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Lslichkeit der aus Mineralien austretenden Kieselsure in salzsaurem Alkohol.

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Lb'slichkeit von Kieselsiiure in satzaauyem Alkohol. 307
Schliesslich bemerkt der Verf. noch, dass man bei
dicser Prufun sich von der Abwesenheit erheblicher
Mengen von ahloriden zu iiberzeugen hat, um sicher zu
sein, dass die Zunahme der Dichtigkeit ihren Grund wirklich in vorhandcnem Natronsalpeter und nicht in der
Gegenwart von Kochsalz oder schwefelsaurem Kali habe.
Falle, die jedoch nur ausserst selten vorkommen.
(Dinglere Jourrbal B d . 149 S. 190.)
Bkb.
-
Liislitbheit ler
-
Mineralien austretenden Hieselsiiare
in salzsaarem Akohol.
BUS
Leitet man nach A. W i n k 1e r trockenes salzsaurcs
Gas in absoluten Allrohol, oder mengt man auchnurvier
Volunien absoluten Alkohol und 1 Vol. concentrirte Salzsaure, und schuttet in diese Flussigkeit, unter gutem Umruhren oder Schiitteln in einem Kolben so vie1 feingeriebenen, reinen Portland -Cement, dass etwa die Halfte der
Salzsaure neutralisirt wird, 60 erhalt man eine vollstandig
klare, leicht bewegliche und leicht filtrirbare Liisung,
wclche ausser Ca C1, A l z Cl3 und Fez Cl3 auch siimmtliche
Kieselsaure des Cements in einer nus Kieaelerde, Alkohol
und SalzsPure bestehenden Verbindung elost enthalt, und
in verschlossenen Gefassen beliebig fmge unverandert
aufbewahrt werdcn kann. Um einc vollstandige LSsung
aller Kieselsaure zu erlangen, muss der angewandte Cement frei von Kohlensaure und von Ofenschlacken sein,
auch nicht, wie fast allc kauflichen Cemente, nach dem
Brennen Schlackcn beigemen t erhalten haben. Durch
Aether Iasst sich wenig der gcfosten Kieselerde ausziehen,
welche nach dem Verdunsten desselben in nicht trieder
loslichen Rinden zuruckbleibt, die sich beim Gluhen durch
ausgeschiedenen Kohlenstoff schwiirzen. Ueberlasst man
die alkoholische b s u n g in einer offenen Schale der Verdunstung bei gewohnlicher Temperatur, so bildet sich
nach Verschwinden des Alkohols die bekannte elastische
Kieselgallerte. Uebergiesst man dicsc Gallerte wieder
mit dcr oben bezeichneten Flussigkeit, so lost sich auch
nach tagelangem Digerircn und Schiitteln die Kieselsaure
nicht wieder auf, sondern bleibt in Gestalt schlammiger
Flecken auf dem Filter zuruck.
Ebenso wie die Kieselerde des Portland -Cements verhillt sich die Kieselerde der folgenden Silicate :
I) Eiscnfrischschlacke,
2) Kupfergarschlacke,
22 *
300
LBe1ichkei.t von Kieeelsilure in salzsaurem Alkohol.
3) augitartige Hohofenschlacke,
4) Olivin,
5) Alle gebrannten, thonartigen Baukalke.
(Ich erwahne bei dieser Gelegenheit, dass die auf eschlossene
Kioselsaure, die man in alten Morteln gefun en und der
Einwirkung des Kalkoxydhydrats auf den Quarzsand zugeschrieben hatte, wahrscheinlich nur von einem Thongehalt des zum Nortel verarbeiteten ebrannten Kalkes
herruhrt, und Rchon beim Brennen f e s Kalksteins gebildet worden ist.)
6) Eine theilweise Losung der Kieselsaure erfolgt bei
einem, nur bis Bur Austreibung der Kohlensaure gegluhten Genienge von 4 Th. lufttrockenem Thon und 3 Th.
Kreide.
7) Kohlensaure freicr erharteter Portland - Cement
lost sich ebenfalls vollstiindig auf.
Dagegen lost sich dic Kieselsaure folgender Silicatri
nicht in alkoholisirter Salzsaure:
1) gelostes Wasserglas,
2) kicselsaurer Kalk, dargestellt durch Vermischen
von verdunntem Wasserglas mit verdiinntem Chlorcalcium,
3 ) kieselsaure Thonerde, erhalten durch Vermischm
von Wasserglas mit basisch essigsaurer Thonerde,
4) Meerschaum,
5) Asbest.
Endlich lost sich die Kieselerde folgendcr Silicate
nach dem Gluhen der Silicate, nicht im ungegluhten Zustande derselbcn :
1) Ser entin von Snarum,
2) Kie saurer Kalk und Zuckcrkalk, entstehend als
voluminoser Niederschlgg beim Vermischen von Wasserglas oder Kieselerdehydrat mit Zuckerkalk im Ueberschusse. (Die Verbindung wird durch reinea Wasser
wieder zerlegt.)
3) Kieselsaures Zinkoxyd, gebildet durch Vermischen
von Wasserglas mit einer Losung von Zinkvitriol in
Ammoniak.
Anstatt des Weingeistes kann man mit gleiohem
Erfolge Methylalkohol anwenden. Eben so last sicb. die
Salzsaure durch Salpetersiiure ersetzen, dagegen nicht
durch Oxalsaure oder Schwefelsaure; doch kann man aus
verdiinnten Losungen des Portland- Cements den Kalk
durch Schwefelsaure ausfallen, ohne dass die Kiese!,siure
mit gefiillt wird. Bei Anwendung von Essigsacxe in
f
H
Laslichkeit von Kieselsaure in salzsaurem Alkohol.
309
weingeist giebt der Cement unmittelber eben so eine
Callerte, wie durch verdiinnte wasserige Salzsaure.
Diese bisher noch nicht bekannte Loslicbkeit der
Kieselsaure glaube ich einer Aufnahme von Alkohol an
Stelle des Hydratwassers zuschreiben zu miissen; diese
Substitution findet jedoch, wie das Verhalten der untersuchten Silicate zeigt, nur dann statt, wenn die Kieselaaure noch kein Wasser, sondern ein Oxyd an dessen
Stelle hat, a l s o n u r b e i S i l i c a t e n , w e l c h e d u r c h
F e u e r e n t s t a n d e n sind.
Besonders bemerkenswerth ist der Unterschied, welcher zwischen dem Kalksilicate, der nach acht Monate
langem Digeriren von Portland- Cement mit vie1 kohlensaure freiem Wasser in Gestalt von Flocken zuriickbleibt,
und zwischen dem auf nassem Wege dargestellten kieselsaurem Kalke besteht, weil daraus nothwendig folgt, dass
die Silicate des erharteten Cements nicht erst durch die
Vermittelung des Wassers neu entstanden, sondern einfach Zersetzungsproducte der, den frischen Cement bildenden Silicate sind.
Stellt man daher die Verbindung des durch Wasser
ausgeschiedenen Kalkes rnit dem iibrig gebliebenen Silicate wieder her, indem man den erharteten Cement fein
gerieben wieder zur starken Versinterung, wozu meist
hohe Weissgluth erforderlich ist, brennt, so erhartet dieser
Cement zum zweiten Male eben so gut, wie zum ersten
Male, vorausgesetzt naturlich, dass der Cement nicht rnit
Schlacken oder Trass verfalscht war. In einer friiheren
Mittheilung hatte ich auf die Ausscheidung von krystallisirtem Kalkhydrat in den inneren Blasenraumen eines
Cements aufmerksam gemacht, welchen ich aus gew6hnlichem gebrannten Baukalke von Strehlen bei Dresden
durch Vermengen desselben mit etwa 2 Proc. Flussspath
nach vorherigem vollstlndigem Loschen dieses Kalkes in
kochendem Wasser dargestellt hatte.
