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Lehrbuch der organischen Chemie oder der Chemie der Kohlenstoffverbindungen von Dr. Aug. Kekul┬й ord. Professor der Chemie an der Staats-Universitt zu Gent. Dritte Lieferung. Erlangen Verlag von Ferd. Enke. 1861

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184
IV. Literatw mmd Hritik.
Lehrbuch der orpnischen Chemie oder cler C'heinie deir
Kohlenstoffverbindungen yon Dr. A 11 g. K e k u l 6 ,
ord. Professor der Chcmie an der Staats -Universitat
zu Gent. Dritte Lieferung. Erlangen, Verlag von
Ferd. Enke. 1861.
Von diescm in vier Lieferungcn erscheincndcn Werke liegt
jetzt die dritte Lieferung vor. Sic. ist .in dcrselben klaren untl
ausfiihrlichen Weise geschrieben, w e i n r dies schou in den hi13
jetet herausgegebcnen 'l'heilen des Lehrbuclies z u bemerkcn Gclegenlicit gehabt haben, und nriifasst sLmtntliche auf d e ~ i iCcbictc:
dcr organischen Chemie i n ncuester Zeit gemachten Entdeckungcn,
so weit fiie irgendwie auf die Erkllrung und Vervollstiiridigung dei:
nufgestellten Theorieu von Einfluss sintl. Es ist ber;onders riihnl.
lielist hcrvorzulieben, dass iler Verfasser anch in diesem B m d e eij
sich h a t angelegen seiu Itisscn, die 13ezichungcn zwischcii den einzeliien IGrpern und ganzen K6rpcrgruppen weitliiuftig zu eror..
tern: es gewinnt die ganze Darstellung an inncrein Zusammenliang
und 'der Leser erhglt eine lrlare IJebcrsicht iiber die systematkche
Anordnung des Stoffes, wenn, w i t in diesein Werke, dcr IZespie-.
chung der einzelncn einer grassercn Gruppe angeharenden Verbindungen zuvor cinige allgeuieine 13ctrachtnugeri vor:mgcstcllt wer..
den, in denen die Entst,ehung der Iiorper, ihr Vorkonimen, ihr
Verhalten zu den wichtigstcn Reagentien, ihre chemischen und
physi kalischen Eigenschaft.cn, ihre rationelle Zusamtue~i~etzung,
illre
Zersetzuiigcii u. s. w. entwickelt sind.
I n der zweiten Lieferung waren von den Verhindnngen der.
Alkoholrndicale niit den Elernenten der Stickstoffgruppe (N, P, As,
Sb, Hi) die Stickstoff basen dcr Alkoholradicale, die F'hospliorbaselr
und die Arsenhasen beschrieben, jedoch war von letzteren nur das
Allgemeinc gegeben. IKIden1 vorliegcnden Werke folgen jefzt die
weiteren Details iibcr die Arsenbasen: es wird yon den I b k o d y l (Arsendimethyl =
T'erbinduiigen, den Arsenmono-
i:
[:${:\)
methyl- und arsenlthylverbiiidungen d m Nothwendigste mitgctheilt.
Zicgleich finden hier die .Beobachtungen, welehe iibcr die Antirnonbasen und Wisinuthbasen der Alkoholradicale u n d tiber das Bar-
dthyl (1% (€YH5)3) gemacht sind, specielle E~wiihnung.
Von den Verbindungen dcr Alkoholrxdicale mit cinatornigen
Metallen (K, Na, Li, Ag) werden dns T<aliurniithyl = I< ( W t 1 5 )
u n d das Nntriunidthyl = Na ( f Y R 5 ) besprochen: an diese schliessen sich die Kiirper, welche -aus den Alkoholradicalen und dell
zweiatomigen Metallen (Zn,Hg, Cd. Mg) zusammengcsetzt sind, s n ,
rind von den Verbindnngen der Alkoholradicale rnit vieratomigen
Elenieriteu (Sn, Pb) wird schliesslich die grosse Reihe der Zinn-
Literutur.
185
verhindnngen aufgefiihrt, die leicht verstiindlich ist und uhersichtlich geordnet werden kann, wenn man eben das %inn als ein vieratouiiges Elenieilt be,traehtet.
