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PrUfung verflschter therischer Oele.

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4 v;
pl’iifung rerfblscliter hlherischer Oele
Pciifirng verfalscbter atlrerischer Oele.
Zell e r lheilt die Resullnte seiner Versuche uber die
Ermittelung der Verfalschungen der atherischen Oele in
Folgendem mit.
a) Prufung ruF eine VerTalsrhung mi%fetten Oelen.
Uiebe Verfalschungart ist wohl die am sellensten vor-
kommende, denn sie kaon nur hei dickfliissigen und specifisch schweren Oelen statt Bnden, da sie bei diinniliissigen sich leicht von seibst verrathen wiirde. Die
gewijbnlichste und alteste Priifungsmethode ist die, dass
inaii einige Tropfen des verdachligen Oels auf Pitpier traufelt und letzteres bis zur Verdunstung des flusfigen Oels
gelinde erwarml ; blsibt ein durchscheinender Flecken
zuriick, so verrath derselbe das fette Oel. Diese Probe
i s t zwar bei grosseren Zusatzen entscheidend, bei einem
kleinen Fettgehalt kann sie dennoch trugen, vorzijglich bpi
alteren und harzhaltioen Oelen. In solchen Fallen, in
denen iiicht ein d e d c h e s Durchscheinen den Fell fleck
von detn Barzfleck unterscheidet, lasst sic+ die Frage durch
Alkohol liisen. Wird namlich der Harzflecken mit Alkohol
betraufdt und das Papier wierler erwarmt, so verwischt
er sich oder verschwindet ganz, wahrend der Flecken
vom gleiclien aber Fetl enthaltenden Oele in seiner Form
und Begrenzung unverandert bleibt
Bei solchen Oelen. welcke sich leicht in Alkohol auflosen, kundigt sich solcher Zusatz durch trbbe, unvollsthndige Losuns an; dicse Alhoholprobe hat aber noch den
besonderen Werth, dass durch sie zusleich auch der Zusatz
quanlitativ bestimmt werden kann. Wird das verdachtige
Oel m i l 3-4 Theilzn Alkohol von 084-0,85 eine Zeitlang
geschuttelt und dann der Rulie iiberlassen, so scheidet
sich das fetle Oel von der alkoholischen Losung des atherischen und kann leicht abgesondert und gewo en werden.
Bei Oelen, welche in obigem Verhaltnisse von A1 ohol nicht
loslich sind, muss dasselbe erhoht und nach ihren Loslicbkeitsgraden regulirt werden. Bei Oelen, welche schwerer sind als Wasser, kann das fette Oel schon durch Iangeres SchIitteln init Wasser und Erwarmen theilweise
getrennt und auf dem Wasser schwirnmend erkannt werden. In diesem Palle wird auch schon das geringere spec.
Gewicht den Beisatz eines fetten Oeles andeuten, da die
Eigenschwere der letzteren fast durchgangig zwischen 0,91
und 0,94 fallt. Ricinusol dagegen wurde sich nur durch
den Fettfleck. wie auch durch Destillation einer kleinen
Probe mit Wasser erkennen lassen.
1
PriLfutig ver/iids'lscIder ldhcrischev O d e .
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Auf dern einfachsten und naturlichen Wege wii.d sich
noch das f'eue Oel durch Verfluchtigung d es ii I, 11 e r i s ch e n
a I s R u ck s t,a n d zu erkennen geben, dcr auch in kleinen
Quantitaten, oder bei Veronreinigung [nit Harz, beim Cluhen durch den ubeln Geruch des verbrennenden Feites zu
erkennen sein durfte.
b) Priifuog auf einen Gehalt n n Alkohol.
