close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

SelbstentzUndung des Heues.

код для вставкиСкачать
344
Priifung v. Schmiorolen.
-
Selbetentztndung dea Heues.
sung. Urn zu fiirben, giesst man in die mit Wasser gefiillte
Fiirbekiipe eine gewisse Menge der erhaltenen Indigolosung.
Das Farben der Baumwolle geschieht kalt, das Farben dcr
Wolle in gelinder Warme. Diese Kiipe liefert nach Schiitzenberger und Lalande achtere und reinere Farben, als die bisherigen Kupen, und kann man durch sie auch leicht sehr helle
blaue Griinde auf Wolle erhalten, ohne das wenig achte Indigkarmin anwenden zu miissen. (Bulletin de la Socidtt! chiinique de Pan's IXX.p . 7 ; polytechn. Cmtralbl. 1873, p . 1038;
Uinglers polyt. Jeurn. Bd. E I X . p . 446.).
35.
Prlifung von SchmierOlen.
I n neuerer Zeit kommen haufig bei Schmier- und Mawhinenolen Verfals ungen mit Mineral - und Kohlenolen vor.
Bis jetzt war das IPohlenol durch seinen eigenthumlichen Geruch und Farbe leicht im Olivenole zu erkennen, doch so11
irach dem American Chimist neuerdings aus Schottland ein
zur Verfdlschung des Olivenols besonders praparirtes Kohlenol
in grosser Menge eingefuhrt werden , welches ohm eigenhumlichen Geruch, Geschmack und Farbe, und auch anniihernd dasselbe spec. Gew. wie das Olivenol haben SOU, sich
also zur Verfalschung desselben vorziiglich eignet. Dicees
Kohlen - oder Mineral01 kann nun durch seine Unverseifbarkeit
:ruf folgende Weise nachgewiesen werden. Man kocht das
zu untersuchende Oel mit Aetznatron , bis es verseift i R t ,
tlanipft die gewonnene Seife im Wasserbade ein und behandelt den Riickstand mit Aether. Die Seife von reinem Oele
ist unloslich, wahrend daR etwa vorhandene Kohlenol sich
lost. (Deutsche Ind.-Zeit. 1872, 504. Chent. Centralbl. 3. Folge.
4. Jahrg. 255.).
Kr.
Selbstentziindung des Henea.
L. A. Biic h n e r gab folgendes Gutachten ab: ,,Es ist wohl
crwiescn, dass IIeu oder Grumniet, wenn es, was in nassen Jahrgiingen gewohnlich der Fall ist, nicht gehorig getrocknet,
also zu feucht eingebracht und zu grosseren Haufen geschichLet aufbewahrt wird, unter dem Einflusse der Luft eine Art
Gahrung erleidet und hierbei braun wird; ferner ist es Thatsache, dass bei dieser Selbstzersetzung eine bedeutende Menge
Wiirine entwickelt wird, oft so viel, dass das Hen zu rauchen
oder zu danipfen anfangt und ein in den Haufen gesteclrter
Salbatentziindung des Heuea.
3G
Arm die Hitze nicht lange zu ertragen vermag. - Wenn
nun eine freiwillige Zersetzung feuchten Henes und ale Folgo
derselben eine bedeutende Warme - Entwickelung als wohl
constatirt angenommen werden muss, so lasst sich auch denken, dam, wenn der grosste Theil des im Futter enthaltenen
Wassers verdampft ist, durch fortgesetzte Sauerstoffanziehung
und Verwesung unter besondars giinstigen Redingungen die
Hitze bis zur Entflammung gesteigert werden konne. Es
lasst sich nemlich denken, dass bei erwahn ter, fortschreitender
Zersetzung das Heu eine Art Verkohlung erleide und dass
die auf solche Weise gebildete kohlige Blasse, ahnlich mancher andern Kohle, oder auch ahnlich mancher mit feinzertheiltem Schwefelkies gemengtor Steinkohle oder Braunkohle,
vermoge grosser Porositat und eingemengter , zur raschen
Sauerstoffansiehung und Oxydation geneigten Stoffe die
Eigenschaften einos Pyrophors erhielte , bei gehorigem Zutritt
von Luft, diese rasch auf ibrer Oberflache in so hohem Grade
zu verdichten, dass dadurch die Masse ins Gliihen kommt
und dadurch verbrennt.
Vom theoretisch - wissenschsftlichen Standpunkte aus
erscheint es also nicht unmoglich, dass eine Selbstentzundung
des Heiies stattfinde, wesshalb eine derartige Frage nicbt
verneint werden kann.
Gleichwohl wird von gelehrten
Landwirthen die Frage der fielbstentziindbarkeit feucht eingebrachten Heues noch immer als eine offene betracbtet und
zwar wohl aus dem Grunde, weil die Falle von Heubrand,
die man einer Selbstzersetzung zuschreiben konnte, verhaltnissmiiesig doch nur selten sind und weil, wenn nicht bri
allen, doch bei den meisten die Moglichkeit, dass die Entziindung durch eine aussere Veranlassung batte entstehen konnen, keineswegs auegeschlossen ist. Was die Frage betrifft, welche ausseren, in der Witterung oder in den lokalen Verhaltnissen liegende Ursacheit
liinzutreten miissen, um eine Selbstentziindung feucht eingebrachten Flitters zu befordern, so mangelt uns die zu dereii
Beantwortung nothige Erfahrung. Wir bezweifeln, ob diese!be von Landwirthen geniigend werde beantwortet werden
konnen, weil un ter diesen hieriiber von einander abweichende
und sogar entgegengesetzte Ansichten herrsrhen. Denn, wiihrend die einen behaupten, dass, je fester das Heu eingelagert ist, desto mehr Gefahr zur Selbstentzundung vorhanden
0ei, nehmen die andern das Gegentheil an und glauben gerade
darin, dass 0ie das feuchte Futter feat einsetzen , ein Mittel
zu haben, einer Selbstentziindung vormbeugen. Aber 00 vie1
-
340
Selbrtentriiadung der Heuee.
drrf als sichor angcuommcn werden, dass durch das .4ufbewrliren feuclit cingebrachten Heucs in grossen Hiillfen odcr
JIavsen , bei ungeliindertcm Luftziitritt, die freiwillige Zcrnetziing und Warmeentwickelung begunstiget und dadurch die
Wahrrjclieinlichkeit der Selbstentzundung erhoht werde und
folglicb, dass durch dic Lagerung solchen Futters in fest eingedriicktem oder geyresatem Zustandc in nicht zii grossen
Haiifen bei moglichst gehindertem Luftzutritt einer Ueberhitziing und mithin der Gefahr der Selbstentzundung vorgebeiigt werden konne."
Uiirch Zufall bot sich Gelegenheit, die in diescni Gutachton aufgestellte Theorie an einem practiecheo Falle zu
erproben und ihre Richtigkeit experimentell nachzuweisen.
I n ciner grossen rnwiiv gcbaiiton Scheiine bemerkte man in
dcr westlichen Ecke, wo ein Theil des eingebracliten Grninmats in zwci dicht rneinander gelagertcn Haufen iintergebracht war, cincn brenzlichen Gcruch. Der eine Haul'en entliielt olingefdhr 450, der andere ohngeftihr 300 Ctr. (;rummet,
welches Anfang August bei vortrefflichcm Wetter anscheincnd
grit getrocknet eingebracht worden war. Den ganzen Septcnibcr hindurcli wnr davon der gewohnliche aromatische
Heugenich nahrxunehnien, der sich lrber Mitte October in
oineii brenzlichen uxnwandclte und so Atark wurde, dass man
zu der Ueberzeugung gelaiigto, dor Stock habe sich im Innern entziindet. Bei dcr Abriiiimiing stellte sich herrrus, dasv
der Rrandgerucli nur ron dem groweren Haufen aueging, der
von zwci Seiten (Westen iind Suden) von Aolidcn 2 Fuss
tlickcn Mlruern umgeben war, wiihrend die Ostseite nach der
Tenne hin frei lag und die Nordeeite unmittelbar in den kleilien llaufen uberging. Die Dimensionen des Haufens waren
FIohc 43', Liinge 23' uiid Tiefe 16'. Dae Griimmet schwitzte
an den obern l'artien so stark, dws fdrruliche Tropfen an den
Iialinen hingen. Die F a r k daa Stockes war ausson schon
griin iind aiissen keine Temperaturerhohung warzunehmen.
Beim vorsicbtigen AbrQiitnen kam man in der Tide von
3 Fiiss aul' trockencu und sehr heisses Grumniet, von der
Tennseite maclite eich sogrr bei l a / , Fuss Tiefe zunehmend
Warme bemerkliah und entstromte dem Stocke ain brenzlicher
Geruch. Bei ohngefiihr 5 Fuss Tiefe von oben kamelr einzelne
Fiinken zum Vor3chein iind konntc das weitere Abraiimen
niir unter bestiindigem Wusseraufgiessen weitorgcfiihrt werden, da ein lebhaftes Funkeuspruhen znm Vorschein kam.
Aiich das bereits auf Wiigen geladene und auf dem Gerush ausgestreute eatxiindete sich ofter von neuem und zwar
n47
Selbstentziitdung dos Hews.
so, dass die offene Flammc zum Y'orschcin karn. Auch wurdcn die Arbeiter von gewaltigcn Gasausstromungen , jcdcnfulls Kohlenoxydgas , geplagt.
An der Grummetkohle stellte Verf. mit Prof. R a n k c
einige Versuche an. Der Zustand des verkohlten Grummets
war der einer nicht vollstandig ausgegliihten vegetabilischen
Kohle. Es war braunschwarz und konnte jedes Grasblittchen
und jedes Blattchen ihrer Form nach noch daran erkannt
werden. Beim Zerreiben der Kohle auf weissem Papier
wurde dieses geschwiirzt. Im vollkommen erkalteten Zustande
zeigte diene Kohle keine pyrophoren Eigenschaften , beim Erhitzen entwickelten sich noch grosse Mengen empyreumatischer
und Wasserdiimpfe. Eine Portion der Kohle im Rolbchen, so
lange zwischen gliihenden Holzkohlen erhitzt, bis sich keine
Dampfe mehr bildeten iind noch heiss auf Papier geschiittet,
hatte nach dem raschen Erkaltcn keine pyrophoren Eigenschaften. Wurde hingegen das Kidbchcn am Boden nur
schwach rothgliihend erhitzt, so dass dic Entwickelung brenzliclier Diimpfe nicht ganz beendet war, wo das Kolbchen vom
Feuer entfernt wlirde, dann der Inhslt zu einem Haufchen
ausgeschiittet iind dem vollen Luftzutritt preisgegeben , SO
kiihlte sich zwar die Kohle rasch ab, erhitzte sich jedoch bald
von neuem und fing zu glimmen an, was bis ziir vollstandigen Einascherung der Kohle fortdanerte. - Durch direcles
Erhitzen im Oelbad wurde dieser Pprophor zwicichen 250 bis
300 erhalten, worms sich ergiebt, dass sich eine derarlige
Koble in Folge sehr starker Sauerstoffanziehung an der
Luft entzundet. Ranke nimmt die Temperatur der Grummetltohlebildung zwischen 228 -3350 C. an und fuhrt die friihere
Kohlenbildung in der Erde aof einen ahnlichen Process miriick. Die hohe Temperatur im Innern des Haufens, dcren
Entstehungsbeginn offenbar in Gihrungsvorgiingen und deren
wcitere Steigerung in fortschreitender chemischcr UmHeteung
der Bestandtheile des Grummets bedingt ist, wird vcrstiindlich, wenn man bedenkt, wie ein nngcmein schlechter WGrmcleiter dicht aufgehauftes Grummet iet, und dass in Folge diescr schlechten Wiirmeleitung im Innern eines solchen Hanfcns
fast alle durch die Zersctzung freiwerdendc Wiirme sich
anhauft, dafis immer Warme zugeftihrt und karini irgcnd
welche abgeleitet wird. (Vortrag i. d. Sitz. d. math.-pAys.
Cl. d. K . bayr. Acad. d. Wiiscnsch. c. 7.Juni 1873. Neues
Repert. fi Pharm. v. Buchner. Bd. XXII; pag. 449. Siehe
nuch diesen Band S. 83. Rdt.).
Sch.
c.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
232 Кб
Теги
heues, selbstentzundung, des
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа