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Muspratt's theoretische praktische und analytische Chemie in Anwendung auf KUnste und Gewerbe. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 2ter Band

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IV. Literatur und Writik.
M u s p r a t t’s theoretische, praktische und andytische Chemie in Anwendung auf Kunste und Gewerbe. Zweite
vermehrte und verbesscrte Au0age. 2ter Band.
D e x t r i n . Vorkommeu und I3ildung. S c h l e i d e n halt es fur
eiuen eigentlichen bildungsfdhigen Pflanzenbestandtheil und legt
ihm grossere Bedeutung bei als dem Gummi. F i i r s t e n b e r g fand
es im Weizen und Roggen, P l a n t s im keimcnden Mais, O u d e m a n n s fand in Weizenkleie 5,52, in Koggenkleie 7,79 Procent;
S t e i n in der Gerste 6,5, im Luftmalz 735, im Darrmalr 8,23 Procent; d l b i n i in der echten Kastanie 22.8 bis 2 3 3 Procent. I m
TLierrciche htiben ee S a n s o n uud B e r n a r d in Rlut und Muskeln, S a n s o n in Milz und Leber nachgewiesen. Im Thierreiche
scheint sein Vorkommcn von der Erniihrung herzuriihren, dn es
bei Erniihrung mit Kornern gefunden, bei Fiitteruny mit Mohren
nicht gefunden wurde. Das Holzdextrin scheint nicht identisch
mit dem Stiirkemehldcutrin. Es finden sich viele geschichtliche
Notizen iiijer die chemischcn Arbeiten iiber Dextrin. Ueber den
Vorgang aber, der beim Einwirken yon Sauren, Diabtase und a n dern Stotkn auf Stlrkemehl statt fiudet, weies man nichts Sicheres, d a friihere Annahmen sich unhaltbar gezeigt haben. Darstellung nach P n y e n , H o u z e , P i n e l , St. E t i e n n e , C h . O ’ N e i l l ,
H o f f m a n n , P e r s o z , T h o m a s . Kigenschaften und Zusammensetzung. Anwendung. Der Artikel ist von S c h w a n e r t verfasst
und sehr ausfiitirlich.
T i n t e . Auf 30 Seiten h a t S t o h m a n n sehr ausfiihrliehe Mittheilungen gegeben. Schreibtinteu. Die Arbeitcn vou L e w i s u n d
R i b e m a n n wnrcn zur Zeit die griiudlichsten. R r a n d e , U r e ,
B o o t h , R e i d , K a r m a r e c h , R o s t o c k htiben Vorschriften gegeben; Roti t o c k bat Versuche iiber die Zusammensetzung angestellt. S t e p h e 11s wird als wahrticheinlicher Erfiuder der Alizarintinte angefuhrt. W i u t e r n i t z , L e o n h a r d i , P r o l l i u s , Bley,
R n n g e habcn Vorschriften gegeben. S t e p h e n s , H a u d r i m o n t ,
K i n d t gaben Anweislingen zur Herstelltiig v o n unausloschliehen
Tinten. S c o t t uud J. U. R e a d e liessen sich I’atentc gcben..
Sympathetische Tinte. Lithographisclie Schreibtinte. 13uclidruckerschwiirze.
D i i n g e r . A u f 5 2 Seiten liandelt S t o h m a n n iiber Diinger, die
friiheren Begriffe iiber die ErnLhrung der Pflanzen, S c h u b a r t
v o n K l e e f e l d ’ s Einfiihrung des Klecbaurs, die Arbeiten von
Pri e B t l e y, S e n n e b i e r , Sa u s s u re, D a v y, I n g e n h o u s s , C h a p t a l , I l e r m b s t a d t , E i n h o f , S e h i i b l e r , S p r e n g c l iiber den
chemischen Theil der Pflanzenphysiologie. L i e b i g ’ s Lehre von
der Agriculturchemie, welche die Huniustheorie umetiirztc. Arbeiten von W i c h m a n n und P o l s t o r f geben d a f i r Heweise, so wie
Literatur.
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(lie Vegetationsversuche von R n o p , S t o h m a n n , S a c h s . Ferner
sind der Boden und seine Entstchung aehr griindlich betiprochen.
Ebenso die kiinstliche Verhesserung des Bodens, die Stallwirthschaft. L i e b i g hat dicselbc als Verzehrerin von Capital und
Zinsen bezeichnet. Nur bei gmiz kleincm 13etriebe hiilt L i e b i g
sie fur vortheilhaft. I%edeutung untl Verwerthung der stiidtischen
Excremente. Kiinetliche Diingstotfe. Guano. Animalische Dungerfabrikate. Untersuchung der Diingstoffe.
