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Die natUrlichen Pflanzenfamilien nebst ihren Gattungen und wichtigeren Arten insbesondere den Nutzpflanzen bearbeitet von den Herren Professoren A. Engler und K. Prantl

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Biicherschau.
Wie aus den Untersuchungen hervorgeht, sind bei der Priifung von
Olivenol besonders folgende Priifungen anzustellen :
1. die Bestimmung des spez. Gewichts,
2. die Elaidinreaktion.
3. Jodaisorption,
4. Bestimmung des Schmelzpunktes der fetten Sauren.
Die Resultate dieser 4 Bestirnmungen lassen in den meisten Fallen
zweifellos erkennen, ob ein 01 verfalscht ist, und lassen Schliisse ziehen
auf die Natur des Verfalschungsmittels. (Amer. Journ. of Pharm. May 1889,
Vol. 61, No. 5.)
L. R.
C. Bucherschau.
Von der ,,Gaea", Centralorgan zur Verbreitung naturwissenschaftlicher
und geographischer Kenntnisse, herausgegeben von Dr. 13. K 1e i n , sind
in bekannter regelmafsiger Polge das 5., 6. und 7. Heft ausgegeben. Sie
bringen, wie bislier, eine Reihe von interessanten, belehrenden Abhandlungen aus dem Hereiche der Naturwissenschaften und berichten iiber die
neuesten Arbeiten und Forschungen, welche auf diesen Gebieten vorliegen.
Ich kann mich hier auf eine kurze Inhaltsangabe beschranken. Im 5. Heft
eriirtcrt G. A. H i r n in Colmar die Bewohnbarkeit der Weltkorper, bespricht
dabei die diese Frage behandelnden wichtigeren Arbeiten von 0 e r s t e d t ,
P I a m m a r i o n , L a p I a c e und anderer popularer Schriftsteller und gelangt
am Schlusse beziiglich der Bewohnbarkeit zu dem allgemeinen Satze, dars
dazu erforderlich : 1. die Anwesenheit yon Wasser im fliissigen Zustande,
2. eine mittlere Temperatur iiber 0 O unserer Thermometerskala und 3. die
Gegenwart einer Atmosphare, die hinreichend dicht ist, um die Oberflache des Weltkorpers YO^ der dauernden Erkaltung linter O o zu schutzen.
Er nimmt an, dafs diese Bedingungen in vielen Fallen erfiillt sein konnen.
Franz B e n d t berichtet uber eine n e w Elektricitatsquelle, Dr. B u c h n e r
iiber die tonenden Felsen in der Bretagne, S. 271 bis 276 wird auf Grund
eingehender Versuche die Wirkungsweise der Blitzableiter besprochen,
auf die bei Anlage derselben ZII beachtenden Momentc hingewiesen und
ihre Nutzlichkeit hervorgehoben. Weitere AufsKtze behandcln die
toriale Schnee renze, die antike Stundenangabe und das ligurische
beben von 1889. Im 6. Hefte finden wir eine Beschreibung der gefahrvollen siidafrikanischen Expedition des Dr. I1 o l u p von der Eapstadt
in das Land der Maschukulumbe. (Mit 3 gelungenen Abbildungen.)
Dr. J o r d a n berichtet iiber die neuesten, das Wesen der Elcktricitat
betreffenden Aufschliisse. S. 319 bis 355 wird auf Grund der von
Dr. B r i e g e r -Berlin ausgefiihrten Untersuchungen die Bildung von
Ptomainen und Toxinen besprochen. Am Schlusse bringt der Herausgeber
ein Lebensbild des jiingst verstorbenen bedeutenden russischen E n t
deckungs- und Forscbungsreisenden P r s h e w a l s k i. Das 7. Heft beginnt
mit dem Abdruck eines von 11. M a y r im deutsch-osterreichischen Alpenverein gehaltenen Vortrages iiber den B r e n n e r , die bekannteste Alpens t m k von Deutschland nach Italien. I n lebendi er Sprache werden
zunachst die harten Eampfe der Rergvolker mit d e n s o m e r n um dieselbe,
die im vorigen und laufenden Jahrhundert zwischen Franzosen und den
Bayern gefiihrten, geschildert, dann aber die Eindriicke hervorgchoben, die
2;:
Bucherschau.
