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Naturwissenschaftliche Vereine.

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Vercinszeit ung
5 ) Natarwissenschaftliclie Vereine.
__-
Die Versammlung deutscher Ncllurforscher und Aerate
in Nurnberg.
Am 18. September wnrdc diesclbe stntutenin5ssig van dem crsten
Geschiiftsfuhrer, Hrn. Professor Ur. U i e t z , mit eincr wiirdevollen
Kcde eriifl'net.
Zunachst verbreitcte sicli der Hetliicr iiber den jetzigen Stand der Natur\?.isscnPchafteo und sagte in dieser Beziehnng:
,,Iliafort liijnnen die cinzelnen Uisciplincn der Nstur\vissenschaftcn
nicht mehr als Einzelwescn betrac4ilet und behnndelt a e r d c n ; nein,
sic sind Zweige eines Stanunes, welche nus gemeinsamen Wnrzcln
ihre Nahrnng zieheti. Dns Strcben der Mannigfaltiglteit zur Einheit,
w a s schon der Versamnilung grgcnwirtiges iiussercs Auftrelen nusspricht, wird such in Ihren Verhandlnngen ein leitendes Princip scin,
und diejenigen wcrrien vorziiglichen Dank sich rerrlienen, wclclie ails
Einzelnein Allgemcines zu entwiclicln wisscn, wenn gleich das Besondcre und Eigcnthiiinliclie die gebiilrrendc Anerlcennung niclrt verfchlcn Iiann. 1st es uiinilich auch wahr, dass die Blassc des Materials
in den Naturwissensch;ifteri zuin Ungeheurcn angewachsen ist, und
dass ein cntschiedenes Bcstrcbcn unscres Zeilalters dahin gcrichtet
sein muss, dnsselbc zu eichten, zu scheiden und zu Resultntcn zn vcrhinden, so ist es ja cben in dem Wescn dieses Zweigs nienschlicher
Erlcenntniss, wclche iiberhanpt cine ungeniessene iintl unbegrAnzte ist,
gelegen eine Thatsnchc, eine gliicliliche Entdeckung zuweilen iiber
weite und zunial iiber scheinbar gnnz entfcrnte Gebicte eiii helles aufklarcndcs Licht vcrbreikt. hliigc daher ein Jeder zuin Born der Wisscnschaft beitragen, sei es vie1 oder wenig, was er als wisscnschaftliche Errungenschaft lietrnchten ( l a d ! " Dcr Redner ging sodann auf
die Wechselhcziehung iibcr, in wclchcr die Versiimnllung zur Staclt
selhst stehe, indeni cr tlen Ausspriich cines Vielcrfiahruen, cines Heros
unscrcr M'issenschaft nnfiihrtr, niinlich ,,rlass gleichniiissige Wurdigung
des Naturstudinms cin Bediirl'niss der gegenwiirligen Zeit sei, w o der
rnatcriellc Rcichthum nnd der wachscnde Wolilstand der Viillter in
ciner sorgfaltigen Bcuutzung van Nnturprodncten und Naturltriftcn
gegriindet ist, dass bei nngleicheni ~Vc~tlctiinpfoder dnucrnder Ziigernng iiothwendig theilweise Verminderung und cndlicli Vcrniehtung
des Nationalreichthums eititreten muss, und class nur crnste Belebung
chemischer, mathcniatischer u n d nntiirwissenschnftlicher Studien einein
von diescr Scite einbrcchenden Uebel cntgegenwirkt.
