close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

EigenthUmliche Eigenschaften des Jods Phosphors der Salpetersure etc.

код для вставкиСкачать
Eigenthumliche Eigenschaften des Jods, Phosphors elc. 175
Aiiwenduiig der Kohle zur Hervorbringung eines
starken elektrischen Stromes.
R e i n s ch bedient sich dazu nichts Anderes als eines
groblichen Coakpulvers, wornit eine Thonzelle angefullt
wird, das Coak ulver wird mit gewohnlichem Scheidewasser angefeuc tet, so dass es erade benetzt ist, und in
das angesauerte Coakpulver ein tuckchen Coak, um dessen Ende ein Kupferdralh gewunden ist, gesteckt. Die
Wirkung ist ganz ausserordentlich ; die Ausladungscylinder
an einer elektromagnetischen Maschine nach I) e s a g a lassen sich nicht mit trocknen Elanden halten ; in drei Tagen
war eine solche Zelle noch in Wirksamkeit und die Wirkung noch ganz gleich. Da das Coakpulver so vie1 wie
nichts kostet, bestandig zu gebrauchen ist ( m a n darf es,
wenn die Saure nach und nach zu schwach geworden,
nur an der Luft abtrocknen und wieder von neuem mit
Scheidewasser befeuchten), da dadurch ein so gleichmassiger Strom erzeugt wird, so werden durch dasselbe dem
Galvanoplastiker ungemeine Vortheile geboten , und die
Ausgaben fur Apparate und Erregungsmittel auf das Minimum reducirt. (Jahrb. /iir prakt. Pharm. Bd. X V I . 8.1)
E:
sg
R.
Eigenthumliche Eigenschaften des Jods, Phosphors,
der Salpetersaure etc.
Das Jod besitzt nach N i i:p c e d e S t.V i c t o r die mcrkwurdige Eigenschaft, sich mit Ausschluss der weissen nur auf
die schwarzen Theile eines Ku ferstichs, einer Schrift u. s. w.
zu fixiren, und dann durch Atdruck derselben auf andere
Kor er eine Vervielfiiltigung zu gewahren, die ohne Nachtheir fur die angewandte Schrift oder den Kupferstich his
ins Unendliche fortgesetzt werden kann. Man unterwirft
den Kupferslich bei einer Temperatur von 45-200 wahrend 6 Minuten der Einwirkung der Diimpfe von I 5 Grm.
Jod auf den Quadratdecimeter. und presst ihn nachher auf
ein mit Starkmehi geleimtes Papier, das man vorher, um
die Zeichnung dauerhaftcr zu machen, mit etwas schwefelsaurehaltiSem Wasser henetzt hat. Spater ~ e l a n ges
auch, diese Behandlung mit Joddiimpfen durch, mehrmaliges Eintauchen der Kupferstiche in Jodtinctur oder Jodwasser zu ersetzen. Durch Einwirkung von Licht iind
Luft verschwindet zwar das Bild nach und nach wieder,
unter eine Glasplatte geklebt dagegen halt es sich sehr
langa. Eine einzige Behandlungmit Jod reicht hin fur mehrere
1’76 Eigenthumliche Eigenschafien des Jods, Phosphors elc.
Abdrucke des Kupferstichs, und die letzten Abdrucke sind
sogar die hubschesten.
Durch dasselbe Verfahren kann man jede Art der
Zeichnung, sie mag mit fetter oder Wasseriinte, mit Tusch
oder Wasserblei verfertigt sein, vervielfaltigen ; man taucht
die Zeichnungen erst in ein etwas ammoniakalisches, dann
in ein mit Salzsaure, Schwefelsiiure oder Salpetersaure
angesaueries Wasser, trocknet sie und behandelt sie wie
oben mit Joddampfen. Das Papier, auf das man die Abdrucke bringen will, muss jedoch auch wieder zuvor mit
Starkmehl geleimt sein, weil die Uebertragung der Zeichnung auf der Rildung von Jodstarke beruht.
