+
9
1+ 1
2 1j t - i
:)%
C. Eiigler I!. 15. I)iec:l;liof'f. Tieber Teerol-Seifenliisuiigerl
Ails dicsen letzten 'rnhell~iifolgt nicht nur, tI& day Terpentiniil
in Harzseifen. gegcnubcr .Fetts;tureseifen i l i i allgeineinen eirie erhebliche liiihere I,ijslichkeit, tiesitzt. sonclern auch, dal's i h r s c h u f s YOU
Aarzsiiuren in dcr Seifc, wodiircti die Liislichkeit siiintlicher geprut'teii
Kohlonwasserutoffe in Hnrzwili. erliiiht wird. gei.nde nncli wiedcr
heim Terpentind eiiie estliiisite Steigcrung der I ikliclilreit horbeifiirt.
Einflafs der l'hcnole aiif die Liislichkeit der Beiizol-~iolile:1\\:;Iss(~~,stoffe iund des Teipntiiiiils in oraaiiiseli-yrtnren Yalzeii.
Smvie eiii CtJewchulk j'on ~ l i u r c ,so bcgiinstigt. aucIi Zuqatz voii
Phenol oder IG.esol die Liisliclilieit. d s r K(ih1eriw;tsuerdtotfe in Fetts~iul.e-~~lzliisiingen.
1Oc) ccin kalt gesittigter Losung von i\;ittriuinacetrtt
loson Berizol
O,l5 ccm. mit Zusatz von 10 ccni Phenol
ccm
() .).>
,, Terpeiitinijl 1 Tropf'en,
,
,-- 39
100 ccin eincr 10 prozentigen N a t r i u m s
r a tlii Y uti g
losen Benzol
1.6, niit Zusatz von 10 ccni Phenol 9,2 ccin
T O ~ L I O ~ 1.5
13$ ,,
,,
Yylol
130
37.0 ,,
Terpentinol 0,s
n
1U1,O
Die Liislichkeit der Kofilenwasserstoffe in Stearinsaure-Seifen
ivird soriach durch Gehalt an Phenol ganz gewaltig gesteigert. Dahei wurde die letztaufgefiihrto Losnng bei Zusatz noch grol'serci
Mengen Terpentinol (als 101 ccm) nicht stark getrubt, sondern iiur
opalisierend. sodak die Liislichkeit noch gr6ker angenomiuel:
werden darf.
In iihnlicher Weise wird auch die Loslichkeit der Kohlanwasaerstoffe in 0 1s ii a r e s e i f e n diirch Phenol wesentlicli erholit ; desgleichcn
in H a r z s s i f ' e n .
~
t c h : t
100 ccm 25 prowentige Natrium-Harzseife
losen Benzol
30, mit Zusatz von 10 ccmPhenol 104 ccm
Tolnol
18
82
*
Xylol
IT
50 *
,, Terpentinol 32
100
A l e diese Losungen siiid hei gewohnlicher Zimmertemperatiir
hergestellt und triiben sich beim Erwiirmen. ein Beweis. dal's d a h i
die Liislichkeit ahnimmt
Auch durch K r e s o l wird die Lijslichkeit der Kohlenwasserstoffe in Seifenlosnngen gesteigert. So loste ein Geniisch von 00 CCIU
77
C. E n g l e r
LI.
E. Dieckhoff, Ueber Teerol-Seifenlosungen.
5 0 prozentiger Losung von Natriumvalerianat
559
init 10 ccm Kresol
1 i ccni Benzol Mar auf.
K a m p h e r befordert in gleicher Weise die Loslichkeit der Kohlenwasserstoffe in Seifen.
Die Kresole losen sich auch in zahlreichen anderen wassrigen
Salzlosungen mehr oder weniger auf, so - abgesehen von den
Kresotinaten, Kresolaten etc., dem Solveole, Solitole u. a. - in den
Salzen des Ammoniaks nnd Anilins mit Salicylsaure, Benzoesaure.
Phenylessigsaure LI. a. m., durchweg jedoch in geringerer Menge als
in Seifenlosungen.
Endlich machen wir bei dieser Gelegenheit auch auf das G l y c e r i n
als ein ansgezeichnetes Losungsmittel fiir Kresole aufmerksam; 9 csm
Glycerin losen 1 g p-Kresol klar auf, und die Losung kann mit ihrenl
gleichen Volum Wasser verddnnt werden, bis Trubung eintritt ; das
o-Kresol ist noch loslicher, 1 g desselben gebraucht nur 4 ccm
Glycerin zur vollstandigen Losung. Die Losung eines Gemisches von
1 g o-Kresol und 1g p-Kresol
in 13 ccm Glycerin ist in allen
Verhaltnissen mit Wasser Mar mischbar.
Hitteilungen aus dem chem.-pharm. Laboratorium
der Herzogl. techn. Hochschule zu Braunschweig.
BeitrPge zur chemischen und pharmakognostischen Kenntnis der Kakaobohnen
von
H. B e c k u r t s und C. H a r t w i c h .
(Eingegangen den 15. VII. 1892.)
Bekanntlich hat P. T r o j a n o w s k y l ) aus den ahweichenden
chemischen Reaktionen, welche er auf Zusatz verschiedener Reagentien zu den wasserigen Ausziigen der Kakaobohnen verschiedener
Provenienz erhielt, einen analytischen Gang abgeleitet, um diese von
einander zu unterscheiden.
P. Z i p p e r e r g hat sodann in seiner wertvollen Arbeit iiber die
U n t e r s u c h u n g von K a k a o und d e s s e n P r a p a r a t e n eine Method8
1) Arch. Pharm. 15i5, 210, 30.
2, Untersuchungen iiber Kakao und dessen Praparatc. Hamburg
und Leipzig. L. V o b . 1887.
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