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Mittheilung aus dem pharmaceut. Laboratorium

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48 E. Hoffmann, Infundirapparate mit const. Niveau u. Petroleumheizung.
Thieren (Stentor, Hydra, Bonellia). Cholesterin und andere
charakteristische Materien der Nervensubstanz hat man auch
in einigen Organen der Leguminosen nachgewiesen. Das
erscheint auf den ersten Blick befremdend, aber es darf nicht
ubersehen werden, dass die betreffenden Organe eine ahnliche
Funktion ausiiben, wie thierische Organc.
Diese wenigen Beispiele, welche sich leicht noch vermehren liessen, scheinen mir das natiirliche Gesetz , dessen
Priifung im Vorstehenden unternommen ist , hinreichend zu
bestatigen. Ueberall wo die Thatsachen gehorig feststehen
und die Organisation bekannt ist , bemerkt man unmerkliche
Uebergange, durch welche die Natur allmahlich dahin gelangt,
die lebenden Weeen zii differenziren , Uebergange , welchc
unsere Ciassificationen unvollkommen erscheinen lassen.
S c h 1u s s b e ni e r k u n g e n.
1) Die botanischen ilrten und Familien, welche in ihren
Nerkmalen ahnlich, sind es auch in der Natur und den Eigenschaften ihrer naheren Ijestandtheile.
2 ) Die Arten, welche den Uebergang zwischen den Lhnlichen Gruppen bilden, enthalten Bestandtheile, die den aich
niihernden Familien angehoren.
3) Die botanische und natiirliche Classification der Medicamente pfianzlichen Ursprungs i u l die einzig wimenschaftliche und rationelle.
W.
Mittheilung au8 deln pharmaceut. Laboratorium.
Von Dr. E. Hoffmann-Eandel.
I n f u n d i r a p p a r a t e m i t c o n s t a n t e m N i v e a u und
P e t r o 1e umh e i z u n g.
Nit Einfiihrnng der deutschen Yharmacopoe -vlinrde zw
Zeit die Bereitung der Uecocte und Infusionen durch langere
oder kiirzere Digestion im Wasserbade obligatorisch und fur
manches pharmaceutische Laboratorium , in dem die tagliche
E.Hoffmann, Infundirapparatc mit const. Niveau u. Petroleumheizung. 49
Heizung des Dampfapparates sich nicht rentirt , w-ard die
Beschaffung eines geeigneten Infuudirapparates erforderlich.
Wer in der gliicklichen Lage ist, Leuchtgas als Brennmaterial verwenden zu lzonnen, dem diirfte es wohl weniger
schwcr halten, ein kleineres, rasch in Thatigkeit tretendes
Wasserbad in irgend einer Weise zu construiren.
Weniger gunstig gestaltet es sich, wo man genothigt
ist, den vcrhiiltnissmiissig theuren Alkohol zu benutzcn. Die Verwendung von Petroleum als Xeizmaterial war
wohl bereits in der Einfuhrung begriffen, doch liess die
Construction der damals in Anwendung gebrachten Brenner
noch Manches zu wunschen iibrig und trotz mannichfacher
Versuche damit, schien es mir immerhin noch riithlicher, fur
Infundirapparate davon abzusehen und mit moglichst okonomischer Ausnutznng auch fernerhin Alkohol zum Heizen zii
verwenden. Da nun Alkohol bei ungebindertem Luftzutritt allein
schon fast vollstandig zu Wasser und Kohlensaure verbrennt,
so hat die Art der etwa verwendetcn Lampe weniger Einfliiss.
Bei gewohnlichen einfachen Lampen resnltirt eine grosserc
Flamme ; bei solchen mit doppeltem Luftzug eine kleinere, aber
iim so intensivere.
Die aus derselben Gewichtsmenge Alkohol entwickelte
Wiirme bleibt sich quantitativ ganz gleich.
Es kommt also niehr die Form und Dimension der Gefiisse,
in denen die Tnfusen iind Decocten bereitet werden sollen, in
Betracht , besonders aber Vermeidung von jedem iiberschiissigen Wasser bei Herstellung des erforderlichen Dampfbades.
Denn Wasser bedarf ja, urn auf gleich hohe Temperatur erhitzt
zu werden, eine weitans grossere Warmemenge, wie die
meistcn andern Xiirper , insbesondere RfetalIe.
Wiihlte man nun ein Wasserbad von sehr gcringem Inhalt, so lief man Gefahr, dass das Wasser darin bei einer
halbstiindigen Digestion jedesmal verdampfe und ersteres dahcr ausser Thatigkeit gesetzt werde.
In chemischen Laboratorien verwendct man zu ahnlichen
Zwecken langst Wasserbader mit constantem Niveau, in welArch. d. Pharm. XIII. Dds. 1. Haft.
4
50 E. Hoffmann, Infundirapparnte mit const. Niveau u. Petroleumheizung.
chem durch irgend eine Vorrichtung das verdunstende Wasser
sich immer wieder ersetzt.
Auch zu obigem Zwecke schien nur dies in ahnlicher,
wenn auch einfacherer Weiae practisch erreichbar zu sein, da
es sich hier nicht um tagelanges, sondern hiichstens nm
stundenlanges in Thatigkeitsetzen des Wasserbades handelte.
Fabrikant Mii r r 1e in Pforzheim unternahm zur Zeit auf
mein Ersuchen die Herstellung derartiger I n f u n d i r a p p a r a t e
m i t c o n s t a n t e m N i v e a u und jetzt nach mehrjlhriger,
fast taglicher Benutzung eines solchen, glaubc ich in der
Lage zu sein, deren Zweckmassigkeit bestatigen zii konnen.
Als Spirituslampe dient mir eine einfache messingblechene,
deren Docht aus einem Drahtcylinder besteht, dessen unterer
Theil mit Baumwolle, der obere Theil dagegen niit Asbest
oder Glaswolle ausgefullt war, um das missliche Verkohlen
der Baumwolldochte zu verhuten.
Mit dieser Spirituslampe wird in etwa drei Minuten ein
volles Dampf’bad hergestellt, mittelst der Bunsen’schen Gaslampe in einer Minute.
Die Construction des Infundirapparates ergiebt sich aus
dieser Skizze und bedarf kaum eines besondern Commentars ;
a) Infundirbiichse,
b) Kesselchen fingerhoch
mit Wasser angefullt,
c) ringformiges Wasserreservoir yon circa einem
Liter Inhalt durch d mit dem
Kesselchen communicirend ;
aus letzterem tritt iiberschiissiger Dampf durch Rohre e
ins Reservoir, condensirt sich
dort, wofur eine Siquale Menge
Wasser durch d ins Kesselchen zuriickflieast.
f) Mantel aus Schwarzblech mit Fuss. Erst nach langerem Gebrauch w i d ein kleiner Ersatz
etwa verdampfenden Wassers erforderlich aein.
E. Hoffmnnn, Infundirappnrate mit const. Niveau u. Petroleurnheiznng. 51
Als zweckmiissig hat Rich nachtriiglich erwiesen, dass die
Flamme einigermaamen regulirbar d. h. nach funf biw zchn
JIinuten dauernder intensiver Wirkung auf ein Minimum
beschriinkt werdcn kann.
Es ist dicses bei Gaslampen Rehr leicht, fur dic seither
in Anwendung gekommenen Spirituslampen in keineswegs
noch ganz befriedigcnder meise zur Ausfiihrung gelangt. Dcr Portschritt aber in dcr Construction der Petroleumbrenncr zii Heizzwecken, im Verein mit dem billigen Preis
dieses Brcnninaterials , vcranlasstc die Herren M ii r r 1e in
Pforzheim und E s s c r in Jiiinchen, auch Infundirapparate mit
constantem Niveau nach obigem Princip fur P e t r o 1e u m h e i z u n g herzustellen.
Ein mir kiirzlich von erstcrem Fabrikanten zur Priifung
Cibersandter Apparat dirftc mit unwesentlichen Abanderungen
kaum etwas zu wiinschcn iibrig lassen und ganz geeignet und
bercchtigt sein , die Spiritusheizuiig zu verdrangen und , was
Billigkeit anlangt, mit Gas in Concurrenz zu trcten. Miirrle
hat zu scinen Apparaten Rich der von 0. W o l l e n b c r g
construirten Rundbrenner bedient , welche sich durch eminente
Heizkraft und sichcrc Regrilirung auszeichnen.
