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Ueber das Wasser des todten Meeres und des Jordans.

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Wasser des todten Meeres und des Jordans.
86
Die Zusammensetzung zeigte sich:
A s 2 O 5 = 1436,48
2 NaO = 774,34
25 a q = 2812,50
5023.32
berechnet: gefunden:
28,59
28,55
15,42
55,99
15,60
100,OO
100,Ol.
55,86
Bei O o und auch noch bei einigen Graden darunter kr.yslallisirtes Salz ergab 56,58. 56,23 und 5G,22 Proc. Wasser26aq wurde aber
gehalt. Die Formel As2 0 5 ,2NaO
56,96 Proc., diejenige mit 27ay aber 57,88 Proc. Wasser
erfordern ; demnach enthalt das bei niederen Temperaturen
krystallisirte Salz auch nicht mehr als 25 Atorne Wasser.
(Erdm. Journ. furprakt. Chem. 1 W 3 . Bd. 56. p . 30.) R .
+
Ueber das M'asser des todten Meeres und des
Jo rdaii s.
B o u t r o n - C h a l a r d urid H e n r y haben das Wasser
des todten Meeres analysirt. Dieses wurde ihnen wohl
verwahrt von dem Consul des Jerusalemer Dislricts zugesandt. Derselbe schopfte es den 2. April 1850. Benann'te
Chemiker widrneten sich dissrr Untersuchung mit grossem
Eifer und zwar, um der auffallenden Verschiedenheit, die
sie in den Resultaten Anderer entdeckten, auf die Spur zu
komrnen. Der Bericht uber eine Excursion an den Ufern
des todten Meeres - dem Institut am 22. August 1854
vorgelesen - war den Herren Verfassern ein treffliches
Hulfsmittel zur Erweilerung ihrer Arbeiten:
Die Ausdiinstungen des todten Meeres sind nicht todtlich, da Vogel daruber wegfliegen und Wasservogel lustig
darauf herurnschwimmen. Der Untergang der funf Stadte
in der Gegend des todten Meeres, wovon in der Bibel die
Rede ist, muss vulkanischen Eruptionen, die in diesem Theile
Syriens mehrmals vorfielen, zugeschrieben werden. Nnch
einer v o n L a v o i s i e r , M a c q u e r und S a g e angestcllten
Analyse enthielten ,100 Theile des in Rede stehenden Wassers 44; Theile Salzes, namlich:
.
Natron-Seesalz. . . 6 t Theile
Erdiges Seesalz . .38i I!
Sa. 498 Theile.
M a 1 t e B r u n sagt in seinen Annales des voyages: Das
Eigengewicht des Wassers aus dem todlen Meere betragt
1,211. Es ist vollkommen klar. Reagentien verrathen
darin Salzsaure und Schwefelsaure. Alaunerde fehlt. Es
verandert das Lackmuspapier nicht. 100 Theile desselben
enthalten :
56
Wasser des todten Meeres und des Jordans.
Kalkmoriat. ..... .3,920
Rlagnesiamuriat . .10,'246
Nalronmuriat
.10,360
Kalksulphat
.0,050
...
.....
21,580.
Obige Salze also machen den vierten Theil des WasSers aus. G o r d o n erzahlt, dass man, ohne schwimmen
zu konnen, davon getragen wird. K I a p r o t h , welcher
das Wasser des todten Meeres 1809 untersuchte, giebt das
Eigengewicht desselben zu 1,248 an, er fand in 100:
Kal k in uria t . . . . . . .I0,60
Nagnesiainuriat .21,20
Natronmuriat . . . . . .7,80
..
32,60.
G a y L u s s a c , welcher das ihm vom Grafen F o r b i n
iiberreichte und von demselben selbst geschopfte Wasser
des lodten Meeres untersuchle, fand sein Eigengewicht
1,218 und bekom von !lo0 2636 Theile eines Ruckslandcs,
welcher aus Natrium-, Calcium-, Magnesium- und Kaliumchlorid mit wenigem Kalksulphat bestanden.
In dem 55. Theile der Aiinnles de Chimie et de Physique 1821 befindet sich die Analyse des Wassers aus dein
todten Meere voli G. G. G m e l i n . Das Eigengewichl betrug nach demselben 4,212; das Resultat war in 100 folgendea :
.
. . . ..
....
Clilorid d e s Calciuma. . . . . . .3,2141
I,
Rlagnirims. . . . .11.7731
,I
I!
Katriums.. .... .7,0777
rt
Paliuins. . . . . . . l , [ , i 3 8
Alumionis. . . . . .0,0896
tt
tt
Mangans.
.0,2117
Aiiiriiouiuiiis. .. .0,0075
Bromid des Nagniunis . . , . , .0,1393
Kaliumoxydsulphat . . . . . . . . .0,0527
.....
24,5398.
In den Annnles des mines von 1840 ist noch zweier
Analysen erwahnr, die eine von I v a n o f , die andere von
A p j o h n ; aber diese Manner operirten auf zu geringe
Mengen des Wassers, als dass man ihrem Resultat trauen
konnte. Da die Analysen eines I, a v o is i e r , K I a p r o t h's
G m e l i n ' s und Ga L U S S B C ' Sunter einander abweichen,
SO muss die Ursac e davon .nur besonderen Urnstanden
und keiner tingenauigkeit zugeschrieben werden. Das
Wasser, welches B o u t r o n - C h a l a r d und H e n r y erhielten, war in einer Blechflasclie mil verlotheter Miindung enthalten. Filtrirt zeigte es folgende Eigenschaften :
K
Wasser des todteri Meeres
tilid
des Jordans.
57
Es war geruchlos, schmeckte salzig-bitter und triibte
sich in der Hitze ocherfarbig. Das Eigengewicht desselben war 4,099. Gegen Lackmuspapier verhiett es sich
indifferent, doch bewirkte es in der Veilchentinctur einen
Blick in das Grunliche. Mil Sauren brausete es nicht.
Bariumsalze trubten es etwas, Silbersalze sehr stark rnit
einem rothlichen Pracipitate. Phosphate verriethen die
Gegenwart von Calciom- und Magniumsalzen. Die mit
etwas Schwefelwasserstoff versetzle Auflosung des Eisenoxydsulphats verursachte eine graue Triihung darin, Alkohol, wie auch Seifenaufliisung eine weisse. Die fast zur
Trockne abgerauchte Mutterlauge des Wassers wurde mit
Weingeist ausgezogen. Die Auflosung gab rnit Brucinsulphat eine orangenfarbena Verbindung und Platinchlorid
verrieth in dem lief abgerauchten Wasser Kali. Weil die
quantitative Analyse stets unerhebliche Versuche zum Gegenstand hat, so sei hier nur der Hauptsache dahei gedacht.
100 Theile des mit etwas Sal PtersPure versetzten
Wassers gaben mit Silbersolution
Th. Silberchlorid.
Das Filtrat mil Ammoniak im Uebcrschuss erlitt zwar eine
Triibung, aher eine so schwache, dass man sie nicht einma1 einem Phosphate zuschreiben konnte. Mit Kali destillirt, gab es ein Destillat ohne eine Spur von Ammoniak.
In der Retorte hatte sich Kalkel.de u n d Talkerde ahgesetzt.
Wurde die vom Bodensatz abgesonderte Fliissigkeit bis
zur Trockne abgeraucht und der Riickstand mit Weingeist
bchandelt, so liess sich in diesem rnit Amylum kein Jod
auffinden.
Ein niit Silbersalz in 60 Grm. des Wassers gewonnener Niederschlag wurde mit metallischem Zink ('in stelem
Ueberschuss gehalten) und reiner Schwefelsaure behandelt,
dann der Niederschlag auf eiii Filter geworfen, das Filmat
bis z t ~ einem gewissen Volurn abgeraucht und i n einem
engen Probierglase mit elwas Chlorwasser und Schwefelather durchgeschiittelt, n u n erschien jener gelb gefarbt,
am .4mylum war aber keine Veranderung zu bemerken;
es zeig!e sich weder eine blaue noch violette, noch rosenrothe barbung an demselben, oder die drei Farben, wodurch m a n das Verhaltniss der Menee cles Jods angedeutet
sieht. Obige Erfahrung bestatigte sich durch Kaliumjodid,
welches man in allmalig. geringerer Quantitat anwandte.
Obiges Verfahren ist so einfach und so leicht auszufuhren,
dass man sich desselben gewiss in der Folge bei Mineralwasser-Analysen bedienen wird, namlich, wenn es darauf
ankommt, sich zu uberzeugen, ob Bromide neben Jodiden
$6'7
58
Wasser des todten Meeres
tlnd
des Jordans.
vorhanden sind. Durch Liebung wird man dahin kommen,
selbst die Menge dieser beiden Stoffe nach dieser Methode
annahernd zu bestimmen. In 1000 Theilen des Wassers
waren vorhanden:
Chlorid des Natriums..
o
II
....................
Kaliums ..........................
.710,03
1,66
Magniuins. ......................
16,96
Calciums .........................
6,80
Sulphat des Natrons, B a l k s und der Rlagnesia.. . .2,33
Erclige Carbonate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..9,53
Siliciumsiiure, organische Substanzen. . . . . . . . . . . .8,0@
Bromide, Nitrate, Eisenoxyd.. ................Spuren
189,44.
(I
I,
Ob das Magnesia- und Kalkcarbonat, wie auch das
Sulphal wahrend der Behandlung entstanden ist, oder oh
es praexistirte, bleibt wegen der geringen Menge des
behandelten Wassers unentschieden, so vie1 ist gewiss,
dass wenn letzteres der Fall sein sollte, erstere heide als
Bicarbonate vorhanden waren. Man wurde sich iiber
qrosse Gewichtsverschiedenbcit der Salzruckstande dieses
k a s s e r s wundern mussen, wenn sie nicht durch bekannte
Umstantie veranlasst waren, narnlich durch die 30 Tage
lang anhaltenden Hegengusse und die dadurch entstehenden Stromergiessungen, wie auch durch die bald darauf
folgende. starke Verdunstung bewirkende Temperaturerhohung. L a v o i s i e r , h l a c q u e r und S a g e und spater
K l a p r o l h gaben einen Ruckstand von 40 Proc, G a y
L u s s a c und Andere von 15-20 Proc. an. Obige meteorologische Wirkung, die sich i n jedem Jahrc wiederholt
und woruber die Physiker einig sind, zeigt an, dass es
wesentlich nothwendig ist, die Jahreszeit zu bemerken, in
welcher das Schopfen des Wassers geschah.
Gabe das Wasser des todten hleeres, wie das des
Elton -Sees (im asiatischen Russland) Magnesiasulphat, SO
konnte man glauhen, es ginge ein Phanomen darin vor,
wie es P a I I a s in diesem beobachtete. namlich, dass sich
das Salz des Nachts ahsetzt und an] Tage wieder auflost.
Nach G a y L u s s a c ~ e l t e ndie erst bemerkten L'mstande
beim Wasser des todten Meeres allein.
W a s s e r d e s J o r d a n s . - Das Wasser des Jordans
ist gelblich und lehmig. Dieser kleine Fluss hat nach
der Jahreszeit verschiedene Tiefe und eine Breite von h.0
bis 50 Meter. Die Ufer desselben sind mit Schilf und
Binsen bewachsen. Als der Graf F o r b i n 1847 dem G a y
L us s a c Wasser aus dem todten Dleere zur Analyse uberreichtc, hatte er deniselhen zu diesem Zweck auch Was-
Kryslallinische Beschaffenheil des Glases
59
ser des Jordans mitgebracht, aber jener begniigte sich mit
Reagentienproben und fand dadurch, dass es Natrium- und
Magniumchlorid und etwas weniges von Kalksulphat, wie
auch Spuren von Calciumchlorid enthielt. Das B o u t r o n - C h a l a r d und H e n r y ubergebene Wasser war
durchsichtig, geschmacklos und der Geruch dessel hen
erinnerte an Petroleum. Es hat ein gerinpes Eigengewicht,
namlich nur 1,00084. Versuche durch Reagentien ergaben
darin Chloride, alkalische Carbonate, Spuren von Sulphaten
und in dem Salzruckstande noch alkalisches Salz, wie es
Veilchentinctur durch einen Blick ins Grunliche andeutete.
Benannte Chemiker fanden das Wasscr des Jordans
in 1000 Theilen zusammengesetzt aus:
Chlorid des Natriums . . . . . . . . . . . . . . . .0,52,5
.
II
tt
Magniuins ............... -0,250
C,
I,
Kaliurus. . . . . . . . . . . . . . . ..Spuren
Sulphat des matrons und der Magnesia . . . 0 , 0 7 5
Erdipe Bicarbonate. . . . . . . . . . . . . . . . ..0,152
Iiieselsaure, Organisches.. ............ .0,050
__1,052.
Am Ende ihrer Abhandlung theilten die Verfasser
noch Versuche uber zwei Fossilien mit, iiber ein kalkartiges und ein erdharzartiges, die sich am Ufer des todten Meeres befanden, da sie sber eben liein lrrteresse
darbieten, so sirid sie hier weiler nicht beruhrt.. ( J o w n .
de Pharm. et de Chim. Mars 1832. p . I f i l . )
du Af6riil.
ICrystallinisehe Resebaffenheit des Glases.
L e y d o I t zu Wien hatte Achate rnit Flusssaure angeatzt, davon galvanoplastisch zum Abdrucke sehr geeignete Platten hergestellt, welche die innere Structur dieser
Korper sehr schon darthun, indem die krystallinischen
Parthien schwerer angegriffen werden, als die amorphen
und so die Vsrschiedenheit der angeatzten Ohertlachen
durch ihre eigenen treu bedingen. A u f dieselhe Weise
fand L e y d o I t , dass alles Glas krystallinisch ist; man
braucht nur Glasstreifen theilweise in das Geniisch von
Flussspath und Schwefelsaure zu stellen, his sie angeatzt
sind und dann etwa so damit zu verfahren. Man kann
von der Linie aus, wo die Oberflache der Flussigkeit den
Glasstreifen beruhrt und auf der der Flussigkeit zugekehrten Seite die krvstallinische Beschaffenheit des Glases verfolgen. (Cornpi. rend. T. 34. - Chem.-pharm.Cenlrbl. 1858.
No. 25.)
B.
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