Dic zweite grossere Gruppe urnfasst die Verbindungen d e r einatomigen 0sylrolilenu.asserstoffradicale C'nHzn- 16, also die einbasischeri fet,ten Siiuren mit ihreii Abkommlingen. Der Verf. weist
hier wiederholentlich dnrauf hin, dass die nach typischer Schreibweise aufgestellten Formeln drirchaus nicht fiir sogen. rationelle
Formeln angesehen werden diirfen, sondern dass sie vielmrhr n u r
ein einfacher Ansdruek fiir eine grosse Bnzahi Y O U Thatsachen
sind. Er legt evident a m Reispiel der EssigsLure, der am genauesten erforschten SLure dieser Gruppe, dar, dass die versehiedenell
Formeln, welche verschiedene Chemiker dieser Siinre gegebell haben,
n u r eincn schematisclien Ausdruclr fiir die versehiedenen X'fetarnorphosen gewiihren. Sollte einc umfasserlde rationelle Forrnel der
Essigsanre snfgestellt wcrden, d. h. eine Formel. die alle Xletamorphosen gleichzeitig tlusdriickt, die alle ans den versehiedenen Gruppen von hletamorphosen abgeleiteten und fiir diese herechtigten
rationellen Formeln vereinigt, so inussten alle einzelnen im Essigsaurernoleciil enthaltencu Atome getrennt geschriehen werden und
man hatte etwa die Formel:
aus der z m r alle beliannten Derirate dcr Essigsiinre hergeleitet
werden kGnnen, die ahcr niclit niehr die Vortheilc darbietet, die
man durch den Gebrauch rationeller Formeln erlangen will, weil
sie niclit mehr weder an die eine noch a n die iinderc Gruppe von
Metamorphosen erinnert. IXc Formel e2:30
6 fur die Essigsiiure driiclit die am hesten stutlirten Metamorphosen und deshalb
gleichzeitig die l ~ c z i e l ~ u t ~ gzu
e n einer grossen Anzahl g u t untersuchter Korper a m ; nach ihr werden in 130 Paragraphen die
Amc4srnsLure. die Essigsaure nnd die iibrigen fetter] SBnren, ihre
Hydrate, Anhydride, Aethererten, Chloride, Bromide und Jodide,
Amide, Altlehyde und Acetone nach einatider abgchandelt.
Hierauf folgt die dritte grossere Gruppr. in welcher die Vcrhindungen der zweiatoniigcn Rohlenwasscrstoffradi~ale~GnI-lznerortert wcrden. Diese Iiohlcnwasserstoffradicale sind das:
hIethylen . . . . . . . . . . . . . . .f2Ha
Aethylen (Elnyl). .
Propvlen . . . . . . . . . . . . . . . . -tf3H6
Hot!.len . . . . . . . . . . . . . . . . . e4 €18 11.8. w.,
eine Heiho von Kiirpern, die einerseits aus den einatornigen Alkoholeri e n f I 2 1 1 + 2 t f ( W W t f = Allrohol) oiler ails andern Verbinrlurigcn dersclben liailicdc entstehen, anderciscits wicdcr die Basis
fiir die Bildnng dcr zweiatomigen Alkohole. - f 3 1 1 2 1 1 + 2 6 2 (Glycole)
ahgehen und sorriit sich vortrefflich an die vorige Gruppe anschliesscn, intlcm sic den Uebergang von den einatomigrn zu den zweiatomigcn Alltoholen vermitteln.
In der Specialbesehreibung werden zuerst diese Kohlenwasser-
Liteyatw.
186
stoffe selbst hesprochen, nnchher ihre Chlor-, Brom- und Jodverbindungen iind die von ihnen bich herleitendcii Substitutionsproductc. Es sind dann alle die Substanzen zusamm'engestellt, i n welchen die Kohlenwasserstoffe f?nHm die Rolle zweiatomiger Radi-
cale spielen; und zwar zunachst die Glycole ( e i $ e z = h e t h y l glycol) mit h e n Delivaten, dann die die Elemente der Stickstoff-
1
1
p
H
gruppe (N, P, As) enthaltenden Baseii N2 Hz
4
= Aethylcndiamin
In2
1
und endlich die von der Schwefelsiiure sich ableitenden Verbindungen, dic Solfuryl~erbindungen, in welchcn die zweiatomigen
ltadicale €3Hzn und gleichzeitig das zweiatornige Radical der
Sehwefelsaure (Hulfuryl = 3 0 2 ) sich vorfinden. Lu diesen letzteren werdcn die SulfoglycolsSure, das Carbylsulfat, die AethionsLure
tind IsdthioiisSure und die sogen. Disulfosluren (DisulfoatholsSure
und ihre Homologen) gcrechnet. Die Stellung der eben gcnsnnten
KGrper im System nach dieser Anschauungsweise ergiebt sich aus
folgendcn Fortneln :
Sulfoglycolsiiure
Carhylsulfat
AethionsSure
H
f;-&
ei'IJ4
sbz
H
IsLthionsIure
H
f,,-"I14
H
dOz
1
I
1
I
e3
DisulFAtholsLure
i'H4
i
&kz @.
€?2
s-82
H2
I
,
Die vierte uird letztc Gruppe endlich, welchc in diesem Bande
bchsndelt wird, begreift die Verbindungen drr zweiatomigen Oxykohlenwasserstoffe f?nHzn-2@ in sich, d. h. dic Verbindungen dcr
zweiatomigen Sauren, welche zu den zweiatomigen Alkoholen (Glycolen) in derselben Beziehung stehen, wie die einatomigen Sauren
(Fettsluren) zu den einatornigen Alkoholen, wie aus dem Schema:
Alkohol
EssigsHure
GIJ col
Glycolsaure
eiH5 t
&H38i8
HI
f Y H 4 82
eiH2e
Hal@
H2 i
ersichtlich ist. Zu dieser Classe von Iiorpern ziihlt der Verf. von
den bis jetzt bckannten Sauren :
HI
die Kohleusiiurc..
,
Glycolsaure.
. . . . . . . . 66,
H1e2
20Ie2
. . . , . . f ? . L HHz
I
Literatur .
187
.
e3H40
Butylactinsaure . . .
e i i Hzj
w
die MilchsLure.. . . . . .
Leucinsaure
HZ;ff2
f32
e
. . . . . e 6 H l OHZ1
f3.
Das erste Glied der Reihe, die KohlensLure, wird als zweibasisch bctrachtet und das i n derselben angenommene isolirte Kad i d ef3Carbonyl (Kohlenoxyd) genannt. Unter dcr Rubrik dcr
Carbonylverbinduugen wird ausser den Aethersiiuren der Kohlens k r e aoeh der amidartigen Verbindungen der Ilohlensiiure weitlluftig gedacht und vorztiglich auf die wichtigsten Glieder der
eij
Reihe, auf den IIarnstoff, das Amid der IiohlensLure
5
112
N2,
H2
mit seinen mannigfaltigen Derivaten, und auf die Carbaminsiiure
- NHz$$/
8 mit ihren Aethern (Urethaueo) Rucksicht genommen. An diese Korper schliessen sich die Sulfocarbonylverhindungen an, eine grosse Anzahl schwefelhaltiger Substanzen, die i n
Bezng auf Zusamrnensetzunp und Eigenschaften den C'arbonylverbindungen vollstiindig entsprechen und bei typischer Betrachtung
das Radical Sulfocarbonyl = f%k enthalten.
Ihre bedeutendsten
ReprLscntanten sind der Sehwefelkohlenstoff =
&.
S und die
Sulfocarbonslure = i+( 9. Von der Sulfocarbonsiiure sind ebeuso
wie von der Kohleiisiiure eine grosse Zahl von Actlierii bekannt,
deren Bcschreibung hier gleichfalls ihre Stelle findct. Unter den
Amiden des Sulfocarbonyls wird der der Carharninsaure entsprechendeu Sulfocarbaminslure =
N und dcr init ihr verwandten
[i}
Verbindungen
c'k (, A
besonders Erwahnung gethan.
Hierauf folgt die Heschreibung der iibrigen zweiat,omigen S I u ren, die zwar auch wie die liolilensiiure zweiatoniig, aber nicht wie
sie zweibasisch, sondern nur einbasisch sind, in denen also nur
das eine von den beiden typischen IVasserstoffatomen niit Leichtigkeit durch Metalle vertreten werden kann. Es wird zuerbt yon
den G1~colyIverbinduiig.cndas Vcrhaltcn der Glycolsliure, ihrer Aether
und ihrer Substitutionsproducte und der Sulfoessigslure, in der
nuch das Radical der Glycolsiiure angenommen wird, erortert :
Sulfoessigsiiure
=
H
I
C;i'H*ff
$321
H
*
I"-'
Dann folgt die Erliiuterung der Laetylverbindungen ; an diese
188
Litemtur.
schliesst sic11 die Beschreihnng der drei empirisch gleich zusanimengesetzten Sauren, der Oxybuttersiiure, Acetonsaure und Rutylactinskure an und den Scliluss bildet die Auffiihrung d e r Eigcnschaften der LeucinsZure. Von den Amiden tler Iiadicale enH2n--2@
werden ertdlich die wichtigsten Korper, die Aminsiiurrri (Glycinc),
niinlicli clas C;1ycucull, X1:iniii uiitl Leucin, abgehandelt, uiit deren
Besprechung dime dritte Lirfelung zu Endc i-t.