In lingstens zwei Minuten ist ein volles Dampfbad hervorgebracht, welches nach Zuriickschrauben der Flamme auf
ein Minimum, stnndenlang mit kaum nenncnswerthem Verbrauch von Petroleum auf dieser Temperatur gehalten werden
kann. Die Bereitung eines Infusums oder Decoctes ist in der
denkbar kiirzcvten Zeit auszufuhren ; Versuche ergaben bei
Verwendung einer zinnernen Infundirbiichse bei 150 g. Inhalt
einen Verbrauch von Petroleum von circa 10- 1 2 g.
Wie zur Bereitung von Infusen und Decocten kann aucli
dieser Apparat mit Vorthcil benutzt werden zum Trockenen,
Abdampfen, zum Schmelzen von Fctt und Salben etc. Zu
letzterem Zweck verwendc ich einen weissblechernen, conischen
circa einen Liter haltenden Einsatz.
1) Vcrgl. Industrieblatter 1876, p. 416.
52 E. Hoffmann, Infundirspparate mit conat. Xivenu u Petroleuntheizung.
Wahrend Alkohol beim Verbrennen keiner besonderen
Luftzufuhr bedarf und die entwickelte Wiirme sich directer
iibertriigt, ist dieses bei der Petroleumflamme nicht der Fall
liier erfolgt die vollstandige Verbrennung n u s unter starkem
Zug. Die Uebertragung der Warme geschieht durch erhitzte
T,uft und Verbrennungsproducte.
Eine Folge davon ist, dass mit diesen f8st unvermeidlich
(:in nicht unbetrachtlicher Theil des Heizeffectes verloren geht
und nach oben abgefuhrt wird.
Mit Beriicksichtigung dieaer Thatsache habe ich versucht,
hei der erforderlichen starkcn Flamme des Infundirapparates
denselben durch einen Aufsatz nach Art der sogenannten
Wasserbadtrichter auch ziir Aufnahnie grosserer Abdampfschaalen einer Rotunde fur drei Infiindirbiichsen geeignet zu
machen und anscheinend mit bestem Erfolg. Der Aufsatz
wird durch die abstromende, erhitxte Luft und die Verbrennungsproducte allein schon auf looo erhitzt, so dass im Zeitraum von 8-10 Minnten ein grosseres Dampfbad von demselben Effect, wie das dcs geheizten Dampfapparates, bewirkt
wird und desscn Anheizung in vielen Fallen erspart werden
kann.
In den Aufsatz selbst passen alle Theile meines vorhantlenen Dampfapparates - Rotunde fur drei Infundirbiichsen,
zinnerne, porzellanene , kupferne Abdampfschaalen etc.
An eine zweclrmiissige Construction eines solchen Apparates zu moglichst vielseitigcr Verwendung wurde ich mit
Riicksicht auf den v o n M ii r r 1e seither construirten Infundirapparat noch folgende Anforderungen stellen :
Der iintere Theil des Apparates miisse in seinen Dimensionen etwas kriiftiger, stabiler gewahlt werden; der Petroleumbehalter moglichst die doppelte Menge fassen.
Das Wasserreservoir, welches hier bei lang fortgesetzter
Thatigkeit sehr heiss wird , durfte der Mantelhulle weniger
Oberflache bieten, wenn dies selbst auf Kosten der seitherigen
gefilligen Form erreicht werden miisste ; die Dimensionen des
Apparates miissen so gewahlt sein, dass sie sich den vorhandenen Gefiissen des Dampfapparates anpassen. Nach Abneh-
E. Hoffmann, Infundirapparale mit
cond. Niveau u. Petroleumheizung.
5s
men des Reservoirs und Kessels und Uebersturzen eines
einfachen Blechmantels konnte der vorhandene Brenner such
zum directen Erhitzen anderer Gerasse iiber der Flammc
Verwendung finden und so den gewohnlichen Petroleumherd
ersetzen.
