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Jodarsen als constante Verbindung AsJ3 rein und mit mglichst guter Ausbeute darzustellen.

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ARCHlV DER PHARMACIE.
CH.
Bandes erstes Heft.
Erste AOtheglwng.
1. Physlk, Chemie iind praktfsche
Pharmacie.
Jodarsen als constante Verbindung (As J3) rein
und rnit moglichst guter Ausbeute darzostellen ;
von
Dr. M e u r e r *).
__
Das Jodarsen wird in neuester Zeit auch bei uns als
Medicament angewendet, und so bin ich zur Darstellung
desselben veranlasst worden. Ich holte mir zuerst in
G m e l i n’s Handbuch der Chemie (Bd. 2. S.704) ijber die
Bereitung Auskunft, fand aber bei der Wiederholung der
verschiedenen angegebenen Methoden das auch schon
dort Ausgesprochene -bestat@, dass man namlich immer
ein entweder mit freiem Jod oder arseniger Saure verunreinigtes Praparat erhalt, wovon ich selbst die letzte
Methode, wonach eine durch Zusammenschmelzen von Jod
und Arsen erhaltene Masse in Spiritus gelost und verdunstet werden soll, nicht ganz freisprechen kann, denn nur
mit Miihe entfernt man davon das freie Jod. Bei dieser
letzten Methode kommt noch die ganz geringe und unbe-
*)
Diese Abhandlung bildete einen der vielen Vortrage in den
Sitzungen der 27eten Generalversainmlung des nordd. A. V. in der
ahademischen Aula zu Jena am 13., 14, und 15. September d. J.
D i e Red.
1
Arch,d.Pharm. CII.Bds. i.Hft.
2
Meurer,
stiinmtc Ausbeutc in Betracht, und zwar zuin Nachtheil
dersel ben.
I)as von Duflos angcgebeno Vcrfahren durch Sublimation eines Gemisches von Quecksilbcrjod mit Schwefelarsen gcwahrtc kein giinshiges Resultat, denn auch hier
fiihrte dic Fliichtigkeil des Jods und die lcichte Oxydirbarkcit des Arsens zu gleichcr Verunreinipng, d. h. zu
der mit freiem Jod oder arseniger Saure, oder zu ciner
unvcrhdtnissmassig geringen Ausheute. Die Verunrcinigung mil Jod oder arsenigcr Saure entdeckt man leicht
beirn Aufliisen des Praparals in Weingeist, wo die arsenige
Saure als Ruckstand zuruckbleibt, oder das Jod sich durch
die Farbung zu erkcnncn gicbt.
Ich schlug dalicr einen ganz andern Weg cin; ich
lcitcte namlich A r s e n w a s s e r s t o f f g a s i n ci ne f r i s ch
h e r e i t e t c A u f l i i s u n g d e s J o d s i n A l k o h o l und
gelangtc so, nachdcm mehrerc Schwieriskeit.cn uberwunden worden warcn, zu einem Vcrfahren, welches ein Praparat von stets gleichcr Zusarnmcnsctzung in krystallinischer Gestalt und dcm angewandtcn Material enlsprechender Ausbeute liefert.
Um dicse letztgenannten Zweckc zu errcichcn, darf
man namlich nicht niit zu grossen Mengen arbeiten, sondcrn immcr nur im Iilcinen; dcnn sobald man zu langc
odcr in einc concenlrirtc Jodlosring das Arscnwasscrstoffgas einslrometi lasst, geht cine rnir bis jetzt nicht ganz
erklarliche Zcrsetzung vor sich ; cs schcidct sich namlich
nrscnige S h r e als zartcs Pulvcr aus und dic Arisheule an
Jodarsen wird cine sehr gcringe.
