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Lehrbuch der Pharmazeutischen Chemie. BegrUndet von H. Auterhoff 12. vllig neu bearbeitete Aufl. von J. Knabe and H.-D. Hltje. Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 1991 DM 96.-

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Buchbesprechungen
Buchbesprechungen:
K. Zurcher und A. Krebs, Cutaneous Drug Reactions, 2nd completely
revised edition, S. Karger AG, Basel ... 1992, VIII + 570 S., DM 594, -.
K. Zurcher (Internist) und A. Krebs (Dermatologe) legen die 2. Aufl. (1.
Aufl. 1980) ihres Werkes uber Nebenwirkungen systemisch applizierter
Arzneimittel (AM) an der Haut vor. - Auf einleitenden 30 S. wird die Problematik (oft unerwarteter) Wirkungen van AM an der Haut skizziert:
immunologische Fragen, u.a. im Zusammenhang rnit AIDS, und Reaktionen, die kriminalistischen Scharfsinn erfordern (Exanthem bei einer Mutter, die die rnit Speichel kontaminierten Speisereste ihrer Primidon-behandelten epileptischen Tochter gegessen hatte) werden angesprochen. Bei
den AM sind Ianderspezifische Gesichtspunkte, die Ubertragbarkeit von
Erkenntnissen auf "strukturverwandte" Verbindungen - wann kann man
noch von "Verwandtschaft" reden? - und die Uberwachung nach der
Markteinfuhrung wichtig: Hier ist der Apotheker gefordert, der aus dem
Patientengesprach oft Wichtiges erfahrt. - Wie sol1 man leichte, aber haufige Hautreaktionen im Vergleich rnit schweren, aber seltenen bewerten? Da
Dosierungen und Therapiedauer unterschiedlich sind, ist die Antwort
schwierig. - Wie muB das Gesprach zwischen Arzt und Patient gefuhrt
werden? Patienten halten nicht-verschreibungspflichtige Medikamente
meistens fur harmlos und benenennen sie deswegen nicht. Der Arzt hat die
Pflicht, allen Moglichkeiten nachzugehen und erst einmal alles abzusetzen,
was nicht lebensnotwendig ist (benefit/risk ratio). - Auf 13 S. werden die
AM-Wirkungen an der Haut aus dermatologischer Sicht mit vielen Hinweisen auf entspr. Ubersichtsreferate zusammengefaBt. Tabellen ermoglichen einen schnellen Uberblick. - Im Abschnitt "Methods" geben die
Autoren Definitionen und erkliiren Kriterien, die bei der Auswahl aus einer
Flut von Publikationen (Fallbeschreibungen, Ubersichten, etc.) verwandt
wurden. Fragwurdige Angaben bleiben nicht unbeachtet, werden aber als
solche gekennzeichnet. So dient dieser Abschnitt zur Einfuhrung in den
Hauptteil: Etwa 200 Seiten umfassen Wirkstofftabellen, die den internationalen Freinamen, Handelsnamen, in 14 Spalten Literaturstellen zu den
wichtigsten Hautreaktionen und eine breite Spalte mit Besonderheiten
jedes Wirkstoffes auffuhren. Hier kann der Apotheker dern Arzt sagen, mit
welchen unerwunschten Reaktionen an der Haut bei der Verordnung eines
Medikaments gerechnet werden muB. - Auf ca. 100 S. kann der Arzt den
umgekehrten Weg gehen: er beobachtet Symptome und schaut nach Arzneimitteln, die dafur verantwortlich sein konnten. - Hier wird manchmal
recht groBzugig zugeordnet: Tetracain bei "Antiepileptics/Sedatives/Psychopharmaceuticals". - Fast 5600 Literaturstellen (Autoren, Titel, Journal)
machen dieses Buch zu einem Schatz erganzender Informationen, die uher
die Stichworte hinausgehen, fur Anwender in der Praxis und fur Forscher
auf diesem Gebiet. Ein AM-Index (Handelsnamen, Freinamen) von ca. 30
S. beschlieRt dieses Buch.
Fur pharmaz. Institute, die durch Informationsvermittlung den Kontakt
zu ihren Absolventen pflegen, und fur Krankenhausapotheker ist dieses
Buch sehr zu empfehlen, zu bemangeln ist lediglich der Preis! [B202]
W. Wiegrebe, Regensburg
Frontiers in Biotransformation, vol. 6:
Cytochrom P 450 dependent Biotransformation of Endogenous Substrates, herausgegeben von K. Ruckpaul und H. Rein, Akademie Verlag
Berlin 1991,206 S., DM 210, -.
Als Apotheker verbinden wir rnit dem Begriff "Biotransformation" die
chemische Umwandlung von Arzneimitteln. Hier dagegen wird die Biosynthese endogener Verbindungen beschrieben, wobei das Schwergewicht
weniger auf bioorganischem Gebiet sondem vielmehr auf der Charakteri-
Arch. Pharm. (Weinheim) 326,841 -842 (1993)
sierung und Funktion der beteiligten Enzyme liegt. Es werden solche
Cytochrome P 450 beschrieben, die an der Umwandlung van Steroiden,
Fettsauren, Vitamin D, Leukotrienen, Prostaglandinen (im weiten Sinn)
und biogenen Aminen beteiligt sind. - Kap. 1 behandelt genetisch fixierte
Polymorphismen von Arzneimittel-metabolisierenden Enzymen. Unterschiede zwischen langsamen und schnellen Metabolisierern werden herausgestellt und viele wichtige Arzneistoffe zugeordnet. Rassenunterschiede beim enantiospezifischen Mephenytoin-Metabolismus, die Lungenkrebshaufigkeit in Abhangigkeit vom Metabolisierungstyp und die Inzidenz von Blasenlcrebs bei langsamen/schnellen Acetylierern werden herausgestellt. - Kap. 2 behandelt die Steroidbiosynthesen, soweit sie nicht in
den Nebennieren ablaufen. Die Spaltung der C-17 - C-20-Bindung nach
Hydroxylierungen wird als "Lyase-Reaktion"bezeichnet: das ist sprachlich
richtig, sagt aber chemisch nichts aus und entspricht damit wohl dem
Stand der Erkenntnis. - Die Aromatase-Reaktion (S. 49) wird unzureichend erklart: Die Abspaltung der Methylgruppe am Ring A als Formiat
ist doch als (vinyloge) Aldolspaltung leicht zu verstehen! Eine Persaure ist
nicht beteiligt, moglicherweise ein a-Hydroxyperoxid. - In Fig. 6 (S. 51)
fehlen Erklkirungen: bei entspr. Vorkenntnissen kann man sie sich denken,
aber schrakt so etwas den Leserkreis nicht ein? In solchen Fallen sind die
Herausgeber gefordert. - Kap. 3 behandelt ausschlieRlich die 0. a. Aromatase. - Die Legenden fur Norandrostendion und Nortestosteron auf den S.
67/68 und Fig. 3 mussen korrigiert werden. Zu der eigentlichen Aromatisierungsreaktion, der C-C-Spaltung, werden interessante Experimente
beschrieben, insbesondere im Zusammenhang rnit der cis-Eliminierung
von Ameisensaure (S. 86): Eine der Tschugajeff-Reaktion vergleichbare
Eliminierung unter physiologischen Bedingungen! - Die pharmazeutisch
wichtigen 19-nor-Androgene sollen uber 19-CH20H, 19-COOH entstehen:
das entsprache der Decarboxylierung einer vinylogen P-Ketosaure und
konnte im Gegensatz zu der auf S. 93 geauRerten Auffassung ohne Einwirkung einer Lyase ablaufen. - Fiir Apotheker interessant ist das Kap. uber
Vitamin D,-Hydroxylasen: ausgesprochen spannend ist der Wettstreit zwischen DeLuca und Kodicek zu lesen. Die C-la-Hydroxylierung wird
durch das Protein unterbunden, das 25-OH-Vit. D, spezifisch binder, die
Steuerung des 1.25-Dihydroxy-Vit. D, wird erortert. - Das 5. Kap. behandelt die Enzyme, die an der Gallensauren-Biosynthese beteiligt sind.