-__
Ih. O t t o Geiseler.
Die Dispensirfreiheit oder das Recht und die Verpflichtung der hom6opa.thischen Aerzte, wie auch aller
Aerzte, die von ihncn verordneten Arzneimittel sclbst
auszutheilen. Eine Denlrschrift, dcn hohen Blinisterien lleutschianda uberrcicht voin Prof‘. Dr. J. f1o p p c .
Lcipzig 1861.
I m Vorivorte sagt drr Verfasssr, dass es die Pflicht des Manlies se], fur erkaniite \V;ihrheitcii aufzutreteu. Er liabe das null
in seiner Schrift in Bt:zug auf alles tlas Gnte grthan, mas die hom6opathische Echule in SO reichem Maasse hcsitze. Die Frage der
Diaperisirfreiheit sei, wie Ailes, was Ilomijopathic betreffc, sehr
schwcr begriffen worden. Er habe diese Frage dni.ch zum Theil
neue triftige Griinde zuni Vortlieile der Ilomoopat,hen entscheiden
niiissen. Dieselben wiclitigen Oriinde seieu \’eranlassung, aiich f i r
allc Acrzte die Dispcnsirfreilicit zii verlangen. Niclit minder sei
es die E’Micht des Marines, sicli selbststiindig zu erhnlten u n d nach
Krliften weitcr en strehen. Aach diesel Pflicht habc er geniigt,
wie der Inhalt seines Werkes reichlich zeige. Nochmals versichert
er n u r der Wahrlieit zu dienen.
Die Einleituiig hcspricht 1) das Erwacheii der Idee bei den
Aerzten, fiir jeden Rrankheitsfall das heilende Mittel finden zn
wollen, und
2) die €[ahnemann’sche Entdeclrring, dass die kleinen Arzncigaben helfeir.
W a s P a r i l c e l s u s vergeblich gesucht, den Stein der Weiscn,
liabe Hahri eInR,nn mit den lilnren Worten: ,Es mnss fiir jeden
eiiizelncn I<ianlrheitsfall das specifische, und zwar das individnell
specifische Nlittcl ges.~cht und cntdeckt werdcn, u n d in jedem
I(raiik1ieitsf;tlle ist tlas Curverfaliren Gin Entdeckangsverfahreii ! e r
H a h n e m a n n scliuf eine ganz neiie Heilkunde. Seine ganze Lehre
liabe er in einem sehr logischeti Gewnndc dargelegt, und zu dcm
~ntdeclrungsversuchehnbe er eirl vielfach schon geahntcs Schema
(Similia Sinri1ihrt.s) zu eincr grossen Giiltigkeit nnd Verbreitung
gcbracht. Abrr H : ~ h n e m a n i ihahe die von ihin gcsehaffene Entdeckungimi~tli(~in
niclrt so thatslichlich begriindet und dargelegt,
als es die iiwtliche Welt, seitdem sie Anatomie uud patliologische
Anatomie griintllicher kennen gelernt, miinschte (und allerdings zu
fortiern berechtigt wi, a h his jctzt liicht zu thun vcrmocht habe).
IXc Aerzte hkltuii IIa :I I I 11in a n n mit Vorwiirfen iibcrhluft, weil
sie die streng logischeii Ftr!geriingcn tlessallJen nicht beachteten u n d
dieselben zu iviirdigrn iiiclit f:iliig geirescn (!). Die pralitisehcn
Aerzte hatten von Logilr stcts am nrnigsten verstnnden, und die
nur erst nach Thatsachen ringendc Medicin wolle das Geschaft der
Logilr gern von sich weisen. Geniig, I I a h n e m a i i n habe Fine -ganz
neue Hcilkunde geschaffen. Aber nur Eine Frage sei h e r zii erortern, namlich die: ob ea fiir jeden einzelrien Krankheitsfall ein
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