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Ueber das Harmalin.

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Ueber das Hwmalin.
'1r o m m s d o rf f erwiihnt. Es fiibrt der Verfasser als von
ihm gefundene 13estandtheile auf: 3 verschiedene Harze, cin
wenig Guajakshure, Guajacin und gumrnigen Extractivstcff.
B.
(Jahr.6. f : prcikt. Pharrn. 1 1 . p . 213. e t c j
-..
Ueber das Harinalin ; VOII Fritzsche.
Die Samen von Peganum l3ar?nala,einer Pflanze, welcho
in den siidrussischen Steppen hiiu6:; vorkommt, geben
einen rothen Farbstoff, welchw aus cinem darin vorkommenden Alkoloid erhaltcn wird. Gii b e 1 hat daruber
zuerst Nachrichl gegcbcn, F r i t z s ch e aber das N$iere
crforscht.
Ausser diescni Alkoloide, das man Ilarmalin genannt
hat. ist noch ein andercs Alkoloid, Harmin, in den Samen
enthalten, welches sic11 wie das ersterc besonders reichlich in den Schaleri findet. Zur Darstellung derselben
werdeii die Samen mit essig- oder sth~efelsauremWasser
irn Verdriingungsapparatc ausgezogcn. A u s der Extractflussigkeit Mlt man mittclst Kochsalz die fremdartigen
Stoffe. Die snlzsauren S a k e sammelt man auf einetn
Filter, wiischt sic mit Kochsalzliisung bis die Mutterlauae
entfernt ist, lost dann in kallem Wasser, wobei der Far&sloff theilweisc ungeliist zuriickbleiht. Die gelbe oder
braunliche Liisung entJ'iirbt man tlurch Thierkohle. Aus
der Fliissigkcit schlagt man das Barmin durch Aetzammoniak, spater das Harmnlin nicder. Das IIarmin wird
in nadelformigen, das Ihrnialiri i n bliittrigen Krys~allen
erhalten, wesshalb sicli h i d o Alkaloide durch das M kroskop untcr~schcidrn lassen. Aus hcissem Essiy oder
salzsaurem Alkohol fiillt man sic durch iiberschijssigcs
Aetzammoniak. Harmin wird bald abgesondert in p i s matischen Iirystallen, Hnrmalin scheidet sich erst ailmalig aus. hie Merige dcr Alkaloidc betrhgt elwa 4 Proc.,
byovon (Ins Ilarmalin ;, das Harmin $ bctragt.
Das Iiarmalin ist in1 reinen Zustande vollkommen
farhlos; man crIiii11 cs gewohnlich braunlich gef;irht; urn
cs zu rcinisen, vcrthcilt man es in Wasser, tropfelt so
lango Iksigsaure zu. bis der grosste Theil gelost ist, verdijnnt die filtrirte Losung, f d l t sie durch salpetersaures
Natron, Kochsalz oder Salzs3ure, worauf rnan abermals
IiIt.rirt und das rnit der Losung des FallungsrnitteIs ausgewaschene Salz durch lauwarmes Wasscr vom Filter
lost. Die Losung wird dann durch Thierkohle cntfarbt,
bis sie nur noch schwefelgelb ist; man schlagt sie danll
heiss clurch iibcrschiissigcs Aetzkali nieder. 1st die Entfar-
Ueber dus Harmalin.
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bung nicht gehorig ausgefallen, so wiederholt man die
Operation und schlagt init Ammoniak nieder. So wird
das Harmalin in scliuppenarlig perlgliinzenden Krystallen
erhalten. Will man grossere Krystalle erhalten, so lost
man in Essigsaure auf, fallt mil salpetersaurem Natron,
Iosr den Niederschlag in kaltem Wasser und fallt dio
zurn Kochen erhitztc Losung durch Kali. Rach dem Auswaschsn des Niederschlags mit ausgekocl~tem Wasscr
iibergiessl man denselhen noch feuchi niit heissem absolutem Alkohol in einem Kolben, in dcssen Oeffnung durch
einen hermelisch schliessenden Kork sin Gasleitungsrohr
eingesetzt ist, welches init eincni mehr als dreissig Zoll
langen Schcnkel uriter Quecksilber ausmundet. Der Inhalt
des Kolbens wird n u n vorsichtig erhitzt his Zuni Sieder:
und so lange gekocht, bis alle Luft ausgetriebcn ist. Man
iiberlasst die Fliissigkeit in dem durch Quccksilber
gesperrten Apparate der Iirystallisation und crhalt das
Harmalin so in l'arhloscn Krystallen.
Es i s t in Wasscr schwer liislich, fast gesclinracklos.
die Sake schrnccken hitter. In Lalleni Alkolrol ist es nur
wcnig loslich, in siedendem dagegen reiclilich ; Aether
nimrnt wcnig a d . Steinol, Terpcntrnol, Cilroncnijl nehrnen
kleine Mengen anf.
Die Analyse .gab:
C 7 3 , W 73,42 27 = 2028,24 i3,672
11 6,56
6,51 11
174,72 6,316
R' 12,33
2
350,12 12,7i8
2
200,OO 7,261
O - ___- 2752,OEi
Der Verf. hctracli~ctdas Hrtrnialin als eiri gepaarles
Ammoniak und sIellt cs in die Iilasse dcr Alknloide, deren
Paarling stickstoffhnltig ist.
Chlorwasserstoffsanres Ilarmalin w i d erliallen durch
Fallen von essigsaurnm und scliwefelsaurem Ibrmalin
durch Chlornalrium. Es bildet lange, feine, risniatische,
gclbe Nadeln, welche 4 Aeq. Wasser cntha ten, die sic
Jedoch zum Theil k?icht verheren. Die Zusammcnsctzung
ist diese:
P
Harnialin
83,92 81,07
(:tllorwasserstolf 11,01 11,21
82,59 2i53,08 85,797
455,T6 14,203
14,B
3208,84.
Der Wasscrgchal t des fi.ischcn krystallisirtcn Salzes
betragt 42,GO Proc. oder 5 Aeq.
Mit Platinchloritl, wic Quccksilberchlorid, bildct das
salzsaure IIarmalin Doppclsalzc.
Ueber das llarmolin.
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Bromwasserstoffsaures Harmalin, erhallen wie das
salzsaure unter Anwendung von Bromnatrium, erschcint
in gelben Krystallen.
Jodwasserstoffsaures Harmalin wird wie das vorige
crhalten durch Zerzetzung des essigsauren Harmalins,
hier mittelst Jodkalium, erscheint als schwerer krystallinischer Niederschlag.
Cyanwasserstoffsaures Harrnalin scheint als solches
nicht zu existiren; in Verbindung mit Eisencyanur und
Eisencyanid kann es bestehen und bildet sehr schwer
losliche, bestandige Doppelsalze.
Rodanwasserstoffsaures Harmalin ist ein schwer losliches Salz. welches als hellqelber Niederschlam und beim
Umkr stallisiren in feinen, pkittgcdruclrten, seiJenglanzenden dadeln erhalten wird, die jedoch beim Trocknen als
eine verfilzte, glanzende Masse crscheinen.
Schwefelwasserstoffsaures Harmalin erhalten durch
Zersetzung des essigs. Harmalins mittelst concentrirten,
init Schwefelwasserstoff vollkommen gesattigten Schwefelammonium, wird an der Luft schnell zersetzt.
Schwefelsaures Harmalin, erhallen durch Digestion von
pulverformigem Harrnalin mit einer zum Auflosen nicht hinreichendcn Menge Schwefelsaure. Man erhalt eine gelbe Losung des neutralen Salzes, welche beim Verdunsten in der
Warme einen durchsichtigen gelben Firniss darstellt, beim
Ian samen Verdunsten iiber Schwefelsaure als hellgelbe,
s t r a l i g kryslallinische Rlasse erhalten werden kann. Setzt
man der concentrirtcn Liisung des neutralen Salzes iiberschussige Schwefelsiiure zu, so sondert sich nach ciniger
Zeit cin nadelformiges
- in Wasser leicht losliches saures
Salz aus.
aelben
Schwefligsaures TIarmalin trocknet zu einem "
Firniss ein.
Salpetersaurcs Harmalin bildet leicht nadclformige
Krystalle, ist scliwer ldslich in kaltcm, besonders in &Ietersaurc-halligcm Wasser, so dass es aus der Losung
L s t giinzlich durch Salpetersaure ausgcfallt werden kai~n.
Phosphorsaurea Harrnalin, erhalten durch I<ochen
des pulverfcirmiyen Harnialins mit wenig verdiinnter
Phosphorsaure. Man erhalt das Salz in nadelformigen
Krystallen. Ein Zusatz von Phosphorsiiure fdlt ein saures
Salz von Phnliclicr Form.
Kohlensaures Harmalin, erhallen durch Vermischen
einer Losung von essigsaurem EIarmalin rnit einer concentrirten Losuns von doppelt - kohlensaurem Kali; es
u
Ueber das Proteinchlorid.
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bilden sich feine Krystalle von zweifach - kohlensaurern
Harmalin. Wenn man dieselbcn schnell mit recht kaltem
Wasser auswascht, zwischen Papier sorgfaltig presst und
an der Luft trocknet, so erhalt man ein ziemlrch unzcrsetztes Praparat. Auf dern nassen Filtcr zcrsctzt cs sich
schnell iind es hleibt reines Ilarmalin zuriick.
Oxalsaures Harmalin. Ilarmalin in Pulvcrform mit
wenig,, Wasser zum Kochen erhitzt und mit einer niclit
zur Losung hinreichenden Men e Oxalsiiure versetzt, giebt
eine Flusstgkeit, welche nach fern Erkalten nadelforrnige
Krystalle eines neutralen Salzes abscheidet. Ueberschiissige
Oxalsiiure giebt ein saures Salz.
Essigsaures Barmalin. Harrnalin i n Essigsaure gelost,
giebt erst einc syrupahnlichc Flussigkeit, welchc beim
Verdunsien iirystalle giehl.
Chromsaures Harma I in.
I ) Neutrales Salz. Verdunnte Losungen von neutralem
chrornsaurem Kali und von Harrnalin bleiben klar beim
kalten Zusamnienbringen. Beirn Erhitzen scheirlet sich
Harmalin ab. Bei Anwendung von essigsaurem Harmalin
erhalt man nach einiger Zeit neutralcs chromsaures Ilarmalin.
2) Saures Salz erhalt man beirn Zusammenkornmen
von Auflosungen von Chromsaurc oder doppelt - chromsaurem Kali rnit verdunnten sauren Harrnalinlosungen als
Krystalle. (Bullet. de l'dcadem. de St. Petersbourg. VI. 125. B.
Pharm. Centrlbl. 1847. Nr. 29J
--
Ueber das Proteinchlorid; von G. J. M u l d e r .
Der Herr J. E. d e P r y , Lector der Chemie in Rotterdam, hat die Wahrheit ableugnen zu mussen geglaubt,
dass der von mir fruher erwahnte Korper desshalb kein
Proteinchlorid sei, weil eine Flussigkeit, durch Destillation
einer Auflosung von Chlorkaliurn rnit Weinsteinsaure erhalten, keinen Niederschlag in einer Auflosung von Protein
gehe *). Der Hr. d e Vr y scheint den Unterschied zwischen
einern Korper, w e l c h e r b e r e i t s b e s t e h t , und einem
Korper, w e l c h e r e r s t c n t s t e h t , gar nicht zu kennen,
denn er hat selhst den Bcweis nicht geliefert, dass er
ClrO3 hatte, und Herrn v. L i e b i g konnte also mit einer
solchen Hoflichkeitsbezeugung gar nicht gedient sein. Es ist sehr leicht zu zeigen, dass derjenige Korper, wel*) Annalen der Chemie
und Pharm. Febr. 1817. p. 248.
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