Ueberzieht man Platten von Porcellan, Opalglas, Alabaster und Elfenbein mit Starkekleister und behandelt sie
dann wie oben, so erhalt man ungleich schonere Bilder als auf
Papier, und k a n n dieselberi durch Ueberziehen mit einem Portraitfirniss und Aufbewahren unter Glas sehr dauerhaft machen. Je nachdem die Starke mehr oder weniger stark gekocht ist, erhiilr man Bilder von verschiedenen Farben, roth,
violett, blau. Fast russschwarz werden sie, wenn man sie
den Dampfen von Amnioniak aussetzt; nur ist in diesem
Falle ein Firniss, der die ursprungliche Farbe wietler herstellen wiir.de, nicht zulassig.
Auch auf verschiedene Rlelalle lossen sich die Bilder
sehr schiin uhertragen, indem man den Kupferstich, nachdem er den Joddiinipfen ausg.esetzt worden, auf das Rletall
presst; wenn letzteres Silber rst, es nachher Quecksilberdampfen aussetzt; wenn dies hle~allKupfer ist, es in flussiges, etwas erwiirmtes Ammoniak taucht, um das entstandene Bild zu fixircn. Fur die auf Eisen, Blei, Zinn und
Zink, ehenso wie auf Iinpfer erzeugten Bilder, kennt man
noch kein Mittel dcr Fixirung.
Auch Oelgemiilde lassen sich vervielfiiltigen, nur muss
das obige Verfahren etwas modificirt werden wegen der
Eigenschaft mancher Rletall farhen (z. B. des Kupfer- oder
Zinkvitriols, des Silber - und Quecksilbersalpeters, des
Iiupferoxyds, Bleiweisses, Auripigments, Zinnobers, Ultramarins), das Jod nicht mehr aufiunehmen.
Eine andere Eigerischaft des Jods ist die, sich auf
Reliefzeichnungen und auf alle Korper, die Vertiefunpn
darbieten, zu fixiren; Farbe und Zusammensetzung der
Korper, Zutritt oder absoluter Abschluss von Licht und
Luft sind dabei ganz ohne Einfluss.
Die Unabhiingigkeit der erst erwahnten Eigenschaft
des Jods von dieser letztern ist direct durch Versuche
nachzuweisen. Wird ein Stuck weisses und schwarzes
Eigenthiiinliche Eigenscha/?en des Jods, Phosphors etc. 177
Holz zusammengeleimt, zusamnm1 abgchobelt, so dass man
eine vollkommen ebene schwarze und weisse Flache hat,
diese dann den Joddampfen ausgeset.zl und auf eine Kupferplalte gebracht, so erscheint auf der lctztern nur der
schwarze Theil der FIPche wieder.
Chlor besitzt diese Eigenschaften des Jods auch; nur
ist die erhaltene Zeiclinung so schwach, dass sie ohne
Behandlun der Kupfer- und Silberplatten mit Ammoniak
oder Quec silberdampfen, oder ohne dass man auf die
Platten haucht, nicht sichtbar erscheint. Dem Brom geht
diese Eigenschaft ab.
Wirken Joddampfe auf cine mit Kleister uberzogene
Silber- oder Kupferplalte, so fixirt sich die Zsichnung auf
dem Metall; das Jod dringt vermoge der grossern Verwandtschaft zum Metall diirch die Kleisterschicht durch,
ohne in dieser Spuren zuruckzulassen.
Das durch langsame Verbrennung erhaltene Verbrennungsproduct des Phosphors wirkt ebenso wie das Jod
auf die schwarzen Slellen eines Kupferstichs oder jeder
Art Zeichnung, von welclier chemischen Bcschaffenheit
auch dieses Schwarz scin mag; die Zeichnung wird wie
oben fixirt, auf Kupfer mil Ammoniak, auf Silber mit Quecksilberdiinipfen. Es besteht nur der Unlerschied, dass, wie
lange auch die Einwirkung der Phosphordiimpfe dauern
mag, doch nur von den scliwarzen Stellen diese Dampfe
aufgenommcn werden, wiihrend bei allzu langer Einwirkung des Jods dasselbe auch auf die weissen Stellen
zu wirken anfangt untl die Zeichnung dann verniischt
erscheint.
Die Diimpfe von Aut,ipigment wirken so auf Kupfcrstiche, dass dicselbcn, nachhcr auf polirte Kupfer- oder
Silberplatten gepresst, auf Ictztern das Bild erzeugen, ohne
dass die Rletallplalten irgend einer Zubereitung bediirfen ;
diese Bilder werdcn von Scheidewasser nicht angegrif'fen,
Die Dampfe von Quecksilbersublimat wirken ebenso,
doch bedurfen die Metallplatten zur Fixiruns des Bildes
einer Behandlung mit Ammoniak.
Wirken arif einen Kupferstich - dessen schwarze
Farbe von beliebigcr Zusammensetzung sein kann, - oder
aucli organisch schwarz und weiss gefarbk liiirper, z. D.
Vogelfedern, die Diimpfe von rciner Salpetersiiure, SO
erzeugt sich auf einer mit dem Iiupfctrstich in Beriihrung gebrachten Silber- oder Kupferplattc nach einigen
Minuten ein sehr sichtbares Bild; die weissen Stellen sind
mit weissem Dampf beladen, die schwarzen Slellen sind
durch das reine Kupfer dargestellt. Die Zahl der nach
43
Arch. d. €'harm. CIV. Bds. 2 . IIft.
\
178 Eigenthiimliche Eagenscharten des Jods, Phosphors etc.
jeder Behandlung des Kupferstichs mit den sauren Dampfen erhaltenen Abdrucke ist sehr gering, zwei Abdrucke
sind das hiichste ; bei zu langer Einwirkung verschwindet
die Zeichnung wieder. Diese Dampfe wirken auch auf
erhabene Arbeit, so dass also von trocknen Stempeln und
Oelgemalden Bilder gewonnen werden konnen. Auch durch
Eiiitauchen der Kupferstiche etc. in mit Sal etersaure angesauertes Wasser gelangt man zu demse ben Resultate
wie (lurch Behandlung derselben mit salpetersauren Diimpfen.
Salzsaure hat ziemlich dieselbe Wirkung wie Salpetersaure, doch ist letztere vorzuziehen.
Auch trockner, etwas erwarmter Chlorkalk, oder cine
Aufliisung von Chlorkalk in Wasser wirkt ebenso, wie salpctersaure Darnpfe oder wie salpetersaures Wasser. Auch
hier werden nachher die weisscn Stellen des Kupferstichs etc. auf der Metallplatte weiss reproducirt; die Wirkung ist also der des Jods, Chlors uiid deren Auflosungen
i n Wasser entgegengesetzt, wcil bei Anwendung der letzteren Substanzen die schwarzen Stellen des Kupferstichs
sich beim Abdruck auf eine Kupfer- oder Silherplatte
reproduciren. Ein mit Chlorkalk hehandelter Kupferstich
wirkt auf Lackmuspapier so, dass die weissen Stellen des
Kuperstichs auf dem Lackmuspapier weiss reproducirt
werden, wahrend nach Behandlung des Kupferstichs rnit
Chlor die schwarzen Stcllen des Bildes auf dem Lackmuspapier roth erscheinen.
Zur Erzeugung photographischer Bilder bedient sich
der Verfasser des Glases, statt, wie es bisher meist geschehen, des Papiers. Die Glasplalten werden mit einer colirten rcinen St~rkekleisterlosung,in der etwas Jodkalium
gelost ist, moqlichst gleichl'iirmig iibergossen und in genau
horizontaler Lage an der Sonne oder im Trockenofen so
rasch als moglich getrocknet, dnmit sich der Kleisteruherzug nicht abschalt. Nach dern Troclinen werden die Platten mil Acetonitrat (?). nachher mit ,reinem Wasser befeuchtet, sodann in die Camera ohscura gebracht, wo sie bei
Sonnenliclit cine halbe, im Schattcn eine hlinute verweiIen. Durch Behandlung niit Gallussiiure erscheint nachher das Bild, und durch Bromkaliurn wird es fixirt. Reine
Eiweissliisung ist der Kleisterlosung noch vorzuziehen; die
Einwirkung des Acetonitrats und die des Lichtes in der
Camera obscum ist zwar langsamer, das Bild abcr vie1
reiner, und vielleicht eben so schon zu erhalten, als Bilder auf Silberplatten. Will man sich fur photographische
Bilder noch ferner des Papiers bedienen, so ist es rathSam, lctztercs zuvor mit einer oder zwei Schicht.en einer
f
Hydrale der Salpetersct'ure.
