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Eine neue Synthese von 2-Acyloxyimino-cumaranonen.

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I22
Loth und Kohne
Arch. Pharmaz.
H. Loth und H. Kohne
Eine neue Synthese von 2-Acyloxyimino-cumaranonen*~
Aus dem Pharmazeutischen Institut der Freien Universitat Berlin
(Eingegangen am 24. Marz 1972).
Bei der Umsetzung von Acetanhydrid mit o-Hydroxy-0-nitro-acetophenonentsteht nicht
2-Methyl-3-nitro-chromon, sondern 2-Acetyloxyimino-cumaranon(2-Acetyloxyimino-3-0x02,3-dihydro-benzo[b]furan).Andere Saureanhydride gehen entsprechende Umsetzungen ein;
2-Benzoyloxyimino-, 2-Veratroyloxyimino- und 2-(3,4-Dibenzyloxy-benzoyloxyimino)-cumaranon wurden synthetisiert. Ihre Abbaureaktionen und massenspektrometrischen Fragmentierungen werden diskutiert.
A New Synthesis of 2-Acyloxyiminc~coumaranones
The reaction of acetic anhydride with o-hydroxy-0-nitro-acetophenone does not yield 2-methyl3-nitro-chromone, but 2-acetoxyimino-coumaranone(2-acetoxyimino-2,3-dihydrobenzofuranone-3). Other acid anhydrides give the same reaction; 2-benzoyloxyimino-, 2-veratroyloxyiminoand 24 3,4-dibenzyloxy-benzoyloxyimino)-coumaranonewere synthesized. Their degradation
reactions and mass spectrometric fragmentations are discussed.
Versuche, 3’,4’-Dihydroxy-3-nitro-flavon
mit den iiblichen Methoden der Flavonchemie herzustellen, blieben ohne Erfolg’). So konnte z.B. o-Benzyloxy-/%nitroacetophenon nicht mit Veratrumaldehyd kondensiert werden, obwohl die Kondensation mit Benzaldehyd nach Samokhvalov u.M.’) auch in eigenen Versuchen gelang;
3’,4’-Dimethoxy-3-brom-flavon
lieB sich nicht mit Natriumnitrit umsetzen. Wir
griffen darum Arbeiten von Huebner und Link’) auf, die bei der Acetylierung von
o-Hydroxy-0-nitro-acetophenon (1) eine gelbe Verbindung (2) erhielten, die sie als
2-Methyl-3-nitro-chromon beschrieben; diese Umsetzung wiirde einer Allan-Robinson-Synthese entsprechen.
Wir hofften, in analoger Weise 3’,4’-Dimethoxy-3-nitro-flavon
durch Umsetzung
von 1 mit Veratrumsaureanhydrid darstellen zu konnen. Die erhaltene gelbe Verbindung 3 hatte zwar eine elementare Zusammensetzung und ein NMR-Spektrum, die
*
Teil der Dissertation H. Kohne, Freie Universitat Berlin 1971.
1 H. Loth und H. Kohne, Arch. Pharmaz. 306, 101 (1973).
2 G.J. Samokhvalov, M.K. Shakhova, M.J. Budagyants, A.Y. Veinberg, L.V. Luk’yanova und
N.A. Preobrazhenskii, Shurnal Obschtschei Chimii (J. allg. Chem.) 31, 1147 (1961); ref.
C.A. 55,24731 (1961). M.I. Budagyants, M.K. Shakhova und G I . Samokhvalov, Shurnal
Organicheskoi Chimii (J. org. Chem.) 5, 1857 (1969); ref. C.A. 72, 21600 (1970).
