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Eine neue BUrette.

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M. Vogtherr, Neuc Biiretto.
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a19 l/d des vorhandenen Kali an Stickstoff, welcher bei dem Verkohlen und Veraschen verloren geht. Mailmen6 schlug friiher
schon vor, die bei der Vcrkohlung entweichenden Gase auf Ammoniak mit zu verarbeitcn. I l a v r e z ' empfahl die Verwendung des
Wollschweisses zur Rercitung von Blutlaugensalz.
V o h 1 empfalil schon 1867, bei der Scheidung des Abfallwassers von Tuchfabriken , Wollwiischereien u. dergl., den Seifenfliissigkeiten Chlorcalcium zuzufiigen und dadurch die Seifen zu zersetzen
und die Pettaauren zu scheiden; jedoch wcrden hierdurch die freien
Fette nicht mit gefdlt.
E. N e u m a n n hat 1878 ein Patent genommen fur das gleiche
Verfahren unter steter Wiederbenutzung des einmal gebrauchten
Fiillungsmittels nach Zerlegung der Kalk - Seife mittelst Salzsaure.
Neine mehrfachen Versuche haben mir mit gelijschtem Kalk,
wie oben beschrieben, stets den besten Erfolg gegeben, unter Umsthden war ein etwas st%rkerer Zusatz geboten. Umriihren bewirkte
in der Regel clie sofortige Pallung dcr Seife und vollstiindige Klarung der Fliissigkeit.
E. N e u m a n n 4 hat ein weiteres Patent genommen fur die Scheidung mit Kalkmilch unter Zusatz von etwas Eisenvitriol oder Bittersalz , bei Vorhandensein von leimartigen Stoffen, auch von wenig
Gerbsiiure. Alle dime Versuche schliessen jedoch mit der selir
lolinenden Ausnutziing der Abfallwasser der Wollwhche , welche
somit unbedingt zu verlangen ist.
Eine neue Burette.
Von M. Vogthorr, Apotlicker in Jena.
Seit dem Erschcinen der Pharm. Germ. II. hat sich das phnrmaceutische Interesse auch sehr lebhaft mit der Ausbildung und
Vervollkommnung der maassanalytischen Apparate beschaftigt. Die erste
1) Wagner's Jallrosbcricht f. techn. Chcmie 16. 210.
2) Ilingl. polyt. J. 185. 465. W'agn. Jahresbcr. 1867. 705.
3) Wagn. Jahrcsber. 1878. 1028.
4) Wagn. Jalircsber. 1581. 967.
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M. Vogtherr, Xeue Birette.
Inleitung zur Anschaffung der fiir die maassanalytischen Arbeiten
in der Apotheke niithigen Apparatc gab M y l i u s in der Pharm.
Centralh. 1882. No. 32. Diesclbe zeichnet sich durch grilndliches
Studium aller einschliigigen Arbeiten aus und kann als hijchst zweckcntsprecliend bezeichnet werden. Von den bckarintcn Biircttcn schliigt
51. die Rink’sche (englische Giess-)Biirette vor und hebt d s vorziigliche Eigenschaften derselbcn bequeme Rcinigung und verhiiltnissmiissig geringe Zerbrechlichkeit hervor; es ist aber fiir den
Cngeubten mit einiger Nuhe verbunden, sich auf das Titriren mit
dicser Biirette soweit einzuubcn, dass eine sichere, genaue Analysc
zu Stande kommt. Daher mag es auch gekommen sein, dass sich
dicse Burette sowenig Freunde erwarb und die Neisten lieber zur
Mohr’schcn Quetschhahn -, zur Glashahn- oder zur Gay-Lussao’schen
Giessburette gritfen und dicse alle trotz grasserer Zerbrechlichkeit,
trotz Niihe und Plagc beim Heinigcn der Bink’schen Biirette vorzogen. Man suchte dann nach allerlci Verbesserungen, die meist
darauf hinausliefen, fiir die theure Glashahnbiirette eine gleich practische , aber billigere herzustellen ; trotz vicler Vorschyage ist aber
nichts wirklich Lebcnsfiihiges geschaffen werden. Gegen Ende des
Vorjahrcs z. B. Yersuchte Herr Apotheker Kohlmann fur seine Flaschenburette, die Vcrschluss und Burette sugleich war, Propaganda zu
machcn; dieselbe crwics sich als unzwcckmlssig fir gutes Arbeiten
nnd der Erfinder hat die Vorwurfe, die seinem Apparate von Dr. Hubricr- Jena gemaclit wurden, bis heutc nicht entkraften kiinnen.
