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Naturgesetze der Pflanzenentwickelung.

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Ueber eine Condaminea u. einen aus ihr gewonn. Firniss. 449
Verfahren sehr einfach. Man kocht das Harz in Wasser,
um es zu reinigen und ihm zum Theil seine grune Farbe
zu nehmen; farbt es, gewohnlich mit Bizu Orellana, worauf es mil den Handen zu diinnen Blattern verarbeitet,
und auf die Gefasse aufgetragen wird. Solche Gefasse
sollen, nach Angabe des Verfassers, unveriinderlich gegen
die in ihnen gekochten Substanzen, selbst Weingeist, sein.
In der Sitzung der Acad. d. Sc. vom 12. Februar legte
L e w y eine Analyse des Mayna-Harzes vor, welches nach
G o u d o t durch Einschnitte in den Stamm von Calophyllum
Culaba in den Ebenen von San Martin und am Orinoko
gewonnen wird. Am Orinoko wird der Baum nach Goud o t Palo di Maria, an dem Cauca Palo di Aceite genannt.
L c w y ist der Ansicht, dass auch das von H u m b o l d t
erwahnte Acceyti di Maria (von Culophyllum tongifohm)
hierher gehiire, und schlagt vor, den Namen CalophyllumHarz einzufiihren. Frisch ist dieses Harz weiss und fliissig,
an der Luft verdickt es sich und wird gelblich. Es gehort zu
den krystallisirbaren Harzen (monoklinocdrischen Systems),
verhalt sich gegen Alkalien wie eine Saure, ist in Alkohol,
Aether, fetten und atherischen Oelen loslich. Es schmilzt
bei 1050 C. und erstarrt dann bei 90° C.
Seine Zusammensetzung ist:
67,20 Kohlenstoff
7,20 Stickstoff
25,60 Sauentoff.
--
-
io0,oo.
(Compt. rend. u. Regensburger Flora.) Ho r n u n g.
Naturgesetze der Pflanzenentwichelung.
-_
P a y e n zieht aus allen Beobachtungen, die er vom
Jahre 1823-1842 uber die Entwicklung der Pflanzen anstellte, folsende Resultate.
I ) Die Wurzelschwiimrnchen aller phanerogamen Pflanzen unterscheiden sich von den ubrigen Zellgewebepar-
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Nalurgesetze der Pflanzenentwickelung.
hien durch ihren Reichthum an stickstoffhaltigen, weichen
und absorbirenden Substanzen, welchc in ihren Zellcn
enthalten sind; diescr Rcichthum stcht in genauer Bezichung zur Lcbenskraft, zur raschcn Entwickclung der Spongiolen und zu ihrer Wichtigkeit fur die Ernahrung der
Pflanzen.
2) Alle jungen blattartigen Organe, mi-igen sic bliithenoder fruchttragentle sein, cnthalton vor der Entwickelung
dcr Sdomata und grunen Theilc einc grossc Menge von
organischen Substanzen in quaternaren Verbindungen, dercn
Menge mit dcm Alter der Organe abnimmt.
3) Die stickstoffhaltigen Korper finden sich in allen
zelligcn und riilirigen Hohlungen, entwcder frci oder dcn
Wanden anhiingend. Ihre Entwickelung geht der Zellenbildung voraus.
4) Die arnylumhaltige Substanz (substance amylace'e)
erschcint nur in jcncn Gcweben, in wclchcn sich Rildungsmaterial fur kunftigc Entwickelung ablagert ; niemals hat
man sic in sich erst entwickclndcn Organcn. oder in Gefiissen, Interccllulargangen odcr in der Epidermis beobachtet. lhre Dichtigkeit ist = 4,520; ihr specifisches Gewicht = 1,930; wasserfrei bcstcht sic aus c24€11809 ;
Amylum vollkommcn getrocknet = H I 0
CZ4EI1809;
sic bildet Ilydratc mit 2 oder 40 Aeyuivalcntcn Wasser;
in der KElte unliislich.