Naturlich wird die HMG-CoA Reduktase besprochen: von daher hat dieses
Kap. seine brennende Aktualitat. Unterschiedliche Auffassungen zur
Abspaltung eines C3-Fragmentes von der Cholesterol-Seitenkette werden
diskutiert: wie bei der Desmolase-Reaktion bleibt die Frage der C-C-Spaltung in Glykolen offen. - Kap. 6 behandelt die Cytochrom-P450-Aspekte
der Thromboxan- bzw. Prostacyclin-Synthase. Vorbildlich ist der Reaktionsmechanismus zur Bildung von Thromboxan A2 aus Prostaglandinendoperoxid erklw.
Das Buch bringt eine Fulle biochemischer Erkenntnisse, vomehmlich
auf der Enzymseite, weniger unter bioorganischen Gesichtspunkten: Je
mehr wir von den Produkten wissen, urn so interessanter werden die Enzyme, die diese Substanzen hervorbringen. Die organische Chemie kann uns
Hinweise geben, welche Zwischenstufen zwischen Edukt und Produkt
durchlaufen werden sollten und wie das "Reagens", das Enzym, aussehen
konnte, das die Umwandlungen bewirkt. Dementsprechend ist dieses Buch
fur pharmazeutische Chemiker eine fesselnde Lekture. [B203]
W. Wiegrebe, Regensburg
Lehrbuch der Pharmazeutischen Chemie. Begriindet von H. Auterhoff;
12. vollig neu bearbeitete Aufl. von J. Knabe and H.-D. Holtje. Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 1991; DM 96, -.
0VCH Verlagsgesellschaft mbH, D-6945 1 Weinheim, 19930365-6233/93/1010-0841$5.00 + .25/0
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Pharmazeutische Chemie - das ist die Chemie von Stoffen, die in Arzneimitteln vorkommen, also von Wirk- und Hilfsstoffen. Dazu gehoren
Synthesen und Gewinnungsmethoden dieser Stoffe, Beziehungen zwischen Struktur und Wirkung sowie Biotransformationen (also all das, was
man auch Medizinische Chemie nennt) und dazu Methoden zum Nachweis
und zur quantitativen Bestimmung von Wirk- und Hilfsstoffen (Pharmazeutische Analytik).
Vieles aus diesem umfangreichen Programm wird in der 12. Aufl. des
Lehrbuches fur Pharmazeutische Chemie von Auterhoff, Knabe und Holtje
vorgestellt und kommentiert.
Der auf fast 900 S. aufbereitete Stoff ist in funf Kapitel unterteilt: A.
Allgemeiner Teil (Wirkmechanismus, Struktur-Wirkungs-Beziehungen,
Rezeptoren, Membranen, Biotransformationen); B. Analytik (Gruppenreaktionen, Gehaltsbestimmungen, instrumentelle Analytik); C. Pharmazeutisch relevante anorganische Verbindungen (geordnet nach dem Periodensystem); D. Pharmazeutisch relevante organische Verbindungen (geordnet
nach funktionellen Gruppen); E. Arzneistoffe (geordnet nach therapeutischer Verwendung).
Neu in dieser Auflage ist das Kapitel A, in dem, meistens verstiindlich
und gut bebildert, erlautert wird, wie man sich die Wechselwirkung von
Arzneistoffen mit korpereigenen Strukturen vorstellt. Eingeschoben ist
hier ein Abschnitt uher die “Gewinnung von Enantiomeren”, dem einige
Veranderungen gut taten: Bei der “Racematspaltung” sollten die chiralen
stationaren Phasen ausfuhrlicher erklart werden (mit Formeln); beim
Unterabschnitt “Enantioselektive Synthesen” sollten die Begriffe asymmetrisch, stereoselektiv, enantioselektiv und diastereoselektiv eindeutig definiert, zugeordnet und an Beispielen erlautert werden; die Verwendung des
Prochiralitltsbegriffs wire hier hilfreich.