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eine Wanderung iiber diesen an Naturschonheiten so uberreichen Pars
hinterliefs. Prof. Ilr. B u c h n e r liefert eine Beschreibung der durch die
Franzosen im siidlichen Algerien angelegten artesischen Brunnen, der an
das Vorhandensein eines groben unterirdischen Wasserbehalters gebundenen Oasen und des Landes selbst. (Beigegeben sind 8 nach Photographien gezeichnete Bilder von Brunnen und Oasen.) Weiter finden wir
einen der ,,Pharm. Rundschau" entnommenen Abdruck iiber die Anwendung
des Mikroskops bei chemischen Untersuchungen, von Prof. I1 a n s h o f e r.
Uber das Wesen der Elektricitat und des Erdmagnetismus schreibt
J. J. G i l l e s , iiber die ,,Erfindung der Galvanoplastik" W. S t o fs und
uber den nautischen Unterricht Kapitiin I h n k en. Der astronomische
Ralender ist, wie bisher, den IIeften beigegeben und unter den Rubriken
,,new naturwissenschaftliche Beobachtungen, vermischte Nachrichten, LitteBertram.
ratur' den Anforderungen Hechnung getragen.
Die natiirlichen Pflanzenfamilien nebst ihren Gattnngen und
wichtigeren Arten, insbesondere den Nntzpflanzen, bearbeitet von den
Herren Professoren A. E n g l e r und K. Pr a n t 1.
Vorliegen die Lieferungen 29 bis 32 inkl. Die erstere - Bogen 7 bis 9,
2. Abteilung, III. Teil. - bringt zunachst die Fortsetzung der ausschliefslich den Tropen zugehiirigen Monimiaceae. 1)arauf folgen die
Lauraceae - 66 Einzelbilder in 9 Figuren -, die insofern eine wesentlichere Bedeutung fiir uns haben, als eine grofsere Anzahl von Gattungen
zu dieser Familie zahlen, die verschiedene medizinische Drogen und fiir
den Iiaushalt wichtige Gewiirze liefern. Die Besprechung erfolgt in der
bekannten Anordnung: Litteraturnachweis, Merkmale, Vegetationsorgane,
anatomisches Verhalten. Blutenverhaltnisse, Bestaubung, Frucht und
Samen, geographische Verbreitung etc. etc.
Die Familie enthalt zwei Unterfamilien, I. die Persoideae und JI.die
Lauroideae. Uber die h'utzpflanzen - den Camphor-, Zimt- und
Lorbeerbaum - wird eingehend berichtet. Als dritte Familie schliefsen
sich an die 4 Gattungen und ca. 20 Arten urnfamenden, in den Tropen
beider Atmospharen verbreiteten Hermandiaceae - 7 Einzelbilder in
1 Figur -. Alle drei sind bearbeitet YOU E. P a x - Breslau. Die Lieferung
schliefst ab mit der Besprechung der Papaveraceae von K. P r a n t 1 und
J. K i i n d i g (45 Einzelbilder in 14 Figuren), die fast ausschliefslich dem
aufsertropischen Florengebiet angehoren. Unterschieden werden I. die
X.die Fumaroideae.
Hyperoideae, II. die Papaveroideae, J
Die 30. Lieferung - Bogen 10 bis 12, 1. Abteilung, III.Teil - fiihrt
in der Behandlung der Proteaceae (En g 1e r) fort und schliefst dicse, die
unter 30 bis 50 aufgefiihrten Gattungen mit den ihr zugehorigen Sektionen
scharf charakterisierend, ab. Den weiteren Inhalt der Lieferung nehmen
die Loranthaceae - mit 20'2 Einzelbildern in 29 Figuren -, gleichfalls
von A. E n g 1 e r bearbeitet, in Anspruch, meist halbparasitische Straucher,
welche, durch Saugorgane verschiedener Art mit den Leitungsgeweben
anderer Holzgewachse verbunden, yon diesen zum Teil ihre Nahrung
beziehen. I h r anatomischer Bau wird eingehend erortert und durch die
zahlreichen, vortreff lichen Einzelbilder das Verstandnis erleichtert, ebenso
werden die Reimung, die Entwickelung des Embryo, die Verbindung
mit dem Substrat ausfiihrlich besprochen. Die Familie findet in den
tropischen und subtropischen Landern ihre grofste Verbreitung, im
gemabigten Europa ist sie nur sparlich vertreten, in kalten , trockenen
und baumlosen Gebieten fehlen sie ganzlich.
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Biicherschau.
Unterschieden werden I. die Loranthoideae mit 10 Gattungen, von
denen nur Loranthus wenige aufsertro ische Arten enthalt, 11. die
Viscoideae, von denen die ersten 5 8attungen in dieser Lieferung
charakterisiert werden.
