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Ueber das indische Geraniuml.

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Ueber das indische Geraniumol.
das so entfarbte Oel mit Schwefelsaure (Dichte 1,63) behandelt, so fiirbt es sich nicht griinlich, sondern rothgelb; niit
Salpetersaure oder Natronlosung behandelt, nimmt es statt
der gewohnlichen griinen , resp. hellgelben Farbung eine
weissliche an.
2 ) Wird das Oel in offneni Gefasse dem Sonnenlicht Busgesetzt, so behalt es auch nach Verlauf eines Monats dic
Fkhigkeit , sich nnter dem Einf-luss von Salpeterdampfen ZII
vcrdichten ; dauert die Einwirkung zwei oder drei Nonate,
so bleibt das entfkbte Oel flussig, auch unter Einwirkung
uiner mit salpetrigen Dampfen geschwangerten Losung von
dpetcrsaurem Queckailberoxydul.
3 ) Das vom Sonnenlicht entfarbte Oel r e a g i r t s t a r k
5 a 11 e r, hat leicht ranzigen Geruch iind Geschmack,
nnd
lost das Anilinroth leicht auf, wobei es sich intensiv farbt.
Daraus geht hervor, dass das Olivenol vermittelst Salpetersaure , Schwefelsaure und Aetznatron, nur wenn cs sich
im Normalzustande befindet , von anderen Oelsorten unterschiedcn werden kann; dass die von J a c o b s o n zur Ermittelung des Vorhandenseins freier Fettsauren in gefalschtem
Oele anempfohlne Anwendung des Anilinroths dazu fuhren
konnte, ein Oel fur verfalscht zu halten, das einige Zeit den1
Sonilenlicht ausgesetzt war und etwas ranzig geivorden ist.
Das Olivenol in seincm Normalzustande enthalt e i n e n
g c l b l i c h e n S t o f f i n L o s u n g , d e n d i e S a u r e n griin
i , i r b e n , und den das Sonnenlicht so zersetzt, dass er weder
gegen die Stiuren noch gegen das Aetznatron mehr seine
charakteristische Reaction aussert. Susserdem bilden sich
unter dem vereinigten Einfluss des Sonnenlichts und SanerstotYb h i e Sluren.
( D i e Inndwi).thsc72~ftlic~nVemuchsstntionen X V , 1. S. 2.).
BY.
Ueber das indische Germiumbl
sind von Dr. 0 s c a r J a c o b s o n Untersuchungen angestellt
worden. Das verwendete Oel war kaufliches , ziemlich diinnflussig, von griinlichgelber Farbe und angenehm rosenartigem
Geruch; es reagirte sehr schwach sauer und zeigte 0,887 spec.
Gew. bei 20°. Es gelang nioht, durch langerefi Abkiihlen
Ueber das indische Geraniumol.
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eine feste Substanz daraus abzuscheiden. Das Oel zeigtc
durchaus keine Wirkung auf das polarisirte Licht.
Bei der fractionirten Destillation ging zmischen 90° und
120° nur etwas W e i n g e i s t iibcr (etwa 8 Proc. von der
ganzen Alenge des rohen Oeles), dann stieg das Thermometer
rasch bis iiber 200°. Die bei Weitem grosste Menge destillirte zwischen 210 und 2400. Bei 2500 blieb nur noch ein
geringer, branner, dickflussiger Ruckstand, der bei stlirkercm
Erhitzen stechendriechende, sailer reagirende Dlimpfe gab.
Ein anderswohcr bezogcnes Geraniumol war ctwas dickerfliissig als das erste, reagirte deutlicher sailer und zeigte bei
20° das spec. Gew. 0,910. Es enthielt keinen Weingeist,
so dass unterhalb 2000° fast gar kein Destillat erhslten w i r d c ;
dagegen blieb selbst nach dem Erhitzen auf 270° eine betrachtliche Menge Oels in der Retorte zuriick, welches sich
:ds f e t t e s 0 e l , verunreinigt mit etwm Harz, ergab. Nach
R. B a n r kommt das Geraniumol sehr haufig mit K u s s o l
verfilscht in den Handel. In den1 vorliegenden Falle betrug
die Verfiilschung reichlich 20 Yrocent.
I n bciden Oelen liessen sich S p u r e n v o n f i n p f ' e r
nachweisen, die an der griinlichen Farbung des Oeles bctheiligt sein mogen.
Die in dem 2. O e k enthaltene, freie Saure wlirde dnrch
Schutteln des unterhalb 210° erhaltenen Destillats mit Kalilauge und Destillation der verdunsteten Fliissigkeit rnit Schweideiiure abgeschieden und als V a1 e r i a n s a u r e erkannt.
I m Widerspruch mit den Angaben G1 a d s t o n e 's , daxa
., das Geraniumol mehre dnrch Destillation kaum zu trennende
Oele enthalte," wurde aus dem bei 210 bis 2400 destillirton
Hauptantheile des rohen Oels durch wiederholte fractionirte
Destillation mit Leichtigkeit als einziger wesentlicher Bestandtheil eine ganz constant bei 232 bis 233O siedende Pliissigkeit erhalten, deren Analyse zu der Formel CIOH1*O fiihrte.
Danach ist dieses Oel, das G e r a n i o 1, isomer mit dem B o r n e o i und mit den wesentlichen Bestandtheilen des C a j e p 11 t iils ( B l a n c h e t , Ann. Ch. Pharm. 19,224), des H o p f e n t i l s
( W a g n e r , Journ. f. pract. Chern. 55, 351), des K o r i a n d e r o l s ( K a w a l i e r , Snn. Ch. u. Pharm. 84, 351) und dex
Oeles von 0 s m i t o p s i s a s t e r i s c o'i d e s (Gor u p - B e s a n e z , Ann. Ch. Pharm. 89, 214.).
Das G e r a n i o l , C1OH**O,ist eine farblose, stark lichthrechende Fliissigkeit von sehr angenahmem Rosengerach,
unloslich in Wasser, mischbar in allen Verhaltnissen mit Alkohol und Aether.
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Ueber das indische Geraniumol.
Es wird bei-150 C. noch nicht fest. Sein Siedepunkt
(282 bis 233OC.) liegt hoher als der irgend eines jener isomeren
Oele. Es ist optisch unwirksam. An der Luft verandert es
sich nur sehr allmahlig unter Aufnahme von Sauerstoff und
hinterlasst dann bei der Destillation eine braune dickfliissige
hIasse, wie sie auch aus den1 rohen Geraniumol in wechselnden Mengen zuriiclrbleibt.
Spec. Gew. = 0,8851 bei 15O C. und = 0,8813 bei
210 c.
Mit C h 1o r c a 1c i u m bildet das Geraniol eine krystallisirbare Verbindung CaCl, C 10H180, in der es gewissermassen
das I'lrystallwasser vertritt. Man erhdt sie, wenn man frisch
geschniolzenes und gepulvertes CaCl mit Geraniol auf hochstens 50° erwarmt und die in trockner Luft filtrirte Losung
langere Zeit auf - 10° abkiihlt. Diese Verbindung wird
durch starkeres Erhitzen und durch "Wasser sofort zerlegt.
Lasst man Geraniol auf schmelzendes Kalihydrat tropfen,
so entsteht v a 1e r i a n s a u r e s Xali. Such bei langerem
Xochen des Geraniols mit Kalilauge oder Barytwasser wird
V a 1e r i a n s a u r e in geringer Menge gebildet. Beini Schiitteln mit kalter, neutraler Losung von ubermangans. Xali lost
sich das Geraniol vollstandig auf ; die filtrirte Losung enthalt
v a1 e r i a n s a u r e s Kali und, falls die Erwarmung nicht vermieden wurde, auch E s s i g s i i u r e und andere Glieder der
lteihe der fetten Sauren.
Triigt man Geraniol allmahlig in ein heisses Gemenge
von chromsaurem Kali und verd. Schwefelsaure ein, so destillirt eine stark saure Pliissigkeit, w-elche neben w e n i g V a l e r i a n s a u r e fast nur E s s i g s a u r e enthalt; im Riickstande
irt B e r n s t e i n s a u r e enthalten , die sich durch grosse Mengen Aether demselben entziehen Itisst.
Xit Salpetersaure von 1,20 erhitzt, tritt ausserst heftige
Einwirkung ein; es bilden sich N i t r o b e n z o l , B l a u s a u r e ,
eine g e l b e , h a r z i g e S a u r e und O x a l s a u r e , aber keine
dor Camphersaure entsprechende Verbindung.
Nit PO5 oder ZnCl destillirt, liefert das Geraniol einen
Kohlenwasserstoff = CleH16, das G e r a n i e n ; dieses siedet bei
162 bis 164 O, bildet eine farblose, leichtbewegliche Fliissigkeit, von einem an frische Mohren erinnernden Geruch, 0,842
his 0,843 spec. Gew. bei 2 0 0 C. und ist optisch unwirksam;
Dampfdichte bei 237O bestimmt = 4,93. Es o%dirt sich an
der Luft unter reichlicher Ozonbildung rasch.
Das G e r a n i o l zeigt in seinem chem. Verhalten grosse
Uebereinstimmung mit dem Borneol, gleich welchem es nach
Ueber das indische GersniumGl.
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seinen meisten Reactionen, als ein cinatomiger Alkohol
C10H17OH betrachtet werden kann. Der physikalische Enterschied, dass d a s Geraniol flhssig und optisch unwirksam
ist, wiederholt sich in fast allen seinen Abkommlingen.
Das G e r a n i o l c h l o r i d Cl0H17Cl entsteht bei Einwirkung von Salzs&aregas oder starker wassriger Salzsaure auf
Geraniol. Es ist eine olartige Fliissigkeit von gelblicher Farbe
und camphorartig aromatischein Geruch, spec. Gew. 1,020 bei
200. Noch bei - 15 nicht fest. Salpeters. Silberoxyd in
alkohol. Losung fallt schon in der Kalte augenblicklich und
vollstandig das Chlor als Chlorsilber.
Durch die Leichtigkeit, rnit der es Doppelzersetzungen
erleidet, bietet es einen einfachen W e g zur Darstellung andeper analoger Verbindungen. G e r a n i o 1b r o m i d C l 0 H l 7 B r
und G e r a n i o l j o d i d CIOH1?J entstehen, wenn das Chlorid
in alkohol. Losung bei gewohnl. Temp. mit KBr oder KJ zersetzt wird. Bus der vom gebildeten KC1 abfiltrirten Fliissigkeit scheidet Wasser diese Verbindungen als schwere olige
Fliissigkeiten ab. Sie zcigen noch leichter Doppelzersetzung
als das Chlorid; das Jodid briunt sich an der Luft und am
Lichte.
Aehnliche , leichtzersetzbarc Fliissigkeiten sind das G e r a n i o l c y a n i d und G e r a n i o l r h o d a n i d .
Auch das
v a l e r i a n s . , z i m m t s . und b e n z o e s . Geraniol wurde dargestellt. Es sind angenehm riechende, olartige Fliissigkeiten.
Z i m m t s . u n d b e n z o e s . G e r a n i o l sind dickfliissig, auch
noch bei - loo C. Keiner dieser Aether ist unverandert
destillirbar. Sie lassen sich auch darstellen durch mehrstundiges Erhitzen des Geraniols mit uberschussiger Benzobaure
oder Zimmtsaure auf 200° und Waschen des Yroductes mit
verd. Sodalosung.
G e r a n i o l s t h e r C20H340. Erhitzt nian Geraniolchlorid rnit Geraniol, oder anch rnit seiner 3 bis 4fachen Menge
Wasser in zugeschmolzenen Rohren einige Zeit auf 180 bis
200° so wird dieser Aether gebildet. Er entsteht auch bei
der Zersetzung des G e r a n i o 1 o h 1 o r i d s mittelst alkoh. Kalilauge. Man muss durch lingeres Erwarmen diese Zersetzung
unterstiitzen ; das durch Wasser abgeschiedene und getrocknete Product ist iiber Aetzkalkstuckchen zu rectificiren. Es
ist eine farblose , auf Wasser schwimmende Flussigkeit von
pfefferminzartigem Geruch, bei 187 bis 190° C. siedend.
G e r a n i o l s u l f i d C20H34Sentsteht bei der Zersetzung
des Chlorids mittelst einer nlkoh. Losung von Einfaohschwefel-
78 Das zuckerums., glykosebild. Pcrnient (1. Bicrhefe. - Ueb. kiinstl. Alizarin.
lialiiini als eine gelhliche , im Wasser untersinkende Fliissiglreit von ausnehmend unangenehmem Geruch. Rie giebt mit
Queclrsilberchlorid eine in Alkohol unlosl. Verbindung. (Annalen d. CJwn. u.Pharm. 1Mw. 1871, Bd. 167, X. 232 bis
239.).
H. L.
Das zackerumseBende , glgkosebildeiide Feriiieiit (lei*
Bicrhefe.
I n der chemischen Sectiofi dcr letzten deiitsclien Naturforscher - Tersammlung zeigte H o p p e - S c y 1e 1. das von
ihm aus Bierhcfe abgeschiedene Ferment, welches die Uebcrtiihrung des Rohrzuckers in Trauben- und Fruchtzucker
bewirkt. Dasselbe stellt ein weisses, in Wasser Iosliclies
Pulver dar, welches im trocknen Zustande und untcr Alkohol
unverandert aufbewahrt werden kann. Die lebende Bierhefe
liklt dasselbe zuriick und giebt es an Wasser nicht ab; todtet
man dieselbe indessen durch Zusatz von etwas Aether, so
lasst sich das Ferment leicht durch Wasser ausziehen und
kann aus der Losnng gewonnen werden. Die wassrige Losung bewirkt rasch die Umwandlung des Rohrzuckers , und
cler Medncr ivies an einer im Soleil’schen Polarisations - Appsrate befindlichen Rohrznclrerliisung , die er mit etwas klar
filtrirtcr 1l”rmentliisung 1-ersetzte , in Verlauf von etwa einer
Stiindc eine starke Vermindcriing der Recbtsdrchnng nach.
(neT “t?/?foTscAer).
Hby.
Ueber kiinstliches Alizarin.
Den Farbstoff , wclchen man entweder nach G r a b e ’ s
nnd L i e b e r m a n n ’ s urspriingl. Verfahren oder a m der Hnlfosaure des Antlirachinons erhalt, hat P e r k i n stets als A l i z a r i n angesprochen. Dlan hat jedoch die Identitat dieses
Stoffes mit K r a p p a l i z a r i n in Frage ziehen wollen. P e r k i n hat desshalb einige Versuche dariiber angestellt und dic
2 Producte auk Sorgfaltigste neben einander gepriift. Zu
diesem Zwecke verwendete er sowohl gereinigtes sublimirtes,
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