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Ueber Culturerden aus Ceylon Indien und Mauritius.

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Culturerden aus Ceylon, lndien ttnd Jlaum’tius.
Ueber neutrales salptersaures Quecksilberoxyd.
In1 Gegensatz zu den in vcrschiedcnen 1,elirbiiclicrn der
Chcniic cnthaltcncn Angabcn, dass das salpetersanrc Qoccksilbcroxyd nicht krystallisire, hat 11. S. I) i t t c n die in
R c g n a ii I t’ s Cours elenientaire d e G‘liinLie enthnltciict Mitthcilung, class iius ciner concentrirtcn 1,iisung des ncutralen Salxes in cincr KLltciniscliung sioh fitrblosc Krystalle als ncutrales Salz abschicdcn, bestiitigt gofunclcn.
Als ntimlich einc mogliclist neutralc conccntrirtc Lijsung von snlpetcrsaurcm Quecksilbcroxyd ciner Tempcrntur
von - 150 nusgesctzt wurde, schieden sicli einc grosse
M c n p lrleincr und fnrbloscr, 4 Linicn dicker und 1 bis
11/, Zoll langcr Krystalle in rhombischen Tafcln aus, die
sbcr in einciti warinen Ziinincr soglcich zu einer klarcii
Fliissigkeit zerflossen. (Buclin. Repert. B d . 4. H. 8.u. 9.)
0.
Ueber Culturerden aus Ceylon, lndien und Mauritius.
E h r c n b c r g hat die in Folgcndcni bcschriebcnen
l’roben Erden von der Inscl Ceylon, dcr Insel Mauritius,
Hongnlcn und Allasabad, wclchc ihin von dem Kunstg r t n c r Ki o t n u r aus Ccylon xugcscliickt wurdcn, ihrcs
landwirthschaftlichcn
N‘ertlies wcgcii niikroslropiseh ana. .
lysirt.
1’)Coeosland von Cevlon. Dieses ist ein blassbriiunlichcr,’ loclrcrcr, niitteliGncr Snntl, mit feincn I’flanzentlieilcn und Wurzclfascrn gcinischt. Uic vorlicrrschcnde
STasse wird von eincni masscrlicllen glimmerlosen Qunrxsande gebildet, dcr mit sehmii,rzlichen und riithlichcn
Tlicilcn gemischt ist. Die schwiirzliclien Tlieilc sind oft
cin in Wasser ecrfallcndcr Humus. Siinrc bewirkt kein
Hrausen. 11I:Lnclic der schwarzen Kiirnchcn folgcn dcm
hIagnct, sind also Magncteiscnstcin. Rlit Wasser iibcrgossen und uingeriilirt, gicbt dcr Sand dem Wasser ciqu
clentlichc Viirbung. Dic abgcschlemnitcn feinstcn Theilchen, :dso dcr aufgcliistc Ilumus, cnthieltcn in 10 Analysen
29 mikroskopische E’ormart.cn, 8 Polygastern, 21 I’hytholithnrien, siimnitlich ohne Auszeichnung. I>emnach ist der
Cocosboden von Ccylon ein humusarnicr, Iialkloscr, quarzigcr Truinniersand.
2) Keisculturlnnd von Ceylon. Dic dunlielnschgraue
t r o c h e Erdc ist in awcizolligen, fcst zusnm~nenhangenden
Stiickcn, dcrcn einigc Eisenthonnicrcn einschlicssen. I n
Wasser zcrfiillt die ljhdc schncll in eincn Iiiunusreichen,
C’ultntrerden aus Ceylon, Indien und Mauritius.
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feinen quarzigen Sand, welcher auch Mapnetciscnstcin
enthblt. Kein Ulimmer, kein Brausen mit ddure. Der
voluniinijseste Theil ist ein feiner schwaner Hnmus, in
welchein organische Formen sichtbar sind. Wenig Eisenoxydgehalt. In 10 Analysen fanden sich 31 mikroskopische Formen, 10 Pol gastern, 21 Phytolitharien.
3) Zimnitculturlan von Ceylon. Die vorherrsclicnde
Nasse ist cin durch scliwiirzlichen Ucberzug briiunlicher
aussehender Quarzsand mit vereinzelten Pflnnzenrcsten.
