close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber das Siliciumwasserstoffgas.

код для вставкиСкачать
Silicium wusserstofgas.
35
Verbindung besteht, welche dem Phosphoroxychlorid analog zusammengesetet ist. Ein solches hat euerst S e r u l l a s durch die Einwirkung von Schwefelwasserstoff auf
Funffach - Chlorphosphor erhalten. Die Abscheidung des
iiberschiissigcn Chlorphosphors ist noch niclit vollstiindig
gegliickt.
Der bei der Zorsctzung der Schwefelverbindun en
statt findende Vorgang hat dnher mit dem bei der f e r eetxung der Oxyde grosse Aehnlichkcit. Der rnit den
Metallen verbundene Schwefcl tritt niiinlich wic der Sauerstoff der Ox de an den Phosplior, wahrend das Metall
mit einem &eile des Chlors vom Chlorphosphor sich
vereinigt. Aus der grossen Verwandtschatt des Schwefcls eum Phosphor und des Chlors zu den Metallen ist
der hier statt findende Process leicht erklarlich.
W e b e r hat ferner durch directc Vereinignng von
Chlorphosphor mit Schwefelphosphor eine Verbindung erhalten, welche nach der damit vorgcnommenen Untersuchung aus PC13S2 besteht; also gleicher Zusammansetzung mit der von S e r u l l a s hat, und durch welche
die sngefuhrte Zersetzung der Schwefclmetallc ihre vollstandige Uestatigiing erhiilt.
Leitet man die Diinipfc von Funffach- Chlorphosphor
uber erhitzt.cn Schwefel, so wird eine Flussigkeit erhalten, welche Chloraluniinium stark rothet imd wahrscheinlich ein Gemengc von Halb- Chlorschwefel mit der oben
erwahntcn Verbindung ist.
Durch Einwirkurig von Funffach -Chlorphosphor auf
Selenblci hat W e b e r ncben Chlorblei eine riithliche selenhdtige Fliissigkeit erhalten, welche niit WasRer unter
Abscheidung von Selen Rich zersctzt. Die Losung enthiilt neben andern Verbindungen auch Selcnwasserstoff.
(Uer. der Akud. der Wissensch. zz( Berlin. 1859. - Chem.
Centrulbl. 185.9. No. 27.)
B.
--
Ueber das Siliciiimrvasserst~~~s.
IJngeachtet rielhcher Vcrsnchc war es bis jetzt nicht
gelungcn, das Yiliciiitn~~asserstoff~~is
auf rein clieniischern
Wcge hervorzubringcn. 1)cr Zuhll hat nun auf dcn Wcg
efuhrt, auf dcm cs so Icicht wie P11nal,hor\\,:ifiseistoffgas
fsrstcllbar ist, so leiclit, dnss seine inerliwiirdigen E i p n .
schaften in dcr Vorlesung gczcigt werden I-"
.on ncn.
M a r t i u s nus MiiricIi.cn beobnchtete niiinlich in W o h l c r ' s Laboratoriuin zucrst, dass einc Schlacke, dic bci
3
36
Siliciumwassersto fgas.
der Darstellung von Magnesium nach D c v i 11e 's Verfahren erhalten war, die Eigenschaft hatte, rnit Salzsiiure
ein selbstentziindliches Gas zu entwickeln. Dieses Gas
konnte in diesem Falle nur Siliciumwasserstoffgas sein,
entstanden oltne Zweifel aus siliciunihaltigem Magnesium.
Die zahlreichen Versuche, die W 6 h 1e r nun gemeinschaftliclt mit M a r t i u.s vornahm, haben diese Annahnie
vollkommen besfitigt. Das Material zur Entwickelung
des Gases bereitet man auf folgende Weisc: 40 Grin.
geschniolzenes Chlormagncsium, 35 Grm. scharf getrocknetes Fluorkieselnatriiim und 10 Grin. geschmolzenes Chlornatrium werden in eincr heissen Rcibschale fein geriebcn,
innig vermischt, in cin erwtirmtes verschliessbares Qlas
geschuttet und dann 20 Grin. Natrium, in moglichst klcine
Stiickc zerschnittcn, rasch hinzugegeben und mit dein
Pulver durch Schutteln gemengt. Zuglcich hat man cinen
hessischen Tiegel zum vollen Gluhen gebracht, in welchcn
dann jenes Uemengc auf einrnal hineingeschiittet wird.
Nacltdeni man ihn bedeckt hat, vcrstarlrt man das Feuer
etwas, worauf sich dann die bald eintretcndc Reaction
durcli wiedcrholtes prnssclndcs Gcrausch zu erkenncn
giebt. Sobald es nufgeltiirt Iiat und auch keine Nstriurnflammo mehr untcr dciri 1)eckcl hcrvorbrennt, nimmt
man den Ticgel aus dem Feuer, liisst ihn erknlten und
zerschliigt ihn.
