close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Populre Spectralanalyse.

код для вставкиСкачать
RutinscYure oder Waifin.
233
B o c h l e d e r und H l a s i w e t z fanden sie in den
Kapern.
Ich stellte dieselbe (1851, wo ich sie inLondon vorlegte) aus der Waifa dar, and S t e i n bearbeitete (1853,
G e m .-phurm. Centralblatt, IS.193 u. 198) die unentwickelten Bluthen der Sophora japonica ebenfalla.
In den Bllttern des Buchweizene (PoZygonum Fugom r u m ) hat sie E d u s r d S c h u n k 1859 nachgewiesen.
(Cnem. Centralblatt, 1859. S. 911). Doch muss ich schlieeslich noch darsuf aufmerksam machen (um Irrungen zu
vermeiden), dass ee mir scheint, man habe die Waifa
mit den chineeischen aelbbeeren (chines. Gelbschoten,
den Fruchten der Gardenia rudicnm) verwechselt. Diese
Friichte enthalten bekanntlich einen sehr sch6nen gelben
Farbatoff, w e l c b r jedoch mit dem Waifin keinen Vergleich aushiilt, und ist bier u. A. O o t t l i e b (vergl. demen
Lehrbuch, 1859. Bd. 2. S. 490) offenbar im Irrthum.
PopnlEre Spectralsnalyae ;
von
Emil Heuer,
zur Zeit in Dresden.
Die qualitative Analyse durch Beobac,htung der Flammenspectren, deren Tragweite uns bis vor Kurzem fremd
gebliebene Elemente kennen lehrte, hat wohl niit Recht
das Interesse jedes Fachmannea erregt. Fur Mineralogen
ist sie von ganz besonders hohem Werthe, indem sie es
moglich macht, in der kurzesten Zcit m a Aufschluss
uber die Anwesenheit des einen oder andern Korpers in
der Natur vorkommender Gemenge von Alkalien, alkalischen Erden, Fluor- oder Broniverbindungen ctc. zu
geben. In Folge des hohen Preises der ihr dienenden
Apparate wurde indessen nur Wenigen Gelegenh eit geboten, durch eigene Anschauung sich von der uberraachenden Schiirfe der Methode, eelbet bei gleichzeitiger
Qegenwxrt von mehreren die Flamme f~rbendenElementen zu uberzeugen. Es wird deshnlb von allgemeinerem
234
Heuer,
Intereese sein, wenn ich die kurze Beecbreibung einee
Apparatee*) gebe, den Jeder sich mit einem Kostenaufwande vm wenigen Groschen leicht selbst herstellen kann,
und dessen Wirkungen nichta zu wiinschen iibrig laseen.
Aus den von Dr. S i m in 1 e r in Poggendorffs Anna!en (115. Bd. 2. u. 3. Stuck) unter Anwendung eines mit
Schwefelkohlenstoff gefullten Hohlpriemas, ohne Zuziehung
yon Fernrohren, lnitgetheilten Beobachtungen gebt hervor,
dass es nur auf die billige Elerstellung eines zweckdienlichen Hohlprismas ankommt.
Man verfahrt zu dem
Zwecke auf folgende Weise.
Drei gleich grosse Plattchen voii nicht zu starkem,
feblerfreiem Glase (Spiegelglas), etwa 2 I/2’* lang und 1
breit, werden mittelst schrnaler aufgeklebter Pnpierstreifen mit ihren Langsseiten unter einander verbunden, so
dam sie ein liingliohea, gleichseitigcs und gleichwinkliges
Prisma darstellen. Man macht nun aua kluflicher syrupsdicker Losung von Wasserglas und feingepulverter Kreide
einen dicklicken Brci nitd etreicht nit diesem im innern
die Beruhrungskanten der Glasplatten vorsichtig aus. Urn
es unten zu schliessen, tragt man auf eine Unterlsge von
Papier (die man spiiter wieder entfernen kann) Holz oder
Metall, etwas grosser als daa Prisma, eine einige Linien
etarke Schicht obigen.Kittes auf und driickt in dieee dss
eine offene Ende des Prisrnas ein und verstreicht ringsum
sorgfaltig die Beriihrungsflkchen, worauf man es in gelinder Wilrme austrocknet. Nach dem vollstandigen Trocknen iet der Kitt steinhart. Man hat jetzt nur noch ein
irn Innern geschwiirztes Rohr von Pappe von etwa 1 1 / ~ ’ #
Durchmesser darzustellen, dessen eines Ende offen bleibt,
das andere aber mit einem im I n n e n geschwarzten Deckel
einer runden Pappschachtel verschlossen wird. Aus der
Mitte des latzteren schneidet man mit einem Messer ein
*) Die Leietuogen dae hier zu beechreibenden Apparate f i r die
Spectralanalyee, 60 wie die Gseatherlampe etatt der Runsenecben Gaelampe werdeii gewise jeden Praktiker befricdigen,
wie ich aus rnehrfacher Anechauung bestiitigen und bezeugen
Dr. Meurer.
kann.
popul&e Speetmlanulyse.
235
ltlngliches Viereck heraus und k h b t ubar dieses durch
iibergelegte Papierbllnder zwei Streifen von dunnem Blech
mit scharfen glattenRtindern 80 neben einander auf, dam
nur ein feiner Spalt daewiechen bleibt. Auch k a m man
z w e c k m h i g den einen dcr Blechstreifen unter den Papierbandern verschiebbar lassen, um den Spalt nach Be€ieben enger und weiter machen zu kbnnen.
Die Liinge des Rohree B richtet eich nach der Schiirfe
des Augee des Beobachters; fiir kurzsichtige Augen macht
man es kiiner und schwankt dieselbe zwischen -1*/2 Fuse.
Je liinger, desto breiter erscheint aucb spiiter das Spectrum.
/
Vorstehende Zeichnung zeigt das Arrangement des
Apparats von oben gesehen. Auf einem Brettchen A wird
etwa in ciner Hohe von
das Rohr B so befestigt,
dam dcr bei a befindliche Schlitz aenlrrecht auf A steht.
Einen halben Lie ganzeh Fuss davor befindet sich die
LichtAanime, von welchcr die Strahlen durch u und B
bis zu dcm nun mit Schwefclkohlenstoff gefiillten und mit
einciii Dcckelchen bedeckten Prisma gelangen, hier bei
c ein und bei d mstreten, wo sich dem hart an die Kante
des Prisma gebrachten Auge dee Beobachters in der Richtung der austretenden Strahlen das Farbenbild darstellt.
Was nun die anzuwendende Flamme betrifi, so hat
man bisher etets die Bunsen'sche aasflamme als diejenige,
welche nachst der Wasserstoffgasflamme die geringste
eiqene Leuchtkraft besitzt, benutzt. In den gewohnlichcn
Versuchen, urn eich die Spectra verschiedener Elemente
vorzufiihren, kann man an ihrer Statt recht gut eine gewohnliche Spirituslampe, mit moglichst reinem starkem
Alkohol gespeist, anwenden, indem man den zu prufenden
KBrper mit etwas Salmaure befeuchtet in den dem Ap-
236
Hetrer,
partlte zugekehrten Saum der Flamme etwas unterhalb
dee Spaltes einfuhrt in dem Oehr eines Platin- oder Eiaendrahtes, welchen letzteren man zweckmlissig vor der Anwendung erst suf einen Moment gliihend werden libst, urn
anhiingenden, die Flamme farbenden Staub und Schmutz
zu entfernen.
Zu analytiachen Versuchen laset sich die Bunsen'sche
Gadamme, deren Anwendung durch Localverhaltnisee
bedingt und auch nicht Jedem zugiiuglich ist, durch eine
nachstehend construirte Lampe sehr zweckmiissig ersetzen.
Das Brennmaterial ist
ein Gemisch von Alkohol,
Aether und Terpentintil
(in dem Verhlltniss von
24 :1 :1) und in dem weithaleigen, mehr breiten als
hohen Glaee A enthslten, durch dessen zweimd
durchbohrten Kork ein
Blechrohr a, welchee den
runden Docht aufnimmt,
geeteckt ist, und durch
desaen Inneree das a l a s
oder auch Blechrohr b b
stmoephkische Luft zur
Flamme fuhrt. Der Docht
wird angeziindet und nun
ein koniecher Cylinder
von Eisenblech c dsriiber
geeturzt, dessen auf dern
Korke'stehender, an mehreren Stellen mit Ausschnitten vereehenersaum
auch durch dies0 noch
der Luft Zutritt geetattet.
Die Flamme zieht eich
nun bis iiber den Come
c, indem die auf dem
populLlre Spectralanalye.
237
Docht sich verfluchtigenden brennbwen Gase bier, mit
binreichender Menge Luft gemengt, verbrennen- und einen
kaum geflirbten mattblauen Flammenkegel von bideutender Heizkraf? darstellt. Hat man die Lampe langere Zeit
unbenutzt steben lassen, so tritt hitufig derFall ein, daas
sie beim darauf folgenden Versuche zu stark leuchtet ;
es hatte sich dann Alkohol und Aether zu vie1 verfliichtigt und das Qemisch zu terpentinijlhaltig zuriickgelassen ;
man verbessert es dann wieder durchzueatz einer neuen
Menge Weingeist; man muss auch nach dem Gebrauch
iiber den Docht eine Qlas- oder Blechkappe stiirzen.
Die Operationen selbst stellt man in einem moglichat
verdunkelten Locale an, thut auch gut, die Seite f des
Prismas mit dunklem Papier zu bekleben.
Urn aus den eigenen Versuchen Nutzen zu ziehen,
muss man sich genau mit den verschiedenen Farbenbildern vertraut machen, besonders m f die Lage der hellen
Linien zu einander achten. Am instructivsten sind die
bei L e n o i r in Wien erschienenen, so wie die in Poggendorff's Annalen (Jahrgang 1860 u. 1861) gegebenen
Spectraltafeln, welche mit iiberraschender Sorgfalt dargestellt sind. In Ermangelung dieser mogen folgende
Zeilkn einen Anhaltepunct fiir eigene Versucbe geben.
Das Sonnenlicht, so wie das Licht einer Kerze, zeigt
u n s im Prisma die sieben complementiiren Farben des
Regenbogens, das Roth rechts, das Violett links bei der
Aufstellung des 'Apparats, wie in obiger Zeichnung. Setzt
man jedoch das Prisma so, dam die Seite f desselben
nicht nach unten, sondern nach oben gerichtet ist, d die
einfallenden Strahlen aufnimmt und man bei c hineinsight in der Richtung nach A zu, so erscheint das Roth
linker und das Violett rechter Hand. Die Chlorverbindungen eignen sich am besten zu den Versuchen, weil
sie die fliichtigsten Rind. Bringt man also nun Chlornatrium in den Saum der Flamme, so erscheiut eine belle
gelbe Linie, die aber auch fast fortwahrend zu sehen ist,
da jedes Stiiubchen, welches sich der Flamme nlihert,
938
Heuet, p o p l a r e Spectralanalpe.
KochsaIz enthslt, wahreod die tibrigen Farbentone fast
verloschen. Bei Anwendung von Chlorkalium sieht man
im gumersten Roth eine feine rothe, im Luseersten Violett eine helle violette Linie auftreten, wlihrend die iibrigen Farbentone ziemlich continuirlich bleiben; Chlorlithium llest zwischen der rothen des Kaliums und der
Natriumlinie eine gliinzendrothe, Chlorcalcium eine rothe,
eine breite orange und eben solche grtine, sammtlich
nahe der Natriumlinie, erscheinen. Strontium erzeugt
mehrere rothe, eine orange und im blauen Felde zugleich
eine hellblsue; Beryum drei rothe, eine orange und sechs
griine .
Von den beiden neu erkannten Alkalimetallen erzeugt
Rubidium zwei rothe, noch hinter der Kaliumlinie, und
auf der Grenze zwischen Blau und Violett zwei violette;
das Cilsium eine elbe zwiechen Roth und Gelb und zwei
blaue Linien in er Niihe der des Strontiums. Bei allen
dieeen KBrpern werden die Fclder dee Violett und Blau
sehr lichtachwach, so wie ebenfalls daa griine, gelbe,
orange und rothe Feld, mit Ausnahme der oben angegebenen hellen Linien, dunkel erecheinen. Folgende Elemente laesen die Farbentone nicht SO vollstiindig verBchwinden, zeigen aber in denaelben folgende Linien :
Selen oder ein Selenmetall dunkle, gleich weit von
einander entfernte Linien vom Griin bis zum iius8ersten
Violett; BoreLure, eelbst in kleiner Menge, auch als Borax mit etwae SalzeLure befeuchtet angewendet, zwei helle
im grunen und zwei im blauen Felde, welche letztere
beiden 'edoch nur bei grBseeren Mengen sichtbar werden. dangan vier helle im Qriin, eine im Violett; Wism u d mehrete feine rothe md eben aolche blaue; Blei
helle Linien in jedem Farbentone ; Fluorverbindungen
im griinen eine hellblaue Linie (bei Anwendun von
Fluorcalcium neben der griinen Calciumlinie). bupfer
erheugt dae prachtvollate Farbenbild, mit ausserordentlich brillanten Linien, zwiechen Qelb und Griiu jedoch
und im Violett einen dunkeln Zwischenraum lassend, der
such bei geringen Mengen noch charakterietisch ist.
Ee ist a& erleichfernd und instructiv, wenn man
eelbst sich einige Ferbenbilder nach eigener Anschauung
nu aeiohnen vereucht. Die Lage der Liriien zu einander
wird eehr deutlioh, wenn man mebrere Ksrper zugleich
suf einem oder verochiedenen Drahten in die F l a m e
fiihrt.
%
-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
288 Кб
Теги
spectralanalyse, populre
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа