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Pharmaceutische Chemie von F. A. FlUckiger ord. Professor der Pharmacie in Strassburg. Berlin 1879. Verlag von Rudolf Grtner. Erster Theil XI. und 452 Seiten. Zweiter Theil von Seite 453910. Preis zusammen 20 Mark

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Riicherschau.
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Die mikroskopischc Diagnostik wurdc auch auf die Kriutcr durch
Besprechung solchcr Merkmalc , dic zur Priifung ihrer Pulver sich eigncn ausgcdehnt.
Die Abbildungen sind diesclbcn, die wir schon aus den fruheren Auflagen kennen. Neu hinzugekomen sind 2 Abbildungen der Rad. Pareirac
bravae (S. 48), unigezcichnet namentlich aber vergrossert die Abbildung
dcs Langsschnittes des unterirdischen Thcilcs dcs Colchicum autumualc
,
(S. 117).
Die Aufsatze iiber 01. Rosac und Camphora sind zu kurz; allerdings
kann man eine erschapfende Darstcllung dcr iithcrischcn Uelc nur von der
Chemie erwarten, jcdoch glaube ich, class namcntlich die genaunten dcs
C’ebcrwicgens pharrnacognostischcr Mornente halbcr in eincm Lehrbuche
der Pharrnacognosie ausfuhrlichcr behandclt werden sollten.
Da in der Pharmacognosie dcs Pflanzenreiches auch solchc Droguen,
wclche noch nicht langc oder nicht ganz exact auf ihren therapeutischcu
Werth erprobt sind, beschricben aurden, so hattcn auch in dcm zwcitcn
Thcile (der Pharmacognosie des Thierreichcs) die jetxt ofters gcbrauchtc
Blatta orientalis dufnahme findcn sollen.
Der mineralogischc Theil stammt cbcnso, v i e bei den friiheren Auflagen aus dcr Feder dcs urn die Pharmacie so hoch verdicntcn Herrn
Geh. Nedicinalrath Prof. Phobus in Giessen und nurden auch bei dcr
Bearbeitung diuses Thciles die neueren k’orschungcn bcriicksichtigt.
Frciburg in Brg. November 1878.
?II. D. w1~8Gtffk’~.
Yharmaceutische Chemie von F. A. Fluckiger, ord. Professor
der Pharmacie in Strassburg. Berlin 1879. Verlag von
Rudolf Giirtner. Erster Theil XI. und 451 Seiten. Zweiter Theil von Seite 453 - 910. l’reis zusarrimen 20 Mark.
Wohl nur selten ist ein Referent in dcr glucklichen Lagc gewcsen,
ein Buch und einen Vcrfasser mit aufrichtigerer Frcudc EU begriisscn,
als es diesmal bci Pliickigcr und seiner Pharmaceutischen Chemie der
Pall ist.
Unsere Fachlitcratur hat keinen Mangel an Lehrbucheru dieser Disciplin, es cxistiren ihrer verhiiltnissmassig sogar rccht vielc, aber von
keinem konntc man biu jetzt sagen, dass es so erwunscht miire, wic das
soeben vollstandig erschienene Fliickigcr’sche, Durch die Kearbeitung
dieses Werkcs hat der um die wissenschaftliche Pharrnacie so hoch vwdiente Herr Vcrrasser nicht nur eiuem gewiss vielfach enipfundcnen J3ediirfnissc nach einem guten Lehrbuchc dieses Zwciges unscrer Wisscnschaft vollstandig abgeholfen, sondern auch gezcigt, was cigcntlich unter
p h a r m a c e u t i s c h c r C h e m i e zu verstehen ist.
do sei denn auch dieses Werk unscres Meisters, das cine gluckliche
Mitte zwischeu zu grossem Umfmge und zu enger Begrenzung und ein
richtiges Yaass YOU Theorie und von Experiment innehalt , hcrzlich willkommen.
Ehc ich noch zur kurzen Besprechung der buordnung des Stoffcs,
die von den sonst ublichen vollstindig abweicht, nicht minder aber auf
ntreng wissenuchaftlichen Pripcipien fusst, iibergche, muss ich noch, urn
mich spater nicht oft zu wiederholen, Nachstehendes bemerkeu. Schon
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Riicherschau.
be; der oberfliichlichen Lectiiru erkennt man bald, dass es dem verehr.
Verfasser vollkommen gclungen ist , die Fiille des reichhaltigen Materials
in moglichst gedrhngter , dennoch aber schr klarcr Form zusammenzustellen und so koninit es, tlass man diescs streng wissenschaftliche W e r k rnit
viclem Vergniigcn liest.
Dazu t.ragcn auch die vielen intcressanten Angaben iiber die verschiedencn llandclssorten und Productionsmengen der gcbrauchlicheren
Cliemiltalien, wie auch die am Ende dcr Besprcchung eines jeden Productes angebr:ichtcn Data seiner tieschichte sehr vie1 bei. Dicse Letzteren bringen schr vie1 Neues und Interessantes und bis jetzt, trotz dcr
jiihrlich erscheinenden tliversen Jahresberichte, in denen solche sonst zienilich griindlich besprochcn zu wcrden pflegcn, vollstandig Unbekanntes.
Weiterhin finden wir i n dicseni Werke eine Einrichtung, die cs ermoglicht, dasselbe nicht nur Zuni thcoretischen Studium, sondern auch in
unseren Laboratorien zu gebrauchen. Es sind nimlich die nach den gegebenen chemischen Gleichungen zur Ausfiihrung eines Processes nothigcn
Nengcn der Stofle i n abgerundete Gewichtsthcilc umgcreahnet nnd somit
dem Uefectar auch diese hliihc erapart ; die Pormeln sind in der Schreibw i s e der ncucsten , der sogen. atomistischcn oder moderncn chcniischen
Theorie abgefasst uud alle neuesten, bis in die Nitte des Jahrcs 1878
tmchienenen, gedicgcnen Facharbeiten bcriicksichtigt wordcn.
Die Wortc ,,ichL' oder ,,mcin" sind in diesem Werke nicht zu finden,
und dennoch muss ein jedcr in der Fachliteratur Rewanderter stauncn iiber
die grosse Mengc bis jctzt unbekannter Thatsachen, die offenbar Resultate
der Uiiiersuchungeii drs Herrn Verfassera selbst sind. Hier will ich nur
hcispielsweise die officinellcn Cyanvcrbindungen (S. 43 - G7), die atheriwhen Oele (S. 306-361),
Alkaloi'de (S. 361 - 452), Lithiumcarbouat
(S.580-585) neben vielen andercn uennen.
Diis gauze Werk ist runichst in z x e i grosse Theilc getheilt. Der
e r s t e bebandelt die in der Pharmacie als solche gebriuchlichen M e t a l l o i d e und h f e t a l l c , b i n i r e V e r b i n d u n g e n d e r c r s t c r e n , wie
auch dic p h a r m a c e u t i s c h e o r g a n i s c h e C h e m i c , der z w c i t e d i e
p h a r m a c e u t i s c h w i c h t i g e n a n o r g tin i s c h cn V e r b i n d ungen.
Dcr e r s t o Theil zerfillt in 13 grosse Abschnittc und zwar:
I. N i c h t m e t a l l i s c h e E l e m e n t e (S. 1-23).
Chlor, Brom,
J o d , S c h w e f e l und dessen Jlodific:itionen, endlich P h o s p h or. Hier
fehlen hiichst.ens die Liebomiann'schen und Vulpius'schen Angaben iiber
die Ldslichkeit einzelner dieser Jtetttlloide in Essigsaure, was jedoch strcng
genommcn kaum in die phnrmaceutischc Cheniie gehort und ubrigens,
namentlich dic letzteren erst i n dcr zweiten Halfte dicscs Jahres vcroffentlicht wurden.
11. Y e t a l l e : Ag, d u , IIg, B i n n d F e (Eisenpulver und reducirtes
Eisen.) Da die Pharmacopoen z u Prufung einzelner Chemilcalien auf
Arson (so die cleutsclie und osterreichische z. B. bei Acid. hydrochloricum)
und der Herr Vcrfmser sclbst bei einigen Praparaten so Z. B. znr Priifung
des JodhaliurnH auf Arseu (11. Thl. S. 667) mctallisches Zink anwenden
lasst, so wiren hier vielleicht Angaben iiber dieses Yetall an1 Platze
gewesen.
111. B i n B r c V e r b i n d u n g e n d e r M c t a l l o ' i d e m i t A u s s c h l u s s
v o n S i i u r e n u n d K o h l e n w a s s c r s t o f f e n , d. i. W a s s e r (Trink- nnd
dcstillirtes Wasscr), bei welchem auf das practische Uediirfniss durch kurze
Angaben dcr hlethoden zur Bestinimung event. vorhandener Verunreinigungen, wic auch durch Angabc der Grenzzahlen lctzterer und auch durch
Erklarung der Benennuiigen : franzosische (Ca COB) und deutsche (cao)
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Bucherschau.
Hiirtegrade (S. 37) Rucksicht genommen, alsdann J o d s c h w e f e l und
K o h l e n s u l f i d , dem wieder die 13esprechung einzelner S u 1 f o c a r b o n a t e beigsfiigt wurde.
IV. D i e C y a n g r u p p e : d i e o f f i e i n e l l e n c y a n w a s s e r s t o f f s L u r e h a 1 t i g e n W a s s e r , F e r r o c y a u k a 1i u m, F e r r o c y a n
und
C y a n z i n k , endlich das S e s f - und dau L o f f e l k r a u t o l . Bei der Erb-larung dcr Xusammensetzung des gclben und des rotben Illutlaugensalzcs
(S. 54) ninimt dcr Herr Verl‘asser beim ersteren znei-, bcim lotztern dreiwerthiges Eisen an. Dieser lctztcn Ausicht kann ich fur meine Person
nicht beistimmcn. Bus der Analogie dcr Alumiuiunivcrbindungen sind,
wir berechtigt, das P e in den Oxydsalzen als 4 wcrthig mzunchinen, und
lassen sich mit LIilfe dieser Annahme und unter Zuzichuug dcr Erlenmeyc r Claus’schcn duseinandersetzun#en die besagten Vcrbindungen ebenfalls sehr loicht vom 4 worthigen Ye atom ableiten.
V. V o m M e t h a n a b s t a m m e n d e K o h l e n w a s s e r s t o f f e ( P e t r o l e u m , B e n z i n und P a r a f f i n ) uud VI. d i e A l k o h o l g r u p p e .
I n dem lctztgemannten Abschnitte verdicnt vor Allcm die cniinent klare
Darlegung der Aetherbildungstheorie Erwiihnung. Hier werden auch die
G l y c e r i n s a l h c und die nicht offieinellen, jetzt abrr ofters gebrauchtcn
S a l p e t r i g s a u r e a m j l e s t e r , U r o m o f o r m , B r o m a l h y d r a t u. d. g.
abgehandelt.
VIL. A b s c h n i t t beschaftigt sich mit n i c h t a r o n i a t i s c h e n o r g a n i s c h c n S l u r e n , wobei Am c i s e n g c i s t , H o l z t h c e r , T h e c r w a s s e r , auch S a n t o n i n und das s a n t o n i n s a u r e N a t r i u n i ausfuhrlich
besprochen wurden.
VIII. F e t t , S e i f e und W a c h s , wobei naturlich auch die L i n i m e n t a und die P f l a s t e r mitbegriflen sind. Alle hierher gehorigen
Dinge sind so schiin erkliirt, Tic kaum in irgend cinem anderen jetirt
existirendon Lehrbuche der Chemie.
1X. A b s c h n i t t umfasst d i e K o h l e h y d r a t e . Gleich zu Anfang
desselben finden wir eine Tabellc, dio uns die Richtung des Rotationsvermogens dieser Stofe graphisch darstellt. An diescr Stclle sind auch die
offieinellen M e 1 d o p u r a t u m und S y r u p u s s i m p l e x , ebenso S c h i e s s b a u m w o l l e und C 011 o d i u m untergebracht.
X. G r u p p e d e r H a r z c , untcr anderen: G u t t a p e r c h a , K a u t s c h u k B e r n s t e i n , D r a c h e n b l u t (Guajaconsaure und das Guajacol.)
XC. G r u p p e d e s B e n z o l s . Die Theorie von dcr Structur des
Kakiile’schen Benzolriiiges, B e n z o l , P h e n o l und P h e n o l n a t r i u m ,
K r c o s o t , H e n z o G s a u r e , S a l i c y l - , G e r b - und G a l l u s s a u r e finden
hier griiudliche Bcsprechungen.
X U . A e t h c r i s c h e O e l e . I h r Vorkornmen, Gewinnung, Eigenscbaftrn , Zusanimcnsetznng , Verfalschungen und dercn Nachweis konnte
wohl in einem den atherischnn Oclen spcciell gewidmeten Werke kcine
entsprechcndere Heleuchtung finden. Den Sehluss dieses Capitels Lilden
die C a m p h e r a r t e n und die k i i n s t l i c h e D a r s t e l l u n g d e s C a m p h e r s . Bei der Resprechung der Campher -Structurforrnel hatten vielleicht auch die Armstrong’schen und Flanicki’schen Anschauuugen Bcriicksichtigung finden sollen.
XLII. Dieses letzte Capitel des 1. Thciles bespricht die o f f i c i n e l l e n A l k a l o i ’ d e und d e r e n S a l z c .
Auch wurden in demaelbeu das
C o f f c i n und das a t h e r i s c h e T h i e r o l untergebracht. Da z . B . im
Capitel V1. vielfach gebrauchten, jedoch nicht o!’fieinellen Vcrhindungen
grundliche Hcsprechungen zu Theil wurdcn, so hlittcn hier viellcicht dae
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-
,
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Biicherschau
Digitalin, die Alkaloi'dc dcr Calabarbohue und der Jaborandi Platz finden
sollen.
Der z we i t c Theil hcspricht in 30 Capiteln, wie schon oben angcdeutct wurde, die pharm.tccutisch wichtigcu anorganischen Verbiudungen als:
XIV. d n o r g a n i s c h o B a s e n u n d S u p c r o x y d e , bei deuen auch
das K a l k w a s s c r , A q u a p h a g u r l a e t i i n a f l a v a und n i g r a , A r s c n G e g c n g i f t uod 1 o s l i c h c s E i s e n h y d r o x y d (Ferr. oxydat. sacchar.
solubilc uriil Syrup. ferri oxydati solubilis) untergebracht und erschopfcnd
bcsprochen wurdcn.
Xi'. A n o r g a n i s c h e S i i i r e i i u n d S i u r e a n h y d r ide. Dicsrr
Abschuitt hringt auf 55 Seiteri einc mit Umsicht und gcdiegener Sachkenntniss abgel'asste Zusammcnstelluiig aller BU pharrnaceutischen Zwecken
gebrauchten anorganischcn Sauren. Ani ausfihrLichsten wurden die
S c h w c f e l s a i i r e , dic P h o s p h o r s a u r c n , die a r s c n i g e uud die
B o r s i i u r c bchandelt.
Die Capitel XVI. bis XXXIlI. hehandelii nach dcr Reihe die A m Inonium-, L i t h i u n i - , N a t r i u m - , K a l i u m - , C a l c i u m - , Haryurn-, Magiiesiulu-, Z i n k - , C a d m i u m - , K u p f e r - , S j l b c r - ,
G o 1d -, Q u e c k s i 1b e r -, 13 1c i -,W i s m u t h -, A n t i m o n -, A 1u m i n i u in und endlich dic E i s c n - S a l z c . So wie fast auf jeder Seite des ursten
Theiles dieses Werkes, so wird aucli dcr Leser in diesen Capiteln dic:
mauigfachsten betails finden, die ganz neu sind. Iici Gelegcnheit dcr
Besprevhung dcr Alkalien wird die S o d a f a b r i k a t i o n , das Leb1anc'sche Verfahrcn u n d aucli andere Methoden der Sodabereitnng , besondera
bcriicksicht.igt. In dem Abschuittc : Geschichto dcs Kochsalzes (S. 591)
ist ein Druckfebler zu berichtigen, namlich: die Salawerke von Wieliczka
und Bochnia, iistlich (und nicht west.lich) von Krakau.
Sorist konnten nur iusserst menige Druckfchler bemerkt werden,
cinige wenige vcrdruckte n oder u, ein oder zweimal fehlendes h bei den1
Worte Giihrung und endlich S. 618 kicht anstatt nicht.
Dcr lctztc XXXIV. Abschnitt (Anhang) enthalt k u r z e b i o g r a
p h i s c h e A n d c u t u n g e n i i b e r P h a r m a c c u t e n , C h e m i k e r u. s. w ,
w e l c h c i m T c x t e d c s B u c h e s g e n a n n t s i n d , ein kurzcr aber schr
willkornnieiirr Beitrag sur Gcschichte der Pharmacie.
In noch niherc Details einzugchen, hiessc etwas sehr Ucbcrllussiges
thun. Schon der riihmlichst bckannte Name des Herrn Verfassors wird
allgenicin ein giinstiges Urtheil fur dies Buch crwecken und es blicl)
dahcr n u r ubriy, dasselbc zu bcstatigcn. Ein jeder Fachmann, der auf
der lliihe dcr Wisseuschaft blciben will, wird dicses treffliche, r nit Inhaltsverzcicliniss und vollstiiudigeni alphahetischcn Register verschenc,
auch Busscrlich g u t ausjiestxttctc Werk , nicht cntbchrcn kiinnen. Es
durfte soinit gcnugeu, ihn durch vorstehcnde wenigc Zeilen auf dasselbc
hingewiesen zu haben.
-
Freiburg im Brg., d. 20. December 1878.
Dr. M. Bmin
IIallo, Buehdruelrerei des Waiaenhauaer.
B.
IPqmwiez.
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