Dr. Hiibncr hat nun sclbst versucht, nicht nur das Enbranchbare
als solches zu bezeichncn, sondern auch Bessercs an seine Stelle zu
sctzen und im Verlaufe dcr hierauf gerichteten Versuche hat er sich
vernnlasst geschen , die ganzc Idee der Flaschenburette fallen zu
lassen , und ist sclbst zur gewiihnlichen Ausflussbiirette wieder
zuruckgekchrt. Fur diese war friiher schon der Vorschlag geschehcn,
man mijge zur Ersparniss der theurcn, leicht zerbrechlichen Glashahnbilrctte, die bei Chamlleon und Silbcrnitntlijsung nur durch
Giessbiiretten ersctzt werden konnte , an der oberen Oeffnung einer
Messpipette einen Gummischlauch mit Quctschhahn befestigen , so
erhalte man cine Hiirettc , bci der die Flussigkeit mit organischen
Stoffen nicht in Beriihrung komme und trotzdem der Glashahn
ersctzt sei.
Diese Biirette hat ahcr den Nachtheil, dass sie sich schwer
reinigen llsst, weil ihr llnls obcu schr eng ist. Es war also
M. Vogthorr, Xeuc Biirctto.
Fig. 1.
a
Fig. 2.
51 1
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N. Vogthcrr, Keuc Burette.
wiinschenswerth, einc neue Biirette so cinzurichten, dass die Maassfliissigkeiten mit organischen Stoffen nicht in Beriihning kommen,
dass sich abcr dcnnoch die Burette leicht reinigcn liisst und man
die Maassfliissigkeit rnit der zu genauen Arbeiten nijthigen Leichtigkeit ausfliessen lassen und zuriickhalten kann. Daraus entstand
nun allmiihlich ein Instrument von rorliegender Form (Fig. l), welches
fiir das d e u t s c h e R e i c h p a t e n t i r t worden ist. Eine graduirte
Rijhre von 30 C. C. Inhalt ist unten in eine langere Ausflussspitzc
verjiingt , oben rnit einem Iiautschukstijpsel luftdicht verschlossen.
Seitlich, in beliebiger H6he uber der Qraciuirung befindet sich cin
kurzes, im Winkel gebogenes , engcres Glasrohr , mit schief aufsteigcndem Schenkel, an dem ein Gummischlauch von belicbiger Liinge,
rnit Mundstiick versehen, befestigt ist. (Das Rollr) der Kautschukschlauch wircl mit einem Quetschhahn rcrsehen. Zur Fiillnng saugt
man die Naassflussigkeit vorsichtig in die Biirctte bis uber dcn
Nullpunkt , schliesst den Quetschliahn und stcllt die Fliissigkeit
schliesslich durch langsames Ausfliessenlasscn auf den Nullpimkt ein.
Beim Oeffnen des Quetschhahnes llsst sich das AusstrBmen dcr Fliissigkeit s e h gut regnliren, so wie auch plotzlich verhindern. Man findet sogar, dass, wenn man unmittelbar vor der Endreaction zu stehen
glaubt, man den Qnctschhahn gar nicht zii ijffnen braucht, inn noch
einige Tropfen ausfliessen zu lasscn; man hat nur nijthig, oberhalb
des Quetschhahnes auf den Gummischlauch zu drucken, worauf noch
einige Tropfen fallen werden. Freilich kann man dann nicht verhindern, dass Luftblasen in der Fliissigkeit aufsteigen, was bei manchen Substanzen vermiedon wcrden muss; in solchcn Fallen muss
dieses Verfahren dann naturlich unterbleiben. Eincn Nachtheil besitzt
das Instrument: Gefiillt kann es nicht tagelang hingcstellt werden;
denn da das uber der Fliissigkcitsslule befindliche Luftvolumcn allseitig abgeschlossen ist, so wird es bei der Ausdehnung durch
Erwkmung einige Tropfen Flussigkcit heraimtossen; andrerseits
wiirden beim Abkiihlen einige Luftblasen durch die Fliissigkeit
aufsteigen. Da dieses Stehenlasscn der gefiillten 13iirette leicht vermieden werden kann und durchaus nicht nothwendig ist, so fillt
diese Unannehmlichkeit kaum ins Gewicht.
Bus dem Gcsagten geht hervor, dass die neue Biirctte dcn
alten in Nichts nachsteht; sie hat aber den Corzug der Rilligkeit
vor der Glashahnbiirette (sie ist von Schlag 6 Behrend in Bcrlin
zu beziehen); auch ist sic nicht SO zerbrechlich, als jene, llsst sich
Y.Vogthcrr, Scuc Riircttc.
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lciclit reinigen und wird nicht unbrauchbar, wie jene, durch Einkitten des Glashahns bei mangelhafter Rcinigung.
Wenn man nun dcm Quetschhahn noch besondcrc Aufmerksamkeit schenken will, so w i d man bald weitere Vortheilc des
vorliegenden Apparats endecken.
Hiibner selbst macht darauf aufmerksam, dass, wenn man statt
des Mohr’schen Quetschhahnes (Fig. 1a.) einen Hoffmann’schen
Schraubhahn (Fig. 2a.) vcrwendct, so kann man den Ausfluss des
Btiretten-Inhaltos fur cinige Zeit regulircn und bekommt dann die
reclite Hand frei; da man aber zur Stellung des Quetschhahnes
selbst bcide Hande nothig hat, so sclllagt Hubner vor, man mijge
diesen Hofmann’schcn Hahn in einc Klemme, vielleicht am Burettenstativ selbst befestigen.
Dieser Vorschlag ist ron wcsentlicher Bedeutung. Denn indcm
der Quetschhahn jetzt selbst festsitzt , braucht man zur Regulirung
desselben nur cine Hand und kann die andcre fur das untergestelltc
Recherglas oder dergl. verwenden. Xan bcliommt also einc Hand
stets frei; es ist aber eine Unannehmlichkeit dabei , namlich die,
class der Hoffmann’sche Schraubhahn sich schr schlecht cinspanncn
lasst und jede Klemmc nur einen Quetschhahn aufnehmen kann.
Dies fuhi-te mich sclbst auf den Gedanken, den Quetschhahn durch
Vcrlangerung des oberen Querbalkens mit ciner Klemmc zu vcrbinden, und da man zu einer Jfaassflussigkeit mcist eine Gegcnfliissigkeit verwendet , so vcreinigte ich zwei solcher Quetschhahne,
fur zwci Buretten, an einem Balken. (Fig. 2.)
Dieser kleine Apparat, dcr etwas mehr kostet als 2 Quetschliglinc, cmpfiehlt sich fur die Hubner’sche Pipettbiirette ganz ausgezeichnet und lasst die guten Eigenschaftcn derselben im besten
Lichte erscheinen. Eincr Erklkung dcr Anwcndung meines Quetschhahncs bcdarf cs nicht; ich verwcise zur Erliuterung auf die bcistehendcn Figurcn:
Figur 1. Hubner’sche Pipctt - Burette mit Xohr’schcn Quetschhahn.
fygur 2. Vogtherr’s Doppclquetschhahn mit Zwingc.
Figur 3. Zwei Hiibncr’sche Pipett -Buretten mit Vogtherr’s
Doppclquetschhahn.
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