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Natrium sulfuricum dilapsum.

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H. Frickhinger, Natrium sulfuricum dhpsum.
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flkhe des fiinftsn Blattes
von der Anfangsstelle der V e r k o r b g
der Trennungsschicht an gerechnet - beginnt die Ausbildung eines
Phellogens in der nachsten innerhalb der Trennunsschicht gelegenen Parenchymzelllage. Die Producte dieses Korkmeristems gleichen
den bei der Wurzel beschriebenen Korkzellen vijllig und umhWen
die Zilteren Theile des Rhizoms ausschliesslich.
(Fortsetzung im nachsten Heft.)
Natrium sulfuricum dilapsum.
Von Hermann F r i c k h i n g e r , Apotheker in Nordlingen.
Jeder Praktiker glaubt die Erfahrung gemacht zu haben, dass
die ausgebildeten grossen Krystalle des Natriumsulphats in warmer
Luft 1e i c h t e r zerfallen, als jene kleinen (dem B i t t e r h e iihnlichen)
Krystalle , welche durch gest6rt.a Krystallisation hergestellt werden
und jetzt ausschliesslich im Handel vorkommen.
Die zweite Auflage der deutschen Pharmacopoe (1885) verleiht
dieser vermeintlichen Erfahrung Auadruck, indem sie ( S . 190) sagt:
,,Natrium sulfuricum, in crystalla minutiora (quae forma Magnesii
sulfurici dicitur) redactum, ad Natrium sulfuricum siccum parandum
haud idoneum eat."
Nach meinen Erfahrungen ist diese geringere Tauglichkeit des
klein krystallisirten Glaubersalzes sum Zerfallenlaasen aber nur
s c h e i n b ar.
Das verschiedene Verhalten der grossen und kleinen Krystalle
beim Zerfa,llen f d t am meisten in die Augen, wenn man einerseits
die wohl ausgebildeten grossen klinorhombischen Prismen dea in
&de stehenden Salzes, andererseits die klein krystallisirten Nadeln
zu vergleichenden Versuchen wiihlt. Weniger f a t der Unterschied
a d , wenn man rasch krystallisirtes Glaubersalz (in derben &ten)
mit dem Verhalten des klein kryetalliairten Salzes vergleicht.
B e h h t e t man das verschiedene Verhalten im Zerfallen der
grossen und der kleinen Krysta3le n a e r , SO h d e t man, dass eine
verschiedene physigalische Beschaffenheit der Producte dabei die
Hauptrolle apielt.
LWt man schijne, groase, aiwgebildete Siiulen des Salzes bei
einer (Anfang durchaw untibemchreitbaren) Luftwiime YOU 25O C.
H. Frickhinger, Natrium sulfuricum dilapsum.
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in diinner Schichte auf schlechtem Wiirmeleiter unter denselben
Verhliltnissen n e b e n einer gleichen Menge kleiner Krystalle zerfallen, so geachieht die Gewichtsabnahme bei beiden Formen des
Salzes ziemlich conform, doch etwae rascher bei den grossen Krystallen. Namentlich gegen das Ende des Entwbserns setzen die
kleinen Krystalle mehr Widerstand entgegen, so dass sie erst einige
Tage spiiter als die grossen Krystalle wasserleer werden. Das von
den grossen Krystallen zuritcgbleibende Salzpulver ist volumin6s,
schneeweiss und geht leichter durch das Haarsieb, als das Product
aus den kleinen Krystallen. Die beiden Producte haben verschiededenes specitisches Gewicht. Ein Gefas, welches von dem schneeweissen Pulver aus grossen Krystallen 100,O Gramm fasst, unter
gleichen Umstiinden mit dem sandhlichen, mattweissen Pulver aus
Heinen Krystallen angefiillt, h d t 106,5 GTamm von diesem.
Dieses letztere ist und bleibt mehr krystallinisch, schwerer und
ist niemals schneeartig zart. Will man es sieben, so bedarf es des
vorhergehenden Zerreibens. Dabei leisten die kleinen Krystalle einen
auffallenden Widerstand. Zuletzt hat man auf dem Haarsieb glasghzende Krystalle mit spiegelnden FlZichen vor sich, welche zwar
durch die mechanische Gewalt des Zerreibens ihre &ken eingebtisst
haben, immer aber noch ganz anstindige Krystalle sind, die unter
der Lupe ihre klinorhombische Gestalt nicht verleugnen.
