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Notiz Uber Rhizoma Tormentillae.

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br. B r n n d t : Rhizoina Tormmt illnc,
Mit teilung
aus dem Dr. Senckenbergischen botanischen Institut
der Universitat Frankfurt a. M.
Notiz uber Rhizoma Tormentillae.
Von Pi ivatdozent T)r . 13 r a n d t .
(Eingeg~ingi~ii
drn 2 0 X11. 1917.)
kkit der Absperrung Dc-utwhlands ron Uebersee durch dic
Kricgsmaflnahnirn Linwer Feinde wci den uneererseitg Beniuhungrn,
die noch rorhandcncn Vorrete a n exotiwhen I)rogen zu streclien
oder gccignete Erratzdrogen fur uberceeische Arzneipflanzeri zii
finden, immer dringender. Es werden sich allrrdings wohl kaum
fur einige sehr wichtige Drogen, wie C'hinarindc z. B., in1 Gebictc
der Zentralmachte Parallelc?rog~nini Sinne T s c h i I c h's ailsfindig machen lass<n, ahei anderervits ist sicher manche iibrrseeisehe Droge diirch unsere eigcnen Arzneipflanzen so vollstandig
ersetzbar, $a6 ihre im Fritdcn erfolgte Einfuhrung heute viillig
Uberflussig crscheint. Cort. Cascar. Sagrad. beispielsweise bietet
keinerlei Vorteile gegeniiber der einheimischen Cwt. Prangul.
Ob und inwieweit dir frenldlandischen Droge 3 dureh einheimicche crsetzt w c i d e n konnen, mi113 letzten Endes dixrch den Arzt
entmhieden werden. T)er phai,makogriostischen Wissencchaft lit@
0 s ledjglich ob, auf Er:atzmoglichkeiten hinzuweisen.
So sollen
u i i c h Cicse Zeilcn kdiglich dazii anregen, den Ersatz der Rad.
Katmhdae durch Rhiz. Tojrnwtillae zii \ ersuchen.
Yotentilla Toirnenfilla S c h i a n k wird >chon seit den erstcn
Jahrhundcrten unwrer Zeitrechnung arzneilich gebrancht und stand
ini Mittelalter alq Heilmittcl gegen Ruhr nnd Zahnkrankheiten
in hohem Anwhen. Aiich heute noch spielt das Rhizom in der
Volksmedizin eine n k h t uiibedeiitcide Rolle, beuonders bei Durchfhllen. Es ist narh H ii ie m a ii n in seiner Wirkung der Ratanhia
ahnlich uncl wiirde geradem als ,,Deutsl he Ratanhia" bezeichnet.
ISeinc N7irkune; verdarikt es den1 hohen Crc halt an Tormentillgcrbsaure (15-20'4) und Tornientillrot, die nnt den Ratanhiagerbstoffen nahe rerwaiid t zu scin scheinen. Speziell die beideri
Phlohsphciir. Tormerit~llrotuncl Ratanhiarot, wurden \-on Q r a b n w s k y fur ideiit h gchplten. Mit Vorbehalt stelltc er fur
1 : i ~ t i ~ I l h l ot
a l dic. 141rnicI C'l,h,,O,, i 4 i i f , die> iiiicli f i i r Tormrntilli of
I it%idrT< o r i ) ( f~~ i l l ( ~ ilCisc~n~*hlo~
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I I J I ( I geI)ctii
li~ii(~1w
l’hloi ogliic h i iriitl L’r otok;i tcchiisriiirc.
Uir l~iii~ainmlung
der 1)roge koniitr, geniigeride hbc-itsbraftc
Iorsnsgcsetzt, in einer den lkdarf reirhlich deckenden Menge crfolgcn. Die Pflanze ist in Deiitschland auf Wiesen, in WAldern.
a n grasigen Abhangen sehr haufig.
Das Rhieom wird irn Friih jahr vor der Blattenkwickelmg
gcgraberq , \-on den dnnnen Nebenwurzeln befreit und nach dcni
Waschen getrocknet. 14% i,t aul3en rotbrairn, nnregelmafiig hookcrig,
init I4 urzelnarben besetzt, haitfig gekrummt, etwa zylindrisch, bis
fingerdi:k und bis 8 cni lang, innen rotbraun oder dunkelrot und
zeigt auf dem Querschnitt einige mgefahr Im Kreise geordnctc
hellrre Flecke nder kiirze, radial verlaufcnde Reihen hcllerer Punktc.
l k r Brii4-h ist auflen glatt, welter nach innen kurzsplittcrig, irn
gr o h Mark kiamg, die Konsistenz dcs Rhizomd is1 sehr hart.
Ueber die Anatornie finden sich nur unzureichende Angabcn.
1)ic Riiide ist sehr schmal und besteht ausschliel3lich aus Cambialenwachs. Alle primarcn Rindenelemente sind infolge Borkcbildunp
nbgeworfen. Der Kork besteht aus flachen, dunnwandigen, reichlich
mit I otbreimem Inhalt erfullten Zellen. Radialreihig angeordiiete
i d iametrkche Zellen machen die Hauptinasse des Rindengewcbcs
a i ~ s ,in das whniale, ziemlich scharf iinischriebene, radial gestrecktr,
Jilcinzc~lligt~Grnppen von Lcl)tonicleinenten, etwa 20 a n Zahl, &ipt3bt.ttct litgtm. I h r schmale, abcr deutliche Cambiiini umschliclSt
tlcn starkcn Holzkorper, der ebenfalls zum weitaus uher wicgenden
Teil atis diinim~ndigeniParenchym bestcht. Den Ileptomgruppcn
tlc I’ liindc cnts1~rcchrndie Hadrornteile dks Holzkorpers, die rinrn
c~ipt~iiartigrn
I h u bcsitzen. I m ersten Jahrc bildct die Pflanzc nur
l<lcinc Or uppen prirnarer GefiiBe niit spiraliger Wandverdicknng
rrnd’gcringem Lumen (etwa 10 p). Die Canibisltbtigkeit im zweiteri
,Mire bepiniit mit der Bildung groBerer Gruppen von sekundare,i
TupfelgefaBen niit groaerern Lumen (25 bis 35 p), a n welche sich
nach auBen mehr oder weniger umfangreiche Bkidel von verholzteri Fasern anschlicBen. An den seitlichen Randern und im
J nnereii dieser Faserbundel komnit es gelegentlich auch noch zur
Ausbildung voii CefaBen. l r n weiteren Verlauf einer Vegetationsp r i o d e werden dann s t a t t der Faserri nur noch parenchymatische
dunnwandige Zellen \-om Cambium gcbildet, zwisLhen denen, zu
(Liner Radiaheihc geordnet, noch einige GcfaBe angclegt xv(~rdc~l
(kgc~n7”ndc dcr VPgetatioiis~,erjodewerden dic Zellen etwas kleincr,
c o dalj (ine jahresi ingartigc Sahichtring zustande Ironinit.
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mit eirie' radialen (kfaUieihe gcbildet. I)ie o h e n gwchilderteii,
schon mit blol3eni Aiig. erkeiiribdrcri, in Kadialrahen liegenden
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hellcreri Yunkte deb RhiLoniqiierschnittes sind die Querochnittc
dcr Paserbundel. Das Mark, dessen Diirchmesser etwa eiri Urittel
tlcs Khizomdurchmessrrs hetragt, besteht : t u b eincm ziemlich lockereii
Gewebe dunrimand igen Pareiichynm
nit CkfaIle, Fasentrange
m d Siebeleniente \ erleiifcii der Kiu ze der Intel nodicri wegeii
stark ge\+iiiideii. $ 0 dall niaii c i c auf Qii~rschiiittenw i c aiif 12adial>chnitteii whr hniifig schr,~gdittchcchnlttcn, jn i n critereu 111 Laiigsl a p , in letztereri 111 Qucrtchiiittlagr geti.offe,i bcobachtet. Taiigent ialrchnrtte zeigeii, da 1.1 d ie Iritenden Elementr cincr Jahrelespcriode infolgc ihres stark gc~~~iindciieii
Verlaufes seitlich rniteinaiider 111 Verbiiidimg stehen. Dip (kfane iiiid ai s kurzen Gliedern
airfgcbaut, haben runde, lochfoi nrige Perforation dcr vielfacli sehr
schrag gestellten Qiierwande i m d yucrgestreckte Hoftupfel iirid
sirid oftera init braimern Irih31t crfiillt. Die Pareiichyrnzcllen fuhrcn
ithcrwiegend amorphe Massen iiiid eiiifnche Starkekorner voii ctw,x
2 p GroRe, vielfsch aiich ansehnliche Drusen von (
S~iiitlicheZellwnnde siiid mit braiineiii Phlobaphcn
\ ! c . r t h mit I':iseiichlorid bI,~iilich-srh~var
z gcfaibt.
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