Unter Wasscr gleicht diescr Sand I~rystaIltrii~nmern,die
nicht abgerieben sind, iind bcim polarisirtcn Lichte ist er
stark farbig, dern Quarzsande gleich. Same Lcwirkt kein
Erausen. I n 10 Analysen der abgeschlcnimtcn feinsten
Thcilchen finden sich 14 l~’orinen, 8 Polygastcrn, 6 Phytoli tliarien.
4) Zuckerculturland von der Insel Mauritius. Dunkel
rostrothe kornige Krdc mit seltenen weisscn Kslktheilchen
und einzelnen groberen Pflanzenresten. Im Wasser zerf d t diesclbe in eiiicn thonigen Biulm (Eisenthon) und
einen sehr fcinon qnsrzigen Sand mit eingclnischtcn schwarzen gleich scliweren Tlieilen (Magneteisenstcin.) Kein
Glimmer. In 10 Anslysen der natiirlichen Erde liessen
sich des rothcn eintiiillcndcn Rlulms halber mit Muhe
3 Phytolitllarien, 1I’flnnzenhaar und 1 Krystall erkennen.
In 5 Analysen des digerirten Bodcnsatzes erschienen
2 Polypstern, 16 Pliytolitharicn, 1 Polythalamie. Ausscrdem fand sich in dcr Erde 1 Moosperistom und 1 Kaffeebohne. Zusammen 23 Formen. Die darin liegcnde Kaffeebohnc liisst verlnutlien, dass dieselbe Erdc abwechselnd
zur Kaffcecultur benutzt worden oder in deren Niilic crst
aus frisclicin WaldLoden eine ncue 1’fl:lnzung aufgebrochen
worden, urn niit Hiilfe von Ucberrieselung eine Zuckercultnr anmilegen. Es tritt die Fragc auf, ob nicht die
rotlie F!‘arbe der Erde crst dnrch hbbreanen des Waldes
entstanden oder ob es nicht ein vulkanisch gcgluhter
13oden ist.
5 ) %nckerrohrland aus 33cngRIen. Diesc Erde ist
hellbraun, wcnig eusamnicnhiingcnd, staubartig. Dariu
lag ein I h g m e n t einer Ijq Zoll grossen Susswasserconchylie. Ein feiner weisser Quarzsand mit vielen goldfarbenen Glim~ncrtlieilcl~en
sind massebildend. Yaure bewirkt ein Aufbrausen. Durcli Gliihen mird die Erdc erst
dunkcl, d m n licht rostroth.‘ Dcr I~a1l;gehalt wird durch
klcine sdtene Fragmcnte von Siisswasserconchylien und
durcli zahlreiclicre weizcnkornartigc Krystalle vermittelt.
a’
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Culturerden aus C’eyloi+ Indien uncl Mauritius.
In 10 Analysen fanden sich 28 mikroskopischc Formen,
1 Polygastcr?, 25 Phytolitharien, worunter nicht sclten
Spongillenfragmente.
6) Indigoland aus Uengalen 1. Die Mame ist grau
und streusandfarbig mit otwas ins Gelbliche iibergehenden
Klumpclien (lclimartig) und eingesprengten Pflanaenresten.
Die Loupe zcigt weissliche Sanfikornehen mit vielen gleich
grossen echwarzen (Ma neteisentheile) und init Glimmerschiippchen gemischt. lure bewirkt 13raueen. Der Icalkgehalt besteht in klcinen Muschclfragnientcn und meist
in weizenkornartigen und rhombischcn Iiryskllcn. In
10 Analysen warcn 22 Formen, 18 Phytolitharien, 1 Polythalamium? (Steinkern), 3 unorganischc Theile.
7) Indigoland ails Bengalen 11. Die gelblich- braune
Erde ist dein Zucltcrrohrlande 5 ) iiberaus lihnlich. Uegliiht wird sic erst schwarz, dann riithlich-braun und in
Beriihrung mit Siiure entsteht lcbhaftes Brausen. Glimmertheilehen sind zerstreut, Kalktheilchen mit tlciii blossen
Augc nidit sichtbar. Der sehr feine Sand ist quareig.
In 10 Analysen gab es 20 Formen, 2 Mygastern, 14 I’hytolithsrien, 4 unorganischc.
8) Opiumland odcr Mohnland von Bcnares. Die gelblich -hellbraunc feiiie Erde hat wcnig ZLisaminenlialt und
ist den 2 vorigen 6 C h r iihnlich, braust aber nicht mit
Skure. Seltcne weisse Glimmerschiippchen sind cin,aestreut.
In 10 Analysen waren 21 Kiirperchcn, 16 l’liytol1th:iricn,
5 unorgnnische Theile.
Die 3 lctatcrcii ICrden gleichen dcrn Flusssohlick
grosser Fliisse gana. Die letzte ist tuffwtig, vul1r:misoh.
dsher von dcri beiden anderen abweichencl.
9) Baumwollenland von Vorderindien 1. Troclint: tief
schwarze, in Klunipcn fest zusani~iienliiingonrle Sclilammordc, wie Torf, die sogleich in Wasser zcrfhllt. Sic brxust
nicht mit SBure, enthiilt aLer bei griissercr Alengc sclten
eingestreute klcine Fragmcntc von Paludincn. I3eiin Uluhen wird sic erst etwas tiefer schwarz, dttnn rijthlieh grau.
Beim Abschlenimcn bleibt Quarssand niit Goldglimmer
uiid nrngnetcisenkhrnchen. In 10 h a l y s e n fnntlcn sich
9 Formen, 7 Phytolitharien, 2 unorganische.
10) Baiirnwollcnlnnd von Vordcrinclicn IJ. IIoch rostrothe kiirnige Erde. Kcin Bmusen niit Siiure, beim N u hen erst scliwarz, dnnn hraunroth. Quarzsand, Magnetcisenstein und Glimmer wie vorigcr. In 10 Analysen
fanden sich 7 Formenarten, 6 Phytolitharicn. 1 nnorganische.
8
B e i t m g zur Fluorescenz.
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Diese sammtlichen Culturerdcn habcn darin einen
gemcinsamen Charakter, dass sic, obwolil thcils von Inseln
und Kiistcn1;indern stammend, doch reine Siisswasserbildungen sind. Nur in der von Mauritius ist eine Kalkpolythalamic; aber einzeln beobachtet, wie sic wohl nur
eingewebt crscheint. Das brakischc Kiistenland scheint
dort als nicht vorziiglioh fiir die Cultur zu gclten.
Einige dcr Erden sind hocli rostroth, eine Erscheinung, die auch in Siidarnerika im Culturlnndc liiiufig ist.
Es ist bci Uebersicht dieser Xnalysen auffallend, dass
nur die Erden aus Coylon reich an l’olygastcrn sind und
dass die hochst culturfhhi en &den, dic von Ceylon und
dic von Dengalen zuglcic , aucli die rcichsten an Yhytolitharicn sind.
Von den Polygastcrn ist kcinc dcr vercinzeltcn Forinen nca, von dcn Phytolitharien ist Lithostylidium pym,nidccle einc besondere Locbalforni.
Die hier gegebene Zahl dcr von Mauritius (Isle de
Francc) bekannten jctzt lcbendcn 23 Formen scliliesst
sich an die 9 in der Mikrogeologie gegebenen an und
vernichrt diese ansebnlich. Die E’ornienxahl tles 13elrannten von Ceylon ist durch diese Erdanalysen urn 28 Formen
vcrniehrt, 14 Polygastern, 14 i’hytolittiarien. Die Suninic
der hier aufgcfundencn Formenarten betragt 89, daruntcr
organische 84.
Das beste Culturland von diescn 10 l’roben mochte
leicht das dcr 3‘l’roben von Ceylon sein, weil es die
nreistcn organischcn Formen enthidt. (Xonatsber. der Akad.
13.
der Wisse?isch. zu Berlin. 1854.)
a
__ -
.
..
Beitrag zur Fluorescenz.
a ) Die intercssante Eigcnschaft mehrerer Korper,
wclche mit dem Nauiien Fluorescenz bclegt worden ist,
kann nach verschicdenen Richtungen hin verfolgt werden.
Kine dcrsclbcn ist darin gegebcn, dic Anzalil der Korper
zu vermclircn, welchcn dicse Eigcnschaft znkornmt. In
dieser Hin4cht crwirhnt 0 s n n n . dass es ihni gegluckt
ist, eine fitark fluorescirende Fliissigkcit aufzufindcn. Man
erhalt sic, wenn nian Kienruss mit Weingcist von 340
crwarmt und nach einiger Zcit dcii Anszug abfiltrirt.
Die Fliissigkeit hat ein Iriiunlichcs Ausselicn und fluorcscirt in der Art, wic ein weingeistiger Auszug aus
Stcchapfclsanien, nur hat sic mrhr gclbcs Liclit in aich.
Um (lie reelit<*(’oncentrution dcr k’liissiglicit xi1 erhaltcn,
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