Dr. 1.1 e i d e n r c i ch aus Ansliach hielt darauf einen freien Vortrag
iiber medicinische Physili, wclcheni ein gleicher voni Ilofr. Dr. K a s t n c r
aus Erlnngen folgtc ,,iiber den Einfluss der Naturwisscnschaften an€
Vcredliing des Mertschengesclileclits," d e r in seiner wohlbeliannten geistvollen Redefaliiglteit alle Anwesenden fesseltc. Er wics nach, dass
cs lieine andere Wissenschaff, lreine Iiunst, liein Gewerbe gebe, auf
welche dicselben niclit tlen mlchtigsten Einfluss ausuben, indetu sie
durch wissenschaftliches Uenlicn, tlurcli Erliennen der R'nturgcsctze
ein geistigcs Moment unter das Vollr bringen, welches sc1l)st wieder
d e r llcbel zur geistigen Vercdlung, rler l'fleger dcr Wissensehnften,
Kiinste ond Gcwerbe werde. Er zcigte die Wahrheit dieses Satzes
durch die Erfahrung, wclche die Natnrforscher an sich sclbst machten,
indcm sie in dem l a a s s als sich der wissenschaftliche Horizont durch
Vereinszealung.
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steigende Portschritte ihrer Wissensclial't, durch neue IIiilfsmittel crweiterte, aus manchcrlei l'luschungen zur Wahrheit nnd Iilarheit vordrangen. Am Schlusse seines feurigeri Vortragcs verwahrte der Redner
die Naturwissenschaften gegen den Vorwurf d e r ~ I n t e r i e v e r g i i t t e r u n ~ ,
indem die Beschaftigung mit d e r Materie lediglich die Erltenntniss d e r
Wahrheit bezweclte, welche zuletzt iinmer znr Gottesverehrung fiihre,
da Gott selbst die hochste Wahrhcit sei.
Section fiir illineralogie, Geognosic und Grographie. Prasidenten:
' ii g g e r a t 11 B U S Bonn, OberProf. VV e i s s aus Berlin, Geh. Bergrath h
hergrath nnd Prof. S ch ii1 e r a u s Jena ; Secretair: Philos. Dr. 0 t t o
V o l g e r aus Giittingcn.
Conservator F r is ch m a n n legte aus d c r Merzogl. Leuchtenberg'schen Samrnlung mehrere interessnnte Stufen und Verstcinerungen vor,
an welche sich mehrfache Verhandlunpen vou Interesse Irniipften.
Dr. K r a u s trug eine Alihnndlung iiber den Sauerwasserkallc von
Cannstadt nnd die i n demselben aufgcfundeneu Vogeliiberreste vor,
niit Vorzcigen von cr1;ioterndcn S[iicken. Dr. If a u p t , Inspector dcs
Natiiralicnc;il)inets in Baniberg, lcgte eincn Ammonit nus der Umgegend
von Baniberg vor, wclcher in einem noch dcm Kenpcr fur angehorig
gelialtcncn Stein (obcrer Kenpersandstein, Stubensandstein Wiirtembergs) gefunden wurde. l'rof. B u r r aus Stuttgart liielt bei dieser
Gclegenheit cinen Vortrag uhcr die Bltesten, w a h r e Atnmoniteu fiihrenden Schichten, welche zwischcn Kenper und Lias licgcn, nnd welche
dersclhe, so wie Dr. B e r g e r aus Coburg den ebeu vorliegenden
Sandstein cntschieden den1 Lias als cincr neiien Schopl'ungsperiode
zurechiien zu niusseri glaubte. Der vorgclegte Ammonit -ist dem A.
angulatus am nachsten. Geh. Bergrath N i i g g e r a t h hielt hiernuf
einen Vortrag iiher die natiirlichen Schiichte (puits naturels) oder geologischen Orgelpfeifen anf eine so cben erschienene ausfdhrliche Abhandlung dnriiber in v. L e o n h a r d 's Jahrbuch verweisend, so wrie
derselbe eiu von ihtn fiir eruptiv gehahencs Eisenglanz fiihrendes Gestein vorlegte, welches sich zu Berchtesgaden im dortigen Salzgebirg
anstehend befindet, woran er sodann einen Vortrag iiber das Vorliommen von Eiscnglanz ini Salzgebirg Itnupfte. Oberbergrath Sch iil e r
machte auf ihnliche Vorltommnisse irn I(arpathensandsteit1 you Dyretslta
im Banat und Oft'enbanya in Siebenbiirgen aufmerltsnrn, und Professor
K u r r ltniipfte an den erstern Gegenstand einen Vortrag iiber Dolomite
mit Jurakalk, dercn Bildung derselbe cbcnfalls Quellcn zuzuschreiben
geneigt war.