3 Ch.F. Huebner und K.P. Link, J. Amer. chem. SOC.67, 99 (1945).
306173
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2-Acy loxyirnino-curnaranone
damit in Einklang waren, die UV- und IR-Spektren dagegen pa5ten nicht zu einem
Flavongeriist (Tab.). Zur Klarung des Sachverhaltes wurden 2 von Huebner und
Link3) und die Produkte 4 und 5, die wir durch Umsetzung von 1 mit Benzoesaureanhydrid bzw. 3,4-Dibenzyloxy-benzoesaureanhydriderhielten, in die Untersuchungen einbezogen. Dabei ergab sich, d& 4 nicht mit dem nach Michalska4)dargestellten
3-Nitroflavon identisch war (Tab.). Nach den W- und IR-Spektren war zu erwarten,
d& 2 , 3 , 4 und 5 den gleichen Grundkorper besitzen, wobei sich die IR-Banden
zwischen 1600 und 1800/cm als Funfring-carbonyl-, Ester- und C=N-Gruppen interpretieren lassen. Die saure Hydrolyse liefert dann auch fur alle Substanzen ein gemeinsames Abbauprodukt, die o-Hydroxybenzoylameisensaure;
daneben konnen die zur
Synthese eingesetzten Sauren nachgewiesen werden. Bei alkalischer Hydrolyse entsteht in allen Fiillen Salicylsaure. Bei der Umsetzung von 2 mit Hydroxylamin scheidet sich 2,3-Bishydroxy-imino-2,3-dihydro-benzo[b
]furan ab. Diese Feststellungen
Schmp.
2-Acetoxyimino3-oxo-2,3-dihydrobenzo[blfuran (2)
181-2'
ZVeratroyloxyimino3-oxo-2,3-dihydrobenzo[b]furan (3)
239-40'
24 3 &Dibenzyloxybenzoyloxy-imino)loxo-2,3-dihydrobenzo[b]furan ( 5 )
172-3'
2-Benzoyloxyimino3-oxo-2,3-dihydrobenzo[b]furan (4)
195-7'
3-Nitroflavon
141-2'
UVMaxima
(nm)
IR-Banden
(cm-')
NMR-Signale
6 (ppm)
Vc=0:1800,
1735
VC=N: 1670
-0-C-CH3:
II
2,3 (S)
0
Aromat.: 7,2-8,l (M)
265,
290 (s),
320-30
UC=O:
1755,
1730
1665
-0CH3: 3,73 (S)
Aromat.: 6,7-7,8 (M)
263,
290-5(~)
330-40
VC=O: 1750,
-0-CH2-z 5,25 (S)
Aromat.: 7,l-8,0 (M)
UC=N:
1730
~ c = N : 1665
234,
264,
344
Vc=o:1765,
254,
290
Vc=o:1660
VC=N:
%o2:1530,
1370
(s) = Schulter, (S) = Singulett, (M) = Multiplett.
Lijsungsmittel: Fur die UV-Spektren: Methanol; fiir die NMR-Spektren:
3 in CFJCOOD, 2,4und 5 in DMSGd6; IR-Spektren in KBr.
4 M. Michalska, Chem. and Ind. 1966,628.
Aromat.: 7,4-8,2 (M)
1740
1665-70
Aromat.: 7,6-8,2 (M)
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Loth und Kohne
Arch. Pharmaz.
sprechen dafur, dai3 die untersuchten Verbindungen Cumarandionmonoximester
(2-Acyloxy-imino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]-furane)
sind.
2 mu5te dann mit der von Stoermer') dargestellten Verbindung identisch sein, was
durch Synthese bewiesen wurde. Aus dem dabei als Zwischenprodukt dargestellten
2-Hydroxyimino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]furan
konn ten durch Umsetzung mit
Veratrumsiure- bzw. Benzoesaureanhydrid auch 3 und 4 erhalten werden. Die Synthese auf dem neuen Weg von 1 ausgehend ist jedoch einfacher. Die Anwesenheit der
stark elektronenziehenden 0-Nitrogruppe verhindert offensichtlich den normalen
statt dessen reagiert das stark positivierte
Ablauf einer Allan-Robinson-Synthese;
0-C-Atomdes Hydroxy-acetophenonderivatsmit dem negativen Sauerstoff der
o-Hydroxylgruppe.
Aush die massenspektrometrische Fragmentierung*) beweist das identische
Grundgeriist und die Strukturen von 2 , 3 , 4 und 5. Fur 2, dessen Zerfall mit einer
McLafferty-Umlagerungbeginnt, kann das folgende Reaktionsschema gegeben werden; metastabile Peaks bei m/e = 129,5 und 88,5 beweisen die direkten Ubergiinge
von M+ = 205 nachm/e = 163 unter Abspaltung von Keten und von 163 nach 120
durch Abspaltung von HOCN.
L
m / e 163
M+ 205
C5H4+
m / e 64
- c--n
i-y+
CeHlO'
m/e 52
- co
c-
[a$]'
m / e 120
Auch bei 3,4 und 5 besteht der erste Fragmentierungsschritt in einer Esterspaltung, was durch das in allen Spektren auftretende Bruchstiick m/e = 163,das Hydroxyimino-cumaranon, und die entsprechenden Saurefragmente (Veratroyl : 165;
Benzoyl : 105) angezeigt wird. 5 ist bei der Arbeitstemperatur (180') offensichtlich
5 R. Stoermer, Ber. dtsch. chem. Ges. 42,200 (1909);45, 162 (1912).
* Herm Prof. Dr. H. Linde und Frl. Cramer, Pharmazeutisches Institut der Universitat Frankfurt, danken wir fur die Aufnahme der Massenspektren.
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2-Acyloxyimino-cumaranone
sehr unbestandig: Fur das Molekulion wurde im Spektrum kein Signal gefunden, und
das 3,4-Dibenzyloxy-benzoylion (m/e = 317) wies nur einen schwachen Peak auf.
Die in diesen Spektren erkennbaren metastabilen Peaks bei m/e = 98 entsprechen
dem Ubergang von m/e = 147 nach m/e = 120 unter Abspaltung von HCN, der auch
in dem obigen Formelschema angegeben ist.
Dem Fonds der Chemischen Industrie danken wir fur die Unterstiitzung dieser Arbeit.
Beschreibung der Versuche
2-Acetoxy-imino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo
[b b r a n ( 2 )
Methode A (nach'): 6 g o-Hydroxy-0-nitro-actophenon
(1) in 15 ml wasserfreiem Pyridin
wurden mit 10 ml Acetanhydrid versetzt, wobei sich die Mischung stark erwiirmte. Die nach
dem Abkiihlen ausgeschiedenen Kristalle wurden aus verd. Xthanol umkristallisiert: Gelbe
Nadeln, Schmp. 181 - 182' (Zers.), Ausb. 46 %.
Methode B: 0,5 g 2-Hydroxy-imino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]furan
(6) (dargestellt nach 6) ),
10 ml wasserfreies Pyridin und 10 ml Acetanhydrid wurden uber Nacht im Kuhlschrank stehen
gelassen und die ausgeschiedenen Kristalle aus verd. #than01 umkristallisiert; Ausb. 8 3 %.
2- Veratroyloxy-imino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]furan
(3)
Methode A: 6 g 1, 17,4 g Veratrumsaureanhydrid und 50 ml wasserfreies Pyridin wurden uber
Nacht stehen gelassen und die ausgeschiedenen Kristalle aus Eisessig umkristallisiert. Gelbe
Nadeln, Schmp. 239 - 240' (Zers.), Ausb. 23 %.
Methode B: 0,s g 6, 1,s g Veratrumsaureanhydrid und 10 ml wasserfreies Pyridin wurden
unter den oben beschriebenen Bedingungen umgesetzt. Ausb. 82 %.
C17Hi3N06 (3273)
Ber.: C 62,72
Gef.: C 62,20
H 4,OO
H 4,34
N 4,28
N 4,33
2-Benzoyloxy-imino-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]furan
(4)
Methode A: 2 g 1, 4 g Benzoesiiureanhydrid und 30 ml wasserfreies Pyridin wurden nach Cstdg.
Stehen im Kuhlschrank auf eine Eis-Salzsiiure-Mischung gegossen und der Niederschlag aus
k h a n o l umkristallisiert. Schwachgelbe Nadeln, Schmp. 194 - 196' (Zers.), Ausb. 25 %.
Methode B: 0,5 g 6, 1 g Benzoesiiureanhydrid und, 10 ml wasserfreies Pyridin wurden nach
20stdg. Stehen im Kuhlschrank auf eine Eis-Salzsiiure-Mischunggegossen und der Niederschlag
aus Xthanol umkristallisiert. Ausb. 81 %.
H 3,36
N 5,24
Ber.: C 67,41
N 5,31
Gef.: C 67,05
H 4,04
2-(3,4-Dibenzyloxy-benzoyloxy-imino)-3-oxo-2,3-dihydro-benzo[b]-furan
(5)
2 g 1, 13 g 3,4-Dibenzyloxy-benzoesaureanhydrid(dargestellt nach 7)), 1,s mlTnathylamh
und 130 ml wasserfreies Benzol wurden 12 Std. unter Riickflufi gekocht. Nach dem Einengen
6 R. Stoermer und B. Kahlert, Ber. dtsch. chem. Ges. 35,1640 (1902).
7 M. Shimizu und G. Ohta, J. pharmac. SOC.Japan 71,1481 (1951).
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Arch. Pharmaz.
Eiden und Schonduve
zur Trockne wurde mit siedendem Athano1 extrahiert und der verbleibende Ruckstand aus Eisessig umkristallisiert. Gelbe Nadeln, Schmp. 172 - 173', Ausb. 21 %.
C29H21N06 (4783
Ber.: C 72,64
Gef.: C 72,91
H 4,41
H 4,48
N 2,92
N 2,80
Saure Hydrolyse6)
A) 1 g 2 wurde mit 5 mi konz. Salzsiiure 2 Min. zum Sieden erhitzt. Aus dieser Losung wurde
eHydroxybenzoy1-ameisensaure,die nach Umkristallisieren aus Benzol (gelbe Nadeln) einen
Schmp. von 39O aufwies, mit Ather extrahiert.
B) 1 g 3,4 oder 5 wurden rnit 5-7 ml konz. HCl 15 Min. zum Sieden erhitzt, ohne dal3
vollstandige Losung eintrat. Nach dem Filtrieren wurde mit Ather ausgeschuttelt und die Extrakte dc untersucht ;o-Hydroxybenzoyl-ameisensiiureund Benzoesiiure, Veratrumsaure oder
3,4-Dihydroxybenzoesiiurewurden nachgewiesen.
Alkalische Hydrolyse5)
100 mg 2,3,4oder 5 wurden mit 5-7 ml 10 proz. Natronlauge kurze Zeit erhitzt. In den nach
dem Ansiiuern mit Salzsiure erhaltenen Niederschlagen wurden Benzoesiiure, Veratrumsaure
oder 3,4-Dibenzyloxy-benzoesiiuresowie in allen Fallen Salicylsiiure dc nachgewiesen.
DC: Kieselgel G F z g ,,Merck"; Flidmittel: Toluol/Ameisensaure-athylester/Ameisensaure
(5 : 4 : 1); Detektion im UV-Licht (254 nm).
Umsetzung von 2 rnit Hydroxylamin
0,5 g 2 in 120 mi verd. Athanol wurden bei 0' rnit einer warigen Losung von 0,35 g Hydroxylaminhydrochlorid und 0,26 g Natriumcarbonat versetzt. Die nach dem Stehen im Kuhlschrank
ausgeschiedenen Kristalle wurden aus Wasser umkristallisiert: 2,3-Bishydroxy-imino-2,3-dihydrobenzo[b]furan, Schmp. 204'.
Anschrift: Prof. Dr. H. Loth, 66 Saarbriicken, Im Stadtwald
[Ph 1661
F. Eiden und E. Schonduve
Reaktionen von Phosphorsauredi-und driamiden mit Arylacetaldehyden
23. Mitt. iiber Untersucnungen an Acylenaminenl)
Aus dem Pharmazeutischen Institut der Freien Universitat Berlin und dem Institut fd Pharmazie
und Lebensmittelchemie der Universitat Munchen
(Eingegangen am 27. MLz 1972)
Phosphorsiure- bzw. Thiophosphorsiiuredi- und -triamide (1, 7 , 9 , 12, 13) reagieren mit Arylacetaldehyden (2)zu Phosphorsaure- bzw. Thiophosphorlure-enamiden (5,8,10,14)bzw. -bisenamiden (1 1,15)oder nach P-NSpaltung zu Dienaminen (4)bzw. Enaminen (3).
1 22. Mitt, F. Eiden und E. Schonduve, Arch: Pharmaz. 305, 477 (1972).
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