Din zweiles nothwendigcs Erfordcrniss ist die ErzcuSung eines Arsenwasscrstoffgascs, welchcs nicht mil Wasserstoffgas verunreinigt ist, wclchen Zwcck ich nur dadurch
crreichtc, dass ich dasselbo diirch Uebergiessen von Arsen. zink mit Salzslurc darstelltc. Din Arsenwasserstoffgas
durch Uebcrgicssen metallischen Zinks und arseniger Siiurc
rnit Salzsiiurc, oder dcs Zinks mit eincr Auflosung von
arseniger Saure in Salzsaure, gab ungcnugende Resultate,
wenigstens in der Ausbeuto.
Jodarsen als conslante Verbindung rein darzustellen. 3
Als drittes sehr zu beachtendes Moment ist die Zeit
des Einstromens anzusehen. Man muss das Einstromen
des Gases in dem Moment abhrechen, wo die Flussiskeit
sich entfarbt oder klar wird, weil sonst gleich wieder
eine neue Trubung und Braunung durch Bildung einer
noch nicht weiter untersuchten Verbindung des Jods mit
Arsen entsteht.
Nach einer Menge halb misslungener Versuche kann
ich a h zweckmassigstes Verfahren folgendes angeben :
Man nehme 4 Unzcn Alkohol und lose darin I Drachme Jod,
nachdem man vorher schon den Apparat, um das Arsenwasserstoffgas zu entwickeln, in Bereitschaft gesctzt, und lasse
nun bis zur Entfarbung das Gas (mil g r o s s t c r V o r s i cht, 2.B.
a u s s er h a1b eines geschlossenen Dachfcnsters) durchstromen; sobald diese erfolgt, ltann eine zweite bknge Jod zugesetzt und das Gasdurchstronien his zurn Entfarben der Flussigkeit fortgesetzt werden ; erfolgt, riachdem die Flussiglteit
klar und entfarbt war, eine neuc Trubung und etwa chocoladenbraune Fhrbung, so kaun man diese durch Zusatz
von etwas Jod wieder ganz beseitigen. Die geistige Losung des Jodarsens wird nun verdunstet, und sobald der
Spiritus sich entfernt, scheidet sich das Jodarsen in Krystallen aus; das Entweichcn von Dampfen der gleichfalls
darin enthaltenen Jodwasserstoffsaure gicbt ebenfalls ein
Zeichen zum Aufhorcn.
Die erhaltencn Krystalle zcigcn sich untcr dcm Mikroskope als rcgelmiissigo sechssciligc Tafcln und betragen
bei Erfullung dcr vorhcr erwahntcn Bedingungen die Halfte
des angewandten Jods an Gcwicht; sie losen sich in
Wasser und Weingeist leicht auf, werdcn aber in erslerem
leichter zersetzt als in lctztcrem.
Aus der beim Verdunsten zuriickbleibcnden rothbraunen Flussigkeit erhalt man, nachdcm man sic mit kohlensaurem Kali gesattigt und Schwefclwasserstoff durchgeleitei hat, bis letzteres vorherrscht, durch Verdunsten Jodkalium, welches man auf hekanntc Wcisc ganz rein darstellen kann.
Bei dor Verarbeitung von einer oder ein paw Unzen
I"
C Meurer, Jodarsen als cotlsfante Verbindung rein darzustellen.
Jod babe ich nie es wagen diirfen, durch grossere Mengen Flussigkeit das Gas zu leiten, oder durch Zuschutten
;on mehr als 2 Drachm. auf 4 Unz. Alkohol die Arbeit
zu verkurzen oder das Material zu ersparen; es rachte sich
dies immer durch eine verhaltnissmassig geringe Ausbeute.
Die regelmassige Form der Krystalle, welches die
sechsseitige Tafel ist, beweist schon die gleichmassige
Zusammensetzung derselben ; aber auch die chemische
Analyse des Herrn Professors Kiihn hat dargethan, dass
wir im Jodarsen, welches darzustellen ich hier angegeben,
die analoge Verbindung der arsenigen Saure haben, dass
dasselbe also AsJ3 ist").
Da nun der Arsenwassorstoff aus AsH3 zusammengesetzt ist, so mussen beim Einstrijmen in die geistige
Jodlosung sich 4 At. Jodarsen (AsJ3) und 3 At. Jodwasserstoffsaure 3 (J H 3 ) bilden, und man musste an Jodarsen
die Halfte des angewandten Jods und des d a m gegebenen Arsens erhalten; doch bekommt man nur im giinstigsten Falle an Jodarsen die Halfte des Gewichts des
angewandten Jods. Es findet also wohl auch hier noch
eine Einwirkung des Jods auf den Alkohol statt, wie sie
mein Hr. College H e r z o g schon fruher gezeigt, und andert so die AmbeUte**).
Durch die vielen Arbeiten, welche wegen des Entwickelns des Arsenwasserstoffs nicht gerade gefahrlos sind,
*)
*at)
Das Jodarsen wurde in Wasser gelost, mit salpetersaurem Silberoxyd gefdlt, das so erhaltene Jodsilber getrennt, durch vorsichtiges Neutralisiren mit Amnionialt das arsenigsaure Silberoxyd ausgeschieden. 0,723 Jodarsen gaben 1,110 Jodsilber, welches Ictztere 0,59835 Jod, also 82,76 Proc. entspricht; C B ltonnle desshalb
niclits Anderes als Trijodid sein, welches nach d e r Recbnung
1,119 Jodsilber hatto geben rniissen.
Der chocoladenfarliige Riiclrstand, welchen man beim vdlligen
Verdunsten der h u g e erhalt, aus welcher das Jodarsen herausItrystallisirt und alle Jodwasserstoffsiiure verjagt worden ist,
bestatigt die Zersetzung des Allrohols durch Jod noch mehr;
denn sowohl bei dem Auflbsen, als bei dein Erhitzen derselben
bleibt ein schwarzes Pulver, welches Kohle eu sein scheint,
zuriiclt.
Priifung von Bereitungsmethoden der Pharmacopoea boruss. 5
glaube ich wenigstens es erreicht zu haben, dass wir nun
ein immer gleichformiges Praparat als Jodarsen dispensiren und eine moglichst gute Ausbeule erzielen konnen.
----
Prufung der in der Pharmacopoea borussica
Ed. 11. aufgefiihrten Bereitungsmethoden,
mit Bezug auf die von Dr. M o h r in seinem
Cornrnentare niedergelegten Erfahrungen ;
yon
Dr. C. H e r z o g .
-
Bei den in dem Aprilhefte dies. Archivs, Band 50.
p. 89, von mir gemachten Erorterungen uber den Commentar zur preuss. Pharmakopoe von Dr. M o h r konnte
ich mir naturlich weder uber die Zweckmassigkeit der in
der Pharmakoptie vorgeschriebenen Bereitungsmethoden,
noch uber die von Dr. M o h r in Betreff derselben gemachten Ausstellungen und neuen Vorschlage ein Urtheil anmaassen, da ich bis dahin dasselbe auf kritisch experimentellem Wege nicht genugend zu begrunden vermochte.
Diesem musste eine sorgfaltige Priifung der Methoden vorangehen, welche ich mir urn so mehr auferlegte, als mich
die gediegene Behandlung des Stoffes von Seiten des Dr.
Mohr, wenn auch nicht immer in der Form, sehr interessirte.
Zu diesem Zwecke hahe ich genaue Beohachtungen
angestellt, die ich mir nun erlaube, in derselben Ordnung,
wie in der Pharmakopoe, in diesem Archive meinen verehrten Herren Collegen zu nachsichtsvoller Beurtheilung
vorzuleg-en.
Gegenstande, die bei ihrer Darstellung etc. keine
wesentliche Differenzen hervorrufen konnen, als Acelunz
crudum, A. digitalis, A purum, A. rubi id , A. scillit. habe
ich unerorlert gelassen.
Die Temperatur, auf welche ich so vie1 als moglich
die Flussigkeiten bei Bestimmung des spec. Gew. durch
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