E r enthiilt einc geschrnolzene grauschwarac Masse,
die mit metallgliinzendcn, dunlrcl eiscnschwarzen Ulattchen und Kugelchen crfiillt ist. Diesc Massc dicnt unmittclbar zur Entwiclcelung dcs diliciuniwasscrstofases.
1:s sci hier aucli no& beirterkt, dass man auch bci Anwendung andercr VerhAtnisse, nnmeiitlich mit wcniger
Natrium, Masscn bcknrn, die rcclit gut selbstcntzundliches
Gas cntwiclcelten. Man erliiclt eine solche selbst, als
man statt dcs E'luorkicseltintri~iis ein Gemenge von Kryolitli und Wasscrglas nnwandte, oder statt cles Clilonitagnesiums gescltrnolzcncs Chlortnagncsiuin-Sntriiiiii bcrcitct
durch Aufl6scn von ~l/lrr,qnssiaalbn in Salzshre, %icinischung
von I;q Kochs:h, Abdampfcn, vollkoinirtenes Austrocknen
und Scliittelzcn. IJm das Gas zu entwickcln, schuttet
man die JIasse, Friiblicli zerstossen, in eine zweihalsige
Flasche, deren etnc Ocffiiung mit einciit wciten bis :Luf
den Llodcn reichciitlcn Eingussrolirc, die andcre mit eincni
weiten und kurzen Ableitungsrohrc vcrsehcn ist. &Ian
fiillt sic ganz niit Wasser nn und senkt sie in der Wanne
bis unter die Obcrfliiche des Wassers, so dass auch das
Siliciumioussersto~~as.
37
Ableitungsrohr mit Wasser erfiillt wird und nirgends
eine Luftblasc zuiiickbleibt. NRchdem man iiber die
Miindung des Ableitungsrohres eine mit Wasser gefiillte
Glocke gestellt hat, giesst man durch das Trichterrohr
nach und nach concentrirte Salzsaure ein, mit der Vorsicht, dass keirie Luftblasen niit eingegossen werden. Das
Gas entwickclt sich rnit grosser Heftigkeit unter Bildung
eines starken Schaumes, der unvermeidlieh bis in die
Glocke mit iibergefuhrt wird, sich aber nach kurzer Zeit
so abaetzt, dass man das Gas frei davon in eine andere
Glocke uberfiillen kann. Diese ganze Operation muss
mit Anwendung von ausgekochtem Wasser vorgenommen
werden, denn iiber lufthaltigem wird das Gas nebelig
und verliert in Kurzem seine Selbstentziindliehkeit. Es
ist nieht schwer, dss iiber Wasser in einer mit einem
Hahne versehenen Glocke aufgesammelte Gas in Gefasse
uber Quecksilber uberzufullen und zugleich zu trocknen.
Man verbindet die Glocke mit einem Chiorcalciurnrohre
und dieses mit einer moglichst kurzen und engen Leitungsrohre. Im ersten Augenblicke entaiindet sich das
Gas, jedoeh gefahrlos, in den noeh lufthaltigen Rohren,
dann entflammt es sich an der Miindung, und nun fuhrt
man diese untor das Quecksilber.
Als Bestatigung und Erganzung der fruheren Reobachtungen iiber dieses Gas ist k’olgendes anzufiihren.
Jede Blase entzundet sich an der Lnft rnit heftiger Explosion und weisscr Flamme. Die entstehendc Kieselsaure bildet dabci, .ganz so wie beim I’hosphorwasserstoffgas, mcist schone, ringformige Nebel, die dann zu leichten,
in der Luft herumfliegcnden Fiiden und Flocken zergehen. Ekufig sind diese von unverbranntem Silieium
braunlich geE3rbt. Aus einer Rolire in die Luft ausstromend, bildet das Gas eine grosse, weisse, hellleuchteiide Plamme. Oeffnet man einen mit dem Gas gefullten
schmalen Cylinder an der Luft, so senlit sich die Plamnie
allmiilig hinab und die ganze innere Wand des Cylinders belegt sich mit brauneni amorphem Silicium. Liisst
man das Gas zu iiber Wasser abgesperrter Lutt treten,
so legt sicli dcr bei der Verbrennung entstchende Kieselsilureiiebel als cin weisses Rlehl auf die Oberfliicho des
Wassers. Das Gas wird schon l e i schwaclier Gluhhitze
vollstandig zersetzt. Durch ein schwach gliihendes Glasrohr geleitet, belegt es die ganze innere Wand mit einem
dunkelbraunen, undurchsichtigen Spiegel von amorphem
Silicium; ebenso verhilt es sich, wenn man seine Flamme
38
Silic ium wasserstofgas.
gegen eine PorcellanflKche brennen lasst. Dass e8 init
Chlorgas lebhaft explodirt, ist schon friiher beobachtet.
