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Pharmaceutisch - chemische Notizen.

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142
Reblang,
sein, dass, wie 'schon anderwarts von mir angegeben
worden ist, aus den Aschen durch Auslaugen derselben
rnit Wasser die Alkalisalze entweder vollstandig, oder bis
auf eine unmerkliche Spur ausgezogen werden ; dass vor
der Prufung des Auszuges mit antimonsaurem Kali alle
Kalk- und Talkerde entfernt, und dass endlich jedes Ma1
ein controlirender Gegenversuch in der Art ausgefiihrt
werden muss, dass ein Theil der Flussigkeit mit einer
kleinen Menge desjenigen Natronsalzes versetzt wird, das
i n der zu prufenden Flussigkeit vorausgesetzt werden
darf. Obwohl man vermuthen sollte, dass auch Natronsalze in die Pflanzen ubergingen, so kann man doch nicht
uber das Ergebniss des unrnittelbaren Experimentes hinauskomrnen. Auch in der gewohnlichen Pottasche lasst
sich auf demselben Wege keine Spur von Natron auffinden.
Eine ganz besondere Eigenthurnlichkeit des Zwetschenoder Pflaumenbaumes is1 noch der grosse Gehalt an Kalksalzen, der nicht bloss in der Asche der Fruchte, sondern
auch vornehmlich in der Asche des Holzes desselben
anselroffen wird. Die Untersuchung der Holzasche des
Zwetschenbaumes aus dem Saalthale werde ich demnachst
8.Wackenroder.
rnitzutheilen im Stande sein.
Pharrnaceiitisch- chernische Notizen ;
von
Re b l i n g.
I. Resina Jalupae. - Die Reinheit dieses Harzes selbst wenn es nur mit 5 Proc. wohlfeileren Harzen, als
rnit Dammar. Colophonium, Olibanum versetzt ware erkennt man auf eine leichte Weise schnell und sicher,
wenn man ungefahr 5 Gran i n einem Platinloffel bis zur
Entzundung erhitzt, darauf den Loffel vom Feuer entfernt,
und ruhig abbrennen lasst. Das reine Harz brennt auf
diese Weise namlich ganz ohne Russ - Abgabe, was man
durch ein daruber gehaltenes Papier und auch schon
pharmaceulisch - cheniische Nolizen.
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mit den Augen bemerkt. Bei diesem Versuche ist jedoch
wohl zu merken, dass man den Loffel eben nur so lange
in der Spiritusflamme lasst, bis die Dampfe des geschmolzenen und zersetzten Harzes sich entzunden; dann muss
man den Loffel entfernen und ruhig brennen . lassen.
Wird hingegen der Loffel so stark und so lange erhitzt,
dass eine zollgrosse Flamme entsteht, so tritt auch Russ
auf, aber nur momentan und hort mit dem Kleinerwerden
der Flamme sogleich wieder auf. - Die mit 5 Proc.
wohlfeilem Harze verfalschte Resina Jalupae entlasst
aber bei der Entzundung, selbst bei dern kleinsten Flamrnchen, bis zu Ende Russ.'
11. Tinclura flucum vomicarum, auch eine Extractlosung, wird leicht erkannt u n d von anderen bitteren
Tincturen unterschieden, wenn man etwa
Drachme mit
10- 15 Tropfen concentrirter Schwefelsaure in einem
Porcellanschalchen uber der Spiritusflamme erhitzt,
selbst wenn hierauf die Flussigkeit ausgegossen und die
feuchte Schale nur vorsichtig weiter fort erhitzt wird wird die Flussigkeit dunkel kirschroth. - Ich zweifle.
dass diese Reaclion von dem in der Tinctur vorhandenen
Strychnin oder Brucin abhangig ist; directe Versuche haben
dem wenigstens widersprochen und ich glaube daher. dass
sie von einem anwesenden Proteinkorper und Zucker
(der, nach einem speciellen Versuche mit Kupfersalz, darin
enthalten ist) hervorgerufen wird. - Auch mit concentrirler Salzsaure wird die schone kirschrolhe Farhe
erzeugt.
111. Bismzathurn. - Man kann den Arsengehalt des
rohen kauflichen Metalles recht leicht und sehr augenfallig nachweisen, mit schon 20-30 Gran Metall, wenn
solches in einer Federspuhl- starken, einige Zoll langen
Glasriihre uber der Spirituslampe erhitzt wird. Das Arsen
verfluchtigt sich und legt sich an den kalten Seitenwanden krystallinisch als arsenige Saure an. Ich will
bier auf die besondere Eigenschaft der arsenigen Saure
aufmerksarn machen, dass dieselbe nicht n u r Octaeder
bildet, die unter der einfachen Loupe zu erkennen sind,
146
Rebling,
sondern auch, worauf ich vorzuglich Gewicht legen mochte,
der Anflug die kalte Glasflache nicht etwa gleichmassig
dick iiberzieht, sondern vielmehr mit Krystallen uberzieht,
die einzeln von einander abgesondert liegen und zwischen
sich eine leere Glasflache lassen. Es mag dieses von der
grossen Krystallisationsfahigkeil der arsenigen Saure wahrend der Sublimation abhangig sein.
IV. Ferrum sulphuraturn. - Obgleich dieses Praparat eines der am leichtesten darstellbaren ist, so gelang
es mir doch nicht immer so, wie ich es gewohnt war.
Mein rnehrere Jahre ausreichender Vorrath war verbraucht
und hatte ich eine Mischung von I6 Th. Schwefel und
27 Th. Eisenfeilspane vom Schlosser, fein abgesiebt zur
Schmelzung genommen, ohne dass ich ein gutes Praparat
erzielen konnte. Es war mir urn so auffallender, als ich
kurz vorher zur Instruction eines Lehrlings circa 30 Gran
einer Miscbung von Pulu. ferripuri und Schwefel in einem
gewohnlichen glasernen Probiercylinder uber der SpiritusIampe zusammengeschmolzen hatte. Diese Mischung war
kaum bis zur Schmelzung des Schwefels erhitzt, als auch
schon die Verbindung eintrat. Am Boden des Cylinders
fing das Pulver an zu gluhen und pflanzte sich das Gluhen
gleich Zunder durch das ganze Gemisch fort, ohne dass
sich Schwefel verfluchtigte.
'
Eine gleich grosse Menge des Gemisches aus FJisenfeilspanen in einern fingerlangen Glascylinder erhilzt,
verhielt sich anders. Das Glas musste vie1 Ianger erhitzt
werden, die Masse entwickelte Dampfe, die die breiige
Masse aus der Glasmundung herauspresste; dabei verfluchtigte sich vie1 Schwefel, so dass, nachdem endlich
nach starker Erhitzung die Masse theilweise aber schwach
~ l u h t e ,statt I I Theile, nur 8; Theile eines Schwel'eleisens
verblieben, welche sonach 2; Theile Schwefel weniger in
in seiner Mischung enthielt. Dass aus diesem Praparate
nicht die zu erwartende Menge Gas dargestellt werden
konnte, verstand sich von selbst; ausserdern hatte es aber
noch den Nachtheil, dass, um die Entwickelung einzuleiten,
das Gefass stark erhitzt werden musste.
pharmaceutisch - chemische Notizen.
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Die L'rsache, warum die Eisenfeilspane unserer Handwerker nicht schon bei gelinder Hitze sich mil Schwefel
verbinden, fand ich nach Anstellung einiger Versuche bald.
Das weiche Schmiedeeisen, woraus fast n u r die Feilspane
unserer Schlosser bestehen, geht bei einer so gelinden
Hitze, bei welcher der Schwefel sich noch nicht verfliichtigt, keine Verbindung mit dem Schwefel ein, wohl aber
das Gusseisen, woraus unser officinelles Pulv. ferri puri
besteht. Ich hahe $ Pfd Schwefeleisen in einem gewohnlichen Medicinglase, das rnit etwas Draht einige Male
umwickelt war, uber einer Spirituslampe geschmolzen.
Die Ursache mag wohl die leichtere Schmelzbarkeit des
Gusseisens sein, welches bei 11000 C., hingegen das
Schmiedeeisen erst bei 1600O C. in FIuss kommt.
Dabei erinnere ich mich eines Aufsalzes im Journale
fur praktische Pharmacie von W i n k 1 e r und W a I z , worin
der Verf. eine Eisenpulvermiihle beschreibt, welche er in
Tyrol besichtigte. Hier wurde auch die irrige Ansicht
ausgesprochen, das Pulver werde dort aus Stabeisen gefertigl durch Feilen und nachheriges Stampfen der Spane
in Morsern. Die Feile wird vom weichen Eisen aber so
schnell unwirksam (uneigentlich stumpf genannt, da sich
nur das Eisenpulver zwischen den Hieben der Feile festselzt), dass ein solches Pulver das Doppelte mehr kosten
wurde. Wer sich der Muhe unterzieht, Stabeisen und
Gusseisen nor kurze Zeit zu feilen, der wird finden, dass
man in viermal kurzerer Zeit Gusseisen in Pulver verwandeln kann, als Schrniedeeisen.
Wir haben am Schwefel ein sehr leichtes Prufungsmittel, urn selbst kleine Mengen Stab- und Gusseisen von
einander zu unterscheiden.
Es erscheint mir nicht unwichtig, selbst nothig zu
sein, hier noch einen Zusatz zu Pulv. ferri puri, seine Reinigung mit dem Magnet betreffend, zu rnachen. Fruher
war aiese Art der Reinigung von Eisenfeilspanen ziemlich
verbreitet Sie horle auf, als durch Fabriken zu einem
billigen Preise ganz reines Eisenpulver in den Handel
kam, doch erlebte ich noch neulich, dass meine PreisArch. d. Pharrn. C.XXVIII. Bds. 2. Hft.
10
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Rebling, pharmaceu!isch - chemische Notiaen.
notirung fur einige Drachmen Eisenpulver von einem friiheren Apotheker fur zu hoch erachtet wurde; er habe
immer das Pulver durch Ausziehen mit dem Magnet sich
sehr billig dargestellt. Obgleich ich das Gegentheil und
selbst Verwerfliche dieser Methode schon aus Erfahrung
wusste, so unterliess ich doch nicht, auch meine jungen
Leute durch einen directen Beweis davon zu hberzeugen.
Nicht nur, dass diese Arbeit sehr langsarn von Statten geht
und man Stunden lang arbeiten muss, bevor man eine
nur irgend lohnende Menge durch den Magnet ausziehen
kann, weil man nach jeder Belastung des Magnets diesen
durch gelindes Anschlagen von den rnechanisch mit in dic!
Hohe gerissenen Messingtheilchen zu befreien suchen muss,
sondern es werden auch Messing, Holz und Schmutz aller
Art noch festgehalten. Schon mit der einl'achen Loupe
erkennt man die untergernischlen Messing - oder Kupfertheile i n dem rein sein sollenden Eisenpulver, welche
Verunreinigung durch Auflosen desselben und Nachweisen
des Kupfers durch die Reagentien leicht darzuthun ist.
V. Alumen ustum. - Da ich vie1 gebrannten Alaun verbrauche, so habe ich auf meiner trocknen Materialkamrner
einen Schubkasten,welcher mehrere Pfund davon aufnehmen
kann, und glaube auch damit demVerlangen unserer Pharma
kopoe zu genugen, welche vorschreibt : loco sacco seruelur.
Man kann sich leicht uberzeugen, dass eine blosse Aurbewahrung an einem trocknen Orte nicht genugt. wenn vom
frisch gebrannten Alaun elwas in den Mund genommen
und gekauet wird. Der frisch gebrannte Alaun is&ganz
ohne Geschmaok und knirscht ; hingegen langer aufbewahrt, zeigt er den eigenthumlichen susslichen Geschmack
des gewohnlichen Alauns. - Der gebrannte Alaun, als ein
sehr poroser Korper, zieht begierig aus der Luft Feuchtigkeit an, ohne jedoch seine lockere Beschaffenheit zu
verlieren, der meinige hatte 40 Proc. Wasser angezogen.
(Bekanntlich hat man den gebrannten Alaun fruher als ein
Mittel zur Entwasserung des Weingeistes empfohlen.
Die Red.)
Bechert, iiber die Tinct. ferri acetic. Radem.
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VI. Alumen depuratum. - Da dieses Salzjetzt so haufig etwas arnmonitlkhaltig im Handel vorkommt, so stellt
man sich den reinen Alaun daraus am leichtesten und
wohlfeilsten dar, wenn man so vie1 Chlorwasser oder Gas
in die Lauge bringt, bis sie darnach riecht, dann zur
Krystallisation abdampft und die lelzte Lauge wegwirft.
Die gesammelten Krystalle niussen auf einem Trichter so
lange rnit Wasser abgespult werden. bis das Waschwasser
nicht mehr auf Chlor reagirt.
Ueber die Tinctura Ferri acetic. Radem.;
von
A. BechGrt.
Die widersprechenden Meinungen vieler Aerzte uber
die Wirkung der Rademacher'schen Eisentinctur, so wie
die vielseitig aufgestellte Behauptung, dass gedachtes Praparat nach der von R a d e m a c h e r gegebenen und von
S ch a ch t recipirten Vorschrift immer bleihaltig sei *), veranlassten mich zu einer Reihe von Arbeiten, deren Ergebnisse ich den Lesern des Archivs mir mitzutheilen erlaube.
Zersetzt man der Vorschrift gemass 24 Th. essigsaures
Bleioxyd durch 23 Th schwefelsaures Eisenoxydul mit
Hulfe von 48 Th. destillirtem Wasser und 96 Th. r e i n e m
Essig - Acet. pur. Pharrn. Boruss. - filtrirt nach geschehenem Aufwallen des Gemenges und pruft das Filtrat mit Schwefelwasserstoff auf Blei, so ist man nicht
Q)
Das Unhegrundete, wenigstens Uebertriebene dieser Angabe ist
bereis von mir dargethan worden in Bd. 71. p. 156 seq. dies.
Archivs. In derselben Abhandlung babe ich zugleich die Resultate der Analyse von swei Tinrturen mitgetheilt, welche den
sehr ungleichen Gehalt an Eisenvitriol in den Tincluren nachweisen u n d mich zu deinselben Vorschlag gefuhrt haben, welchen
Hr. Bech e r t am Schlusse seiner Abhandlung erneuert, niimlich:
direcle' Verrnischung des essigsauren Eisenoxyds init Weingeist
R. M'ackenroder.
(a. a. 0 . p.156).
do*
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