ItIan kann kaum glauben, dass diese Krystdlchen nicht noch
Krystallwasser enthalten, und dass sie n i ch t d i e s e m die Wahrung
ihrer ausgezeichneten krystallinischen Beschaffenheit verdanken sollen. U n d d o c h s i n d s i e w a s s e r l e e r ! Sie verlieren durch
anhaltendes Gliihen im Platintiegel bis zum anfangenden Schmelzen
hum 1/4 Proc. Wasser. Dass alao diese Krystiillchen die Wahrung
ihrer Gestalt einem riickstbdigen Wassergehalte rerdanken, diese
Vermuthung ist umsomehr ausgeschlossen, als auch die Gewicbtsmenge der beim Zerfallen erhaltenen KrysWchen der aufgelegten
Menge des klein krystallisirten Salzes stikhiometrisch entspricht
(44,l von 100 Theilen).
Jeder Krystall des Salzes, sei er gross oder klein, wahrt
trotz des Wasserverlustes einen K e r n s e i n e r I n d i v i d u a l i t f t
a u f d a s A e u s s e r s t e u n d kann diese Individdtiit trotz voll&digen Kryatallwssserverlustes wahren. Beim Gluhen
werdea diese Krystallkerne - wenn ich sie so nennen darf - nur
in sofern veriindert, als sie ihre spiegelnden FliSchen verlieren und
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H. Frickhinger, Natrum sulfuricum dilapsum.
ein matteres Aussehen bekommen ; aber sie verlieren dabei , wie
schon e r w h t , kein Wasser , k6nnen auch keines verlieren, weil
sie nach wochenlangem Verweilen an trockener durchziehender Luft
zuerst bei 20°- 25O C., dann bei 30°, zuletzt bei 35O keines mehr
enthalten. Langsam erhitzt knistern sie , verlieren den Gtlasglanz,
werden emailartig undurchsichtig, behalten aber ihre klinorhombische
Form bei. Nach h g e r e m Erhitzen h6rt allmiihlich das =stern
auf, und endlich - in der Rothglut sintern sie zusammen.
So vie1 Krystiille aufgelegt d e n , so vie1 Kerne bleiben
zuruck. Von den wenigen grossen Krystallen bleiben wenig
Kerne, welche unter dem Salzpulver verschwinden. Von den Tansenden kleiner Krystalle bleiben ebensoviel tansend Krystallkerne
zuruck, welche dem schwereren Producte ein ganz anderes Bussehen geben, das am besten mit dem Worte Krystallsand bezeichnet
wird. Jeder Praktiker, der dem Processe des Zerfallens nicht mit
der Wage in der Hand folgt, ist der Meinung, die Krystallkerne
enthielten noch Wasser, und setzt, um die ltrystallinische Beschaffenheit zu beseitigen, das Autrocknen bei erhdhter W h e fort. Aber
vergebens: die Krystiillchen geben ihre IndividualitSit nicht auf, auch
nach monatlichem Austrocknen nicht. Man wartet und wartet, aber
sie zerfallen nicht weiter und ziehen sich den Ruf zu, dass sie sich
zur Darstellung des wasserfreien Salzes nicht eignen. Dies ist aber
nur dam wahr, wenn man als Product ein volumin6ses schneeweisses Pulver verlangt. Wozu aber das?
Die neue Adage der Pharmacopoe h s t zum khstlichen Karlsbader Salz das zerfallene Glaubersah nehmen. Die Erfahrung, dam
das zerfallene Natriumsulfat an der Luft, namentlich feuchter, wieder Wasser anzieht, erregt Bedenken. In der That h k t das nach
der neuen Pharmacopoe bereitete Karlsbader Salz alsbald zusammen,
wenn es nicht wie ein hygroskopisches Salz aufbewahrt wird. Aber
auch selbst dam wird das mit schneeweissem zerfallenen Natriumsulfat bereitete Karlsbader Salz bald unscheinbar. Dagegen bleibt
das mit dem Krystallsand bereitete, welches nie eine schneeweisse
Farbe hatta, ziemlich gleich im Aussehen.
