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Ueber Chrom.

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Ueber Chrom.
inischte und den Niederschlag (der das Silber als Schwefelsilber enthielt) mit Blei auf der Capelle abtrieb. Auch
durch unterchlorigsaures Natron kann das Silber ausgezogen werden. Ein mit dernselben angestellter Vesuch,
wohei das Erz erst, mit Chlor behandelt uud dann wiederholt mit der Liisung dieses Salzes ausgezogen wurde, ergab, dass dieselbe 6,636 Th. Silber (rnit 2,968 Proc. Goldgehalt) ausgezogen hatte. Auch glau bt P e r c y gefunden
ZII haben, dass eine Losung von Chlorkalk ein geeignetes
Mittel sei, urn den Silbergehalt der Erze in Chlorsilber zu
verwandeln. (Phil. Mag. 36. Polyt. Centrbl. 1850. No. 19.)
-_
B.
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Ueher Chrom.
L e f o r t hat, urn das Aequivalent des Chroms zu bestimmen, neue Wege eingeschlagen, und dabei die Urnstiinde wohl erwogen, die es veranlassen, dass eine Modification der Chrornsalze in die andere ubergeht, auch
Erfahrungen iiber die Zusarnmenselzung der Hydrate des
anderthalb Chromoxyds gesamrnelt.
Er bediente sich zu ersterem Zwecke des Baryumchrornats, welches er auf folgende Weise bereitete. Er
schrnolz in einem Platintiegel Kalinitrat und Chrornoxyd,
losle das Product in Wasser auf, filtrirte, mischte der Flussigkeit Barytnitrat hinzu und erhielt dadurch Barytchromat
v o n zeisiggelber Farbe, dann wusch er es mit heissem
Wasser u n d trocknete bei einer Temperatur von 2500 in]
Sandbade. Er wog dann das Barytchromat und loste es
in Salpetersare auf. Goss e r n u n Schwefelsaure in geringem Ueberschuss hinzu. so bildete sich Barytsulfat, welches, urn es vollkommen weiss zu haben, verschiedene
Male rnit heissern Wasser ausgewaschen wurde.
Nach rnehrfacher Prufung auf diesem Wege ergaben
sich 60.49 Proc , woraus das Aequivalent des Chroms genau 333,50 belragt.
Ueber die Hydrate des Chromsesquioxyds.
L e f o r t hat die Angaben der Chemiker uber das Sesquioxyd des Chroms sehr fehlerhaft gefunden, und zwar,
well jene sich keine gehorige Rechenschaft uber die verschiedenen Modificationen, denen die Chromoxyde durch
die Einwirkung mehrer Agentien unterworfen sind, gegeben haben.
A. Die Salze des Chromsesquioxyds konnen, obgleich
sie isornerisch sind, grun, blau, violett, blauviolett und roth
erscheinen, was Einige dem Mehr oder Weniger an Hydrat-
Uebev Ctwom.
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wasser, Andere cler Wiirmc, niiinlich einer dadurch bewirkten Veranderung in der Giuppirung der Molecule
zuschreiben. L e f o r t widmete den Umstiinden, wodiircti
die Sesquioxydsalze des Chi oms von einer Modification
in die andere iibergehen, ein tieferes Studium, und isolii,te
die Hydrate der Oxyde, welche den verschiedenen Verbindungen (Salzen) angehtiren, urn daraus mit dem isomerischen Zustande derselben ubereinstimmende Resullate
zu erzielen. Er sah, dass wenn man die Wirkung der
Alkalien auf die Chromsalze rriiher Leleuchtete, sich auch
scharf gesonclerte Unterschiede zeigten.
Jedesmal, wenn ein Chromsalz, es sei g u n , violett
oder roth, mit einer Auflosung Jes Kalis oder Natrons behandzlt wird, verschwindet es heim L'eberschuss clieser
Solution, und die Flussigkeit erscheiiit rnit grunen, blauen,
violetten und blauvioletlen Salzen g u n , wie aucb ebenfalls griin, mit den rothen Modificationen derselben Auflosurigen dieser Art, setzen, wenn sie sich selbst uberlassen bleiben oder in der Warme stehen, zwei Hydrate
ab, welche, obgleich von elwas verschiedener Zusanimensetzung. doch der grunen Modification angehiiren. Eins
dieser Hydrate schlagt sich aus der Auflosung des Kalichromats freiwillig, wie man sagt, nieder. Bier ist also
die Verwandtschaft der Saure zur Basis sehr schwach.
Das Oxyd ist gallertartig und hat eine lebhaft griine
Farhe.
Im Trocknen zieht es sich zu sehr harten schwarsr.cn
Stuckchen zusammen. U m demselben alles eingeinengte
Wasser zu nehmen, reibt man es sehr 'fein und lasst es
unter einer Glocke so lange uber Schwefelsiiure stehen,
his es nichts mehr an Gewicht verliert. Es zeigt sich
dann in Gestalt eines dunkelgriInen Pulvers.
Die mehrmals wiederholte Analyse ergab h11,76 Proc.
U'asser, nach der Berechnung Q1,09. Erst bei einer Temperatur von 7iin verliert dieses Hydrat sein Wasssr vollig.
B. Das zweite Ilydrat bildet sich jedesmal, wenn man
ein grunes, blaues und violettes Chromsalz einer kochend
heissen Auflosung des kaustischen Kalis hinzumischt, oder
eine Auflosung des Kalichromits erhitzt. Das sich abtrennende Oxyd besitzt alle physikalischen Eigenschaften des
vorhergehenden, obgleich es 4 Aeq. Wasser weniger enthalt. Dieses Wasser verliert es bei BOO. Es fuhrt 36,45
Procent gefundenes und 36,77 berechnetes Wasser L e f o r t bernerkt, dass er dieses Hydrat an trockner Luft
ebenso wasserleer bekam, als uber Kalk und Schwefelsaure.
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UPher Chrom
C. Um das blanviolette Hydrat rein zu erhalten, hat
man mit einigen Schwierigkeiten zu kampfen, denn es finden dabei Uebergange der Modification eines Hydrats in
das andere statt
Giesst man die Auflosung eines Chromsalzes, es sei
g u n , blau oder violett, in Ammoniakliquor, so zeigr sich
das gefdlte Hydrat nach eintger Zrit rothlich und die
ubers~ehcnde Flussiglteit amaranthroth M i t Rrcht glaubte
man, dass das Oxyd sich hier in einem neuen isomrriscehn Zustande befindet
Um das Hydrat dieser Modification zu gewinnen, konnte
man das der grhnen mehrere T a p hindurch mit Ammoniak in Deruhrung setzen; aher diese Procedur ist langwierig und clas Product nie \ollkommen rein Rein wird
cs nur, wenn man die kiolette Auflosung des Chromalauns
in einen Ueberschuss des Ammoniakliquors schuttet. Das
Oxyd fallt sogleich roth nietlcr rind lost sich hierauf bald
in erwahntem Ueberscliuss auf
Lasst man nun dieSoluiton an der Lurt oder uber Schwefelsaure stehen, so schlagt
sich, wahrend Ammoniak frei wird, ein violettes Pulver
nieder. Us kann sich auf diese Weise alles Chronioxyd
abtrennen, so dass in der wasserhellen Flussigkeit bloss
Kalisulfat und Ammoniaksulfat zuruckbletbt.
Das Hydra1 der rothen Modification ist im trocknen
Zustande grauviolett und sehr leicht. In Sauren gelost
giebt es rothe SalLe, die an trockner Luft auf die blaue
Modification derselben zuruckgcfuhrt werden
Erst bei 75* verliert es Wasser, und bei 120° von
demselben Alles; abcr dann geht es erst in die blauviolette, spater in die grune Modification uber.
D Um, wic schon oben angedeutet wurde, das violette
Chromoxydhydrat darzustellen, miisste man das Oxyd der
rothen Modification anwenden, namlich die in Ammoniakliquor gegosseae amaranthrothe Solution des Chromalauns
bis zu 550 erhitzen Das Arnrnoniak geht in der Warme
davon und es setzt sich ein pulveriges graugrunes Pracipitat ab, d. h. das Hydrat der blauvioletten Modification.
Bei 75O bbsst es sein Wasser ein Nach dem ganzlichen
Verlust desselben uber Schwefelsaure betrug dieses 46,24
Procent, der Berechnung zufolge 44,88 Procent
Die Hydrate des Chromoxyds, namlich das grune, blaoe,
violette und rothe, lassen sich zu vier scharf abgesonderten Zusamrnensetzungen gruppiren :
~ 1 - 2 0 3 5HO
Cr2O3 6 HO
cr203 7 HO
cr203
9 HO.
+
+
+
+
Arsenilcsulfide als Enlhaarungsmatlel.
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Diess Hydrate geben mit Sa’ul.cn Salze, die den ModiGcationen derselben entsprechen, aber, wie man fruher
schon beobachtete, durch die eigenthumliche Lagerung ihrer
kleinslen Theile zur blauvioletten Modification ubergehen,
die in cliesen versctiiedenen Zrisammensetzungen der norinale Zustand des Oxyds zu sein scheint. (Jouurc. da t’hnrm.
et de Chzrn. Juzllet 1820. p . 27.)
du M4nal.
Arseiiiksulfide als Eethaarurigsmittel.
Die zahlreich vorgefallenen Vergiltungen, sagt Fr. B o u d e t , haben das Gouvernernent veranlasst., zu verordnen,
dass kein Arsenik anders als zur Arznei verkniift werden
soll, daher nur in Verbindung niit anilern Substanzen;
weder als Beize des zurn Saen hestimmten Getreidcs, noch
zum Einbalsamiren der Kiirper, ferner auch nicht zur Vertilgung des Ungeziefers.
Dadurch ist also der Detailhandel des Arseniks ganzlich unterdruckt , u n d dieses Schrecltliche~Gift, welches
noch vor Kurzem in den Handen aller Ackerleule Prankreichs (obgleich voll kommen e.ntbehrlich) war, unschadlich
gemacht. Man kann stolz darauf sein, dass die Wissenschaft es dahin brachte, dem Verbrechen eine so furchtbare Waffe, als das Arsenik ist, entrissen zu haben.
Aber es giebt in der Industrie gebriiuctiliche Arsenikalien, die fast eben so giftig als das Arsenik sdbst sind.
Diese waren der Gesenstand folgender Arbeit H o ud e t’s.
Kins derselben ist das Orpin der Weissperber, weldies sie zur Keinigung der Schaffelle von ihrer Wolle
gebrauchen und aus 98.5 Kalk und 4,s Arsenik besteht,
also doch fur ein zicmlich starkes Gift gelten kann.
Das andere kommt unter dem Narnen ngelher Schwefelarsenik(c i m Handel vor und macht bei den Fiirbern einen
Bestandtheil der Indigokupe aus, dient iibrigens auch zu
haartilgenden Pulvern und Pasten. Us ist weiter nichts
als cin in Deutsctiland hiiufig bereitetes kunstliches Operment, welches hier durch eine hlosse Sublimation des
Schwefels rnit Arsenik gewonnen wird, und fast eben so
gefahrlicti als das Arsenik sdbst ist. Man nimmt dazu
100 Th Schwefel, 9h Th. Arsenik und 6 Th. Arseniksulfid.
Es sollen 300,000 Kilogramme jahrlich davon eingefuhrt
werden.
Das Orpin thut wesentliche Dienslc; man befreit die
Felle dadurch sehr leicht von ihrer Wolle.
Da B o u d e 1 Gelegenheit hatte, die Wirkung rles Orpins
i n der Weissgerberei zu studiren, so farid er zuletzt nicht
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