Bei den dunnflussigen Oelen durftc diese Verfalschung
wohl die am hiiufigsten vorkommende sein. Die Bestimniung des spec. Gew. kann schon in den meistcn LiBllen
auf den Verdacht eines Zusatzes von Alkoliol fiiliren Es
wird in diesern Faile in rler ReSel gerinFer sein, als im'
uormalen Zustande. Die leichteste und ernfachste Art., em
mit Alliohol vcrfalschtes iit.herisches Ocl zu prufen, ist,
dass man dem verdachtigen Oele einige Tropfen Wasser
odcr fettes Oel zusetzt. Schon ein einziger TroIifen Wasser bringt in einer kleineren Probe Trubung hervor, intlem
er sich mit dem Alkohol verbindet und durch Schwachung
seiner losentfen Kraft die Mischung durch Ausscheidi~ng
der gelosten Oeltheile trubt. Aehnlich verhiilt sich das
fette Ciel, das gleichfalls sogleich cinc Trubung veranlasst ;
blcibt die Rlischung klar, so isl na~iirlich kein Alkohol
vorhanden.
Bcide hlittel konnen auch zur quantitativen lkstimrnung des Alkoholgehalls dicnen. Auch Kolium wird als
Prufungsniittel auf Alkohol crnpfohlen, was aher wegen
seiner Kostspieligkeit und seiner Unsicherhcit weniger anwendbar sein wiirdc.
Mehrerc andere Reagenlicn dienon gleichzeitig auch
durch die Veriinderungen, wclche illre Reactionen melir
oder weniger bci solchen verfAlschten Oelen erleidcn, als
Anzeichen auf den Alkoholgchalt. Dahin gehijrt hesonders das Sandclholzroth, das von Alkohol sehr leiclit mit
schneller Fiirbung aufgelost w i d . Vorzuglich bei 01. latwidul, OI. citri, 01. aicrnnt nnd anclern derarligen Oelen
19sst sich ein Alkohol~ehaltleicht an der schnclleren Farbung dtirch Sandelrot% erltcnnen.
Bei der Jodrcaction muss ein Alkoholgehall auch nothwendig die Energie der fulminirenden und iiberhaupt kraftig rea irenden Oele schwiichcn. So z. B. zeigt die zweile
alkohofsche Qualitat des im Handel vorkommenden Lavendelols keine Fulmination; wahrend das rcine beste Oel
sehr lebhaft fulminirt. Bei den schwach auf das Jod einwickenden Oelen wird ein Alkoholgehalt dagegen die Lix-
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Prufung verfalschter iiilherischer Oele.
lichkeit des Jods nicht nur beschleunigen, sondem auch
weichere und fllissigere Ruckslbnde veranlassen.
Auch bei den Reactionen der Salpetersaure schwach t
ein Alkoholgehalt sowohl die Energie der Aufeinanderwirkunp, die dann gelinder oder erst bei langerem Erhitzen
eintritt, als auch die Intensitat der dunkleren Fiirhungen,
so wie die Consistenz der harzigen Ruckstande.
Bei den Proben mit der schwefelsauren Liisung des
chromsauren Kalis verliert das damit geschuttelte Oel,
wenn es alkoholarti~ist, merklicli am Volumen und die Farbe
der Salzlosung dunltelt rascher und starker, unler Aufnahme
von mehr Grun. In der geisligen Lijsung von kaustischem
Kali losen sich die alkoholhalligen Oele leichler und die
im norrnalen Zustande daliei dunkel gefarbten erscheinen
blasser.
c)
Priifung auf eioen Terpentindl -Gehalt.
Diese Verfalschung lasst sich schon bei Iangsamem
Verdunsten in geliiider Warrne durch den Geruch entdecken, auch ein damit getranktes urrd angezundetes Stuch
Payier wird in dem beim Ausblasen hervortretenden Gcruch ebenfalls das Terpentinartige desselben zeigen. Dunnere Consistenz und geringercs spec. Gewichl sind gewohnlich im Geleit dieser Verfalschung. In sehr vielen Fallen
wird das Jod dassclbe verralhcn, nhmlich Lei allen denjenigen Oelen, welche eine schwiichere Reactioii zeigeii,
indem seine stark fulminirende Eigenschaft auch hei geringem Zusatz die Temperatur steigern und Dkmpfe-Entwickelung hervorrufen oder steigern wird, dabei wird auch
der unangenehm brenzliche Geruch, der dem Rhckstandc
von der Jodreaction des Terpentinols eigen ist, aus dern
meist nicht modificirten oder balsamisch - sauerlicheu des
achten Oels heraustreten. Letzteres Kennzeichen wurdc
besonders fur die gleichfalls stark auf Jod reagirendcn
u n d fulminirenden Oelc gelten, welche dagegen keinc
widrigen brenzlichm Geruche in ihren Ruckstanden zeiSen, wie; 01. rnacidis, neroli, citri, aurant., lavendul, ori9an. u d g , copaiu., cardarn , rneliss.. mcr'oran. Bei der Pruhung mit Sal etersaure wurden solche ele. welche dunkle
Farben durc dieselbe annehmen , bei Terpentinoigehalt
blasser erscheinen ; bcsonders aber durfte die Farbung
der Salpetersaure, wie sic in gleicher Arb nur no& beim
Wacholderol vorkommt, darauf fuhren ; dieselbe, die anfangs ungefarbt hlcibt, nimmt namlicb bei starkerem Erhitzen. kurz vor dem Eintritt der heftigen Reaction, eine
tief-gelbrothe Farbc an, welche auch bei der Vermisahun5
\
d
PI ujioty ueijakchler atherwcher O d e .
I99
niit andern Oeleu daruni noch hervortreten durftc, wed
diese gewohnlich nur gelb gefarht werden, ouf jeneni letz
ten Stadium vor der lebhafteren Aufeinanderwirkun
Die Schwerloslichkeit des Terpcnhols in A kohok
durfte auch in manchen Fallen zur Entdcckung ftihren,
und wenn leichtlosliche Oele mil 2 - 3 Theilen gewohnlicbem Alkohol geschuttelt werden, so wird sich das nur
in 40-42
Theilen losliche Terpentinol gro3stentheil.s ausscheiden.
Diese Schwerlijslichkeit giebt sich auch bei der Probe
mit kaustischem, in Alkohol gelostem Kali zu erkennen,
wobei zugleich die sehr schwache Firhung, wenn die
Verfalwhung bei Oelen von entgegengeselzter Eigenschaft
stalt findet, Fingerzeige gehen wirct.
Ein ahnliches indifferentes Verhalten gegcn Terpentin01 zeigt auch die schwefelsaure Losung des ahrotnsauren
Kalis.
f
d) Prtlfong auf C i t r o n e d .
Eine Verfalschung mit diesem Oele wurde sich schon
durch den Geruch kund gehen, urid i n den meisten andern
Higenschaften und Reactionen congruirt d i e m sauerstofffreie Oel mit dem Terpentinol, wird also aucb wie dieses
durch dieselben erkannt wertlen, besonders an der hraftig
mit Jod fulrninirenden Eigenschaft und seiner Schwerlos
lichbeit in Alkohol.
e ) Prufung auf 01. petrae alb.
Verfalschung lasst sich am wenigstcn
Diese
erwarlen,
und es durfte nicht schwer sein, dieselbe zu entdecken,
da das 01 petrae alb. dwrch viele vorzugliche, wenn auch
negative Eigenschafien sich auszeichnet, denn sein allgemeiner Charakter liegt in dem Indi-LFerentismus gegen die
meisten Reagentien Vom Joci farbt cs sich nur rothlich,
indem es dasselbe langsam in eine harzige Masse vcrwandclt, ohne Warme- und Dampf-Entwickelung Salpetersaure aussert weder farbende , noch sonst verandernde
Einwirkung ; auch gegen kaustisches und chrorrisaures Kali
verhalt es sich ganz indifferent, zudem werden auch seine
Schwerloslichkeit und der starke eigcnthdrnliche Geruch
dasselbe leicht vcrralhen, so wic sein sehr geringes specifisches Gewichl.
( F o r t se t z u 11 g
fol gt.)
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