Dagegen Iasst es sic11 ohne Veranderung mit Sticlroxyd
und Stickoxydulgas verinisehen. Eben so wenig scheinen
Natronlauge und Arnnioniak darauf zu wirken.
Zu den ncu beobwhtcten Eigenschaften des Gases
gchort noch die, dass es melirere Metalllijsungen fiillt.
Es sind dies die Auflosungen von schwefelsaureni Kupferoxyd, salpeteremrern Silberoxyd und Palladinmchloriir.
Vor Allem war cs nun von Interesse, die eigentliclie
Verbindung n%ihcr kcnnen zu lernen, die bei ihrer Zersetzung niit Sjalzsaure das Siliciumwasscrstoffgas bildct.
W 8 h I e r und 31 a r t i n s liaben dariiber viele Versuche
vorgenoinnicn, vie1 Katririin und Chlormagnesiuni verbrauclit, ohne bis jetzt mit Sicherheit ins Klare kommcn
zu kiinnen. Die Heobaclitungen, die sie dariiber gcinaclit
Iiaben, sind folgende :
Wie oben erwaihnt, e r h d t man die das Gas bildende
Verbindung bei ihrer lhrstellung nur in Irleincn, in die
Sjchlacke eingeschrnolzenen Theilchen odcr in selir kleineii Kiigelchcn. R1:~rtiusund W o h l e r versucliten, sie
zu einer Mnsse angcsaiiimelt und gcschmolzen zu erhalten, indern sic die lieductionen, niit Zusatz von Flussspatli, in cinein stark zichenden Windofen vornaliinen
und nach crf'olgter Reduction das Fcuer bis inindestens
zur Ilolicisensclimel;hitze vcrstiirkten. Sie erhielten auf
dime Weise wohlgeflosscne, dunkel eisenschwarze Metallliorncr, deren geringe Gewichtsmenge aber cntfernt nicht
der Q,u:mtitiit des angewandten Materials entsprach. Diese
Substanz sicht ganz so wic das Silicium -Aluminium nus,
ist sprtde und i i i i Bruclic schr krystallinisch. In Salzsiiure eritwickclt sic, lcbliaft selbstentziindlichcs Gas init
Hintcrlnssung von krystalliniscliein Siliciuni und dichtem
Siliciurrioxyd, letztcrcs d:tran erkennbar, dass dcr Kuckstand, riiit Aniiiioniak iibcrgosscn, schiiuniencl Wasscrstoffgas entwickelt. Die 13ildiing desselben ist auch 1Jrsache, dnss die Einwirkung der Siiure auf ein ganzes
Stiick der Substanz ljald aufliiirt und erst nach den1 Zerrciben w i d e r eintritt. In eincr Likung von Salmiak,
die bek:inntlicli das Magnesium schr leiclit auflost, entwickelt diesc Suhtanz, als ganzes Stiick angewandt, Anfangs lebliaft Wasscrstoffgas, was aber nnch einiger &it
ganz aufliiirt. IVird sie dagegen zu Pulver zerrieben
mit Salmiaklosung iibcrgossen, so entwiclrelt sie mit grosser Heftigkeit selbstentziindliches Gas; die Liisung, die
Siliciun~wasseirto
fgas.
39
stark nach Ainmoniak riecht, enthlilt dnnn vie1 Magnesiumsalz. Nach vollig beendigter Einwirkung bleibt ein graues
Metallpulver, das mit dalzsiiure wieder sehr heftig nicht
selbstentziindliches Wasserstoffgas entwickelt und zuletzt
krystullinisches Silicium mit Siliciumoxyd hinterlbst.
Diesc Nctallmassen schcinen demnach Gemenge von
dreierlei SubRtanzen zu sein; von freicm Silicium, einem
Siliciom-Magnesium, welches mit Salmiaklosung, besonders aber niit Sulzsiiure Siliciumwasserstoffgas entwickelt,
und von eincm Siliciummagncsium, welches mit Salzsaure
freies Wasserstoffgas und Siliciumoxyd bildet. Letzteres
ist auch stets in Menge in dem bci dcr Bereitung des
Siliciuinwasserstoffgases sich bildenden Schaume enthalten und ist eben die Ursache des starken Schaumens
dcr Massc.
Bei ciner Bercitung der gasentwickelnden Schlacke,
in ungewohnlich grossem Maassstabe ausgefiihrt, fanden
sich, offcnbar in Folge der im Rcductionsmomentc entstandelien hiitieren Temperatiir, eine grosse Zahl kleiner,
d i w a r z e r hletallkugeln in der schwarzen Schlacke, die
indesseu zusainmcn ltauni 1 Grm. wogen. Gleich der
Sclilacke entwickelten diese Kugeln schr lebhaft selbstentziinclliches Gas und liisten sich auf, nur Siliciunioxyd
hinterlassend, kein dilicium. D a an rnehreren freies
3Iagnesium sichtbnr war, so wurden 0,595 Grm. so lange
mit concentrirter Salmialtlosung behandelt, als der Ruckstand Wasserstoffgas cntwicltelte. Die Einwirkung fand
Anfangs unter starker Erwiirmung uad Aminoniak- Entwicltelung statt. Der im Salniiak unliisliche Ruckstand
wog 0,189 Urm., also 31,8 Procent. Dcrselbe bestand
aus Aggregaten ron bleigraiien, schon init blossen Au en
erkenn t w c n reguliircn Octaedcrn, zum Theil mit %en
Wtirfelfliichcn. Dicse 0,189 Grin. losten sich in Salzsiiurc unter heftiger E:ntwickelung von Gas auf, das sich
Anfangs nicht entziindcte, bald aber sclbstentzundlich
wurde und heftig explodirte. Es hlieb keine spur silicium zuriick, sondcrn nur weisses, pulverigcs Siliciumoxyd. Nach dem Gliihen gab es 0,124 Grm. Kieselsaure
-= 0,058 oder W,6 R o c . Silicium.
Die BUS der Auflijsung gefallte phosphorsaure Magnesia wog nach dein Gliihen 0,463 Grm. = 0,100 oder
52,9 Procent Magnesium. An 100 der angewandten Verhindung fehlen dcmnach 1G,7. Nimmt man an, dass diese
von Silicium ausgcniacht werden, das als Siiiciumwasserstoffgas wegging, und rechnet sie den gefundenen 30,6
40
Dimorphismus der lirystallimrten Kiieseledure.
Procent S i l i i u m liinzu, so wiirde diese krystallisirte
Verbindung beatehen aus
Msgncsium 52,9
Silicium
47,l
100,o.
Das entspricht aber gcnau dcr Formel Mg2Si. Wiirdc
diose Vcrbindung mit Salzslure gerade auf Chlormagnesium
und Siliciumwasserstoffgas bilden, so miisste letzteres naeh
der Formei SiII2 znsammengcsetzt sein und kiinnte in 1 Vol.
1/ Vol. Siliciumgas und 3 Vol. Wasserstoffgas enthalton.
A%er wic man 9811, entsteht zuglcich Siliciumox d, dessen Bildung indessen auf einem secundnren organge
beruhen und mit dem glcichzeitigen Auftreten von freiem
Wasserstoffgase in Zusamnienhang stchen kiinnte. hl a r t i u s hat es iibernommen, durch fernere Versuche diese
Fragen zur Entscheidung zu bringen. (h'achr. cun der
G . A. Univeia. 11. Khigl. Gesellech. der Wissensch. zu GGttingen. No. 9.)
B.
3.
Dimorphismus der Lrystallisirten Kieselsiiure.
Bergrath J e n z ch hat eine bis jetzt unbekannt
bliebene Modification der Kieselsaure beobachtet,
im ein- und eingliedrigen (gedreht - tctarto - rhombischen)
Systeme krystalliuirt, wiihrcnd der Quarz hexagonule Krystallform zeigt. Dies neuc Mineral ist cin charakteristischer Gemcngtheil der Mclaphyre und wird Vcstan genannt.
Sein gewiihnlicher Bruch ist ausgczeichnct tnuschcli
]Iat
einen sehr lebhaften, sich dcm Diamaiitglanze na icrnden
Fettglanz, ist bei weissem Striche blass- und nelkenbraun,
bis farblos, wassorhell, fuhlt sich kjilter an und ist etwae
hiirter als der Quarz, hat bei 28OC. ein specifisches Uewicht = 2,659 wid wird von C'lilorwasserstoffsHure und
Salpetersaurc ar nicht, von Flusssiiurc wenigcr als Quarz
angegriffen.
or dem Liithrohre iRt er unschmelzbar,
ertheilt rrucli dcr ausseren E'lamme keine Farbung und
lost sich in der Boraxperle auf. Was scine chemische
Zusamniensetzung anbetrifft, so ist er cine durch geringe
Beimcngungen (ctwa 1 I'roc.) vcrunreinigtc Kieselsiiure.
G.
(Ann. der ('hem. u. Pliarm. X S X I I . 382-384.)
8;;
7;
%
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
323 Кб
Теги
ueber, siliciumwasserstoffes, das
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа