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Neue auslndische Drogen.

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404
Verwendung der BorsBure.
- Codaga Pala
schiedenheit kaum zu fixiren ist. Nach Darreichung von Benzonitril findet
oine enorme Steigerung des Schwefelsauregehaltes des Hams statt, was wohl
auf Bildung eincr aromatischen Oxysiiure zuriickzufiihren sein wird, da sich
nach Behandlung des betreffenden Harns mit Salzsiiure in der Wiirme aus
demselben erhebliche Mengen von Salic lsiiure und Paraoxybenzocsaure
gewinnen lassen. (Am. d i Chim. Med. -$arm. Febr. 1885.)
Die Verwendung der Bors%urezur Bekdmpfung herannahender Epidemien wird sehr lebhaft von A r t i m i n i befiirwortet, wobei sich derselbe
einerseits auf die faulnisswidrige und Mikroorganismen zerstorende Wirliung
dieser Saure, andererseits auf die Thatsache stiitzt, dass dieselbe in kleinen
Mengen dem menschlicheu Organismus nicht schadlich ist. Besenders in
Chlolerazeiten mochte der Autor in umfassender Weise davon Gebrauch
gemacht wissen in Form minimden Zusatzes zu Speise und Trank, und er
macht noch besonders darauf aufmerksam, dass die hei der Wanderung der
Siiure durch die Blutbahn entstehenden Borate auch ihrerseits, wenngleich
in minderem Grade, antiseptisch wirken. (L’Orosi, Amno 8. No. 2. p . 44.)
Dr. G. 7.
Anwendung einer neuen Tropftlasche in der volumetrischen Analyse. - Es ist von mancher Seite gewiss schon als ein Uebelstand empfun-
den worden, dass hei haufigem Gebrauch derselben Normallosung ein ofteres
Nachfullen und Einstellen nothig ist , ferner ist es bei genauen chemischen
Arbeiten nothig, dass man die Temperatur resp. die Ausdehnung dcr Fliissigkeit in den engen Buretten beriicksichtigt. J. V. P o o l will diese Uebelsande dadurch vermeiden, dass er eine Tropfflasche anwenden und das G e wicht der verbrauchten Normallosung bestimmen lasst. Da das Volumen
von 1C.C. meist nicht 1g. Gewicht entspricht, so muss durch einen Vorversuch die Werthigkeit der Normallosung festgestellt werdeu. Hat man
jedoch gleich auf das Gewicht eingestellt, so dass z. B. 1g. einer Silberlosung einem Milligramm Chlor entsprechen, so kann
man die Tropfflasche ohne Riicksicht auf die Temperatur jederzeit verwenden. Die Flasche, welche
nebenstehend abgebildet ist , griindet sich zugleich
auf die Buretten von G a y - L u s s a c und Bink.
An der einen Seito des Halses der Flasche befindet
sich eine kleine Oeffnung, verschlossen wird die Flasche
mit eineni durchbohyten Gummistopfen, welcher ein
mit einer Gummischeibe iiberbuadenes Trichterchen
tragt. Eine nahere Beschreibung macht die Figur
iiberfliissig. Beim Gebrauch neigt man die Flasche
und regulirt die Ausflussgeschwindigkeit, indem man
den Daumen der linken Hand auf die Oeffnung und
den Zeigehger auf die Gummischeibe legt.
Wenn man eine grossere Anzahl gleicher oder
ahnlicher Analgsen hintereinander auszufiihren hat,
kanu man sich dieser Tropfflasche mit grossem Vortheile bedienen, auch fiir
die Aufbewahrung von Normakalilauge durfte sie sich eignen. (Jowm. of
Amev. Chem. SOC. No. 1. 1885.)
Dr. 0.8.
Neue ausllindische Drogen.
Codaga Pala. - Unter diesem Namen beschreibt Dr. H. S t i e r e n (New.
Idea. I. 1885) eine Droge, welche von H o l a r r h e n a a n t i d y s e n t e r i c a
R. Br., einer Apocynacee, kommt und im indischen Arzneischatz eine Rolle
spielt. Die 1bis 3 Centim. langen der G n g e nach gekerbten Samen sind an
dem einen Ende abgestumpft, an dem andern rund und mit einem kleinen
Eaarbuschel versehen, Sie sind yon starkem unangenehmen Geruch und
Polypodium Friedrichsthalianum Kre.
- h u e fette Oele aus China. 405
sehr bitterem Geschmack. Die Samen gelten als Antidysentericum, Febrifugum und Anthelminticum.
Polypodium Friedriehsthalianum Kre.
Ueber diese Droge findet
sich eine briefliahe Mittheilung von B e r n a r d o Au g u s t 0, Bischof in Costa
Rica in S t e a r n s ,,New Idea. I. 1885." Die Pflanze wurde von dem genannten O-eistlichen an vielen Orten seines Distrikts aufgefunden und soll sich
als ein vorzugliches Mittel gegen den Biss der ,,Toboba", eines mexikanischen Insekts, bewiihrt haben. Die Heimath dieser Pflanze sind die kMeren
Theile der mittelamerikanischen Gebirge. Wie der Schreiber des Berichtes
sagt, sind Proben der Pflanze an Prof. Dr. L i s b r e i c h in Berlin geschickt,
welcher eine Analyse damit vornehmen wird.
Iexikanisehes Sandelholz. - I n Mexiko und einigen der Republiken
Centralamerikas wird fur okonomische Zwecke und als Rauchermittel in
Kirchen eine Rinde verwendet, deren Abstammung S t i e r e n (Amer. Drugg. Pharm. Journ. Transact. Ser. III. No. 765. 1885) nicht genau bestimmen
konnte, die aber hochst wahrscheinlich eine Leguminose, M y r o x y l o n oder
Myr o s p e r m u m , angehort. Die' Rinde kommt in unregelmassigen, mehr
oder weniger glatten oder warzig unebenen Stucken vor, ist von hell- zimmtbrauner Farbe und mit einer dunkeln harten Epidermis versehen. Sie hat
einen angenehmen , aromatischen Geruch und etwas scharfen , balsamisch
bitteren Geschmack. Die Rinde ist durchsetzt mit zahlreichen Balsamzellen
und giebt etwa 15 Procent Balsam aus, welcher den Perubalsam an Feinheit
des Geruchs iibertreffen soll.
Yeilchenhob, Violet Wood. - Dieses Holz, welches als Handelsartikel
aua Neusiidwales ausgefuhrt wird , entstammt der Acacia Homalophylla und
stellt nach Dr. H. S t i e r e n glattere oder rauhere Stiicke von brauner
Farbe dar. Beim Reiben nimmt es einen der 'Veilchenwurzel ahnlichen Oeruch an. Ausser fur die Holzschnitzerei scheint das Holz von Weyth fur
die Parfiimerie, da der Geruch, welcher auf ein Harz zuriickzufiihren ist,
sich sehr bestlindig zeigt. (New. Idea. I. 1885.)
Neue fette Oele Bus China.
R o b e r t D a v i e s hat drei neue fette
Oele untersucht, welche in letzter Zeit aus China nach London in den Handel kommen.
1) T h e e - O e l , t e a - o i l , von3Camellia oleifera. In Farbe, Durchsichtigkeit und Beweglichkeit gleicht dieses Oel dem Olivenol; es hat einen eigenthiimlichen Geruch, sein spec. Gew. ist 0,9175. Das Oel wird in der Kalte
nicht fest, sondern giebt nur Ginen geringen Bodensatz. In Bezug auf seine
iibrigen Eigenschaften gleicht es am meisten dem Olivenol.
2) K o hl - 0 e 1, cabbage - oil, von einer Brassica Spec. Von tiefbrauner
Farbe und unangenehmem Geruch, ziemlich dicklich, spec. Gew. 0,914, in
der Kalte erstarrend. Im allgemeinen verhielt dieses Oel sich in Bezug auf
die chemischen Reactionen (Salpetersaure-Probe , Elaidin-Probe) ahnlich dem
Riibol.
3) Holz-Oel, wood-oil, yon Elaeococcus cordata Euphorbiaceae. Ein
dickliches Oel von brauner Farbe und durchdringendem, unangenehmem Geruch, von ziemlich hohem spec. Gew. (0,940), in der Kate nicht erstarrend.
E k e Haupteigenschafk dieses Oeles ist seine stark trocknende Kraft , doch
ist es von Leinol durch seine chemischen und physikalischen Eigenschaften
wesentlich verschieden.
In Bezug auf die Verwendung dieser Oele sagt D a v i e s , dass die beiden ersten sich sehr gut als bessere Schmierole eignen diirften, uber das
letzte Oel kann nicht fruher etwas gesagt werden, als bis seine Bestaudtheile niiher untersucht sind. Davies wird in einiger Zeit Weiteres dariiber
veroffentlichen.
Mit dem sogenannten Gurguo - Balsam, dem Product von Dipterccarpus
turbinatus, welches ebenfalls, ,,wood - oil" genannt wird, hat das hier erwiihnte
Oel nichts gemein.
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406 Wirksame Substanz im indischen Hanf, - Hydrargyrum oleinicum.
Ueber dieselben fetten Oele berichtet auch E. M. Holmes. f i r das
Brassica-Oel giebt er die Namen zweier Stammpflanzen an. Brassica campestris L , in Japan genannt Aburana, und Brassica sinensis, in China wachsend und dort Petsai genannt. Den Baum, dessen 8amen das ,,wood oil"
liefern, nennen die Japanesen ,,abura giri" d. h. Oelbaum. H o l m e s unterscheidet von diesem Oel zwei Sorten: eine hellgelbe und eine dunkelbraune,
die erste durch kaltes Pressen, die zweite durch starkes Erhitzen gewonnen.
Die Production dieser Oele soll in China eine sehr umfangreiche sein und
man hat Yersuche gemacht, den werthvollen Baum in Ceylon, Dominica,
Jamaica, Zanzibar, den vereinigten Staaten, sowie auch in Algier anzupflanzen. (Pharm. Jourm. and Trarbsact. Ser. III. 763.)
Ueber die wirksame Substanz im indischen Hanf. - Einen Beitrag
zur chemischen Kenntniss des indischen Hanfs bringen S u r g e o n s W a r d e n
und W a d d e l l . In einer kurzen Einleitung gedenken sie der bisherigen
Arbeiten auf diesem Gebiete und bemerken noch, dass es ihnen nicht gelang,
den von H a y (Pharm. Journ. 1883, p. 998) isolirten, giftig wirkenden
Stoff, ,,Tetano- cannabin", zu isoliren. Die Verfasser verfuhren in folgender
Weise :
Ein Kilo sehr wirksamen indischen Hanfes wurde gpulvert und mit
1 Liter fiinfprocentiger Schwefelsiure digerirt. Diescs emisch wurde in
einen Percolator gegeben und destillirtes Wasser nachgegossen , bis dasselbe
farblos abfloss. Die Saure wurde mit kohlensaurem Kalk neutralisirt und
darauf etwas kohlensaures Natron hinzugesetet , worauf ein reichlicher Niederschlag entstand.
Die unfiltrii-te Xschung wurde mit Aether ausgeschiittelt , dieser abgehoben und verdunstet. Das zur Trockne gebrachte wasserige Extract wurde
rnit absolutem Alkohol ausgekocht und filtrirt. Der Ruckstand des atherisohen Auszugs (etwa O,5 9.) war physiologisch unwirksam. Der alkoholische
Auszug ergab etwa 3 g. eines stark aromatisch riechenden Extractes. Es
gelang nicht, aus diesem Extract das Hay'sche Alkaloid auszuziehen.
Da durch das Rauchen des Haschisch haufig Vergiftun serscheinungen
entstehen, so versuchten sie den diese verursachenden giftigen itof€ zu isoliren.
Sie gewannen ein dem Nicotin ahnlich riochendes Oel, welches sich physiologisch jedoch ohne hervorragende Eigenschaften zeigte.
Die Frage nach der Isulirung des wirksamen Korpers im indischen Hanf
ist also auch hier nicht gelost, die Verfasser glauben, dass die wirksame
Substanz in einem Harz oder in einem mit Harz verbundenen Korper zu
suchen sei. (Pharm. Journ. and Tyansact. Ser. III. 760.)
Hydrargyrnm oleinicum. - Durch Wechselzersetzung von Quecksilberchlorid und Natriumoleat erhtilt man, wie Tic h b o r n e mittheilt, ein schlechtes, sehr zersetzbares Priiparat , dagegen soll ein sehr besthdiges neutrales
Prtiparat resultiren durch Zusammenreiben yon rothem oder gel bem Quecksilberoxyd mit Oelsaure im Atomgewichtsverhtiltnisse. Es bildet sich dann
eine Verbindung von der Formel Hg2(C1*H*sO*). Bei diesem Process bildet
sich nach folgender Formel zugleich ein Moleciil Wasser,
HgO f 2(C18H8*O*)=Hg2(C1XH~*O~),HL0.
Dieses. in Form von Hydratwasser vorhandene Moleciil H20 scheint. fiir
die Bestiindigkeit der Verbindung yon Werth zu sein, denn erhitzt man das
Quecksilberoleat bis zu loo", so geht allmiihlich das Wasser fort und die
Verbindung beginnt sich unter Abscheidung von Quecksilber zu zersetzen.
Tic h b o r n e rath daher , das Quecksilberoleat durch Zusammenreiben
Ton Quecksilberoxyd und bester Oleinsaure des Handels in der Kiilte zu
bereiten. Ein Ueberschuss von Oelsaure ist moglichst zu vermeiden. ( P h r m .
Journ. Transact. Ser. III. NO.760.)
Dr. 0.S.
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