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Erster Bericht Uber das chemische Laboratorium.

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Vereinszeituiig.
Mecept g q e n Choleya, gelbes Fieber uizd andeve Pestkmnklteiten.
Wenn sich eine Person unwohl fiihlt, giebt man ein starkes
Schwitzmittel und hiillt sie in mehrere wollene Decken ein, urn den
Schweiss schnell hervorzubringen. Wenn der Schweiss anfangt
auszubrechen, giebt man in Menge und oft wiederholt Folgendes:
Raiz de fedcgoso (Cassia lanceolata) aus dim Urwalde, Roiz de
Iariparobn (Piper urnbellaturn), Elad. Graminis menor., Raiz d e
herun gvossa (ELiphmtopcis Mad.), R a k de sap4 (Annthei-urn bicorne).
Von jeder eine Handvoll, feingeschnitten, mit 4 Flasclien Wasser
zu 3 Flaschen eingckocht, dann 21/2 Unze Magnes. sulphzwica und
etwas Zucker hinzugesctzt. Der Kranke nimmt 4 bis 5 Tage hindurch kein nnderes GetrBnk und trinkt so vie1 als nur moglich.
Am zweiten Tage giebt man ein Hrechmittel von Ipecacunnha
und wenn Besserung eintritt, etwas Hiihnerbriihe und l'apiocca.
Nach 5 Tagen etwas gebratenes Hnhn. Dcr Kranke muss wenigstens 8 Tage im Zimmer bleiben.
Besagter Pnblicant bebauptet, dass er auf seiner Pflanzung
130 Schwarze und zwei weisse Arbeiter bei Cholera-Anfallen auf
diese Art behandelt, und nur einen Schwareen verloreo, welcher
schon seit zwei Jahren krBnklich gewescn. Seine Nachbar-Pflauzer
sollen das gleiche liesultat erlangt haben. Ferner empfiehlt er es
sehr gegen die hier allgemeine Pestkrankheit der Maulesel !!!
5. Erster Bericht iiber das cheinische Laboratoriuin
von Dr. G. C. W i t t s t e i n in Miinchen.
Vor vier Jahren, gleich nach meiner Riickkehr von Ansbach
nach Miinchen im Herbste 1853, beschloss ich, den Unteriicht in
der Chelnie vou jetzt an nur im Verbande mit der Praxis zu ertheilen : erwarb zu diesem Zwecke ein geeignetes Local, stattete
dasselbe mit allem Erforderlichen aus, und kosnte schon gegen
Ende des Monats October den ersten praktischen Cursus daiin
eroffnen.
Die Tendenz meiner neuen Anstalt, so wie die Bedingungen
der Aufnahme ilk dieselbe fasste ich in folgendem gedruckten Prograinme zusammen :
Drcs chemische Lnborntoriunz von. Dv. G. C?. W i t t s t e i n
in Miinchen
bietet allen denen, welche sich in irgend einem Zweige dey reinen
oder angewandten Chemie p r a k t i s ch ansbilden wollen, eine passende Gelegenhcit dar, und diirfte daher namentlich den Herren
Studirenden der Mcdicin, Pharinacie und Technik zu empfehlen sein.
Zur nahern Erliiuterung iiber die Tendenz dieser Anstalt und
iiber die Bedingungen der Aufnahme miige hier Folgendes Platz
finden :
1. Fur die Anfilnger in der chemischen Analyse, der Grundlage
der folgcnden Curse, besteht ein qu a1i t a t i v - ch em i 8 ch - a n a l y t i sch e r C u r s u s. Die Herren Theilnehmer an diesem Cursus
haben sich mit folgenden Requisiten zu versehen:
1) Ein Stativ mit 12-20 Proberohren. 2) Eine kleine Weingeistlampe von Glas. 3) Eine Fuchs'sche Weingeistlampe von Messingblech oder Weipsblech. 4) Ein Lothrohr. 5) Ein Streifen
Vereinszeitztng.
121
Platiiiblech. 6) Ein Platindraht mit Griff. 7) Ein kleiner Platintiegel. 8) Eirie kleine Zaiige von Messing mit Platinspitzen. 9) Eine
solche ohne Platinspitzen. 10) Eine Magnetnadel. 11) Ein kleiner
Ofen von feuerfestem Thon nebst Triangel von Eisendraht. 12) Einige
kleine Porcellanschalen. 13) Einige kleine Poreellantiegel. 14) Ein
kleiner Porcellanmorser mit Pistill. 16) Einige kleine Setzkolben.
16) Einige offene Glasrohren, etwa 11/2' lang. 17) Einige diinne
Glasstabe. 18) Eiiiige kleine Cylindergliiser mit flachem Boden.
19) Einige Uhrgliiser. 20) Eine kleine Woulffsche Flasche mit 2
Halsen, nebst Trichterrohre und Gasleitungsrohre. 21) Einige kleine
Trichter von Glas oder Porcellan. 22) Eine Spritzflasche. 23) Filfrirpapier. 24) Eine Scheere. 25) Eiii Messer. 26) Brennspiritus.
Alles Uebrige, wie Heagentien, destillirtes Wasser etc. liefert
die Anstalt.
Als Leitfaden fur die qualitative Analyse wird W i t t s t e i n ' s
,,Anleitung" zu Gruiide gelegt.
11. Fur diejenigen Herren, welche mit der qualitativen chemischeii Analyse bereits vertraut sind, besteht ein q u a n t i t a t i v - c h e mi s ch- a n a l y t i sch e r C u r s u s , in welehem Gntersuchungen aller
Art, auch Elementar - Analysen vorgenommen werden konnen. Nur
haben sich aueh hier die Herren Theilnehmer die im Laufe der
Arbeiten nothigen Apparate selbst anzuschaffen.
Die in diesem Cursus erforderlichen literarischen Hiilfsmittel
werden vom Dirigenten iniindlich besprochen.
111. Fur diejenigen Herren, welche sich in der Darstellung
cliemischer und pharmaceutischer Prlparate ausbilden oder iibeli
wollen, besteht ein P r l p a r a t e n - C u r s u s . Die dazu nothigen
Materialien und Apparate stellen die Herren Theilnehmer, dafiir
geliorcn ihnen aber auch die erxielten Priiparate, die jcdoch nach
dem Wunsclie des Anfertigers die Anstalt hiiuflicli zu ubernehrnen
bereit ist.
111 diesem Curse wird Wittstein's .Anleitung zur Darstellung
und Priifung chemischer und pharmaceutischer Praparate' eu Grunde
gelegt.
Die Dauer der Curse richtet sich nnch der Dauer der Vorlesungen eines Semesters an der hiesigen Universitlt, ihre ErSffnung
fiillt daher in den Anfang des Novembers und Mai's, ihr Schluss
in die Mitte des Marzes und Augusts.
Die tiiglichen Arbeitsstunden sind Vorinittags von 9- 12 und
Nachmittags von 2-5 Uhr.
Das vorauszubezahlende Honornr ist fir siimmtliche Curse gleich
und bctragt per Cursus
fur 3 Vormittage oder 3 Naclimittage in der Woche 25 fl.,
n 6
n
n 6
n
50,
n 6
n
6
du:
3'Nach;)nittage oder 3 Vormittage in der Woche
75
fiir 6 Vormittage und 6 Nachmittage
. 100 ,,
Die Herren Theilnehmer stehen untcr griindlicher wissenschaftlicher Leitung des Dirigenten, und k6nnen derselhen um so unausgesetzter versichert scin, als zu gleicher Zeit in der Regel niemala
mehr als sechs beschaftigt werden.
.....
..... .
Dieses Prograrnm wird einem Jeden, der die Anstalt besuchen
mill, iibergeben, damit er zuniichst erpihrt, was er darin zu erwar-
Vereinszeitzmng.
182
ten hat und danach seinen Entschluss iiber Eintritt oder Nichteintritt ';n dieselbe bestimmen kann.
IXe Theilnahme arn Hesuche der Anstalt, im ersteii Semester
nur schwach, weil noch keine offentliche Ankundigung erfolgt war,
hat sich allmiilig so gesteigert, dass, da laut dem Programrne die
Aufnahme eiiie beschrlnkte ist, schon seit 2 Jahren alle Plltze
iiicht nur stets besetzt sind, sondern in jedem Seineeter mehrere
Anmeldungen unberiicksichtigt bleiben miissen. Dem Programme
getreu werde ich aucli fernerhin keine Erweiterung der Anstalt
eintrctei: lassen, und ich darf wohl ohne Unbescheidenheit behaupten. dass gerade in dem Umstande, dass slmmtliche Herren Practikauten unter meiner steten unmittelbaren Leitung stehen, meine
Austalt sich eines wesentlichen Vorzuges vor allen iibrigen erfreuet.
Eine Erweiterung konnte nur unter Zuzieliung eines zweiten, tuchtigen Chernikers als Mitdirigenten Platz greifen, was vorlaufig
nicht in meinem Plane liegt. Ich bitte daher diejenigen, welche
niich mit ihrem Veitrauen zu beehren gesoiinen sind, sich wo
maglich einige Aionate vor dem beabsichtigten Eintritte in die
Anstalt zu melden, damit sie rechtzeitig genug erfahren, ob nodl
Plltze offen sind oder nicht.
Ueber die Erfolge und Leistuagen ineiaer Anstalt in den verwichenen ersten 4 Jahren will ich nur so vie1 bemerken, dass dnrin
alle Zweige der praktisclien Chemie geiibt wordcn sind; ein weiteres Urtheil stelit mir dariiber nicht zu. Wohl aber darf ich mir
erlaubcn, in dieser Beziehung auf das Urtheil aller darin bis jetzt
beschaftigt gewesenen Herren zu verweisen, und lasse daher bier
ein Verzeichiiiss derselben nebst Angabe ihres Vaterlandes ihres
Fnchstudiums oder ihrer staatlichen Stellung (denn auch hlc he ,
welche bereits in's amtliche oder biirgerliche Leben iibergetreten
waren, nahmen Theil) uiid der Zahl dcr von ihnen bei inir zugebrachten Semester folgen. Die rnit einem Sternchen bezeichneten
Herren setzen ihre praktisch- chemischen Studien im gegenwlrtigeii
Winter- Semester bei rnir fort. Fur das nachste Soinmer -Semester
sind in diesem Augenblick (Anfang November) nur noch 4 Ylltze
offen.
Namen
der
Herren Theilnehrner.
Baumann
Beck
v . Beruff
v. Hezold
13riinnieier
Capeller
Corragioni
Crawfurd
Diinnwald
Ehrenzeller
* Ferrein
Fritz
v. Gallois
Graf
V R t erl and.
Bayern
n
n,
n
Luxemburg
Schweiz
n
Norwegen
Preussen
Schweiz
Russland
Rayern
Kurhessen
Bayern
Fachstudium
oder staatliche
Pharmacie
W
Apotheker
Arzt
Pharmacie
Mediein
Pharmacie
Chemie
Naturwissensch.
Pharmacie
Chemie
Pharmacie
Techn. Chemie
Techn. Chemie
Dauer des
Verweilens in
Vef-einszeitung.
123
~
Namen
der
Herren Theilnehmer.
V a t e r l a n d.
Gulielmo
Bayern
v. Heuser
n
Hieber
Khitt,el
Kienhofer
v. Kiesling
ICittel
Klock
Kolbl
Kollner
*K6ppen
Konya
Krombach
Kugler
Lichtenberg
Maier (Mas)
Mendius
*Meyer
Muck
Nolting
Nutzinger
Oeffner
*Rat2
Reithner
*Reitler
Rosl
Rottmanner
Sallioger
Schreiner (Ed.
Schreiuer (Jos.
Schutz
Sebald
Stein
Stieren
Stratt
Thaller
v. Thielau
Thumm
TiPP
Vielguth
*Weber
Widumann
Wildbok
Winkler
Winteidtz
Zeyser
Zfass
Ziegler
n
Oesterreich
Bayern
n
n
n
n
n
Ychwarzb.-Rudolst.
Moldau
Luxemburg
Moldau
Preussen
Bayern
Sachsen-Gotha
Bayern
n
Hannover
Bayern
n
n
n
Oesterreich
Bayern
n
Fachstudium
oder staatliche
Stellung.
Dauer des
rerweilens in
der Anstalt.
Phermacie
2 Semester.
n
n
2hemie
Pharmacie
I'eclk Chemie
Pharmacie
I'echn. Chemie
Pharmacie
1
1
1
3
1
2
1
1
n
1
1
n
n
1
n
Apotheker
Pharmacie
Chemie
Pharmacie
Techn. Chemie
Mediein
Techn. Chemie
Pharmacie
n
Techn. Chemie
n
Naturwissensch.
Pharmacie
Tec2n. Chemie
Hayern
Oesterreich
Nord-Amerika
Bayern
Nord-Amerika
Moldau
Bayern
Preussen
Baden
Bayern
Oesterreich
Russland
Bayern
Schweiz
Bayern
Oesterreich
Baden
Moldau
Rayern
a
a
n
n
Pharmacie
Medicin
Pharniacie
Medicin
Pharmacie
Chemie
Pharmacie
Techn. Chemie
Apotheker
Techn. Chemie
Apotheker
Pharmacie
Mineralogie
Techn. Chemie
Pharmacie
Techa. Chemie
1
1
2
1
4
1
2
1
1
2
2
1
3
1
2
1
2
1
2
1
1
1
2
1
3
1
1
1
1
2
3
1
1
3
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
n
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