Die 31. Lieferung - Bogen 1 bis 3, 1. Abteilung, Iff. Teil - beginnt
mit den Phytolaccaceae (von H e i m e r 1- Sechshaus bei Wien) - 16 Einzelbilder in 4 Piguren -. Dieselben sind amerikanischen Ursprungs, in
subtropischen und gemafsigten Landstrichen weniger verbreitet, einige
Gattungen - Rivina und Phytolacca - nach der alten Welt verschleppt.
Die Familie wird in 6 Unterfamilien geteilt und umfafst nur 22 Gattungen
und auch wenige Arten. Bekannter ist Phytolacca decandra L., aus deren
Beerenfrucht ein dunkelroter Saft gewonnen wird, der zum Farben von
Liqueuren , Weinen und geriiucherten Fleisch- und Zuckerwaren benutzt
wird. Die Nyctaginaceae (von A. H e i m e r l ) - 34 Einzelbilder in
6 Figuren - sind vorzugsweise in Amerika einheimisch. medizinische
oder technische Verwendung finden dieselben nicht, zeigen aber einen
rofsen Gehalt von Calciumoxalat-Krystallen. Hierauf folgen die Aczoaceae
Ficoideae, Mesembrianthemaceae), bearbeitet von E. P a x - mit 37 Einzelbildern in 9 Figuren -. Sie sind Bewohner der Tropen und subtropischen
Gebiete, lieben zum Teil trockenes, sandiges Gebiet, so gegen 300 Arten
i.n Afrika, zum TeiI maritime Klimate (Mesembrianthemum), Mit einer
Ubersicht der zahlreichen Gruppen und Gattungen und Charakteristik
derselben schlieht die Lieferung. I n der folgenden wird zunachst die
Besprechung der Loranthaceae zu Ende gefuhrt, dann folgen die
Myzodendraceae - 17 Einzelbilder in 1 Figur - mit der einzigen, gleichnamigen, in Siidchile vorkommenden parasitischen Gattung, und die
Santalaceae - 67 Einzelbilder in 14 Figuren -, bearbeitet von I l i e r o n y m u s - Breslau. Letztere sind in den Tropen und in den gemafsigten
Zonen einheimisch, in Europa besonders durch die Gattung Thesium
vertreten. Mit dieser Familie nahe verwandt sind die am Ka der guten
Hoffnung in einer Gattung und wenigen Arten auftretenden irabbiaceae.
Den Rest der Lieferung nehmen die Olacaceae - 44 Einzelbilder in
8 Figuren -, bearbeitet von X n g l e r , ein. Die Pamilie ist fast ausschliefslich tropisch, meist Straucher und Baume, deren Stamme als
Nutzholz Verwendung finden.
Juni 1889.
Bertram.
F
..
___~
Encyklopldie der Naturwissenschaften, herausgegeben von Prof.
I)r. W. F o r s t e r etc. - Erste Abteilung, 58. Lieferung, enthalt: H a n d b u c h d e r B o t a n i k . 23. Lieferung. - Breslau, E d u a r d T r e w e n d t ,
1888. - 118 S.in gr. 80.
Vorljegende Lieferung bringt den Schlufs yon Prof. Dr. A. S c h e n k ' s
hervorragender Abhandlung ,,Die fossilen PflanzenresteY, indem sie die
G y m n o s p e r m e n ( K o n i f e r e n und G n e t a c e e n ) zu Ende fiihrt, dann,
zu den A n g i o s p e r m e n iibergehend, die ziemlich schwach vertretene
Gru pe der M o n o k o t y 1e n behandelt um schlieblich die um so umfangreicgere Abteilung der D i k o t 1e n , der Anordnung E i c h l e r ' 8 folgend,
zur Darstellung zu bringen. haher auf den reichen Inhalt einzugehen,
mussen wir uns hier versagen, doch konnen wir den Wunsch nicht unterdrucken, dafs der Herr Verleger eine Separatausgabe herstellen moge,
damit diese hochinteressante Abhandlung den weitesten Kreisen zuganglich
gemacht werde.
Es folgt der Anfang eines Aufsatzes iiber .Die Pilze", von Prof. Dr.
w. Z o p f , des durch seine friiheren Heitrage ,,Spaltpilze" und "Schleimpilze" riihmlichst bekannten Mitarbeiters der Encyklopadie. In dieser
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