Man kann wohl daa zum Karlsbader Salz zu verwendende Kochsalz, ebenso das Kaliumsulfat und das zerfallene Natriumsulfat vor
dem Mischen scharf trocknen, nicht aber das Natriumbimbonat,
ohne Verlust an Kohlensiiure befiirchten zu miissen.
H.Frickhinger, Natrium sulfuricum dilapsum.
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Schon der Wassergehalt dieses scheint vom entwasserten Natriumsulfat in Anspruch genommen zu werden und ein Zusammenbacken einzuleiten, wozu dam noch die atmospharische Feuchtigkeit
das Ihrige beitriigt.
Wird das Salz tibrigens in steinernen Tiipfen an kiihlem trockenen Orte aufbewahrt, so erfolgt das Zusammenbacken erst nach einiger Zeit und kann durch Zerreiben im erwhnten steinernen Miirser
leicht beseitigt werden.
Es lag nahe, dass bei diesen Versuchen die Frage auftauchte,
wie weit wohl das Anziehen von atmosphiirischem Wasser durch
das zerfallene Glaubersalz fortschreite. Die feuchte Luft des allzufeuchten Winters 1882/83 gab hinreichende Oelegenheit, diese Frage
zu verfolgen. Krystallsand, erhalten durch Zerfallen von kleinkrystsllisirtem Glaubersrtlz, wurde unzerrieben und zerrieben in low
bedeckten Papierkapseln dem Zutritt der feuchten Keller Atmosphiire
ausgesetzt.
50 g. hatten sich vermehrt
beim Krystallsand beim zerrieb. Krystalhnd
nach 14 Tagen
auf 89,O g.
auf 84,8 g.
nach weiteren 18 Tagen
109,8 - 108,O - 20
- 113,3 113,2 Das zusammengeballte Salz wurde nach jeder Wigung zerrie
ben, wobei es niemals eine feuchte Beschaffenheit zeigte.
Das z e r f a l l e n e G l a u b e r s a l z h a t t e also i m Verlaufe
v o n 50-52 T a g e n a n f e u c h t e r L u f t s e i n e v o l l e n 10Molek a l e K r y s t a l l w a s s e r w i e d e r angezogen!
Bei dieser Wasseranziehung ist das Volumen des zerfallenen
Salzes sehr gewachsen:
Ein Gefiss, welches 79 g. zerfallenes wasserfreies Salz (aus
kleinen Krystallen bereitet) fasst, hdt Ton dem nicht zerriebenen
Salze, welches durch 7 wijchentliche Aussetzung an feuchte Luft seinen ganzen Krystdlwaasergehalt wieder zurirckgewonnenha*, 45,6 g.,
hatte sich also um mehr als das S/,fache ausgedeht.
Derselbe Versuch wurde mit dem zerriebenen Salze gemacht.
Dasselbe hatte sich auf das Doppelte ausgedehnt.
Weit langsamer geht selbstverstiindlich das Anziehen des Krystallwaasers durch das zerfallene Salz in einem &f&se vor sic4
welches den Zutritt der Feuchtigkeit nur von einer Seite gestattet.
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H. Frickhinger, Natrium snlfuricum dilapsnm.
In einer Porzellanschale, an gleich feuchtem Orte aufgestellt und
lose mit Papier bedeckt, hatten sich 50 g. zerfallenes Glaubersalz
nach 7 Wochen erst auf 80 g. vermehrt, und es bedurfte 16 wkhentc
licher Aussetzung an feuchter Luft, bis sie ihre vollen 10 Molekiile
Krystallwasser gefunden hatten.
Diese Erfahrungen reizten zu dem Versuche, den mit ihren
10 Molektilen Krystallwasser durch anhaltendes Aussetzen an feuchte
Luft wieder versehenen Krystallen noch weiter Gelegenheit zu geben, Wasser anzuziehen. Der negative Erfolg war zwar vorauszusehen. Nach weiterem 5w6chentlichem Hinstellen an die stets
gleich feuchte Atmosphhe hatte ihr Gewicht nicht zugenommen,
obwohl sie iiusserlich feuchter erschienen. Um diese Erscheinung
zu bewirken, hatte kein erhebliches Anziehen von Wasser mehr
stattgefunden, sondern eine durch die Wage kaum bemerkbare Menge
atmosphiirischen Wassers hatte geniigt, die Krystalle feuchter erscheinen zu lassen. Sie verloren diese anscheinend feuchte Beschaffenheit nach mewgigem Liegen an trockener Luft bei wenigen Graden Uber 0, ohne dass ihr Gewicht dabei sich Uderte.