Angehangt sind dem I . Kapitel 25 Computergraphiken von Wirkstoffmolekulen, die bei Anfangem (fur die das Buch gedacht ist) Verwirrung
auslosen werden. Vielleicht sollte man die Nutzlichkeit dieser Methode an
einem didaktisch eindrucksvollen Beispiel ausfuhrlicher und genauer
erklaren (und gezeichnete Formeln zum besseren Verstandnis daneben
stellen, wobei erklart werden sollte, da8 bei den Computerformeln die
Endatriche H-Atome, bei den gezeichneten Formeln CH,-Gruppen bedeuten).
Im Kapitel B sollte man die allgemeinen Grundkagen der Gehaltsbestimmungen (Titrationskurven u.s.w.) speziellen Lehrbuchern uberlassen und
nur die fur Arzneistoffe relevanten Umsetzungen besprechen. Das gilt
Buchbesprechungen
ebenso fur die instrumentelle Analytik, zu deren Verstandnis man auf
zusatzliche Lehrbucher nicht verzichten kann.
Auch in den Kapitetn C und D sollteii die Autoren ofter auf Lehrbiicher
der anorganischen und organischen Chemie verweisen (die der Student
ohnehin anschaffen muB) und es bei der Beschreibung der Verwendung in
der Pharmazie belassen.
Das letzte Kapitel (E) ist das umfangreichste und wichtigste. Vemunftig
und praktisch ist die Art der Einteilung, die der in E. Mutschlers “Arzneimittelwirkungen” entspricht, so dal3 die beiden Bucher sich erganzen.
Auch die Unterteilung der einzelnen Abschnitte in 1. Definition, Gliederung, Entwicklung; 2. Substanzgruppen mit Eigenschaften, Struktur-Wirkungs-Beziehungen, Wirkungsinechanismen, Biotransformation und Andlytik gefallt mir. Enttauschend ist, dab in manchen Kapiteln die Arzneistoffsynthesen zu kurz kommen oder fehlen. So sucht man z.B. bei Anthelminthika, Antimykotika, antiviral-wirksamen Stoffen, Zytostatika oder
Lipidsenkem vergeblich nach Herstellungsmethoden. In vielen Fallen hltte
man’s geme ein wenig ausfuhrlicher (und iifter asymmetrisch), z.B. bei
den Psychopharmaka (Thioxanthene, Butyrophenone) und den Analgetica
(Tramadol, Fentanyl, Tilidin, Ethanomorphine).
Platz genug dazu gibt’s, denn die bedruckte Seitenflache ist, im Vergleich zur 11. Auflage, kaum groBer geworden, das neue Buch aber ist 3
cm langer und 2 cm breiter. AuBerdem stehen haufig einzelne Formeln in
einem allzugroaen Rahmen und die Tabellenflachen (mal rot, ma1 weil3?)
lassen sich leicht auf die Halfte abspecken.
Die Formeln sind meistens gut gezeichnet; allerdings fragt man sich bei
manchen roten Unterlegungen: Was haben die Autoren wohl damit sagen
wollen?
Eine Reihe der - bei einer so umfangreichen Neubearbeitung zu envartenden - Fehler sind in eineni “Erganzungsheft” berichtigt, weitere werden
bei der nachsten Auflage verschwinden.
Wenn doch die Verlage bei Lehrbuchern mehr an die Leser als an den
schonen Schein dachten und zu normalen Abmessungen zuruckkehrten!
Mehr als zwei Bucher mit Umfang und Gewicht des vorliegenden kann
man mit einer normalen Aktentasche kaum schleppen (wie war’s denn ma1
mit Dunndruckpapier?).
Trotz meiner Kritik: Der Auterhoff/Knabe/Holtje bringt (im Vergleich
zur I I , Aufl.) fur den Pharmaziestudenten vie1 Neues, Lesens- und Lernenswertes bei anspruchsvoller Aufmachung und ist deshalb empfehlenswert. [B204]
F. Eiden, Munchen
Arch. Pharm. (Weinheim) 326.841-842 (1993)
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