Section fur Botanik, Forst und Landwirthschaft. Prasident: Prof.
v. A l o h l aus Tiibingen; Secretaire: Prof. Dr. F i i r n r o h r aus Regensburg, Dr. S ch n i zl e i n aus Erlangen.
Prof. Dr. U n g e r aus Gratz sprach iiber das Flimnierorgan cIer
Vadcheria nebst Erlauterung durch iniltrosltopische Abbildungen.
Hofrath v. M a r t i n s auch nliinchen zeigte einige Tafeln d e r Fortsetzung seines Palinenwerlts, um durch dieselben die Entwickelung
des Palmenblattes zu erliiutern, woran sich interessante Rlittheilungen
von Seiten des Professors v. RI o h 1 schlossen. Derselbe zeigte Ferner
verschiedene sehcnswerthe Palmenfriichte vor; dann den mer%\viirdigen Stamm d e r Sabal mrzicana, welcher nach nnten wichst, woriib e r anch Prof. S c h l e i d e n aus Jena n n d v. R l o h l ihre Ansichten
h s s e r t e n . Hierbei w u r d e einer rnerltwurdigen westindiscllen 1'alme
erwahnt, welche in periodischen Anschwellungen des Statnlnes zuclteri-
-
2M
Vereinseilung.
gen Baft enlhilt, i i i i d es wurden von jenem anch cine mcrkwurdige
Ausbildung der Friicht von Cociis nmnra, dann niehrere Palmenfruchte
niit Schuppen, SO wie Mais a u s Griibern von Peru gezeigt, der ganz
bestinnnt cine besondere Art bildrt. Hofrath Dr. 1i o ch aus Erlangen
sprach iiber die tleutsclien Arten tler Polsatille und erliinterte die Unterschiede derselben durcli Vorlage d r r von Hrn. S t u r m nach dem
Leben gezeichneten Abbildungen.
Section fur Pliysik, Cbemie nnd I’harniacie. Prisident : Hofrath
Ur. I( a s t n e r von Erlangen; Secretair: IJr. U u ch 11 e r , d e r Sohn,
ails nlunchen. 1)r. V o g e l , der Solin, von Munchen theilte a] eine
Reihe y o n Bcobaclitungen mit, d i e e r in Bozug aut’ S c h i i n b e i n ’ s
Versuche iibcr das Ozon. u l w die Entwiclielung d r s Phosphors anf einc
Aufliisung von Blutlaugensalz bci Zutritt von Luft geniacht, und woI)ei er gefunden hat, dass hierbei durch cincn langsamen Verbrennungsprocess Phosphorsiiure nrbst etwas phosplioriger Siiirs gebildet und
(1 a d iirc h Bali u ineiscnc y a n iir in linl iunie isencya n i r l r er wa ti delt werd e,
welche Verwandlung also aueh ohne Aniialime eincs neuen Stoffes,
des Azons, erltliirt werden kijune ; L] cine Notiz uber das Verhiiltniss
des Stichosydulgases zur Vegetation, aus wclcheui wir entnehmen,
dass dicscs (;;is a i d die Vegetation zwl’ar nicht direct schidlich wirke,
aher bei Ahwcsenheit vou freicrn SauerstolT das Wachsthurn doch
nicht untcrhallen ltiinne. Prof. II n och e n h a u e r B U S nleiningen trug
unter Vorzeigung einrs neucn Insirunients, welches er Funlteninesser
ncnnt, iibrr die Fortlcitung dcr Elektricitiit or. Prof. Dr. Th. filart i t i s a i l s Erlangen zeigte niehrere cliinesisclre Ileilinittel vor, die einer
chinesischen Apothelce cntnonnnen und fiber Singapor oder Blanila
durch Capiiain JI a a g o nach Hamburg eingefiihrt wurden. Ferner
legle er eine Probe von geprcsstcrn persischen Safran und von Bnyn
vor, welches letztere ltleirie Stiiclie dcr Arecanuss sind, die, mit Betelbliittern uiid etwas I~allipnlvrr zusaninrengcrollt, zuni Ihiueu gebmucht werden. Scliliesslich sprach e r noch iiber l ; . i / ~ e t < Arnicicorn,
~
L ~ w , welches Insckt von Einigen als die Ursaelre der atiffallenden
Wirlcungen hetrachtct wird, welche a i d den Genuss der Arnica entstanden, und zcigte cin ganzes Glas voll dicser Thiere vor. Dr. v o n
G o r u p ails Miinchen theilte das Kesnltnt seiner Beobachtungen mit,
die er i t n pharriiaccntisch - chernisdien Lal~oratoriun~
zu Bluncheu iibcr
die Gallengiilirung, d. i. iiber die freiwillige Zcrsetzung der Galle,
angestellt hat.
Sectionssitzung am 20. September.
Section fur Mineralogie, Geognosie nnd Geopraphie. Prasident
iind Secretair: die vorigen. Grrichtsarzt Dr. H e b e n b a c h e r aus
I’appenheim hielt einen Vortrag iibcr eine neue Species von Pterotlalttylus atis d e n lithograpliischen Srliiefern, iind legle eine grosse
Anzahl Iiiichst interessanter I’etreftikten aus jenem Gebilde vor. Prof.
v, K o b e l l legte einige nlineralien vor, dieselben rnit eineru Vorlrage
Aber die Natur des Achats hegleitend, welclicn Geh. Berprath N 6 g g e r o t h bei den Achatschleifereien zu Obcrstein a n dcr Nabe h o b achtet hatte. Dr. B r u n o G e i n i t z aus Dresden spracli uher Graptolilhen, unter Vorzeigen von Exemplaren; e r glaubt nach v. Sclilo t jici ni dieselben als Anfang zu den Cephalopodcu stellen zu niiissen.
Prof. h l i i l l e r aus Utrecht trng iiber die Iliihcn d e r Berge und einiger
Kratcr auf Java und Sumatra unter Vorlegung von Abbildungen,
Karten und hypsometrischen Uebersichten als Theile eines Werks V O r )
24 1
Vereksaedung.
welches auf Kosten der niederliindischen Kegierung ausgearbeitet und
erseheinen wird. Ausserdem wurden von l e h r e r c n Versteinerungen
vorgeceigt und unter die Anwesenden vertheilt.
Section fur Botanilr, Forst- und Landwirthschaft. Priisident : Hofrath Dr. v. D l a r t i u s aus Munchen; Secretaire: die Vorigen. Professor U n g e r aus Grate beriehtete iiber die in der vorigen Sitzung vorgelegte Abhandluug des Dr. Rlaus, die Impfung des lllutterltorns und
des Kornbrandes betreffeud. Die Versuche hatten lreinesweges das von
Herrn Bl a u s angenonimene Resultat geliefert, indem dessen Verhhren
auch zu lreinern Zwecli fuhren Ironnte; stalt wirltlichen Brandcs [ Us6iZago segetuni) fanden sich an den vorgeleglen Born- und Dinkeliihren
nur die pulverigen Hiiufchen einer l’onela, die uberhaupt an gesunden Getreideihren sehr hiufig vorltomnien. liieran ltnupfte sich eine
lehrreiche Discussion uber Epipliyten uberhaupt, und die von denselben
bedingten Kraulrlieiten, besonders der Nutzgewiichse, an welcher die
H. H. U n g e r , v. R l o h l , v. i l l a r t i u s , W a l t z , S c h l c i d e n , K u r r
u. a. m. Antheil nahiuen. Sie fuhrtc zu den1 einstinimigen Beschluss,
dass eine besondere Coinniission, bestehend aus den Professoren v o n
D l o h l in Tiibingen, S c h l e i d e n in Jena und U n g e r in Gratz niedergesetzt werde, um die in neuester Zeit fur Botanilr und Landwirthschaft hochwichtig gewordene Prage iiber die Ursachen und Vertiiiltnisse, unter welcben sicli diese Kranlilieiten ausbilden und zeigen, yon
allen Seiten zu beobachten und einer ltiinftigen Versanimlung daruber
ZII berichten.
Diese Commission wird demnlchst in einem l’rogramm
die Aohaltspnncte fur die Beobachtung dieser Krankheiten bestinimen,
und auch die rationellen Landwirthe lkutschlands autl’ordern die
hiernach erhaltenen Resultate an das ihnen zunachst gelegene Commissionsmitglied einzusenden.
Section fur Physik, Chemie und Pharmacie.
Priisident : Hofrath
W o h l e r von Giittingen. Prof. Dr. Th. R l a r t i u s von Erlangen eeigte
Stiimnie des cultivirten und nncultivirten Theestrauclies die er
China erhalten, trug dann iiber den Agaricus albus und das aus ihm
gewonnene Laricin, endlich iiber das Cantharidin, namentlich uber
seine Darstellung zur niedicinischen Anwendung, und iiber das Vorkommen einer grossen Dlenge Kochsalzes im Cantharidenextract vor.
Hofrath L a e h m a n n BUS Brounschweig theilte die Ergebnisse seiner
seehsjiihrigen, von 1839 bis 1845, angestellten Beobachtungen iiber
die ltlimatischen Verhaltriisse dcr Broclienhuppe besonders init jenen
Braunschweigs verglichen, mit. Professor S c h e r e r aus Wiirzburg
sprach uber den reinen thierischen Schleimstoff, dargestellt nus dem
schleimigen Inhalte eines neugebildeten vollliommen geschlossenen
Sacks, der sich in der Leiche eines Soldaten zwischen Luft und SchlundrBhre in ziemlicher Ausdehnung vorfdnd ; Bemerltungen liierzu von
Baron v. G o r u p aus Miinchen und I h . l l l e r l r l e i n von Giittingen.
Apothelter P r i c k i n g e r ails Niirdlingen theilte Vcrsnche iiber die
Einwirkung dcs Salmiaks auf metallisches Eisen mit , aus denen hervorgeht dass dieses Salz in wlsseriger Auflosong und bei Luftzutritt
die Oxydation auffallend beschleunigt , dieses aber vorher unter Ammonialrentwickelung in eine Chlorverhindung verwaudelt.
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Sectionssitzungen am 21. September.
Section fur Pbysik, Chemie und Pharmacie. Prlsident : Hofrath
Dr. V o g e l von Miinchen. Dr. €1. K c i n s c h von Zweibruclten eriilrnete die Sitzung mit einem von Experimenten begleitcten Vortrage
Arch. d. Pharm. XCIV. Bds. 2. Ilft.
IG
Vereinszeitung .
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iber das Fortgluhen d e r Petalldrihtc in Alkoholdampf; hierauf beschrieb er eine Vorrichtung, urn einen fortwahrenden elclitrischen Schlag
zu unterhalttn ; zeigtc ferner eine )eim Verliohltsen der Steinltohlen
gebildete Substanz v o r , und sprach endlich uber das Bcstreben dcs
Sandsteins bei grosser und andaurender Hitze Krystallform anzunehwen. Ihm folgte Kaufrnann H a l t e r s von Niirnbcrg Vortrag (mit Demonstrationen begleitet uber die Permanenz der magnetischen Kraft im
Stahle, uber das Verhaltniss dcr Anziehung zwischen Magneten unter
sich und Eisen, und iiber dasjenige der Traglcraft magnetischer Stibe
und Hufeisen 1. an welchen Professor Dr. K u c z y n s It y illis Kralcau
einige Bemerkungen kniipfte. Apothclter T r a u t w e i n aus Niirnbcrg
zeigtc und erlanterte merlcwiirdige Producte, die er durch Einwirlcung
des doppcll chromsauren Kali in der Schwefekiure wie anderer Agentien auf Kartoffelfuselol in grossen Maassstab dargestellt hat.
Zweite allgemeine Versaininlung am 22. Septerriber.
Section fur Botanik, Forst- und Landwirthschaft. Yrasident: Hofrath v. M a r t i u s aus Miinchen.
Die ganze Zcit d e r Sitzung wurdo
yon Vortragen und Discussion, die Kartoffcllcranliheit betreffend, ausgefiillt, und am Scliluss eine Commission aus neun Mitgliedern
ernannt, welche in ciner Sitzung tler folgentlen Tage das Ergebniss
ihrer Berathung uber dic Untcrscheidung, Ursachen nnd Verhatung
dieser Krrnltheit berichten sollle.
Section fur illineralogic, Gcognosie nnd Geographie. Priisidenten :
die vorigen. Professor Dr. K u r r von Sluttgart trug uber den Begriff von Formationen und die Vertheilung der Pelrefaliten innerhalb
derselben vor. Opposition dagegen von Dr. V o Iger BUS Wttingcn.
Dann Vorlagen von i\Iinoralien und I’etrehliten von vcrschicdenen
Mitgliedern, worauf Dr. V OI g e r handelte a) aber die Verinderungen,
welche sich in den normalen Massen hiiufig an solchen Localitiiten zu
finden pflegen, an wclchen man Spurcn von Kohlensiiure-Entwicltelung
wahrnimmt, und iiber die Verbreitung der KalktufFe in l‘hiiringen nnd
dem nordwestlichen Dentschland. b) uber das Vorliomnien yon Eisenoxyd in gyps- und salzfiihrenden Gebirgen (Vorzeigen von Stufen) ;
C) iiber die Gosanformation und den Karpathensandstein, ihren palgologischen Charakter und ihre Lagernng. Prisident ; Bergrath S c h u el e r
aus Jena schloss die Sitzung mit einem ausfiihrlichen Vortrag iiber das
Vorliommen yon Bittersalz und lcohlensaurem Kalli im bunten Sandstein bei Jena und in einigen Quelleu der Umgegend dcr Stadt.
Section fir Physik Chemie und Pharmacie. I’risidcnt: Hofrath
Dr. B u c h n e r von Munchen. Apothelier T r a u t w e i n setztc seine
Erlauterungen yon der vorigen Sitzung fort. Dr. B u c h n e r , der
Sohn , ltiindigte die Entdeclcung einer fliichtigen olartigen Siiure aus
der Angelicawurzel an die viellcicht identisch mit Baldriansaure,
jedenfalls dieser sehr iihnlich ist, und crwshntc, dass Apothelter R o e
b e r , Sohn, in Franlienthal letztere auch in Kraut und in den Bliithen
des Baldrians gefunden habe. Dr. V o g e I , Sohn, aus Miinchcu theilte
das Ergebniss einer vergleichenden Untersuchung des nach der bayeri&en und preussischen Pharmakopoe bereitcteu Aethiops rmtimonialis
mit.
Professor K 1 i e g e n f e 1 d in Niirnberg herichtete von einer
eigenthiimlichen letallablagerung, die er in eiueni galvanisclien Apparat beobachtet hatte.
(Augsb. allgem. Zeituuy.) B.
,
,
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