Ich glaube, dass es bei Neuanfertigung solcher Infundirapparate nicht schwer fallen wurde, dies zu berucksichtigen.
Zum Schluss will ich noch einige Beobachtungen uber
Petroleumheizung selbst anfuhren; es niogen dieselben vielleicht geeigneten Orts in Erwagung gezogen werden: So
sehr auch im Ganzen die neu constrnirten Brenner sich vervollkommt haben und, was Heizeffect nnd Regulirung des
Dochtes anlangt , Vorziigliches leisten, haftet jedoch allen
Petroleumlampen gleichmassig ein in der Construction derfielben gelegener Missstand an, nanilich dass die Luftzufuhr
-Zug-nicht
der gronseren oder kleinerenFlamme
sich anpasst und mit dieser gleichzeitig regulirt wird.
So lange solches nicht stattfindet, sind auch regulirbare
Pe troleumdammen, die das Pradicat ,,geruchlos (‘ verdienen,
illusorisch. Es scheint mir das bis zu einem gewissen Grad nicht
so iiberaus schwierig erreichbar zu sein z. B. bei dem Wollenberg’schen Brenner durch mit dem Docht correspondirendes
Auf- und Abschieben des Flammenspalters.
Auch ein anderer Weg sei angedeutet, auf dem moglicherweise in dieser Richtung ein Fortschritt erreicht werden konnte.
Die seither verwendeten Dochte, mittelst deren das
Petroleum aufgesaugt und vor dem Verbrennen in Dampf
verwandelt werden muss, bestehen aus organischer Faser Bsumwolle; sie werden nach einiger Zeit durch die Hitze
der Flamme zerstort, verkohlt und verlieren dadurch ihre
Capillaritat.
Ich habe mich durch einen Versnch iiberzeugt, dass ein
Docht aus Glaswolle (Schlackenwolle?) bei ausgezeichneter
Capillaritat durch die Flamme n i c h t zerstort wird. -
54
C. A. Miiller, Practieche Notizen.
Ich benutzte d a m einen 1 Cent. hohen Blechcylinder,
der dicht mit Glaswolle umsponnen war, und sich auf den
zuriickgeschraubten Docht eines gewohnlichen Rundbrenners
setzen lasst.
Zum Aufsaugen des Petroleums aus dem Behiilter geniigte
ferner ein federkieldicker Baumwollfaden.
Die Begulirung der Flamme konnte bei feststehendem
Docht dnrch Verschieben der denselben einschliessenden,
beweglichen Blechhiilse geschehen. Auf diesem Wege mochten gerade die grossten Schwierigkeiten, welche bei Rundbrennern von grosseren Dimensionen
durch das so schwierige , gleichmassige Verschieben eines
1 5 - 20 Cent. im Umkreis betragenden Dochtes entgegentreten, wegfallen und ein Ueberschrauben der Flamme
also
Russen - niemals stattfinden konnen.
-
Practische Notizen.
Yon C. A. K u l l e r in Sangerhausen.
Auf die Beschreibung der von mir eingefuhrten Apparate
and Utensilien irn Aprilheft des Archivs von diesem Jahre
sind mir vielfache anerkennende Schreiben zngegangen , die
Anfragen wegen Bezugsquellen enthalten. Ich glaube desshalb im Interesse der Herren Collegen zu handeln, wenn ich
zur Sicherung der soliden Anfertigung und der Brauchbarkeit die Lieferung selbst iibernehme , ein Preisverzeichniss
durch die pharmaceutische Zeitung bekannt mache und andere
von mir getroffene Einrichtungen veroffentliche. Ich lasse
eine solche nachstehend folgen.
Contobuch fur A p o t h e k e r .
Dasselbe besteht aus einzelnen Blattern in Quartformat,
auf die aus der Zeichnung ersichtlichen W eke liniirt , und
zwei Pappdeckeln von derselben Grosse. An den Stellen der
funf Flecke aaa sind die Bliitter sowohl wie die Deckel
durchlocht. Die Locher dienen zum Heften des Buches mittelst entsprechend starken und weiten Gummiringen. Die-
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