179
Starkekleister- oder Eiweissliisung zu uberziehen. (Ann.
de Chirn. et de Phys. T.22. p . 874
H c.
Hydrate d e r Salpetersaure.
A. S rn i th unterwarf 6-7 Unzen einer rothen Salpetcrsaure, die durch Behandlung von rother rauchender Saure
mit Vitrolol erhahen war, der Deslillation. Millelst eines
Apparates, welcher rnit einem Trockenapparate in Verbindung stand, wurde 2-3 Stunden lang Luft durch die Saletersaure und den Hals der Retorte gezogen, wahrend
retzterer i n einem Sandbadc die Temperatw von 770 immer bc\vi\hrt wurde. In der Vorlage konnte eine gerinoe
Mengo niit dern Lufistrome uhergehende Siiure bemerit
werden. Die Saure, die vor der Entfarbung 4,522
Cew. hattc, zeigte nach derselben nur 1,503. DurchsgiFi
tigung mit rcinern kohlensaui*em Natron wurde der Procentgehalt a n wasserfreier Saure = 81,BG gefunden. Der
Procenrgehalt einer Saure, die '1; Aeq. Wasser enthalt,
belauft sich auf 80 Proc. Saure; diese siedet bei 88O, zu
Ende steisl die Temperalur auf 421°. Diejenige Saure,
welche bei 1240 siedet, enihiilt 63,381 Proc., und die bei
88-91.O siedendc 84,96 Proc. wasserfreie SBure. Da die
letztcre Saure dunkelroth gefiirbt war, so wurdc sie nochrnals entfiii-bt, zeigtc nun dns spec. Gew. von 1,516 bei
4 5,s" u n d enthielt 84,54. Proc. wasserfreie Saure. Diese
Siiure siedete hei 84,4", ein grosscrer Theil ging aber bei
85 und 87O iiber; spater slieg die Ternperalur auf 93,3O.
Was hierbei zuerst iiberging, wurde nochmals entfiirbt
miltelst des erwiihnten A p aratcs; die Fliissigkeit zeigto
n u n ein spec. Gcw. = 1 , 5 b bei IB,B0, 60 Grm. derselben
siiltigten 4237 Grm. kohlensaures Nalron, u n d es iassen
sich 84,74 Proc. wasscrfrc-ie S6ure berechnen. Diese Saure
xeigle bei Siedehitze keinc Wirliung auf Eisen und Zinn,
u n d war, ihrc andern Eigenscliaftcn rnit in Bctracht gezosen, das wirkliche hfonohydrat dcr Salpelersaure A q , N x O s .
Der Verl: suchte das Bihydrat durch Vermischen mit
der bercchncten Menge Wasser darzuslellen. Das Resultat war, dass ein Bihydrat iiicht exislirt, denn das eben
angefuhrte Gcrnisch zerselzte sich beim Destilliren in das
zuerst iibergchende hlonohydrat, und ein in der Retorte
zuriickbleibendes Hydrat, dem Siedepuncle nach das Tetrahydrat vorslel lend.
Die ubrigen Resultate, die der Verf. noch erhielt, stimmen niit den allern uberein. (Philos. Mag. Journ. of Scienc.
B.
3. Ser.
Pharm Cenh.61. 1845. No. 13.)
-
13*
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
301 Кб
Теги
der, etc, eigenschaften, jods, salpetersure, des, eigenthumliche, phosphorus
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа