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Grundlagen der Pharmacognosie Einleitung in das Studium der Rohstoffe des Pflanzenreiches von F. A. FlUckiger und A. Tschirch zweite Auflage. Verlag von Julius Springer Berlin

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Biicherschau.
C. BBcherschau.
Grundlagen der Pbarmaoognosie, Einleitung in das Studium der Rohstoffe des Pflanzenreichos von F. A. F l u c k i g o r und A. T s c h i r c h , zweite
Auflage. Verlag von JuIius Springcr, Berlin. - In dem vorliegenden Werke
erscheinen die von F. A. F l u c k i g e r im Jahre 1873 herausgegebenen ,,Grundziige der pharmaccutischon Waarenkunde " in neuer , und zwar wesentlich
erwciterter Bearbeitung. Es erhalten hierdurch die vortrefflichen Merke dcs
nlmlichen Autors , die Pharmacognosie des Pflanzcnreiches und der Grundriss der Pharmacognosie in theoretischer Beziehung eine wichtige Erganznng
und Abrundung. Wahrend die Pharmakognosie des Pflanzenreiches und der
Grundriss der Pharniacognosie eine dctaillirte Rcschreibung der Charaktere der
gebrsuchlichsten nnd fur die Praxis wichtigsten Bohstoffe liefern, sowie den
chemischen Bestandtheilen und der Geschichte der Droguen eine erschopfende
Besprechung zu Theil werden lassen, beschaftigt sich das vorliegende Werk
nicht mit den Einzeldroguen selhst, sondern nur mit einer Einleitung in das
Studium derselben, mit den theoretischen Grundlagen, auf denen sich das
Studium der Pharmacognosie , beziiglich die praktische Droguenkunde zu
cntwickeln und zu bewegen hat. In Riicksicht auf den erweiterten Rahmen,
inncrbalb dessen sich das vorliegende Werk im Vergleich zur ersten Auflage desselben bewegt, hat der Verfasscr der letzteren insofern eine Arbeitstheilung eintreten lassen, als die die Morphologie und Anatomie behandelnden Abschnitte von Herrn A. T s c h i r c h in sachkundiger Weise bearbeitet
wurden, wahrcnd der Rest des Buches der Feder F l u c k i g e r ' s entstammt.
Der morphologische und anatomisehe Theil des Werkes ist durch eine
grosse Zahl vortrefflicher Holzschnitte illustrirt , wobei den Droguen und
Hohstoffen der Technik eine besondere Beriicksichtigung zu Theil geworden
ist. Mit Freude und Befriedigung wird cs ferner von jedem Praktiker, der
cin Interesse an der Belebung des wissenschaftlichen Geistes der Pharmacie
hat, begriisst wcrden, dass die Herrn Autoren auch der so uberaus wichtigen techniseh -mikroskopischen Forschung einen wiirdigen Platz in dem
vorliegenden Werke eingeranmt haben. Die dem Thierreiche entstammenden
Droguen haben, dem Charakter des Buches cntsprechend, nur gelegentlich
eine Eiwahnung gefunden. Es durfte dies unisomehr gerechtfertigt erschoinen, als ja die Pharniacognosie an sich nur noch eine sehr bcschrankte Anzahl von thierischen Stoffen ins Auge zu fassen hat.
Der reiche , mit zahlreichen Literaturangaben versehene Inhalt der
F l i i c k i g e r - T s c h i r c h ' s c h e n Grundlagen der Pharmacognosie setzt sich
aus den folgenden Abschnitten zusammen: A n f g a b e d e r P h a r m a c o g n g s i e ; B e h a n d l u n g d e s S t o f f o s (Stanimpflanzen, geographische Verbreitung
dcrselben, Cultur, Einsammlung, Zuhereitung, Ha,ndelsverhaltnisse, Beschreibung dcr Droguen, organologische Bedeutung derselben, innercr Bau , chemische Bcstandtheile, Vcrwccbslungen und Verfdschungen, Geschichte, pharmacognostische Systeme); H i i l f s m i t t e l d e s S t u d i u m s (Sammlungen,
Literatur) ; M o r p h o 1o g i e (Wurzeln etc., Stengel etc., Krauter, Blatter, Bluthen etc., Bluthensthde, Friichte, Sanien); P f l a n z e n a n a t o m i e (Zelle, Zellformen, Zellgewebc , Gewetssysteme) ; P a t h 01 o g i s c h e Ge bi 1de ; M i k r o c h e m i s c h e R e a g e n t i e n. Die Autoritat der Herren Verfasser durfte zur
Geniige die exacte und zweckentsprechende Bearbeitung der einzelnen Abschnitte
verhurgen, es muss daher an dieser Stellc als iiberflussig erscheinen das
Werk auch nach dieser Richtung hin noch niit einer bcsonderen Empfehlung
zu bcgleiten.
Moge das Werk zur Belebung des Interesses an der wissenschaftlichen
Pharmacie beitragen und zu diesem Zwecke von den Fachgenossen recht
vie1 und recht griindlich studirt werden.
M a r b urg.
1%.Schmidt.
Biiohersohm.
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Als Neuaufla e ist ein von P r e c h t der Festschrift des Vereins deutscher Ingenieure) bagdeburg August 1882) gewidmeter Aufsatz unter dem wenig
veranderten Titel: ,,Die Salzindustrie von Stassfurt uiid Umgegend von
Dr. P r e c h t in N e u - S t a s s f u r t " , im Verlag von R. Weicke, Stassfurt
1885, erschienen. Dieses Heftchen bietet auf dem geringen h u m von 16 Seiten eine gedrangte Uebersicht alles fur eine fliichtige Betracbtung Wissenswerthen. Es entspricht also in vollkommenster Weise den1 Bedurfniss der
zahlreichen Besucher der bisher immer noch einzig dastehenden Salzwerke
jener Gegend und wird denselben durch seine Zahlenangaben auf dem Gebiete dieses Bergbaues und der sich anschliessenden Industrie als willkommener Begleiter dienen.
In sorgfaltiger Weise sind der Gegenwart gemass alle Zahlenangaben
berichtigt und auch das dem Hefte angehiingte Querprofl der Schachte vervollstandigt worden; auf dem Querprofil des Neu-Stassfurter Werkes ist ein
Druckfehler zu berichtigen , indem sich statt der Bezeichnung Hornkalk das
Wort Hornsalz eingeschlichen hat.
Von besonderem Interesse ist die Angabe iiber die neuester Zeit Tom
preussischen Fiskus 10 km in nordwestlicher Richtung von Stassfurt bei
Unseburg , auf bisher noch nicbt reservirtem Felde vorgenommene Tiefbohrung, welche am nordostlichen Hange des Rogensteinsattels das Utere (untere)
Steinsalzfliz in einer Tiefe von nur 80 m erreichte und erst bei 1250 m
Teufe durchbohrte. Dem dortigen Einfallwinkel der Schichten von 35 bis 450
entsprechend wurde dies eine verticale Machtigkeit des Lagers von ca. 900 m
er eben. Hierunter wurde Anhydrit , schwarzer Schiefer nud Stinkstein bis
lZ%O m Teufe und Yon hier bis 1290 m nochmals Steinsalz angetroffen; bei
1293,4 m Teufe gab man die Bohrnng im grauen Anhydrit stehend auf. Den
Lesern, dieser Zeitschrift wird hier der Vergleich mit den Resultaten der
durch Sohmidtmann bei Aschersleben angestellten Tiefbohrung, die ich im Arch.
d. Pharm. 22. Bds. 3. Hft. anfuhrte, nahe gelegt, bei deuen auf die Grundbank von Gyps und Anhvdrit 8 m Steinsalz und vor dem Reginn des 462 m
starken Steiisalzflozes noch eine Zwischenschicht von Stinkstein nnd Anhydrit i n 6,8 m Machtigkeit folgte.
Es besfitid dies. dass Aschersleben iiber einer RandDartie des Salzflozes
liegt und dass"dieses nicht nur in der Richtung auf Weheregeln, wie Ochsenius es bereits aussprach, sondern auch iiber den Rogenstciusattel hmiiber
an Miichtigkeit zunimmt.
Fur die Flachenausdehnung der Kalisalze ergab die Unseburgcr Bohrung
keinen Anhaltepunkt, weil hier die Kalisalzschichten fehlten, doch ist zu
vermuthen, dass sie nur in Folge der Hebung weggewaschen waren; dagegeu
lassen die neueren Bohrungen am Huy, etwa 42 km westlich von Stassfurt,
und bei Vienenburg, in gleicher Richtung 71 kni von Stassfurt, sowie bei
Thiede (Thiederhall), 24 km nordlich Yon Vienenburg , ebenso wie die bei
Liibtheen und bei Jessenitz in Mecklenburg auf eine bedeutend grossere Ausdehnung schliessen, als dieselbe friiher vorauszusehen war.
Der von mir im Arch. d: Pharm. 219. Bds. 2. Hft. erwahnte, seit mchr
als 10 Jahren in Abteufung begriffene Schinebecker Schacht hat nach Precht
nun die Tiefe von 300 m erreicht, nach weiteren 43,6 m wird derselbe also
wohl das obere Steinsalzflotz und darunter die Kalisalze antreffen. Der auf
dem fruher YOU mir ebenfalls erwahnten Solvay'chen Kalifund begriindete
Schacht hat zur Zeit ebenfalls stark durch zudringende Wasser zu leiden;
aber auch am Huy, bei Vienenburg und in Thiederhall ist man im Begriff,
Schachte abzuteufen, so dass sich deren gegenwirtige Zahl yon 11 auf 16
erheben und nach Eroffnung der im Abteufen begriffenen Schachte moglicherweise ein bedauerlicher Concurrenzkampf eintreten wird.
Die Zahl der Stassfurter Mineralien ist durch den Ton Staute aufgefundenen Pinno'it MgBBOQ 3HZO (Ber. chem. Ges. 17, 1584) vermehrt worden, der in jiingster Zeit auch in Leopoldshall in den oberen Schichten des
Kainits vorgekommen ist. Da derselbe sichtlich nur durch Urnwandlung aus
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Biicherschau.
Stassfurtit 2MgS 338016,MgCla unter Abgabe des gesammten Chlormagnesiums
.und einer hoheren Proportion der loslicheren Borsaure als der Magnesia entstanden ist, erhalt hierdurch die von mir gleichfalls zuemt in dieser Zeitachrift aufgestellte Hypothese uber die Entstehung des Stassfurtits und Boracits eine werthvolle Bekraftigung.
Jena.
Dr. Ernil Pfciffw.
Die Praxis des Nahrungsmittelehemikers. Anleitung zur Untersuchung
von Nahmngsmitteln und Gebrauchsgegenstanden , sowie fur hygieinische
Zwecke. Fur Apotheker , Chemiker und Gesundheitsbeamte von Dr. Fritz
E l s n e r . Dritte umgearbeitete und vermehrte Auflage. Mit 108 in den Text
gedruckten Holzschnitten. In 4 Lieferungen. Hamburg und Leipzig. Leopold Voss. 1885. (Preis 5 Mark). - Nachdem dau vorstehende Werk nunmehr vo1lst;indig erschienen ist und sich der Umfang desselben somit ubersehen lasst , konnen wir uber diese Bercicherung der betreffenden Litcratur
nur unsere Freude aussprechen, wenn wir auch uber eiuige in der Vorrede
enthaltene Ansichten des Verfassers hinsichtlich der pharmaceutischen Untersuchungsbiireaus anderer Meinuug sind; dies bcriihrt aber nicht den eigeutlich sachlichen Inhalt des Werkes und dieser ist es, uber welchen wir heute
referiren.
Das ganze Werk zerfalt in 3 Haupttheile; der erste Theil behandelt die
eigentlichen Genussmittel , wie Fleisch, Fett, Milch, Butter, Kase, Mehl,
Backwaaren, Bier, Wein, Spirituosen , Zucker , Kaffee, Thee, Cacao und Gewurze, sowie die mit den genannten Stoflen zusammenhangenden resp. daraus
hervorgehenden Produkte, denen vielleicht noch Schnupftabak und Cigarren,
sowie die doeh nicht ganz selten vorkommenden Untersuchungen yon Gurken etc. auf kunstliche Fiirbung anzufugen sein durften.
Als ein sehr willkommeuer Anhang zu diesem Theile durfte die Berechnung des Nahrgeldwerthes der Kost in offentlichen Anstalten zu betrachton
sein. Der zweite Theil enthalt die Untersuchungen der Gebrauchsgegenstande, namentlich von Petroleum, Seife, Gespinnsten, Papier, Tapeten, Parben, Glasuren und Geschirren; vermisst haben wir hierbei nur die Gummiwaaren, welche namenthh in Form von Saugern u. dergl. cursiren. Der dritte
Theil endlich beschiftigt sich mit hygieinischen Untersuchungen, also denen
von Luft, Wasser und Erdboden; neu ist hier hinzugefugt ein dbriss der
Bakteriologie, was wir ganz besonders hervorheben, denn das Theme der
Micrococcen, Bacillen, Bacterien, Spirillen etc. und deren Zusammenhang mit
den meisten Infectionskrankheiten, wie Milzbrand, Cholera etc., ist ein so
reich discutirtes, dass es gewissermaassen fur Jedermann zur allgemeinen
Bildung gehort, uber diese Dinge orientirt zu sein; U M so mehr erwartet man
aber vom Fachmann, dem Apotheker, dass er vorkommenden Falles daruber
Bescheid weiss und Auskunft ertheilen kann, auch wenn er sich nicht selbst
mit bakteriologischen Untersuchungen beschaftigt , die allerdings einen gana
erheblichen Zeitaufwand erfordern. In dem Elsner’schen Werke &den wir
in gedrangter Form das Wissenswertheste uber die Spaltpilze zusammengestellt, z, B. iiber die Terminologie derselben, ihre Zuchtung, iiber Nahrboden, Niihrgelatine, Sterilisirung u. dgl. in., vielfach auch durch gute Abbildungen erlautert.
Fassen wir hiernach den Inhalt des ganzen Werkes zusammen, so konnen wir dasselbe jedem Collegen zur Anschafung empfehlen und zwar auch
denen, welche sich nicht selbst mit Untersuchung von Nahrungsmitteln etc.
beschiftigen, da von jedem Apotheker verlangt wird, dass er uber die Art
und Weise der Verfalschungen von Nahrungsmitteln , resp. die allgemeinen
Untersuchungsmethoden und uber diejenigen Momente , auf welchen der
Schwerpunkt bei vorkommender Verfalschung liegt , Auskunft zu ertheilen
vermag.
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