Ein solches Ausscheiden von Kalkhydratkrystallen
kann man auch bei andern Cementen auf folgende Art
leicht nachweisen. Man fiillt ein Hecherglas etwa zur
Halfte mit Cementbrei, steckt in diesen eine Anzahl Glasstabchen, und iibergiesst etwa 1 Zoll hoch rnit Wasser.
Sobald der Cement erstarrt ist, zieht man die Glasstabchen heraus und verschliesst das Becherglas luftdicht.
Nach etwa 4 Wochen findet man die Wandungen der
durch Stabchen gebildeten Rohren rnit zahlreichen Rhomboedern von Kalkhydrat, etwa von Sandkorngrosse, bedeckt.
310 Basiaches Chlorcalcium bei der Chlorkalkfabrikation t i c .
An der Luft nehmen die Krystalle Kohlensaure auf, ohn6
Form und Glanz zu verlieren, solieinen also gleichfalls in
Kalkspath tiberzugehen. Als mitwirkende Ursache dieser
Entstehung von krystallinischem Knlkhydrat sind die
allmalig frei werdenden Alkalicn zu betracliten, weil sie
das ini Wasser geliistc Kalkhydrat ausscheiden.
Der Itedacteur des cheniischen Centrslblattes Dr. W.
K n o p bemerkt zu obi er Abliandlung: ,So vie1 uiis
bekannt ist, hat W i n k e r zuerst diem Lbslichkeit der
aus Mineralien austretenden IGeselsiure im Alkohol nachgewiesen. Ich will dcshalb hierbei daran erinnern, dass
ich (C'entralblatt 1859, S. 397.), als ich Fluorkieselalkohol
mit Harnstoff und Anilin ausgefallt hatte, glcichfalls Kieselsiiure in dem ruckstandigen Rllrohol gelost vorfmid,
die sich auch beim Mischen dicser Losung iiiit Aetlier
nicht nusschied. Aus den ubrigen dabei statt findeiiden
Redingungen schloss ich, es iiioge ausser den bekannten
Ebelmenschcn I<ieselsaureiithern, noch ein anderer Aetlier
euistiren, der Aethylox d C4 1-150, Kicselsiiare Si 0 3 uiid
Wasser enthalten diir te. W i i i k l e r schliesst nun oben,
dass die Loslichkeit der Riesclsliure bci seinen Versuclicn
auf einer Rufnnhme von hll~ohol an dcr Stelle dcs IIydratwasscrs jener Siiure beruhc, und kornmt also ganz
unabliimgig von nieinen Vcrsuchen zu ganz demselben
Schlusse. (Polyteclinisclies Joiwnal, Bd. 134, pug. 57.) Bkb.
7
P
Ueber die Rolle dcs sogenannten ,,basisthen Clrlorcalcium" bei der Chlorkalbfabrikotion und Aetzammoniakbereitung.
Unter ,,basisclicm Clilorcaleiurnuvcrstehtmnn das durch
Kochcn voii wlisscrigcr Chlorcalciumliisang niit Aetzlralk
Filtriren und Krystallisiren erhaltene Salz, wclches namcntlich von 13. l t o s c niiher untcrsucht worden, und welches
1 6 HO
nach ilini die Zusammensctzung Ca C1-t 3 Ca 0
hat. Dasselbe ist im Riickstnnde von der Hereitung der
Aetzammoniuiiiflussigkeit nus Salmiak und gcloschtem
Kalk lifters beobachtct wordcn, und cs ist durchnus naheliegend, dass cs sich anch bei der Darstellung pulvrigen
Chlorkallrs bildc, fiills es in dem nngewcndctcn Kalkliydrat
nicht an Wasser fehlt. MI:m hat in beidcii Operationen
deni Auftreten dieses Salzcs eina Rolle zugesclirieben :
dass es namlich Einfluss ausiibe auf dic Ausbcute, sowohl
an Chlorkalk, resp. dcssen Gchalt an wirksauien Chlor,
als an A,,.noniak.
Polytechniker L o h n e r von Thun
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