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Real-Encyclopdie der gesammten Pharmacie. Handwrterbuch fUr Apotheker Aerzte und Medicinalbeamte herausgegeben von Prof Dr. Geissler und Prof. Dr. Mller. Verlag von Urban und Schwarzenberg. Wien und Leipzig. 1887

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Constitution des InOSitS. - Biicherschau.
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Die Constitution des Inosits ist yon M a q u e n n e studirt worden, welcher zeigte , dass dioser Korper als ein Hexahydrooxybenzin anzusehen sei.
Man kann ihn in Folge dessen betrachten entweder als ein Additionsproduct
des Hexaphenols oder als einen dem Mannit nahestehenden Alkohol. Seine
Derivate gestatten. zwischen diesen beiden Moglichkeiten eine Entscheidung
zu treffen, nnd zwar lrann aus dem Studium des Hexaacetinosits und des
Hcxanitroinosits geschlossen werden , dass der Inosit ein voni Hexamethylen
derivirender sechsatomiger Alkohol mit offener Kette und keiu Polyphenol
ist. (Ac. cle sc. p . Jourta. Phawn. Chim. 1887, T.X Y I , p . 325.)
Dr. G. V.
C. Biicherschau.
-
Real Encyclopildie der gesammten Pharmaoie. Handworterbuch fur
Apotheker, Aerzte und Medicinalbeamte, herausgegeben von Prof Dr. G e i s s l e r und Prof. Dr. M o l l e r . Terlag von Urban und Schwarzenberg. Wien
und Leipzig. 1887.
Wenige der pharmaceutischen Literatur angehorende Werke haben SO
zahlreiche und ausgedehnte Bespreehungeo erfahren, wie diese Real-Encyclopadie, deren vierter Band mit den sooben erschienenen Lieferungen 46
bis 49 begonnen hat. Wohl jedes Fach, welches auf den Charakter einer
wissenschaftlichen Disciplin Anspruch erheben darf , besitzt heute sein .Fachlexicon, und so konnte es nicht befremden, dass diesem pharmaceutischen
Handworterbuch schon voin Anfange seines Erscheiuens warme Syinpathien
von allen Seiten aus Faohkreisen entgegengebracht wurden. Wenn seither dio
Eritik sich fortgesetzt und man kann wohl sagen in durchweg wohlwollcnder
und anerkennender Weise mit den1 jungen Unternehmen beschiiftigt hat , SO
zeugt dieses mehr als alles andcre von dein lebhaften Interesse, welches wissenschaftliche und praktische Fachmanner demselben zuwenden, sowie von dct
Bedeutung, welche sie ihm beimessen. Es kann heute, nachdem drei stattliche Blnde des Werkes vollendet vor uns stehen, keinem Zweifel mcLr
untcrliegen, dass die Werthschatzung dieses Werkrs nicht nus wahrend scines ferneren Erscheinens , sondern noch mehr nach seiner ganzlichen vollcndung und in spateren Zoiten sich steigern und die Erkenntniss sich Bahn
brechen wird, dass man in ihm einen gar nicht zu uberschatzenden Kern
nnd Mittelpunkt einer guten pharmaceutischen Fachbibliothek besitzt.
Man redet und schreibt seit dahr und Tag daruber, wie dem Anseheii
des pharmaceutischen Berufes und des Apothekerstandes nach aussen hin
geniitzt , wie seine Geltung erlioht werden konne bei den Mannern der reinen
Wissenschaft. Hier kommen die Einen, und es sind trotz allen iiher sio
crgossenen Spottes nicht die Schlechtesten , und drangen auf erhohte allgemeine und wissenschaftliche Pachbildung , wahrend dio Arideren von einer
Art Staatsbeamtenstellung des Apothekers alles Heil in der bezeichneten
Richtung erwarten. Da thun sich weit ab vom Streite, der noch nicht geendet hat und wohl auch nicht so bald enden wird, in der Stille ihres Arbeitszimmers zwei Miinner zusammen zu einer T h a t . Geissler, und Moller
erkennen, dam, wer in der wissenschaftlichen Welt etwas gelten will, vor
allem auch etwas leisten m u m Sie sehen in der Bibliothek des Arztes als
eine Art Ton Grundpfeiler das Handworterbuch der gesammten Medicin, welchem die Pharmacie bislang nichts Aehnliches zur Seite zu stellen hat.
Etwas Ebenburtiges in’s Leben zu rufen, wird ihr Ehrgeiz. Mit rastloseni
Eifer gehen sie an die Arbeit, auniiehst Yitarbeiter suehend und fiudend zu
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Biicherschau.
einem Unternehmen, fur welches die Schultern Weniger zu schwach sind.
Eine stattliche Schaar von Fachmannern verschiedener Disciplinen, darunter
zahlreiche Namen von bestem Klange, stellte sich in den Dienst der guten
Sache, und so entstand und entsteht noch taglich die Real-Encyclopadie der
Pharmacie, deren blosse Existenz in ihrem stattlichen Gewande und mit
ihrem grossartig und weit angelegten Plane dem Ansehen der Pharmacie
schon heute mehr genutzt hat, als alle noch so gut gemeinten und wohlbegrundeten Erorterungen uber die Einfuhrung des obligatorischen Maturitatsexamens fur den in die Lehre tretenden jungen Pharmaceuten.
Das Sein geht aber iiber den Bchein, konnte da manch' Einer sagen,
um die Meinung auszudrucken, dass der Vortheil und das Verdienst, die
wissenschaftliche Pharmacie nach aussenhin glanzend zu vertreten , an und
fur sich nicht genugen, um zur Anschaffung eines solchen iinmerhin nicht
ganz wohlfeilen Werkes zu bestimmen, sondern dass das letztere auch dem
Besitzer namhafte Vortheile gewahren nnd Aufschlusse bieten musse, nach
welcheu er sich in seinen sonstigen Fachwerken vergeblich umsieht. Nun.
auch in dieser Richtung ertragt die Real - Encyclopadie eine genaue Prufung
sehr gut. War es schon an und fur sich wahrscheinlich, dass bei einer so
grossen Auswahl von Vertretern der Specialfiicher es nicht schwer fallen
werde, unter den Mitarbeitern fur jeden einzelnen Artikel den richtigen Mann
herauszufinden , so sind die berechtigten Erwartungen in dieser Richtung
nicht nur erfullt, sondern insofern noch ubertroffen worden, a h eine Anzahl
von Mitarbeitern sich nicht damit begnugte, Bekanntes in die geeignete Form
zu bringen, sondern die neuesten Ergebnisse ihrer eigenen wissenschaftlichen
Forschungen hier zuerst mittheilte, so dass in Einzelnem die Real - Encyclopadie selbst der Tagesfachliteratur voraus ist. Besonders ist zwischen don
Chemikern und Pharmakognosten von Fach eine Art von edlem Wettstreit
entstanden, wer es dem anderen an Gediegenheit der Leistung zuvorthue, und
wenn auch hierbei der eine oder andere besonders wichtige Gegenstand eine
etwas ausfuhrlichere Behandlung erfahren hat, als man sie vielleicht sonst
in einem Handworterbuch erwarten darf , so kommt das der Brauchbarkeit
des ganzen Werkes nus zu statten. Dasselbe hat vor manchen anderen Lieferungswerken auch den nicht zu unterschatzenden Vorzug, das eben in
Folge der rein alphabetischen Anordnung des Stoffes jede neue Lieferung
sofort gebrauchsfertig ist und man nicht wie wohl sonst auf das ja in der
Regel erst mit dem Schlussheft erscheinende Register zu warten hat.
Ueber die Zahl der Einzelartikel oder, was dasselbe heisst, der einzelnen Dinge, iiber welche man sich in dem Werke Auskunft holen kann, ist
schon vor einiger Zeit im Archiv gelegentlich der Besprechung eines anderen
Werkes die Andeutung gemacht worden, dass dieselbe jene der mit der RealEncyclopadie vielleicht in einem gewissen Sinne in Concnrrenz tretenden
Werke etwa um das Zehnfache iibertrifft. was nicht iiberraschen kann, wenn
man weiss. dass u. A. auch die Mebrzahl der medicinischen Kunstausdrucke
eine Berucksichtigung in Form kurzer Erlrlarungen gefunden hat und Mineralquellen zu vielen Hunderten aufgefiihrt sind, ebenso Geheimmittel und Specialitaten.
Die jungst erschienenen vier Liefernngen gehen von ,,Em e ti n (' bis
, , E x t r a c t u r n Lupuli". Hervorragende Artikel sind diejenigen iiber ,,die
E m p f i n d l ic h k e i t d e r R e a c t i on e n " von Schneider , uber ,,E n a r gi e "
von Ganswindt, , , E n t f e t t u n g " , , , E n z y m e " und besonders , , E r n a h r u n g " von Labisch, , , E x p l o s i v s t o f f e " von Ehrenberg, und last not
least die meisterhaft durchgefuhrte und mit zahlreichen Abbildungen von Extractionsapparaten geschmuckte Abhandluug uber , , E x t r a c t a ", deren Verfasser zwar noch nicht zu ersehen ist, da sie in der neuesten Lieferung noch
nicht ganz zu Ende gediehen ist, sondern an der oben bezeichneten Stelle
abbricht, in dem man aber angesichts der geradezu klassischen Behandlung
des allgemeinen Theils wohl ohne Gefahr eines Irrthums H i r s c h .wird vermuthen diirfen.
Bucherschau.
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Noch moge es gestattet sein, auf eine Prage zu antworten, welche sich
wohl Manchem aufdrangen wird. Muss ein Werk wie das vorliegende nicht
in manchen Theilen schon nacli verhaltnissmassig kurzer Zeit veralten und
dann sehr an Werth verlieren, wenn nicht Supplementbande von Zeit zu
Zeit nachfolgen? Ob letzteres beabsichtigt ist, steht dahin, nothwendig durfte
es nicht werden, denn was heute uber alle die zahllosen, in der Real-Encyclopadie aufgenommenen Gegenstande bekannt ist , das findet sich darin verzeichnet, wahrend wir fur alles, was jedes neue Jahr dem pharmaceutischen
Wissensschatze im weitesten Sinne hinzufugt, ja langst eine gediegene, aber
noch lange nicht in ihrem vollen Werthe gewurdigte periodische Publication
in dem seit Jahren von B eck u r t s trefflich redigirten ?, Jahresberichte der
Pharmacie, Pharmakognosie und Toxikologie" besitzen. Es ist geradezu unmoglich, dass ein Pharmaceut iiber eine sein Fach direct oder indirect
beriihrende Frage im Zweifel bleibt, wenn er in1 Besitze der Real-Encyclopadie ist und hieran alljahrlich den soeben erwahnten Jahresbericht reiht.
Heute aber ist die Real-Encyclopadie in dor That das, was ihr Name sagt,
eine Zusammenfassung des gesammten pharmaceutischen Wissens der Gegenwart in einer fur den praktischen Gebrauch ausserst zweckmassigen Form
und in einem Gewande , welches Dank der Leistungsfahigkeit der Verlagsfirma dem Benutzer zur Freude und der Ribliothek zum Schmucke gereicht.
Dr. VwZpius.
Heidelb erg.
Repetitorium der Chemie von Dr. C a r l A r n o l d . Z w e i t e Auflage.
Verlag von Leopold Voss, Hamburg und Leipzig. 1887.
Es ist allemal ein besonderes Vergnugen fur einen Recensenten und er
empfindet eine Genugthuung, wenn die Meinung, welche er uber einen neu
auftauchenden Autor und sein Werk ausgesprochen hat, von dem Fachpublikum getheilt wird. Dieser Fall scheint nun fur das vorliegende Werk und
seinen Verfasser zuzutreffen, denn sonst ware es nicht denkbar, dass in so
kurzer Frist von zwei Jahren eine zweite Auflage nothig geworden ware.
Die damalige Aeusserung des Schreibers auch dieser Zeilen, ,,dieses Repetitorium werde voraussichtlich ein dauernd bevorzugtes Taschenbuch der
pharmaceutischen Welt werden hat sich somit vollkommen bestatigt. Es
kann dieses auch nicht befremden, denn mit der besonderen Berucksichtigung
der Bedurfnisse der Mediciner und Pharmaceuten hat der Verfasser uberall
den Nagel richtig auf den Kopf getroffen. Dass die Pharmaceuten in dem
Buche das erhielten, was sie brauchen und was sonst fehlte, unterlag bei
mir yon vornherein keinem Zweifel, inzwischen habe ich aber auch die directe
Wahrnehmnng gemacht, dass junge Mediciner sich bei ihrer Vorbereitung
auf das naturwissenschaftliche Vorexamen , das sogenannte Physicum, gleichfalls mit Vorliebe und Vortheil des Arnold'schen Repetitoriums bedienen und
dessen Zweckmassigkeit nicht genug riihmen konnen.
Es liegt in der Natur der Sache, dass von erheblichen Aenderungen
der zweiten Auflage gegenuber der ersten angesichts der kurzen Zwischenzeit
ihres Erscheinens nicht die Rede sein konnte, doch ist den inzwischen erfolgten Fortschritten der Chemie gewissenhaft Rechnung getragen und insbesondere auch fur Einreihung neu i n arzneilichen Gebrauch gezogener Chemikalien gesorgt worden.
Moge der Verfasser nicht miide werden, regelmassig neue Auflagen seines Repetitoriums zu veranstalten und so die Vortheile, die ihm als Vorstand
des chemischen Instituts an der thierarztlichen Hochschule in Hannover bezuglich gleichzeitiger Fiihlung rnit Theorie und Praxis erwachsen, fiir die
weitesten Fachkreise fortdauernd nutzbar zu machen.
Heidelberg.
Dr. VwZpius.
'I,
Compendium der praktischen Toxikologie zum Gebrauche fiir praktische Aerzte und Studirende auf Grundlage des .Lehrbuchs der praktischen
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