Das praktische Resultat dieser Versuche ist: Das klein krystallisirte Glaubersalz taugt ebensogut zum Zerfallenlassen, ah daa
grob krystallisirte, wenn man nicht etwa die mehlartige Beschaffenheit des letzteren Products der sandigen Beschaffenheit des ersteren
vorzieht.
Das Zerfallen des ersteren nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch
als das Zerfallen des letzteren.
Das Zerreiben der Krystalle des Salzes behufs des Zerfallenlassens hat keinen Zweck. Die Worte der Pharmacopoe in edit. II.
S. 190. 2. 5 v. untan ,,grosse conlxitum" diirften daher wegzulassen sein.
Behufs der Darstellung des PrQarats diirfte vorzuschreiben
sein, dass die Einwirkung des warmen Luftzuges so lange stattzuhden habe, bis das aufgelegte Salz mehr als die H W seines
Gtewichtes verloren habe. Eine strikte Forderung dieses Gewichtsverlustas nach dem Procentsatze, etwa bis zum Verluste von 55 Proc.,
schiene mir - Argesichts der Hygroskopicitsit des trocgenen Salzes
- allerdings zu weit zu gehen.
Das seit geraumer Zeit in den Apotheken am meisten verwen'dete, entsprechend reine, klein krystallisirte Glaubersalz kann ebenso-
E. Jahns, Lijslichkeit der Harnsaure in Salzl6sungen.
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gut zum Zerfallenlaasen Anwendung finden, und es w b n daher bei
Beschreibung des Prziparats die Worte ,,pulvis albus, subtilis, laxus"
in ,,pdvis dbus, crystallinus" umzuiindern.
Ueber die Loslichkeit der Harnsiiure in Salelosungen.
Ton E. Jahns in Gottingen.
Ah Mittel, die Lbslichkeit der Harnsaure zu befbrdern, ihre
Ablagerung im menschlichen Organismus zu verhiiten oder ausgeschiedene zu beseitigen, haben die Alkalicarbonate am friihesten die
Auherksamkeit der C h e d e r und Aente auf sich gezogen und
finden, vorzfiglich in der Form natilrlich vorkommender Liisungen,
der alkalischen Mineralquellen , auch jetzt noch ausgedehnte Anwendung. Im Laufe der Zeit haben sich h e n eine Reihe anderer
Salze von mehr oder weniger betr5chtlichem Liisungsvermiigen fiir
Harnsiiure hinzugesellt. Auf theoretische Voraussetzungen und auf
Lbslichkeitsversuche gestiitzt empfahl L i e b i g das phosphorsaure
Natron, We t z 1e r den Borax, dessen Lbsungsvermbgen fiir Harnszure
von B 6 t t g e r , P G r o o s , L i p o w i t z und Anderen bestiitigt wurde.
L i p o w i t z machte zuerst auf das hervorragende Lbsungsvermtigen
des Lithiumcarbonates fiir Ehnsiiure und die relative Leichtlbslichkeit des Lithiumurates aufmerksam. Durch vergleichende Versuche
ermittelte er daa MslichkeitsverhZiltniss der Harnsaure in Auflbsungen von Kalim-,Natrium- und Lithimcarbonat, Kali-tat,
Borax
Salzen
dem
und Natrimphosphat und zeigte, dass von all diesen
Ure*
und
Lithimcarbonat das grbsste Lbsungsvermiigen zukommt.
namentlich Garrod bestiitigten diesen Befund, der zur Einfiih1) Wetzler, Beitriige zur Kenntniss des menschlichen Harns.
Ha-
nau 1821.
2) Bottger, Beitrte zur Chemie. Frankfurt 1838.
3) Ann. Ch. Pharm. 38 (1841), 348.
4) Buchner's Rep. f. Pharm. 34, 259.
5) Garrod, DieNatur undBehandlung der Gicht und rhewnatischen Gicht.
Uebersetzt v. E i s e n m a n n , 1861.
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