Der nhhstfolgende Artikel E i s e n , auf 384 Sciten von S t o h n i a n n bearbeitet, urnfasst beinahe 6 Hefte. Vom Atorngewichte
an, iibcr Roheisen, Stabeisen, Sttlhl sich erstreckend, die Geschichte
des so wiehtigen Elements cinschliessend. die Roheisenerzeugung,
seine Constitution, Anwendung d e r verschiedenen Sorten Roheisen,
die Hegleiter desselben, als Schwefel, Phosphor, Silicium, Mangan,
Molybdln, Vanadin, Chrom, Wolfram, welche theils uraprunglich
sich darin finden, theils aus den Schmelzrnaterialien d a m kommen,
Rind allc in Betracht gczogcn. Die Eisenerze und d i e Sct~rnelzmaterialien, dercu Vcrarbcitung, die Zusammensetzung vorkornmender Eisenerze, Gewinnung, Aufbereituug, Probiren der Eisensteine,
Bestirnniuug auf nassem Wege, Rostprocess, Brennmaterialien,
Scbmclcapparate, GeblLe, Hohofenbetrieb, Hohofenproducte, Schla.
cken, Urnschrnelzen des Eisens. Stabeisenbereitiing, mit zahlreichen Abbildungen d e r Oefen, Werkzeuge. Flammofen. Puddelfrischen. Stahlerzeugung. Gediegen Eiseu und Meteoreisen. Darstellung des reincn Eisens. Verhindungen des Eisens. Verhalten
dcr Eisensalze gegen Heagentien. Reductionsrnethoden. Trennung
des Eisens von andern Korpern. Analysc der Eisenerze. Eben so
ausfuhrlich als umsichtig bearbeitet.
E m a i l l c . Auf' 14 Seiten hat S t o h m a n n eine aehr zweckmassige Arbeit iibcr Zusammensetzung, Darstellung, Materialien, die
verschiedenen Farben der Glasmassen gegehen, unter Mittheilung
von Vorschriften zur Anfertigung der Emtrillen.
E S S Ig s i i u r e . Ueber Geschichte, Vorkommen, Bildung, Zusammensetzung und Constitution, rnit viclen Formeln einer Reihe
von hornologen Siiuren, Darstellung, Zersetzung, verschiedenc Zustiindc, als Essigsiiureanhydrid, concentrirter Essig, Wcinessig, Malz-,
Getreide-, Bieressig. Kubenessig, Ihnntweinessig. SchnellessigFabrikation mit vielen Abbildungen von Fabrikgegenstinden. Holzgeist oder IIolznaphtha, Rcinigung des rohcn Holzessige. Priifung
auf Gehalt a n ICssigsaurc, truf Verunrcinigungeu u n d Verfilschungen ist das Nothige in recht belehrender Uebersicht aufgefubrt.
F a r b e r e i. Farbstoffe und Rohstoffe, Cochenille, Kcrincs,
Murexid, Purpur, Carrnin, Farbstoffc dea Pflanzenrciches, Alkanna,
Berberin, Curcuma, Krapp, Vizarin, Werthbestirnrnung, Farbholzer
und Itinden. Lokao, Chinesisch Grun, Catecbu, Lack-Dye, LackLack, Stock -, Stangen -, Korner - Lack, AloB, Chica, Carucura,
Chlorophyll, Galliipfel, verschiedene Sorten Valonien, Dividivi,
Myrobalanen, Gelb- oder Avignon - Beereti, Saftgriin, Chincsische
Qelbschoten, Orlean, Saflor, Safran, Sumach, Orseille, Persio,
Lecanorsaure, Erythrin, Orcin, Lackmus, Indig, Waid, Wau, Sorgho,
Steinkolileutheer-Farbstoffe, als Benzol, Phenylalkohol, Rosolsaure,
Anilin, Naphthalin, Azulin, X~ntbophylensQure,Pi krinsaure, Rosolsaure, Anilin, eiust von U n v e r d o r b e n Krystallin genannt, von
R u n g e Kyanol, von F r i t s c h e als Anilin bezeichnet. Anilidc,
Anilsiiuren. Anilinfarben zuerst von R u n g e u n d Fri t s ch e bemerkt. Die Constitution lehrte 1861 H o f m a n n kennen, dessen
Arch. d.Pharm. CLXXXI.Bds. 3. Hft.
18
266
Literatur.
Bnsichten S t i i d e l e r , S r n d t in iliren Arbeiten iiber Anilin und
Toluidin widersprachen. Die Bereitung der Anilinfarben geschieht
auf die vcrschiedenstc Weise, yon verschiedenen Eigenschaften.
Anilinroth, nach H o f m a n n Rosanilinsalz. hlit wasserfreien
hletallchloriden stellten zuerst 1859 H e n a r d und F r a n c Puchsin
dar. G. S c h n i t z c r stellt es mit Quecksilberchlorid dar. Xlit Arsensaure von h l e d l o c k , G i r a r d , D e l a i r e , init Antimonsiiure S m i t h
i n Glasgow, init salpetersaurcm Quecksilberoxyd G e r b e r und K e l l e r , mit salpetersaarem Blei D a l e und C a r o . H u g h e s waudte
Salpeterslure an.
Anilinblau, nach I1 o f III a n n Triphenylrosauilinsalz. S ch 1u m
b e r g e r stellt es aus 1 Itosaiiilin, 3 Aniliu und 111 Essigsiiure dar.
Pariser Ulau wird nach P e r s o z , d e L u y n e s una S a l v e t a t aus
16 Anilin rnit 9 Ziunchlorid durch 30stiindiges Erhitzcn auf 1800
im zugeschmolzciien Glasrohre, Auskochcn der Masse init Wasser,
Fillen rnit Kochsalr erhalten. bliihlhauser Hlau wird durch Kochen
von eiuer alkalischcn Schellacklosung mit Anilinroth erhalten.
L a u t h stellt Anilinblau mit Aldchyd dar. hnilinviolett, zuerst
von P e r k i n dargestellt, im Handel als Bnilinpurpur, Tgrischer
Purpur, Indisin, Anilein, LIalvenfarLe: S ch 1u rn b e r g e r stellt es
mittelst Schwefelsiiure uud saurcn chrornsaureu Kalis dar, D e
p o u i l l y und L a u t h mittelst Chlorkalks, D a l e uud C a r 0 mittelst Kupferchlorida, I'ri c e mittelst Bleihyperoxyds; H o f m a n n
hat cs RUS Rosanilin clarzustellen gelelirt. Snilinbraun von R.
S m i t h au8 Anilinroth gcwonnen, Anilingelb vou N i c h o l s o n bereitet aus einem basischcn Harz, welches bei der Darstellung von
Anilinroth sich bildet. Chrysanilin ist einc Base, die rnit Siinren
zwei Reihen Salze bildet. Anilingrun hildct sich direct xuf den
Geweben, wenn sie rnit einer Losung von chlorsaurem Kali i n
Wasscr getriinkt, nach dem l'rocknen init cincr Losung vou weinsaurcn oder salzsaurem Anilin bedruckt und daun 12 Stunden in
einem Locale aufbewabrt werden, worin eine erhohte l'emperatur
mit bestimmtem Fcuchtigkeitsgradc sich fiudet. Auilinschwarz aus
25 chlorsaurem Kali, 50 Anilin. 50 SalzsPure, 50 Kupferchlorid,
25 Salniiak, 12 EssigsZure. - \t'erthbestimmung der Anilinfarben.
- Naphthalin. Kreosot.
Unorganische Farbstoffe. - Aluminiumverbindungcn. Ultramarin. Antimonverbindungen. Arsenverbindungen.
Bleiverbindungen. Chlorkalk. Kieselsaures Xatron. Zinnverbindungen.
Die Operationen der Farberei und Druckerei. Waid-, Indigoder Padelkiipe, Pottasche- und Yodakiipe, kalte Kiiyeu.
Baumwollcnfirherei. Mit 56 Hecepten. - Seidenfarberei. Mit
63 Recepten. - Schafwollfarbcrei. hlit 84 Heccpten.
Flirbeiei dcr sogenannten IIalbzcuge oder gemischten Waarcn.
- Turkischrothfarbcrei.
Vorbereitung der Farben und I3eizen. Vorbereitung des Zeuges vor dem Drucke.
K l o t z Druck fur Miueralfarben. Dops'scher Druck fur Tafelund Dampffarben. Druck der Wollc, Seide und gemischten Gewebe.
Druck der wollenen Stoffe. Druck dcr Gewebe aus Wolle und
Baumwolle. Druck der Seidenstoffe. Statistik des Zeugdrucks.
Kritik und Thcorie der Processc.
Die auf fast 500 Sciten gegebene Belehrung ubcr Fiirberei ist
eben so verstiiudlich als priicis gehslten und mit vieleu Illustrationen verdeutlicht, eine Arbeit von K l e t z i n s k y .
-
-
Literatur.
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F e t t e u n d O e l e . Allgemcine Eigenschaftcn der Fette. Vorkommen und Bildung irn Pflanzeii- und Thierreiche. Constitution
d e r E'ette. Niihere Restandtheilc. Siiuren der Fettsiiuregruppe.
Palmitinsanre. Palmitin. Stearinsiiurc. Stearin. Olein. Leinolsiiure. Physetolsiiurc.
Eintheilung und Clnssification d e r Fette.
Ochscntalg, Hamrncltnlg. Ziegentalg, Butter, Schweineschmalz,
Menschenfett, Knochcnfett, Klaucnol, Cocosnussol, Palmol, Cacaobutter, Lorbeerfett, Pinientalg, Muscatbutter, !hscattalg, Japanisches \Vaehu.
Nicht-Glyceride. Biencnwaclls. Chinesisches oder vegetabilischcs \Vwhs. Wallratb.
Fliichtige Fette oder Oele. Darstellung nus Samcn. Allgemeine Eigenschaften dcr Oele.
Glyceride der Oelsiiure. Oliveniil. Raumol. Verfklschungen.
Mandelol. Verfdschungen mit Olivcnol nnd Schmalzol.
Riihiil. Von dcr Darstellung mittelet Schwefclkohlenstoff ist
nicht die Redc.
Scwmiil. Bchen- oder BcnoI. Buchol. Erdnussol. Senfdl (fettcs). 13aumwollensamenol. Crotonol. Eierol. Leinol. Wallnussol.
hlohnol. HanFdl. Ricinusol. Traubenkernol.
F i s c h o l e o d e r T h r a n e . Walfischthran. Delphinthran. Haih c h t h r a n . Lcberthran. Spermacetiijl.
V c r f l l s c h u n g e n d e r O e l e . - F i r n i s s c . Verschiedene
Artcn. l h e i t u n g . - Arbcit von S t o h m a n n.
G a 1v n n o p 1as t i k. IXesc schr intcrcssantc Kunst ist eine
Erfinduiig der rieucstcn Zeit uiid wesentlich J a c o b i zuzuschreiben,
d c r sic in I'etersliurg zuerst und zmar in grosscm Maassstabe zur
Anwendung brachte. E I k i II g t o n in Birmingham, R u o l z in Paris
vcrvollliomrnneten das Vcrfahren. I l c l a R i v e in Genf fiihrte
zuerst die Vertiilhcrurig nnd Vergoldung praktisch aus. nachdcin
allerdings schori H r u g n a t e l l i vor mehr als 60 Jahren darauf hingcwioscii hatte. Ein Englander S p e n c e r nimmt mit J a c o b i die
Prioritiit dcr Erfindung in Ansprnch. J a c o b i aber hat zuerst die
praktische Anwendung gcmacht.
Dieser auf i 2 gebpaltcnen Sciten von S t o h m a n n ausgefuhrte
Artikel ist mit zsrhlreichen Abhildungcn crliiutert und enthiilt daa
\\'ichtigste des \rerfahrens auf schr fassliche Weise dargestellt.
G c r b c r e i . I 3 n e kurze geschichtliche Sotiz leitet die Abhnndlung ein. woraus wir gesehcn, dass die Juden und andcrn Viilker
dcs Altcrthums die Herstellung des Leders kannten und sich desselbcn IwIicnten, indess keincs dcrselben genauere Bcschreibung
iiber dns Vcrfahrcii gcgelicn hat.
hlit diesem Artikel schliesst das euletzt uns zugekommene 19te
Heft des zweiten Dxndea.
Reim Vciglcichc mit dcr ersten Xuflagc dcs so sehr praktischen, niitzlichen \\'erkes crgiebt sich die zahlrciche Vermchrung
und Ikreieherung der Bcschieibungen.
I ~ Werk
s
gercicht seinem Vcrfasscr h f u s p r a t t zur hachsten
Ehre untl wir h ~ b e ndein Ilearbeiter in deutecher Spracbe Dr. S t o h m a n n die griiuillichc Umaibeit.ring und Verbreitung in Deutechland zii dniikcii. Dassellie hat sich bercits seit den wcnigen J a h ren sciucs Erscheincns eine wcite Bahn gebrochcn, wclchc bei dcr
grossen Hranchbarkeit sich immer mehr erweitern wird.
Papier, Druck rind Abbildungcn gercichcn der VerlagshandDr. L. F. B 1e y.
l u n g zum gercchten Ruhmc.
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