5) Die Amidon - Korner habcn zwar in verschiedcnen
Pflanzen einc sclir verschiedcne Form, nbcr in ein und
dcrsclben Pflanzc sind sie einandcr schr ahnlich. Ihre
Bildung geschieht durch Intussusception der Substanzen,
rlercn Durchgang die Spur eincs pcnetrircndcn Trichtcrs
urn und nebcn dem Centrum odcr der Axc dcs sphhroidischen oder ellipsoidischen Kerncs zurucklasst. Dic inncrn
Schichten sind j u n ~ e r und wenigcr zusainmenh~ingcncl,
als die cinhullendcn, nach der Oberfliichc zu lie~eridcn
Schichten. Dicse Bildung geschicht, ohnc dass die Korner
an den Wanden anhhngen.
6) In dem hgcnblickc, wo die abgclagcrte amylumhaltige Substanz zur Entwickclung neuer Gewebe dienen
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Naturgesetze der Pf2anzel~eoJzoickelung.
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muss, hat ihre Auflosung zu Gunsten einer wirksamen
Substanz statt, die dann erschcint, Diastase, und welche,
gegen andere Naturliorper sich neutral verhaltend, von
ausserordentlicher Wirkung ist. Die abgelagerte amylonhnltige Substanz geht auch, nachdem sic in Dextrin und
Glyliose umgewandelt worden ist, von einem Gewebe in
ein anderes uber, um sich dort von neuem anzuhaufen,
bald urn cine Aggregation unter der Form dcr hlembranen
einzugehen, in welchem Falle sic die Grundlage der ZelIen bildet.
7) Pectin und Pectinsaure kommen zu gleiclier Zeit,
verbundcn mit Kalk, Kali und hatron in einer grossen
Anzahl von Pflanzen vor; man kann sie in der Kiilte in
reinem Zustande darstellcn.
8) Die Cellulose, isomerisch mit Amidon, Dextrin und
Inulin bildet die Substanz der Zcllen und Gefasswande.
In rasch verdickten Zellenwanden bemerkt man zahlreiche
Canale ; irnprEgnirt mit Stickstoff und Kieselerde bildet
die Celluloss die Cuticula der Stengel und Blatter; oder
es wechseln, wie in dem verdicktcn Zellgewebe der Epidermis der Cacteen die ubereinander liegenden Schichten
der Cellulose mit Pectaten und Pectinaten des Kalks und
Kalis.
Diese Zusammensetzungen fullen oft die Intercellulargiinge der Zellen und Gefisse; n i t lnulin impragnirt ist
die Cellulose bei den Flechten und Tangen; mit organischen Ablagerungen bildet sic das Holz und die harten
Concretionen der Nusse, Birnen, Rinden.
9) Fast reine oder iibcrreich impriignirte Cellulose,
die Grundlnge der Zellen bildend, charakterisirt die ManZen. Bei den Thicl.cn ist die RIcng des Stickstoffs vie1
bctriichtlicher.
40) Ilic IIolzfaser ist chnrakterisirt durcli inkrustirencle
organische Substanzcn, wclclic, vier an dcr Zalil, in der
Cellulose ahgelagert sind, und deren vcrschicdene, allmiilig zunehmenden Mengen - Vcrliiiltnisse die Iiarteii,
schweren, sproden und polirbaren Holzer Scben ; erstere
reicher an Kohlenstoff 47 - 53 Proc., lctzlere reicher an
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Naturgesetze der Pflanzenentwickelung.
Wasserstoff, von welchem sie einen Ueberschuss von 0,3 bis
0,7 Proc. enthalten.
1I ) Die Ursachc der freiwilligen Zersetzung verschiedener Holzer ist, dass bei einem gewissenGrade des vereinigteii Einllusses der Feuchtigkeit und Wiirme die in
dem Holz cnthaltenen stickstoffhaltigen Substanzen sich
rasch zersetzcn und durch ihre Zersetzung zugleich die
Faulniss des Ilolzcs bedingen.
12) Die Rcproductionsorgane der Pflanzen, wie Friichtc,
Samcn, Sporen, cnthalten in oft weit be~rPchllichercmVerliallniss als die ubrigen Gewcbc, die Producte, welche zu
den letzten Entwickelungsvorgiinpn unerliisslich sind;
diese sind: 4) ausser der Cellulose einen oder mehrere
der vcrwandtcn unveriinderlichen oder lijslichen Stoffe,
wic Amidon, Dextrin, Zucker ; 2) neutralc sliclistoffhaltiac
Substanzcn in loslicher und fester Form; 3) fette Stoffe;
4) Kalk, Kali und Katronsalze; 5) Kieselerde; 6) Wasser.
43) Die mincralischcn Stoffe sind in den Pflanzcn
nicht zufjllig vertheilt, sondcrn in bcsondcrn Organen, die
bestimmt sind sie aufzunchmen, ahgelagert. Kieselerde
findet sich in der Epidermis, vorziiglich in der Cuticula;
der oxalsaurc I<alk, desscn Basis ails dcm Boden aufgcnommen, mit ciner vcgetabilischcn Siiurc sich verbindet,
ist schr allgemein in dcn I’flanzcn und bildet die polyijdrischen Formcn der Raphiden, Wurfel, RhomboEder, kurze
unreSclmassige Prismen ; liohlcnsaurer Kalk bildet in den
Blattern der Urticeen warzenfirmige Concretionen, bei den
Characecn bedeckt er, von einer Membran uberzogen, die
iiussercn WPnde der vcrlangerten Zellen einigcr Arten,
wahrend andere Arten dcrselbcn Familio, in dcm niimlichen Wasser lebend, wcder das seccrnironde Gewebe,
noc,h die mineralischen Concretionen besitzen. Oxalsaures
Natron und Kali, mit Ueberschuss von Kali, sind in den
zelligen Erhohungen auf der Oberflache von Mesembryanthemuin crystallinurn aufgelijst enthalten, * wahrend man
im Innern der Blattcr und Stengel dieser Pflanze eine
griinc Stuhstanz in einem sauren Saftc findet. Die mineralischen, wie die fetten Stoffe, Ct.herischen Oele und dio
Naturgesetze der PJ2an=c~ient~oicl;el~~r~g.
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verschiedenen unabhangigen Principe sind unter der Einwirkung quaterniirer Verbindungen gebildet, und in besondern Organen ahgelagert.
44) Die Spaltiiffnungen bilden sich unter der Einwirkang quaternarer Verbindungen ; ein Hautchen, reich
an Stickstoff, zusammenhangend mit der Epidermis, tritt
in die Ocffnung hinein und iiherziellt die Wande derselhen bis in die Lufthohle. Unter gewissen Urnstanden vermindern sich die Functionen der Bliitter allmiilig, ihre
Spaltofi'nungen verschwinden, wodurch die Aushauchung
der Case unterbrochen wird ; daher mehrere fleischine
?
Bliitter kleine Explosionen horen lassen, wcnn man sIe
einer Flamme aussetzt. In vielen Fallen hat die aus der
verringcrten Permeabilitiit resultirende Verminderung der
wiisscrigen Ausdiinstung lnfiltration in die Epidermoidalgcwebe zur Folge, wodurch geslrcifte Bliitter entstehen ;
cine analoge Ursache hewirkt die herbstlichen Modificationen der Blatter.
15) Die elementaren Bcstandtheile der Pflanze sind
ausser Stickstoff, Kohlenstoff, Wasser und ein Ueberschuss
von Wasserstoff, welcher Ueberschuss in den Kryptogamen und den krautartigen Pflanzen dorch die stickstoffhaltigen neutralen und fctten Stoffe erzcust wird; diese
StofTe, weniger haufig, und die holzigen Concretionen geben dasselbc Resultat in den Holzpflanzen.
16) Der Torf, erzeugt durch die unvollstandige Zersetzung verschiedener Pflanzen, cnthdt 7 Producte, deren
jedes aus der Zersetzung cines dcr unmittolbaren Bestandtheile des Holzes und der krautartigen Pflanzen hervorgegangen ist.
117) Zellen und Gefasse sind nur die schiitzendenUmhiillungen, Behiilter und Leiter, mit deren IIiilfe die belebten Kiirper, von welchen jene erzeugt und gebildet
werden, thatig sind, ihrc Nahrung aufnehmen, ihre Excrete
deponiren und isoliren. (Comptes rend. und Regensburger
Horn). H o r n u n 6.
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